Event: abgesagt! Lösung: Livestream

Livestream als Ersatz für Events in der Corona Krise // Photo by Waldemar Brandt

 

 

Tsunami. Erdrutsch. Unvorstellbar. Anders kann ich es nicht in Worte kleiden. Was gerade überall, aber ganz spürbar in der Eventbranche geschieht ist nie da gewesen. Auch mein Kalender wurde leer gefegt. Die Konsequenzen werden heftig sein. Aber: Krisen bieten immer auch Chancen. Chancen der Veränderung. Ich bin nach wie vor Fan von Live-Events. Raus aus dem Alltag. Rein in ungewohnte Umfelder. Da sind wir offen für neue Ideen. Offen für neue Ideen sind wir derzeit alle. Wir brauchen sie dringend, gerade jetzt!

 

In den letzten zwei Wochen haben einige mutige Veranstalter ihre Events spontan digital als Livestream umgewandelt. Gute Ideen müssen nicht in die Tonne. Lasst uns die Möglichkeiten der Digitalität in dieser Krisensituation nutzen. Weil ich selbst ein ursprünglich als Veranstaltung geplantes Event letzte Woche kurzfristig als Livestream umsetzen durfte, hier ein paar Eckpunkte, auf die es dabei zu achten gilt – ergänzt gerne in den Kommentaren!

 

 

1. Idee bleibt King

 

Egal ob on- oder offline: Die Idee muss überzeugen. Die Botschaft ist das A&O. Haben wir etwas zu sagen, dann bleibt die Botschaft auch wichtig zu kommunizieren. Nur eben über einen anderen Kanal: Digital als Livestream. Dabei rücken die Protagonisten noch stärker ins Zentrum. Ohne Publikum, was auf die Botschaft reagiert, fehlt die Möglichkeit, Emotionen zu transportieren. Es liegt also rein an den Machern, echte Verbindungen zum Publikum aufzubauen – der Funke muss überspringen! Dabei geht es wie sonst auch darum, Menschen zu Beteiligten zu machen. Das Erlebnis darf keine Einbahnstraße sein, sondern muss bi–direktionale Erlebnisse schaffen. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten, nutzen wir diese!?

 

Elementar bleibt die Dramaturgie des Livestreams. Welche Abwechslung und Überraschung bricht den Verlauf auf? Formate können gezielt wechseln. Auf kurze Impulse folgen Diskussionsrunden, Showcases, Filmeinspieler, Fun-Parts & Gamification…

 

 

2. Detail, Timing, Exzellenz

 

Mein Dreiklang gilt nicht nur für Events. Livestream ist wie Fernsehen. Da ich über 10 Jahre als Aufnahmeleiter bei Fernseh-Musikshows gearbeitet habe, weiß ich aus Erfahrung: hier muss alles hundertprozentig sitzen. Der Teufel steckt im Detail! Das Kamerabild MUSS anders als beim Live-Event produziert werden. Dem Ton kommt eine noch elementarere Bedeutung zu, um Stimmung zu transportieren. Gerade was das Timing betrifft, werden Proben noch relevanter (ja, ja, ich weiß, aber GLAUBT MIR!). Übergänge müssen nicht nur inhaltlich sondern vor allem für und mit Kameras reibungslos laufen. Und nicht nur auf Senderseite sondern auch bei den Menschen an den Bildschirmen – um Dialog zu etablieren ist ein möglichst geringer Zeitversatz nötig. Exzellent wird das Erlebnis, wenn es Interaktionsvielfalt zwischen den Akteuren schafft, wie zum Beispiel durch Live-Umfragen, Meinungstools, etc. So entsteht ein Miteinander auch ohne Tuchfühlung, Häppchen und Gläser-Klirren.

 

 

3. Livestream: Technik & Community

 

Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Experten, die in allen Belangen von Bild- über Tongestaltung bis zum Upload unterstützen. Gerne stelle ich hier Kontakte her. Noch wichtiger erscheint mir aber, ein Gefühl von Miteinander bei den Zuschauern erzeugen zu können. Dazu braucht es gute Tools und fähige Community Manager, die auf anspruchsvolle Anfragen reagieren können und den Livestream zu einem echten Erlebnis machen. Oft sitzen diese in den Unternehmen – schließlich kennen sie ihre Zielgruppen am Besten. Neben den zu übertragenen Bildern braucht es eine durchdachte Plattform mit weitergehenden Informationen und eine User Experience optimierte Oberfläche.

 

Fazit: Worauf warten wir noch? Den Verlauf des Virus können wir nicht ändern. Aber unsere Einstellung dazu schon. Lasst uns die Möglichkeiten der Digitalität nutzen!

 

Disclaimer: Selbstverständlich gibt es bei der Produktion eines Livestreams noch einige Punkte mehr zu berücksichtigen, gerade im Blick auf Ansteckungspotentiale, etc. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich hier ebenfalls nicht nur Probleme, sondern auch Möglichkeiten finden lassen.

 

Wissensmanagement – der Schlüssel für Effizienz, Klarheit und Wachstum

Wissensmanagement // Stadtbibliothek Stuttgart by Kuma Kum

 

 

Jedes Event ist einzigartig. Dennoch gibt es Standards, auf die man sich bei der Planung verlassen kann. Warum gerade junge Nachwuchskräfte im Dunkeln tappen lassen, weil die Zeit mal wieder knapp ist? Nicht alle Fehler müssen wiederholt werden. Deshalb habe ich die Qualitäts- und Wissensmanagerin Anne von Brockhausen gefragt, welche Tools uns aus dem Wissensmanagement für Eventplanung helfen können. Bitteschön:

 

 

Was alle Unternehmen eint

 

Für mich haben alle erfolgreichen Unternehmer und Geschäftsführer eins gemeinsam: Sie sind Machertypen. Sie treiben ihre Themen voran, motivieren Mitarbeiter und Kunden. Sie wünschen sich, dass der Arbeitsalltag reibungslos abläuft.

 

Dabei stolpern sie aber immer wieder über zwei Themen:

 

  • Kein einheitliches Verständnis zwischen den Kollegen hinsichtlich der Verantwortlichkeiten sowie
  • das Fehlen von internem Firmenwissen aufgrund unzureichender oder fehlerhafter Kommunikation untereinander führen dazu,

 

dass Dinge gar nicht oder fehlerhaft ausgeführt werden.

 

 

Wie sich Unternehmen bei Wachstumsschritten verändern

 

Und doch sind diese Unternehmen trotz allem erfolgreich, aber warum? Meiner Meinung nach liegt der Grund hierfür vor allem an den Wachstumsschritten erfolgreicher Organisation. Strukturen und Kommunikationswege verändern sich bei 3 → 9 → 30 → 90 → 300 Mitarbeitern. Das sorgt für immer wieder für Unruhe und neue Probleme, wenn die alten gerade gelöst sind.

 

  • Im ersten Fall sitzen die Kollegen noch in einem Raum.
  • Danach trennt sie bereits eine Wand.
  • Bei 30 teilen sie sich auf zwei Flure und in Abteilungen auf.
  • Ab 90 Mitarbeitern werden zusätzliche Stabsabteilungen eingezogen.

 

All das macht die Arbeitswelt nicht einfacher für Event’ler. Darüber hinaus sind die Junioren nicht auf dem Wissensstand der Senioren und langjährige Mitarbeiter verharren, weil „Das schon immer so gemacht wurde.“ In den zwanzig Jahren als Angestellte und Beraterin in unterschiedlichsten Unternehmensgrößen fand ich das immer wieder als Ursache für die vorhandenen Probleme vor.

 

 

Woran es bei allen immer wieder fehlt

 

Am Beginn fehlt oft das Basiswissen, dass für alle in einer Branche gleich ist. Egal in welcher Organisation ich anfing zu arbeiten oder zu beraten: Kaum einer konnte mir ein simples Mitarbeiterbuch zeigen, in dem die Leitplanken, in denen ich mich bewegen durfte, definiert wurden. Immer musste ich mir mühsam einen Überblick verschaffen:

 

  • Wer macht was?
  • Bis wohin darf ich entscheiden?
  • Wen muss ich ansonsten fragen?
  • Was muss ich machen, wenn ich auf Dienstreise gehen will?
  • Welche Vorlagen oder Präsentation muss ich für welchem Zweck verwenden?
  • Wie sind die Arbeitsprozesse und wo finde ich geeignete Dienstleister?

 

Das kostete jeden Mitarbeiter Zeit bis er wirklich produktiv arbeiten konnte. Und gerade in den ersten Tagen hätte ich mehr als genug Zeit gehabt mich mit solchen Dingen intensiv auseinanderzusetzen.

 

 

WIKIpro – das Tool für MEHR Standards im Wissensmanagement

 

Deswegen habe ich in 2013 gemeinsam mit meinen Kunden auf Basis einer Wiki-Technologie die digitale Wissensmanagementplattform WIKIpro entwickelt. Diese Art von Plattform zeichnet sich vor allem durch ihre perfekten Suchalgorithmen aus. Klar, war es Arbeit, das Wissen erst einmal dort einzuspielen. Aber jetzt nach sieben Jahren und zahlreiche Kundenprojekte später sieht der Wissensstrukturbaum immer gleich aus. Viele Inhalte, die bei allen Organisationen vorkommen, sind bereits vorgeschrieben und müssen nur noch individualisiert werden.

 

In rund 30 Projekten testeten wir, was die Menschen im Unternehmenskontext wirklich brauchen. Die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter konnten wir in vielen Fällen von zwei Monaten auf zwei Wochen deutlich verringern. Prozesse, Checklisten für die Planung, ein Pool von Dienstleistern und Tools lassen sich zentral festhalten und kontinuierlich verfeinern. Und in jedem Unternehmen gab es Menschen, die begeistert das jeweilige Wiki mit Wissen gefüllt haben.

 

In der Regel fingen alle spätestens damit an, wenn einer der erfahrenen Kollegen mit all seinem Fachwissen das Unternehmen verlässt. Egal ob via Video, in Bildern, als Sprachaufnahme oder getippt, alle Formate lassen sich wunderbar in Wikis einbinden. Denn wenn der Mitarbeiter erst einmal weg ist, ist es gar nicht so einfach, Strukturen und Netzwerke wieder neu aufzubauen. Ein kurzer Blick ins Wiki kann da Wunder bewirken und viel Zeit sparen.

 

 

Für Klarheit und Verlässlichkeit sorgen

 

Für mich in meinen Beratungsprojekten heute, ist immer eine meiner erste Amtshandlungen, die Dinge, die in einem Unternehmen einfach und klar zu bestimmen sind in WIKIpro festzuhalten. Dann weiß jeder Bescheid, wer für was zuständig ist und wie weit er sich alleine bewegen darf. Die Standardsachen sind ein für alle Mal geregelt und werden unbürokratisch und für alle sichtbar geändert. Statt unnötig zu diskutieren, können die Mitarbeiter ihre Kapazität dort einsetzen, was ihr Hauptjob ist.

 

Denn damit verdienen Sie Geld – mit den unnötigen immer wiederkehrenden Diskussionen nicht.

Also fangen Sie lieber heute an und nutzen Sie ihre Zeit ab sofort deutlich sinnvoller als bisher!

 

 

Wissensmanagement Event Anne von Brockhausen Norm-KonformMit detektivischem Feinsinn versucht Anne von Brockhausen den Arbeitsalltag von Unternehmern und ihren Mitarbeitern zu erleichtern. Ihre ersten zehn Jahre des Berufslebens verbrachte sie sowohl in unterschiedlich großen Unternehmen als auch in verschiedenen Branchen. Alles Wissen, das sie dort lernen konnten nutzt sie seit 2009 in ihrem eigenen Unternehmen und hat seitdem mehr als 80 Organisationen beraten. Und überall, wo ihr der Alltag zu mühsam erscheint, entwickelt sie gemeinsam mit einer B2B-Online-Agentur einfache digitale Werkzeuge. So entstand 2013 WIKIpro für digitales Wissensmanagement. In 2020 wird die Plattform Udoku im Medizinproduktebereich auf den Markt kommen.

 

 

Frage: Mit welchen Wissensmanagement Tools arbeitet ihr in eurer Agentur? Welche Erfahrungen macht ihr damit?

 

EXPERIENCE DESIGN // ADC Seminar

Experience Design ADC Seminar

 

 

EXPERIENCE DESIGN ist in aller Munde. Nicht ohne Grund gab es im Oktober seitens des ADC ein Seminar dazu in Hamburg: „Wie designen wir Erlebnisse, die Wirkung erzielen? Die nicht nur gut in einem Case Film dokumentiert oder medial verbreitet werden können, sondern die tatsächlich prägenden Einfluss auf diejenigen haben, die sie direkt und unmittelbar erleben?“. Cedric Ebener kuratierte dazu sechs hochkarätige Speaker, die auf Teilnehmer von Senior bis Director Level samt einigen Unternehmensvertretern trafen.

 

Wichtig dabei war den Gestaltern der Gedanke, dass diverse Disziplinen längst nicht mehr nur nebeneinander existieren, sondern immer intensiver miteinander vernetzt auftreten und arbeiten. Marken bauen Hotels, Retail-Stores werden zu Eventflächen, Messeauftritte werden an der Aufenthaltsqualität gemessen etc. Was können also die einzelnen Disziplinen voneinander lernen, wie befruchten und ergänzen sie sich am besten? Ich habe Pat Kalt gebeten seine Eindrücke und Blicke über den Tellerrand für die Event Community zusammenzufassen…

 

 

Experience Design im Eventkontext

 

Durch die Veranstaltung führte Cedric Ebener (CE+Co), der zu Beginn des Seminars auf eine gedankliche Exkursion einlud und das Thema „Experience“ ganz allgemein beleuchtete. Pat Kalt (tisch13) zeigte in seinem Panel ausgewählte Event-Trends der letzten Jahre und hinterfragte das Denken in Formaten und Schubladen. Robin Palleis (Milla&Partner) untersuchte in seinem Beitrag Projekte an der Schnittstelle zwischen räumlicher, analoger und digitaler Gestaltung. Fabian Tank (Going Places) wiederum stellte mit einem Hospitality-Stadtenwicklungsprojekt ein ungewöhnlich großes und komplexes Projektformat vor.

 

Christian Schmachtenberg (Hochschule Kaiserslautern) präsentierte aktuelle digitale Trends aus der Hochschulforschung und berichtete von den Vorbereitungen zum Burning Man Festival 2021. Karen Klessinger (Dan Pearlman) nahm die Teilnehmer mit auf eine Reise durch innovative Retail- und Mixed-Use-Konzepte im Retail-Bereich. Zum Abschluss des zweitägigen Seminars berichtete Joachim Kortlepel (Jung von Matt) wie Brand Experience als Treiber für ganzheitliche Kampagnen funktionieren kann.

 

 

Experience Design ADC Seminar

 

 

Agenturen fehlen die Experience Designer

 

Christian Schmachtenberg ergänzt: „Die Agenturwelt redet von technologischen Revolutionen hat aber keine Mitarbeiter die das umsetzen können. Demnach mein Appell an die Kollegen: stellt „kreative Technologen“ ein – sie sind diejenigen, die im Team dem Erlebnis eine neue Dimension verleihen können.“

 

Die Bühnenshow der Zukunft ist ein schönes Beispiel dessen: hier haben die Studierenden eine Show entworfen und umgesetzt die mit dramaturgischen, inszenatorischen und technologischen Mitteln einen Schritt weitergegangen ist. Der Clue: bekannte Technologie wurde „zweckentfremdet“ und in einem anderen Kontext eingesetzt.

 

 

Fazit: Insgesamt zwei intensive Tage mit vielen Insights und unterschiedlichen Blickwinkeln auf das weite Feld der Erlebnisgestaltung – eine Fortsetzung des Formats im nächsten Jahr ist angedacht.

 

 

Frage: Welches Event hat Dich in den letzten Jahren am meisten beeindruckt, bzw. zählt für Dich zu einem Meilenstein?

 

Lesetipps & Besuchstipp: TechXperience am 3.12. in Ingelheim am Rhein

Interaktive Events: 6 Inspirationen, die Menschen besser einbinden
Experience Design: Wie gestaltet man ein Erlebnis?
Event Experience Design: The New Way to Craft

 

Die Kernfrage für wirkungsvolle Kommunikation

Kernfrage für wirkungsvolle Kommunikation // Photo by Donald Giannatti

 

 

Es gibt manche Fragen, die sich über die Jahre als Essenz destillieren. Eine davon stammt von meiner Frau Rebekka, die als Positionierungsexpertin NGOs hilft wirkungsvoller zu kommunizieren. Folgende Frage stammt von ihr (und ja, sie ist buchbar > auch für andere Kunden ;). Diese vier Aspekte gilt es für jedes Event neu zu klären. Simpel, hat es aber in sich.

 

 

Kernfrage für wirkungsvolle Kommunikation:

 

 

»Welche BOTSCHAFT

soll welche ZIELGRUPPE

über welche KANÄLE erreichen,

damit welche WIRKUNG erzielt wird?«

 

 

Wie heißt es so schön: Einfach geniale Dinge sind genial einfach. Man muss nur erstmal dahin kommen.

Es gilt also immer wieder diese eine Kernfrage für wirkungsvolle Kommunikation zu klären.

 

Der Teufel steckt natürlich im Detail. Aber wer diese vier Aspekte beantwortet wird Erfolg mit seiner Kommunikation haben. Versprochen. Brief und Siegel. Dazu folgende Hintergedanken zur Verdeutlichung:

 

 

1. Botschaft

 

Erinnerst du dich an die Botschaft von Barack Obama in seinem Wahlkampf? Genau, ganze drei Worte. Und im letzten Wahlkampf? Was waren die vier Worte von Trump? Richtig. Und welche Botschaft hatte Hillary Clinton? Eben. Viele. Am Ende aber keine. Keine, die im Kopf blieb.

 

Wirklich wichtige Botschaften lassen sich in drei bis vier Wörter sagen, maximal einen Satz. Was ist die Headline, die BILD.de oder DIE ZEIT von deinem Event publizieren wird? Die Kunst liegt in der Reduktion. Alles unwichtige weglassen. Sag WORUM es geht. Und am besten: WARUM hat das Bedeutung? Eine Vision ist ein Bild der Zukunft, welches Begeisterung in mir auslöst. Inspiriere mich. Ohne Herzblut geht’s nicht, behauptet Theo Eißler. Und damit hat er Recht.

 

 

2. Zielgruppe

 

Wen die Botschaft klar ist muss geklärt werden für wen diese gedacht ist: Wer genau ist die Zielgruppe? Nicht jeder von 12 bis 120 Jahre. Nicht alle Deutschen. Bitte nicht alle. Mach es spezifisch: Erstelle Personas. Welche Bedürfnisse haben diese? Welche Lebensrealität erleben diese? Für wen ist diese Botschaft relevant? Weg vom Sender hin zum Empfänger: Interessiert dieser sich überhaupt dafür? Noch einen Schritt weiter: Wie müsste die Botschaft umformuliert werden, damit sie die Zielgruppe interessiert? Perspektivwechsel sind gefragt. Nutzerorientierung. Dann läuft es auch.

 

 

Kernfrage für wirkungsvolle Kommunikation

Photo by Markus Spiske on Unsplash

 

 

3. Kanal

 

Die selbe Botschaft mit den definierten Zielgruppen wird per se ganz unterschiedlich rezipiert. Der 85jährige Professor wird die Nachricht eher in der SZ lesen. Die 14jährige Schülerin wohl eher beim scrollen auf Instagram. Der Vater ebendieser eher auf RTL oder in der Tagesschau sehen. Oder doch auf Spiegel Online? Wir merken: Es gilt in verschiedenen Formaten und Konstellationen zu denken: Bewegtbild, Text, Bild und/oder ein Live-Erlebnis? In Echtzeit auf einem Event oder per Livestream? Jeder Kanal hat seine Eigenheiten und unterschiedliche Interaktionswege.

 

 

4. Wirkung

 

Das Wichtigste von allem ist durch Klarheit und Emotion ein Gefühl zu erzeugen, welches zu einer Veränderung führt. Die Frage lautet: Was soll durch die eine Botschaft bei welcher Zielgruppe auf welchem Kanal ANDERS sein als es VORHER war? Wie genau sieht der nächste Schritt aus? Was ist der Call to Action?

 

Fazit: Wenn diese vier Punkte, vor allem aber die Handlungsaufforderung fehlt, ist alle Kommunikation wirkungslos.

 

 

*BERATUNGsANGEBOT*: Solltest du Unterstützung bei der Ausarbeitung der Antworten auf die Kernfrage haben, dann kontaktiere doch einfach meine Frau Rebekka. Sie ist Kommunikationsexpertin und hat sich auf Positionierungsberatung für NGOs spezialisiert. Ihr bekommt uns aber auch im Doppelpack für einen Workshoptag von Fragestellung über Antwortfindung bis zur Umsetzung – egal ob für PR oder Live Events…

 

 

Frage: Gibt es eine Botschaft die dir heute noch im Kopf ist? Wenn nicht: Erinnerst du dich noch an die Antwort, die dir deine erste Liebe gegeben hat? Körbchen oder Küsschen? 😉 Welche Kampagne hat dich überzeugt? Welches Live-Erlebnis geht dir nicht mehr aus dem Kopf. Warum?

 

 

Wenn dich dieser Blogpost inspiriert hat, dann stelle dir diese Frage und wenn du mir was Gutes tun willst, dann leite ihn weiter > so kommt unsere geliebte Live-Kommunikationsbranche ein wenig weiter nach vorne. Weitere Lesetipps:

Warum wir mehr Customer Centricity bei Events benötigen…

Wie schreibe ich einen Regieplan? // Eine Muster-Vorlage gibt es hier!

Event-Konzept: Mit diesen 13 Fragen wird jede Veranstaltung besser…

 

Neues Inspirationsbuch: „Begegnung gestalten“

Begegnung gestalten – 33 Interviews mit Weggefährten // Mein neues Buch hier auf Amazon

 

 

Alles wirkliche Leben ist Begegnung.

// Martin Buber

 

 

Dieses Zitat des jüdischen Religionsphilosophen begleitet mich schon lange. Als Regisseur und Konzepter bringt es den Kern meiner Arbeit auf den Punkt: Ich gestalte die Begegnung zwischen Menschen und Marken. Grund genug nach einer fünfteiligen Blogserie rund um das Thema Begegnung aus Sicht der Sinnesorgane das Experiment weiter zu treiben.

 

Tadaa – und hier ist es, mein zweites Buch nach Events wirkungsvoll inszenieren: Begegnung gestalten – 33 Interviews!

 

Wow Christopher Cuhls was für schöne Begegnungen, was für ein schönes Werk!

Thank you 🙏

Gepostet von Klaus Motoki Tonn am Mittwoch, 20. Februar 2019

 

33 Weggefährten aus 11 Gesellschaftsbereichen habe ich dazu die immer selben drei Fragen gestellt. Von Typograph Stefan Sagmeister über den deutschen Kaffeeröstmeister Benjamin Pozsgai, die Managementvordenker Anja Förster & Peter Kreuz, sowie den Creative Director Helge Thomas und Singer-Songwriter Samuel Harfst bis zu meiner liebenswürdigen Mutter (du bist mein Vorbild!) sind spannende Persönlichkeiten & Freude dabei. 😉

 

Ich bin fasziniert, wie divers die Antworten ausfallen. Wir Menschen sind einfach komplex, vielschichtig und überraschend anders. Genau so wie gute Events, auf denen es um wirkungsvolle Begegnungen geht. Durch die Antworten zieht sich dennoch ein roter Faden. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken – hier noch ein paar Appetithäppchen…

 

 

Die drei Fragen zu Begegnung gestalten…

 

1. Was macht eine wirkungsvolle Begegnung aus?

 

2. Worauf ist bei der Gestaltung einer Begegnung zu achten?

 

3. Was sollte ich für meine nächste Begegnung beachten?

 

 

Es braucht MUT, sagen die Business Speaker Förster & Kreuz:

Begegnung gestalten Förster & Kreuz

 

 

Reputationsberater Rainer Wälde über die Bedeutung des Scheiterns:

Begegnung gestalten ehrlich Rainer Wälde

 

 

Filmemacher Priscilla & Jonas Bucher sehen vor allem Chancen:

Begegnung gestalten Geschichten Bucher

 

 

Psychologe & Karnevalsforscher Wolfgang Oelsner:

Begegnung gestalten Sinne Oelsner

 

 

Der katholische Priester Christian Olding ergänzt (unbedingt sein TEDx Talk anschauen):

Begegnung gestalten Olding

 

 

Danke Ami Falk für die erneute Gestaltung des einfach wunderbaren Designs – love it!

Begegnung gestalten Buch

 

 

Hier noch alle 33 Mitwirkenden im Überblick – eine ganz SCHØNE Bandbreite:

Begegnung gestalten Inhalt

 

 

Viel Inspiration und Freude beim lesen und gestalten von tollen Begegnungen – die Welt braucht mehr davon!

 

 

Alle Beiträge der fünfteiligen Sinnes-Blogserie zum Thema Begegnung gestalten: {Riechen > Parfumeur | Fühlen > StuntWoman | Sehen > Exterieur Designer | Hören > Musikproduzent | Schmecken > Chocolatier}

 

Hier das Inspirationsbuch zum blättern, entdecken und verschenken: „Begegnung gestalten – 33 Interviews

 

 

Frage: Welches Erlebnis kommt dir beim Wort „Begegnung“ in den Sinn? Ich freue mich über deine Geschichte:

 

Warum Scheitern Events weiterbringt // Begegnungen gestalten

Scheitern & Begegnungen – 33 Interviews mit Experten

 

 

Was macht eine wirkungsvolle Begegnung aus?

 

Eine Frage, die für mich als Eventgestalter im Zentrum meiner Arbeit steht. Dazu habe ich in diesem Inspirationsbuch 33 Weggefährten die immer gleichen drei Fragen gestellt. Reputationsberater Rainer Wälde antwortet:

 

„Bei vielen Begegnungen werden nur Erfolge zur Schau gestellt. Mich faszinieren Menschen, die ehrlich auch über ihr Scheitern sprechen. Nach meiner Beobachtung wirken Menschen, die bei einer Begegnung offen ihre Schwächen zugeben, selbstbewusst und authentisch. Man kann auch im Kleinen anfangen, etwa im Freundeskreis, und dort seine Schwächen zugeben. Damit schafft man ein Klima, in dem sich auch andere öffnen. Es ist erleichternd, wenn man kein Theater spielen muss und offen über Defizite sprechen kann. Vor allem, wenn der Humor einsetzt und man zusammen darüber lachen kann.“

 

Scheitern Begegnung gestalten ehrlich Rainer Wälde

 

 

Ich finde den Blick auf Scheitern und Fehler und was daraus gelernt wurde für Veranstaltungen sehr spannend. Natürlich setzt dies Mut und Offenheit voraus, von den Menschen und auch den Unternehmen. Aber in einer so verrückt auf Erfolg getrimmten Gesellschaft tut es uns sehr gut, uns mit dem Scheitern auseinander zu setzen und daraus zu lernen. Ein Eventformat, welches das Thema bereits aufgreift, sind die FuckUp-Nights. Deutschlandweit gibt es diese Abende – vielleicht bald auch mit deiner Geschichte?

 

 

Mut, vom Scheitern zu erzählen

 

Wie wäre es, wenn beim nächsten Event Raum für einen Perspektivwechsel auf das Scheitern versucht wird? Natürlich verbunden mit der Frage, wie dies Menschen und Unternehmen weitergebracht hat. Das wär mal ein spannendes Event!

 

Alle Beiträge der fünfteiligen Sinnes-Blogserie zum Thema Begegnung gestaltenRiechen > Parfumeur // Fühlen > StuntWoman // Sehen > Exterieur Designer // Hören > Musikproduzent // Schmecken > Chocolatier

 

Hier das Inspirationsbuch zum blättern, entdecken und verschenken: „Begegnung gestalten – 33 Interviews

 

 

Frage: Welches Erlebnis kommt dir beim Wort „Begegnung“ in den Sinn? Ich freue mich über deine Geschichte:

 

Begegnung gestalten – mit Mut!

Begegnung gestalten – mit Mut!

 

Tadaa! Es ist da! Mein neues Buch!

 

Als Regisseur und Konzepter gestalte ich vor allem Begegnungen – zwischen Menschen und Marken. Wer mich kennt, weiß, dass ich zentralen Themen gerne nachspüre. Dazu habe ich 33 Weggefährten die immer gleichen drei Fragen gestellt. Herausgekommen sind genial unterschiedliche Antworten, die mich selbst begeistern. Ein paar davon möchte ich in den nächsten Wochen hier vorstellen.

 

Los geht jedes Interview mit der Frage: „Was macht eine wirkungsvolle Begegnung aus?
Business Speaker Anja Förster & Peter Kreuz sagen unter anderem: Mut!

 

Begegnung gestalten Förster & Kreuz

Zitat von Business Speaker Förster & Kreuz

 

 

Haben wir Mut?

 

Begegnungen brauchen Mut und Risikobereitschaft. Das ist nicht immer bequem, aber lohnenswert. Ich habe auch noch kein richtig geniales Event erlebt, bei dem die Veranstalter nicht mutig waren. Sich auf spannende Leute einzulassen. Neue Formate – mit Ausgang offen – auszuprobieren. Andere Orte zu bespielen. Innovative Redner auf die Bühne zu holen. Andere Gäste einzuladen. Den Mut zum Scheitern zu haben. Denn erst wenn wir uns mutig auf Neues einlassen, kann auch Neues entstehen. Und das bleibt in der Erinnerung haften. Dazu müssen wir lernen anders zu denken.

 

Mehr Inspiration findet ihr im Interview mit Förster & Kreuz und 32 anderen spannenden Menschen in „Begegnung gestalten – 33 Interviewshier auf Amazon. Viel Freude beim Lesen!

 

Warum Leipzig auf die Location-Shortlist gehört

WERBUNG – finanziert durch das GCB & Do it at Leipzig

 

Es ist schon krass: Ich bin erstaunt, wie viele „West“-Deutsche seit der Wende `89 noch immer keinen Fuß über die ehemalige innerdeutsche Grenze gesetzt haben (Berlin mal ausgenommen). Daher eine Frage:

 

Warst du schon mal in Leipzig?

 

Von 2001 bis 2005 habe ich im sächsischen Mittweida studiert. Dabei habe ich entdeckt, wie stark das gemeinschaftliche Miteinander unterhalb der Sachsen ist. Dieses „für-das-Wohl-des-Nächsten-Sorgen“ habe ich sonst noch nirgendwo so ausgeprägt erlebt.

 

Ist diese Kultur der Offenheit, des Interesses und Miteinanders in der Messestadt Leipzig auch in den Eventlocations zu finden? Dieser Frage bin ich auf Einladung des German Convention Bureau und dem Eventmacher-Zusammenschluss „Do it at Leipzig“ auf den Grund gegangen. Warum Leipzig eine starke Destination für Events ist, die etwas bewegen wollen, möchte ich visuell aufzeigen.

 

 

Leipzig – dynamisch, kreativ, überraschend!

 

Erster Stopp: Kunstkraftwerk. Das alte Heizkraftwerk wurde 2016 neu eröffnet. Neben der Kunst- und Kesselhalle (jeweils 400pax) sowie diversen Seminarräumen überzeugen die festinstallierten Projektionsshows. Kuratiert von der Gründerin Dr. Luisa Mantovani und ausgeführt von der italienischen Immersive Art Factory geht es um die digitalisierte Vermittlung von Kunst. Weg vom musealem, hin zum erlebnisreichen Entdecken. Eine gelungene Experiementierstätte mit Industrie-Charme. Die Räume können modular kombiniert werden. Ein packender Raum für die immersive Vermittlung von Botschaften.

 

Installation Kunstkraftwerk Leipzig

 

Wer vom Industrie-Charme nicht genug bekommt wird bei Locations wie der Spinnerei Halle 14, dem Da Capo oder Werk 2 fündig. Hier weitere Eindrücke in der Bildergalerie:

 

 

Die Media City des MDR bietet eine Kombination aus TV-Studios, Catering und Technik sowie Rahmenprogrammen. Vorhandene Szenenkulissen wie aus der Serie „Aus aller Freundschaft“ oder dem Riverboat bieten bekannte Orte.

 

Media City Atelier Highend Unterhaltung im TV-Set

 

Gleich nebenan ist mit dem LEAVR Erlebnisstudio (= Leipzig Augmented & Virtual Reality) ein digitaler Hub, der ein virtuelles Rahmenprogramm ermöglicht. Die Media City hat den Touch von Hipness, deckt aber auch eine gute Bandbreite ab: Von klassisch bis State of the Art geht hier alles.

 

Media City Atelier Rahmenprogramm mit Zukunft im LEVAR

 

Das Tagungshotel Westin Leipzig gleicht einem großen Buch und wurde auf Einladung von DDR Politiker Erich Honecker 1981 von Japanern erbaut. Mit 436 Zimmern und 51 Tagungsräumen (ca. 4.000qm Eventfläche für bis zu 1.000 Personen) ein idealer Ort für Konferenzen mit vielen Breakout Räumen.

 

 

Ein Beispiel für die Serviceorientiertheit der Leipziger: Hier im Westin-Hotel wurde kurzerhand eine Außenwand baulich verbreitert, um ein Fahrzeug für eine Präsentation einzubringen. Es tut gut mit Menschen zu arbeiten, die noch „wohin wollen“ und Dinge möglich machen. Andere Städte und Locations sind da durchaus eventmüder…

 

Ganz besonders im Westin Leipzig ist auch das nach einem Falkennest benannte Sterne-Restaurant Falco. Das einzige 2-Michelin-Sternerestaurant in den Neuen Bundesländern wird von Koch Peter Maria Schnurr geführt. Auch der Sommelier Christian Wilhelm überzeugt mit der Auszeichnung Sommelier des Jahres 2018. Die Bar (oben in der Bildergalerie zu sehen) ist einfach top!

 

 

Leipzig – eine Stadt der kurzen Wege!

 

Viele der Locations liegen übrigens rund um den ehemaligen Messering zentral in der Stadt. Die Kombination von Ruhe, Erleben und Erholung mitten in der Stadt Leipzig ist einfach einzigartig. So auch die Kongresshalle und der Zoo Leipzig:

 

KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig_Grosser Saal © Leipziger Messe GmbH

 

Bereits 1900 wurde die Kongresshalle als Ballhaus für die Leipziger gebaut. Auch nach dem Krieg wurde dieser Ort zur kulturellen Seele der Stadt. Vom Gewandhaus bis zu den West-Stars (die sonst nur noch im Friedrichsstadt-Palast Berlin auftraten) waren alle hier zu Gast – ein emotionaler, historischer Ort. Für 40 Millionen Euro rundum erneuert bietet die Kongresslocation den Großen Saal für 1.200 Personen, einen Plenarraum für 400 Personen, fünf BreakOut-Räume für 160-250 Personen sowie vier Seminarräume für 80-90 Personen. Im Kellergeschoss befindet sich eine große Ausstellungsfläche für Expos.

 

Wirklich einzigartig ist das Gondwanaland im Leipziger Zoo. In nur fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt sind exotische Veranstaltungen mitten im Herzen der Stadt möglich. Von Asien über Afrika bis Südamerika kommt man schnell auf andere Gedanken…

 

 

Ebenso beeindruckend sind die 23m hohen 360° Panoramen von Prof. Asisi im Panometer. Gekonnt werden historische Szenen zum Leben erweckt. Die aktuelle Ausstellung zeigt die Entwicklung der Industrialisierung und setzt den Stahl in den Mittelpunkt. Durch Stahl wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vieles möglich – schneller, höher, weiter. Die Menschen dachten, sie triumphierten über die Natur durch die technologische Entwicklung. Am Ende jedoch scheiterte die Titanic an einem jahrhundertealten bekanntem Thema: Einem Eisberg. Das Panometer führt somit neben aller Faszination in Demut und eröffnet neue Perspektiven. Kapazität: 500 Pax stehend, 390 sitzend.

 

Panometer Leipzig

 

Wer es rasanter wünscht, wird auf der Rennstrecke von Porsche fündig. Architektonisch besonders ist das Kundenzentrum in Diamantform. Wer bei einem der Profifahrer mitfährt kommt auf seine Kosten – aber natürlich kann man sich auch selbst ausprobieren…

 

Porsche Werk Leipzig_Fahrevent © Porsche Leipzig GmbH

 

Insgesamt hat mich Leipzig wieder einmal überzeugt – der Teamgeist stimmt hier einfach. Und genau das ist es auch, was den Zusammenschluß von „Do it at Leipzig“ ausmacht: Ein gut vernetztes Dienstleisterangebot, in dem Eventgestalter miteinander bestmöglich für den Erfolg von Veranstaltungen agieren. Man spürt: Es geht Ihnen dabei nicht um den eigenen Profit, sondern, dass Dinge möglich gemacht werden. Mich begeistert diese Art und Mentalität.

 

Fazit: Leipzig ist frisch, neu, anders. In vielen ähnlichen Städten waren wir schon mit unseren Events. Wer Neues entdecken will, ist in Leipzig goldrichtig. Die Stadt bietet von Kultur über Natur zu Erlebnissen und einen starken Wirtschaftsstandort alles. Leipzig ist Heimat der Buchmesse, aber auch Geburtsort neuer Formate wie der Games Convention. Die Stadt füllt sich jährlich zum Wave-Gotik-Treffen, dem Bachfest und neuerdings dem CCC. Mich hat Leipzig beim genaueren Entdecken einmal mehr überrascht und begeistert. Kompakte Innenstadt, wunderbare Menschen, innovative Locations. Also, wer immer noch nicht da war – lasst euch überraschen! Weitere Infos gibt gerne Hiskia Wiesner von „Do it at Leipzig“. Entdeckungsreiche Momente wünsche ich euch und erzählt, wie es war!

 

Hier noch 10 Gründe Events in Leipzig zu veranstalten

 

 

Weitere Inspiration gewünscht? Hier wirst du fündig:

Event-Konzept: Mit diesen 13 Fragen wird jede Veranstaltung besser…

Raumdesign: 10 Inspirationen für eindrucksvollere Events

8 Praxis Tipps für die Event Locationsuche

 

BUNTE.de Keynote bewegt Frauen @ dmexco ’18

BUNTE.de Keynote @ dmexco // Die digitale Heimat für Frauen

 

 

Im Frühling kam bei mir urplötzlich ein Gefühl auf (tja, die lieben Frühlingsgefühle… ;): Nach sieben Jahren Ablaufregie spürte ich, dass ein neues Level anstand. Es war noch ein leiser, aber klarer Gedanke. Durch das Chorfest „Einfach himmlisch“ hab ich mich dann tatsächlich emanzipiert. Ich bin nicht mehr „nur“ Ablaufregisseur, sondern gestalte Konzepte und Realisationen von Events.

 

Es dauerte nicht lange und am 7. Juni erreichte mich diese Anfrage von BUNTE.de, welche zugleich den Kern des Briefings für das neue Projekt ausmacht: „BUNTE.de hat sich in den letzten zwei Jahren zur größten digitalen Plattform für Frauen im deutschsprachigem Raum entwickelt. Das ist der Grund, warum wir dieses Jahr auf der dmexco ein großes Live-Screening mit 45min on Stage haben werden und die Erfolgs-Story erzählen wollen.“

 

Natürlich verdienen es die UserInnen von BUNTE.de, in der Werbewelt noch ernster genommen und besser verstanden zu werden. Der Markenerfolg und der Einsatz des Teams verdienen absolut Respekt. Und das Beste: Von der Erfolgsstory und dem Herzblut der MacherInnen kann die Branche lernen. Genau das habe ich mir zur Aufgabe gesetzt.

 

 

Wie bringt man die BUNTE.de Erfolgsgeschichte auf die Bühne?

 

Mich hat die Anfrage extrem gefreut, da ich sie perfekt in meinem Netzwerk angehen konnte. Das Ergebnis könnt ihr im Livestream mitverfolgen. Doch einen Schritt zurück: Worauf kam es bei der Gestaltung an? Ein ganzheitliches Screening-Konzept musste inhaltlich aber auch produktionsseitig vorbereitet werden. Also vom Konzept über Videos, Reden, Regiepläne bis zum Redner-Coaching alles aus einer Hand. Natürlich geht so etwas nicht alleine, weshalb ich sehr stolz bin mit einem durchweg weiblichen Kernteam alles auf die Beine gestellt zu haben.

 

Zurück zum Kern der Marke: Als digitale Heimat für alle Frauen will BUNTE.de unterhalten, inspirieren und informieren. Da die MacherInnen mehr Frauen als alle anderen Frauenportale in Deutschland erreichen, ist dies natürlich auch eine relevante Botschaft für Mediaplaner auf der dmexco. Die Reichweite strahlt auf Werbekunden ab – und wer ist nicht gerne ganz vorne mit dabei? Genau diese Geschichte galt es auf die Bühne zu bringen – eine dankbare Aufgabe.

 

Schnell hat sich in den Gesprächen mit dem BUNTE.de Keynote Team herausgestellt, dass der Mensch wirklich im Mittelpunkt steht. Die Marketing-Verantwortliche Katherine Kreiner bringt den Anspruch auf den Punkt: „Wir bieten unseren Kundinnen ein begeisterndes Produkterlebnis mit unterhaltsamen People- & Entertainment-Stories sowie informativen und glaubwürdigen Ratgeber- und Servicethemen. Im Fokus steht immer das Interesse unserer Zielgruppe. Wir erreichen unsere Kundinnen dort, wo sie digital unterwegs sind.“ Weitergehende Einblicke in die Philosophie und Machart sind in der BUNTE.de Keynote zu erwarten… Der TopStory Clip bringt einiges davon auf den Punkt:

 

 

 

Wie erzeugt man Resonanz? Vor allem bei einem 80%igen Männerpublikum…

 

Long story short: Mir war sofort klar, dass wir mit Missverständnissen aufräumen müssen. Mit BUNTE verbindet Mann das Magazin und -mit Verlaub- neben royalen Themen vor allem ältere Frauen beim Friseur (sorry für das Klischee). Aber da geht es schon los – BUNTE.de ist nicht nur redaktionell und organisatorisch vom Magazin getrennt – auch nur 10% der Zielgruppe überschneiden sich. Deshalb gilt es den Kern dessen was BUNTE.de ist und was sie besonders macht ins Zentrum zu rücken. In Workshops kamen wir auf den Claim, der die Bedürfnisse der NutzerInnen auf den Punkt bringt:

 

BUNTE.de – meine Zeit

 

Diesen Claim nutzen wir als Anker in den Reden. Leserinnen bestätigen: BUNTE.de ist Kurzurlaub für den Kopf. BUNTE.de ist ein sicherer Hafen, um den Alltag kurz zu vergessen. Genau das haben wir in unserem Openerfilm auf den Punkt gebracht. BUNTE.de ist aber nicht nur seriös. hochwertig, authentisch und nutzernah. Es ist auch kreativ, abwechslungsreich, schnell, aktuell, mutig, witzig, meinungsstark, emotional, leidenschaftlich, mitreißend und sichtbar. Deshalb haben wir im bewussten Kontrast zu dem eher ruhigen Einstieg den TopStory Clip produziert.

 

 

 

Neben guten Argumenten, Humor und nützlichem Wissen in den Reden haben wir uns auch eine Finesse erlaubt, um aus der Masse zu stechen. Die BUNTE.de Keynote soll auch eine Oase im Messestress sein. Daher haben wir mit dem Duftexperten Manasse einen eigenen Duft entwickelt, mit dem wir während der Präsentation den Raum beduften. Somit hoffen wir auch multisensual die Botschaften von BUNTE.de erinnerbar zu machen.

 

Fazit: Schon zu Anfang soll klar werden, dass die BUNTE.de Keynote anders wird und sich für die Zuhörer lohnt:

Weil sie etwas Neues über die weibliche Zielgruppen erfahren. Denn vermarkten setzt verstehen voraus.

 

Bewegt hat mich bei der BUNTE.de Keynote Zusammenarbeit die Stringenz, Klarheit und der „gute Flow“ im Miteinander. Die Leidenschaft der RednerInnen sowohl auf als auch hinter der Bühne für Frauen steckt einfach an. Ich muss sagen: Es hat nicht nur Spaß gemacht, sondern es fühlt sich auch sau gut an Projekte ganzheitlicher zu betreuen. Schauen wir mal, was da noch so kommt… 🙂

 

 

PS: DANKE an euer Herzblut – liebe Priscilla & Jonas Bucher für die Medien, Elizabeth Naithani für das Coaching der Präsentatoren, Rebekka Cuhls und Sabine Henning für die konzeptionelle Beratung, Denise Pumberger für die Charts, Barbara Weber die Organisation und Daniel für die Redeoptimierung!!!

 

 

Frage: Was ist euch bei der Keynote hängen geblieben? Ich bin gespannt auf eure Eindrücke, gern gleich unterhalb…:

 

Begegnung durch Hören: Marvin Glöckner

Hören – Marvin Glöckner zum Thema Begegnung // Photo by Mohammad Metri on Unsplash

 

 

Marvin ist ein Naturtalent und musikalisches Genie zugleich. Ich erinnere mich noch gut an eine Produktion für die IAA 2011. Wir arbeiteten mit einem international renommierten Künstler an der Musik für einen Showpart. Aber die Musik passte nicht zu dem Produkt. Mehrere Anläufe führten ins Leere. Erst kurz zuvor lernte ich den damals 25jährigen Musikproduzenten kennen, der schon mit „Wir glauben an euch“ zur WM 2010 mit und für Sebastian Hämer einen Hit landete. Was dann innerhalb von weniger als 24 Stunden folgte, schrieb IAA Geschichte:

 


Ein weiteres starkes Projekt aus seiner Feder war die Musik bei dieser Präsentation auf der CES Las Vegas 2015. Deshalb gehen meine drei Fragen der fünfteiligen Sinnesorgan-Serie im Bereich Hören an Marvin:

 

 

1. Was macht eine wirkungsvolle Begegnung aus?

 

Zur Begegnung gehört für mich ein persönlicher Zusammenstoß von zwei Seelen. Es gibt nichts ernüchternderes als mit dem Telefon eine 20-stellige Durchwahlnummer einzutippen, um dann doch am anderen Ende von einem computergenerierten „Willkommen bei der Hotline…“ begrüßt zu werden.

 

Richtig wirkungsvolle Begegnungen sind die, wo es tief geht – eine Berührung, die es geschafft hat Schutzhüllen und Abwehrmechanismen zu passieren. Wo jemand sich öffnet und damit verwundbar macht, erlaubt von der Begegnung verändert zu werden.

 

Es gab ein paar wenige Momente in meinem Leben, wo jemand mir direkt ins Herz sprach und eine Wahrheit verbalisierte, für die ich bisher taub war und derer ich mir nun schlagartig bewusst wurde. Diese Begegnungen werde ich mein Leben lang nicht vergessen.

 

 

2. Worauf ist bei der Gestaltung einer Begegnung zu achten?

 

Wem begegne ich? Für wirkungsvolle Begegnungen gibt es kaum eine wichtigere Frage als die des Kontexts, der Erwartungen beziehungsweise der Situation der zu-Begegnenden. Natürlich kann man eine Reise starten und auf dem Weg alle Teilnehmer der Begegnung Stück für Stück einsammeln. Aber wer den Kontext versteht, wer weiß, was die Anwesenden denken – der kann mit ein paar präzisen Worten den gesamten Großstadthirnverkehr umgehen.

 

Das gilt für die erste Minute eines Films, für die erste Seite eines Buches, genau wie für die ersten Sekunden eines Songs. Ein super Beispiel ist „Chasing Cars“ von Snow Patrol. 7 Sekunden davon im richtigen Moment und die Tränen kullern. 😉 Ich liebe diese Momente einer perfekten Antwort auf die unausgesprochene Frage des Kontexts. Nach diesen Antworten suche ich mit meiner Arbeit.

 

 

3. Was können Eventgestalter bei der Planung von Begegnungen davon lernen?

 

Ich meine es hat sogar neurophysiologische Gründe, aber Musik und Ton sind einfach Meister der Kommunikation von Emotion. Insbesondere, wenn die Aufmerksamkeit einem anderen Sinn gehört. Ich kann wärmstens empfehlen einmal den Test zu machen und die spannendste Stelle eines Thrillers oder Horrorfilms ohne Ton zu sehen. Ein ziemlich ernüchterndes Erlebnis. Interessanterweise passiert jedoch ähnliches, wenn man seine Aufmerksamkeit zu 100% dem Gehör widmet und kritisch-analytisch bewusst auf den Ton beziehungsweise die Musik achtet. Sofort verliert die Szene an Magie.

 

Inception Soundtrack von Hans Zimmer zum Hören // Quelle: Youtube

 

Es ist ähnlich wie bei Inception: Wer es versteht Musik und Ton effektiv (unbemerkt) einzusetzen, aktiviert einen Superagenten, der in das Gehirn seiner Opfer schleicht und dort die Türen für verändernde Begegnung öffnet.

 

 

Apropos Hören & Begegnung…

 

Ich habe den Eindruck unsere Gesellschaft sucht mehr und mehr nach individueller Begegnung. Menschen wollen ihr ganz eigenes Erlebnis, statt wie alle anderen regulären Teilnehmer die Standard-Experience mitzumachen. Wir nehmen ein Schulsystem mit 30 Kindern pro Lehrer als absolutes Problem wahr. Eine Veranstaltungen mit 2.000 Teilnehmern pro Redner ist aber normal (Mario Barth’s Weltrekord lässt grüßen…). Wir werden es wohl nicht schaffen für jeden Besucher unserer Events einen persönlichen Soulmate-Begleiter per Knopf im Ohr zu engagieren (vielleicht wird das per AI bald möglich). Mich fasziniert aber der Gedanke, wie viel effektiver unsere Events wären, würden wir sie nur für eine einzige Person kreieren. Absolut alles, was geschieht, dreht sich (zumindest aus der Wahrnehmung des Teilnehmers) einzig und alleine um diesen einen Menschen.

 

 

Hören Marvin Glöckner inteativ musicAbout Marvin Glöckner: I am all about smart creativity.
Learned to play piano at the age of 5, added trumpet, drums and then got lost in producing music on the computer. I studied music production and international music business, recorded bands, choirs, symphony orchestras and ran with binaural microphones through the woods. I played in front of 500.000 live and 3.4 million on TV, ran into a bit of pop music fame but didn’t like the taste of it. I love big productions though – especially live shows, but in general everything where a bunch of talented people join together to create audiovisual art. In my free time I play board games till 05:00am and build space ships in Unity 3d. I am based with wife & two kids in Madrid.

 

 

Andere Beiträge in der fünfteiligen Sinnes-Blogserie zum Thema Begegnung:

Riechen > Parfumeur // Fühlen > StuntWoman // Sehen > Exterieur Designer // Schmecken > Chocolatier

Hier das Inspirationsbuch zum blättern, entdecken und verschenken: Begegnung gestalten – 33 Interviews

 

 

Frage: Welches Hör-Erlebnis kommt dir beim Wort „Begegnung“ in den Sinn? Ich freue mich über deine Geschichte: