Zwischenfazit: Was ich 2022 gelernt habe…

15. Juli 2022

Zwischenfazit 2022 Event

Zwischen­fazit: Vorhang auf… // Foto: Christos Giakkas

 

 

Zum Jahres­wechsel 22/23 schrieb ich, worauf ich mich freue: Auf inspi­rie­rende und verän­dernde Begeg­nungen, auf Neues in einer sich wandelnden Live-Kommu­­ni­­ka­­tion und in meinem Handwerk Insze­nie­rung zu wachsen! Sage und schreibe 46 persön­li­chen Begeg­nungen später bin ich reich­lich inspi­riert und wachse täglich als Regis­seur und Konzepter… Zum Halbjahr mein Zwischenfazit:

 

Lernen, Erleben, Wandel(n)

 

1. Lernen: 

 

Die wich­tigste Erkenntnis lässt sich in dieser Formel auf den Punkt bringen:

 

Erlebnis + Lern­kurve = Next Level

 

In der Erlebnis-Kommu­­ni­­ka­­tion geht es darum: Wirkungs­volle Erleb­nisse zu gestalten. Was zählt? Eben, für die Ziel­gruppe rele­vante Erleb­nisse. Wenn das Publikum dann auch noch eine Lern­kurve durch­macht, erhöht sich die Chance auf ein Next Level. Das ist es ja am Ende, was die Auftrag­geber errei­chen wollen. Für mich steckt in der Glei­chung noch mehr drin — dazu ein ander Mal mehr.

 

Eine wichtige Frage bei all dem: Wie hast du dich gefühlt?

 

Was auf einem Event gesagt wurde, dass vergessen wir zu 95% nach 2 Wochen. Aber wie wir uns gefühlt haben, damit können wir uns auch oft noch 20 Jahre später verbinden. Daher ist es so wichtig Atmo­sphären zu kreieren, die uns ein beson­deres Gefühl vermit­teln. Das öffnet für den Inhalt und Wandel hin zum Next Level…

 

2. Erleben:

 

Wir sind mitten in der Expe­ri­ence Economy ange­kommen (wurde uns 1998 schon vorher­ge­sagt). Welche Projekte mir selbst ein gutes Gefühl in der Konzep­tion & Reali­sa­tion gegeben haben? Hier einige High­lights (zum Glück gab es nur ein Lowlight im ersten Halbjahr…):

 

Den Auftakt hat das Wissen­schafts­jahr vom BMBF gemacht. Schaut euch mal das Intro an, simpel aber wirkungs­voll. Ich finde: So holt man in den ersten Sekunden Menschen ab und bindet sie für den Rest:

 

 

Bei der Hinter­land of Things hat mich die Qualität der Begeg­nung begeis­tert. Nach der OMR mit 70.000 Gästen war die HoT nicht nur kompakter, sondern ohne den Hype sehr viel hoch­wer­tiger was die Ziel­gruppe und deren Gespräche betrifft. Eine gute Narra­tive traf auf die rich­tigen Leute, Fragen & Austausch. Well done (auch der Content sowie After-Movie bei beiden Formaten von Aussen­border)!

 

 

Beim Tag der Indus­trie war es meine Aufgabe in Co-Regie mit Sven Haas (Bühnen­ab­läufe) die Bilder fürs digitale Erleben (aka Strea­ming) zu gestalten. Vom Bühnen SetUp über das Kame­ra­kon­zept bis hin zu Details wie kleine 3D Buch­staben an der Bühnen­kante: Die Ergeb­nisse - nicht nur in der Tages­schau - machten mich glück­lich. Mein High­light war die letzte Rede von Dr. Robert Habeck — sehr persön­lich, gewin­nend, ehrlich:

 

 

Richtig gut waren auch die Formate #RC22Fintro­polis und der Mittel­stands­preis. Warum gut? Weil sie zeit­gemäß die Bedürf­nisse der Ziel­gruppen bedienen. Hat Freude gemacht euch zu unter­stützen — mehr genau davon!

 

3. Wandel:

 

Fünf Sätze, die mir immer wieder begegnen:

 

Events: Umso digi­taler, desto analoger!

 

In allem: Qualität vor Quantität.

 

Wim Wenders: Alles was mit Liebe gemacht ist hat Bestand.

 

Meine Adaption aus der japa­ni­schen Quali­täts­lehre: Was muss, was kann, was macht WOW?!

 

Das wichtige Gut? Meine Währung ist die Wirkung. <hier dazu mehr>

 

So gelingt Wandel — zumin­dest in meinem Kontext. Worauf es bei der Insze­nie­rung ankommt, das hab ich am Virtual Campfire im Neyroo Podcast mit Björn Schaper beantwortet:

 

 

Zwischenfazit — meine Highlights aus 2022:

 

Der Start hat gleich gekrib­belt — die Veröf­fent­li­chung meines dritten Buchs WHY HOW WOW — What’s Next im Januar (habt ihr es schon gelesen? Wenn nicht — klare Urlaubs-Lektüren-Empfeh­­lung!):

 

Spannend fand ich das Modul “Ästhe­ti­sche Gestal­tung” im Master­stu­di­en­gang an der Ruhruni Bochum zu dozieren. Spoiler: Das wird auch das bestim­mende Thema für die fünfte Podcast­staffel im zweiten Halbjahr. Dankbar bin ich die Caritas über ein Jahr für ihren großen 125 Jahre Jubi­lä­ums­kon­gress zu beraten und fitt machen zu dürfen — im Januar 2023 ist es soweit.

 

Ansonsten durfte ich einige Fach­vor­träge zur Event­ge­stal­tung halten (Shoutout an Teen­Street, Studi­en­in­stitut & SD Med). Bei allem begeis­tern mich die Inhalte. Diese dann zu verpa­cken, so dass diese bei den Ziel­gruppen ankommen — das ist mein Handwerk. Ich nenne das Insze­nie­rung = Inhalt + Verpa­ckung. Eine kniff­lige Aufgabe und Vorrecht zugleich, jedes Mal aufs Neue!

 

Was hat mich inspiriert?

 

Richtig gut fand ich den Film Elvis von Buz Luhrmann (das Tempo, die Erzähl- und Machart — Chapeau!), die Doku Home­co­ming von und mit Beyoncé (die Diszi­plin, Choreo, Insze­nie­rung — wow!) sowie das Buch Atlas of the heart von Brené Brown (eine Land­karte der Gefühle — präzise!).

 

Jedes Mal aufs neue nehme ich viel Brain­food aus meinen Podcast-Gesprä­chen mit. Hier die vierte “What’s Next — Events im Wandel” Staffel mit 11 groß­ar­tigen Außen­per­spek­tiven! Alter­nativ hörens­wert: ohne den Hype / Gren­zen­loses Event­de­sign / Inno­va­ti­ons­theater.

 

What’s Next in 2022?

 

Ist viel Musik drin — aktuell in der Branche, meinem Leben mit 3 Kids und all den Projekten…

Deshalb freue ich mich auf den Herbst, alle Begeg­nungen und Momente, welche es zu gestalten gilt!

Meine Lern­reise geht weiter: Co-Creation, Kommu­ni­ka­tion und Format­ent­wick­lung — da möchte ich mich im kommenden Halbjahr weiter vertiefen, entde­cken, lernen und das Next Level erreichen.

Mehr Mut wird mir und uns allen dabei gut tun :)

 

Frage: Was hast du gelernt? Welche Themen­felder empfin­dest du wichtig in den Blick zu nehmen? Mail mir gerne — freue mich von dir zu hören!

 

PS: Der Event-Jour­­na­­list Peter Blach stellte mir die Frage aller Fragen: What’s Next?

 

 

Weitere Gedanken aus dem ersten Halbjahr 2022:
VDVO: Event­regie in diesen Zeiten – worauf kommt es an?
Back­stage und mitten­drin: Der Event-Regis­­seur als Dreh- & Angel­punkt für gut insze­nierte Ideen!
Ein guter Event-Regis­­seur hat alle Fäden in der Hand!
Super Bowl Half Time Show Analyse
Das Publikum zum Helden machen

Die Fishbowl auf der Best of Events

 

Zum audio­vi­su­ellen Erleben gibt es diese Talks:

Forum Event: OnlineE­vents besser machen — 7 Thesen

Ring­vor­le­sung RUB: Woran erkennt man gute Event-Performance?

Was kann, was muss, was macht WOW bei Deinen Events?

 

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