Selbstorganisation in der Eventbranche: Wie organisiere ich mich selbst?

Selbstorganisation und effektives Zeitmanagement in der Eventbranche: Wie organisiere ich mich & meine Arbeit?

 

 

Möglichkeiten sind nicht gleich Verpflichtungen.

// Andy Stanley, Leadership-Buchautor

 

 

In der Eventbranche herrscht konstanter Zeitdruck. Viele sind selbstständig oder müssen innerhalb von Agenturen ihre Zeit selbst organisieren. Die Deadlines sind allgegenwärtig und werden dennoch mit exzellenten Ergebnissen gefordert – gerade wenn es sich um Pitches handelt. Auf der Suche nach hilfreichen Tipps für effektive Selbstorganisation bin ich kürzlich auf diese Liste gestossen.

 

 

Selbstorganisation und effektives Zeitmanagement in der Eventbranche

 

 

1. Lebensziel – was will ich mit meinem Leben erreichen

 

2. Leidenschaft – ein Gefühl von Enthusiasmus bezüglich meiner Bestimmung und Ausrichtung

 

3. Ziele – wo will ich hin

 

4. Pläne – was tue ich, um dort hinzukommen

 

5. Prioritäten – wie ordne ich meine Pläne, um dort hinzukommen

 

6. Zeitplan – wann setze ich dies konkret um

 

7. Umsetzung – just do it, einfach ausführen

 

8. Evaluation – Auswertung dessen, was geschehen ist und wie ich den Prozess verbessern kann

 

 

Diesen ganzheitlichen Zugang zur Selbstorganisation empfand ich hilfreich, weil er vom großen ganzen Bild ausgeht und dann erst auf die konkrete To-Do-Liste kommt. Wer seine Bestimmung und Leidenschaft im Blick hält, dem fällt es sehr viel einfacher Ziele und Prioritäten zu ordnen. Unwichtige Dinge können so besser beiseite gestellt werden. Damit beschäftigt man sich auch nur mit den Dingen, die wirklich wichtig sind. Dies führt zu effektiven Ergebnissen und gleichzeitig wird sich die Zufriedenheit erhöhen.

 

Natürlich ist Selbstorganisation ein konstanter Prozess der Anpassung – aber einer, der sich lohnt. Vielleicht bedeutet es harte Entscheidungen zu treffen und sein Verhalten wie Prioritäten grundlegend zu verändern. Vielleicht tut es auch einfach nur gut sich in Erinnerung zu rufen, warum man das tut, was man tut und wofür man Leidenschaft empfindet. Mir haben diese Punkte jedenfalls ein neues Gefühl von Klarheit und Zufriedenheit beschert.

 

 

Frage: Habt ihr Tipps für effektives Zeitmanagement und Prioritätensetzung? Wie organisiert ihr euch selbst?

Über deine Gedanken und Erfahrungen freue ich mich auf Facebook, Twitter oder LinkedIn zu hören!

 

Warum Perfektion dich killt & Exzellenz dich siegen lässt…

Warum Perfektion dich killt & Exzellenz dich siegen lässt // 7 Tipps für neues Denken und Handeln

 

 

Alles oder nichts“ und „Das Bessere ist der Feind des Guten

// Merksätze von Perfektionisten

 

 

Wer kennt das nicht? Eventmacher haben den Anspruch Veranstaltungen zu perfekten Erlebnissen zu machen. Das kann nur gar nicht gelingen. Denn: Perfektion ist vollkommene Unfehlbarkeit. Wer kann das in unserem eng getakteten Termingeschäft leisten? Und welcher Kunde ist bereit dafür mehr Geld zu zahlen? Abgesehen davon ist Perfektion immer eine subjektive Wahrnehmung.

 

 

Warum Perfektion dich killt…

 

Ich bin selbst ein Perfektionist auf Entzug. Die Wurzeln dafür liegen weit zurück – in meiner Kindheit. Das mag vielleicht komisch klingen, aber der eigentlich gute Merksatz „gleich, gerne, gut“ hat viel Gutes, wenn es darum geht Hausaufgaben zu machen oder zu putzen. Wenn aber vermeintliche Stärken überspitzt werden, dann kippen sie oft ins Gegenteil und werden zum Killer: „Immer, sofort, jetzt“ – das lässt dich nie fertig werden, über deine Kräfte gehen und nie mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es geht noch besser…

 

 

…und Exzellenz dich siegen lässt!

 

Durch meinen Burnout wurde ich zu einem Perspektivwechsel gezwungen: Verhaltensstrukturen erkennen, hinterfragen und neue Denkmuster lernen. Dabei hat mir folgender Gedanke geholfen: Perfektion ist statisch. Ein perfektes Ergebnis ist wie das Wort schon sagt: absolut perfekt. Aber damit bietet es aber auch keinen Spielraum mehr für Entwicklung. Allerdings ist alles in unserem Leben auf Entwicklung ausgelegt: Natur, persönlicher Wachstum, Beziehungen, Erfahrungen…

 

Dabei kommt der Begriff Exzellenz ins Spiel. Denn exzellente Ergebnisse schaffen heißt mit den Ressourcen, die du zur Hand hast, das Beste rauszuholen und dann bewußt einen Punkt zu setzen.

 

Die Ressourcen sind bei jedem Projekt anders gelagert: Das Budget, der zeitliche Rahmen, das Team, dein Wissen und Erfahrungshorizont wird sich immer anders zusammen setzen. Aber genau mit dem, was du in der Hand hast, kannst du das Beste rausholen. Eben exzellent arbeiten.

 

Mich befreit dieser Gedanke und lässt sowohl den Entwicklungsprozess als auch das Ergebnis besser genießen. Beim nächsten Mal kann ich halt dieses oder jenes noch besser machen, muss aber keine absolute Perfektion abliefern. Weil eben auch nicht alles nur von mir und meiner Leistung abhängt. Ein neuer Merksatz könnte klingen: „Ich mache alles so gut ich kann – aber vor allem mit Spaß!

 

 

7 Tipps für exzellentes Arbeiten im Projektmanagement

 

1. SMARTe Ziele setzen. Nur wenn du spezifische, messbare, akzeptierte, realistische und terminierte Ziele setzt, kannst du diese überhaupt erreichen. So hast du Ziele im Blick und kannst diese im Anschluss auch überprüfen.

 

2. Teil dich mit und hol dir Feedback ein. Sprich mit Leuten, denen du vertraust. So können dir Kollegen oder Partner helfen, eine realistische Einschätzung über deine Leistung und Erfolge zu geben. Außerdem können sie ihr Perfektion-VETO einlegen, wenn du über die Stränge schlägst…

 

3. Ergebnisse feiern. Wir Perfektionisten neigen dazu, nur mit dem Endergebnis zufrieden zu sein. Und das nur, wenn sie (nahezu) perfekt sind. Doch dann sind wir meistens mit dem Kopf schon im nächsten Projekt. Daher: Feier die Ergebnisse wie den Prozess, würdige sie, stoß drauf an, genieß das erreichte, lob dich dafür.

 

4. Achte auf dein Kräftehaushalt. Die 80/20 Regel besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit. Ist diese Extrameile immer gerechtfertigt oder kannst du auch mal 5 gerade sein lassen? Deine Kraft ist nicht endlos. Treffe eine bewusste Entscheidung, wie viel Kraft du wann und wo investieren willst.

 

5. Lerne dich selbst besser kennen. Welche Stärken und Schwächen hast du? Was denkst du über dich selbst und wie sehen dich andere? Die Angst vor Ablehnung oder Versagen und das Bedürfnis nach Anerkennung sind oft Motoren, die Perfektionisten antreiben. Diese gilt es zu entlarven und sich anzunehmen, wie man ist.

 

6. Setze Grenzen. Es ist gut dein Bestes zu geben: 100% sind OK, aber eben nicht mehr. Setz dich nicht unter Druck durch zu hohe (unrealistische) Ansprüche. Lass dich nicht über den Tisch ziehen, gerade wenn du spürst das es dich überfordern könnte. Nur du weißt, wann dein Limit erreicht ist und kannst STOPP sagen. Niemand anders wird das für dich tun.

 

7. Finde deine Balance. Die beste Prophylaxe gegen BurnOut ist es, in Balance zu leben – in allen Lebensbereichen: Beziehungen, Arbeit, Gesundheit (emotional, physisch, geistlich), Freizeit. Diese Balance kannst nur du selbst spüren und für die Einhaltung genau dieser sorgen! Tue dir damit selber gutes, um langfristig gesund zu leben.

 

 

 

Frage: Wie geht es dir mit Perfektion? Welche Tipps hast du, um zu exzellenten Ergebnissen zu kommen?

Über deine Gedanken und Erfahrungen freue ich mich auf FacebookTwitter oder LinkedIn zu hören!

 

Wirkungsvoll Präsentieren // Tipps vom Sprechercoach

Wirkungsvoll Präsentieren – damit Inhalte besser ankommen… // Tipps von Sprechercoach Prof. Christoph Hilger

 

 

Immer wieder sitze ich als Regisseur in Vorträgen von Unternehmen und nehme dabei qualitativ sehr unterschiedliche Vorträge wahr. Im Zuge dessen ist mir der Mediencoach Christoph Hilger aufgefallen. Auf einer Veranstaltung erlebte ich wie er einem Topmanager konkret half, seinen Vortrag im Raum zu differenzieren.

 

Die Wirkung und die Pointierung seiner Aussagen nahm schlagartig zu. Deshalb habe ich ihn als Experten gefragt, worauf es bei guten Präsentationen ankommt und wie Redner besser beim Publikum punkten könnten.

 

 

1. Worauf ist beim Präsentieren vor Publikum aus Ihrer Erfahrung zu achten?

 

Viele Präsentatoren denken zu sehr aus ihrer ICH-Perspektive. Viele greifen zusätzlich eher auf geschriebene Vorlagen zurück. Aufgrund meiner Beobachtungen gibt es drei wichtige Grundvoraussetzungen:

 

a) Der Beginn von Rhetorik ist, wenn man für die anderen und nicht aus sich selbst schreibt.
b) Die geschriebene Sprache folgt völlig anderen Gesichtspunkten als der gesprochene Sprache. Manche Präsentationen wirken daher eher wie ‚betreutes Lesen‘ als ein erfrischender Vortrag.
c) Vielen Rednern fehlt das Bewußtsein dafür, dass sie mit einer Präsentation nicht als Mensch oder Führungskraft, sondern als Präsentator gefragt sind.

 

Das Bewußtsein, was ein Präsentator oder Redner darf, wie viel mehr er/sie an Pausen machen darf, wie man ein Publikum ‚in Atem hält‘, veredelt die Funktion des Präsentators erst richtig. Das ist häufig eine Mutfrage.

 

 

2. Sie haben das „Präsentationsdreieck-Modell“ entworfen: Worum geht es?

 

Dieses Modell entstand in der Praxis und aufgrund von etlichen beobachteten ermüdenden Vorträgen, in denen ich mich fragte, wie um alles in der Welt man eigentlich spannende Stoffe hätte spannend halten können…

 

Ein Geheimnis war die Differenzierung des Vortrags in unterschiedliche Haltungen, die sich abwechseln sollten, damit man in seinem Vortrag interessant bleibt. Interessant ist es, dass jeder Punkt in einem Raum auch schon äußerlich eine andere Bedeutungsmöglichkeit gibt. Dieses Wissen findet meist viel zu wenig Aufmerksamkeit.

 

Sobald man einen Raum betritt, um in ihm zu wirken, ist dieser Raum IMMER eine Bühne und sollte mit Bühnengesetzmäßigkeiten behandelt und betrachtet werden. Das bedeutet praktisch, ihn für Präsentationen in 4 Punkte auf 2 Ebenen aufzuteilen (siehe Skizze). Ein Punkt ist reserviert für ein Flipchart oder die Leinwand einer Powerpoint-Präsentation. Drei Punkte bleiben übrig. Jeder Punkt, den man bespielt, steht für eine andere innere und somit auch äußere Haltung.

 

 

Präsentationsdreieck Modell Präsentationscoaching Christoph HilgerWirkungsvoll Präsentieren: Präsentationsdreieck Modell // Quelle: Christoph Hilger

 

 

In der vorderen Ebene ist der direkteste Punkt vor dem Publikum und damit der perfekte PRÄSENTATIONSpunkt für eine ICH-Botschaft, eine Selbstvorstellung oder auch einen Appell, also sehr geeignet für sowohl Einstieg als auch Ausstieg eines Vortrags. Der Punkt hinten neben dem Chart oder der Leinwand, soweit übertragbar, ist der beste Demonstrationspunkt, um gleichberechtigt zum Chart Informationen abzuarbeiten, in denen man selbst etwas hinter den Zahlen oder Fakten zurücktritt. Von dort aus kann man aber schlecht über die Ergebnisse reden. Das kann man am besten vom Moderationspunkt aus. Hier vermittelt der Vortragende zwischen einem Chart und dem Publikum, moderiert die Ergebnisse oder beantwort Fragen.

 

Im guten Zusammenspiel zwischen den 3 Punkten, die sich auf beinahe jeden Raum angepasst übertragen lassen, wird ein Vortrag lebendig und zeigt eine Variabilität und Souveränität des Redners, ohne dass man groß an dem Thema Souveränität arbeiten müßte. Sie ist quasi ein Nebenprodukt, denn: Wer sich überzeugend in einem Raum bewegt, wirkt in diesem Raum souverän mit sich und seinem Thema. Abgesehen davon gibt diese Aufteilung dem Vortragenden die Erlaubnis, sich entschieden und damit frei zu bewegen.

 

 

3. Welche weiteren Tipps können Sie Vortragenden mit auf den Weg geben?

 

Ein weiteres Modell kann ich anbieten: Ich nenne es ein Aufmerksamkeitskreis-Modell. Als Mensch (Kreis 1) in seiner Funktion als Vortragender (Kreis 2) mit einem Publikum (Kreis 3) zu sprechen, heißt, zu wissen, dass man in seiner Funktion komplette Macht über sein Publikum hat. Diese Macht muss ich einsetzen, sonst wirkt mein Auftritt unsicher oder ungenau. Meist ist ein Publikum wohl gesonnen. Fast niemand geht in einen Vortrag, um sich zu langweilen.

 

Machen Sie sich klar, wie Sie sich einen Vortragenden wünschen, damit Sie ihm gerne zuhören – und handeln Sie entsprechend. Lassen Sie sich von allen Stilmitteln anderer Vortragenden inspirieren, die Ihnen selbst am besten gefallen und benutzen Sie sie selbst!

 

 

4. Wo lassen Sie sich in Sachen innovativer Präsentationstechniken inspirieren?

 

Ein Buch finde ich für viele Vortragenden interessant, es heißt Pitch it! Die Kunst, Filmprojekte erfolgreich zu verkaufen. Da sind Ideen für Regisseure und Drehbuchschreiber zusammengefasst – diese müssen ihre Ideen auch in 1-3 Minuten an den Mann bringen können. Es ist ein völlig anderer Ansatz als übliche Präsentationstechniken – so zu denken, macht viel Spaß und öffnet den Kopf.

 

Spannend finde ich auch so etwas wie das Buch Menschen lesen: Ein Fbi-Agent Erklärt, Wie Man Körpersprache Entschlüsselt von einem FBI-Agenten. Auch wenn es amerikanisch ist, ist sicher eine Quintessenz: Das, was ich am meisten versuche, zu verstecken, wird am meisten sichtbar. Und das gilt nicht nur für die Profis. Wer danach noch versucht, seine Aufgeregtheit zu verbergen, ist selber schuld. Aufregung ist teilweise das Salz in der Suppe des Vortragenden, die muss man nutzen!!!

 

 

5. Wirkungsvoll Präsentieren: Was sind die größten Fehler?

 

Parken an einer Stelle, zu bewusst stehenbleiben, ausformulierte Charts, die man abliest. Zu volle Charts. Es gibt selbstverständlich noch viel mehr mögliche Fehler. Überliefert ist der Spruch eines amerikanischen Generals zu einem Chart über den Afghanistan-Krieg: „Wenn wir dieses Chart verstanden haben, haben wir den Krieg gewonnen.“

 

Afghanistan PPTDeath by PowerPoint – ein Bild und seine Geschichte // Quelle: Wired

 

 

 

WIRKUNGSVOLLER PRÄSENTIEREN Sprechercoach Christoph Hilger Mediencoach Wirkungsvoller Praesentieren Christoph Hilger ist Schauspieler, Sprecherzieher und Mediencoach. Nach dem Start auf der Bühne und mit circa 80 eigenen Drehtagen vor der Kamera, war er ab 1994 bis 2006 als Mediencoach für Serien und Moderationsformate tätig. Im Auftrag verschiedener Sender begleitete er Akteuere von der Vorbereitung von Sendungen bis zur Betreuung vor der Kamera. Zwischen 2006 und 2011 war er berufen zum Professor für medienspezifisches Sprechen an der Filmhochschule Babelsberg, zuständigfür die Ausbildung von Schauspieler in stimmlich-sprachlichen Themen und in rhetorischen Fragen für angehende Regisseure und Produzenten. Seit 2003 coacht Christoph Hilger Firmen wie den VW-Konzern, Ikea und vielen andere mit den Themen Körpersprache, Stimme, Sprache und Rhetorik. Dabei hat er viele darstellerische Prinzipien an die besonderen Anforderungen von Menschen in Führungsaufgaben angepasst. Seit 2011 ist er als Professor freiberuflich aus dem Rheinland bundesweit unterwegs. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich der Präsentationsunterstützung und ‚Signale von Führung‘ in Einzel- und Gruppenprozessen.

Weitere Infos: www.Hilger-Christoph.de

 

 

Frage: Was hilft dir wirkungsvoller zu präsentieren? // Für alle, die mit ihrer Präsentation wirkungsvoller werden wollen empfehle ich das AuftrittscoachingWirkungsvoll Präsentieren„.

 

 

Was dich noch beim Thema „Wirkungsvoll Präsentieren“ interessieren könnte:
5 Regeln der Business Präsentation // Wie man erfolgreicher präsentiert!
AuftrittsCoaching: 12 Tipps für wirkungsvolle Vorträge
Authentisch Präsentieren // 5-teilige Serie von Moderator Martin Kloss

 

Event Blog: Meine Top 20 Beiträge

Meine Top 20 Event Blog Beiträge seit meinem Blogstart // Ablaufregisseur Chris Cuhls

 

 

Seit gut drei Jahren blogge ich. Es geht mir dabei um Inspiration, Ideen und Netzwerk mit Mehrwert für die Arbeit in der Live-Kommunikation. Hier präsentiere ich euch meine Top 20 Event Blog Beiträge:

 

 

Inszenierung, Regie und Persönliches:

 

 

Eventbranche, Produktivität und Werte:

 

 

Prinzipien und Tipps im Event Blog:

 

 

Frage: Welcher Event Blog Post hat euch am meisten inspiriert und warum? 
Über deine Rückmeldung auf FacebookTwitter oder LinkedIn freue ich mich!
Kennst du schon mein eBook zu den „7 Geboten der Inszenierung„?
Nein? Dann trag dich gleich in meinen Newsletter ein und erhalte das eBook kostenlos.

 

 

Event Blog Ablaufregisseur Chris Cuhls

 

Briefingkultur Agentur: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus? – ein Agentur’ler schreibt // Teil 1/3

Briefingkultur Agentur: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus? – ein Agentur’ler schreibt

 

 

Was zählt ist die Story. Simpel, sinnvoll, monumental.
// Matt Circus

 

Es gibt solche und solche Briefings.

Es gibt auch solche und solche Auftraggeber.

Und es gibt auch solche und solche Agenturen.

 

 

Matt Circus aus Köln ist eine Agentur für Live-Kommunikation, die nicht nur sympathisch ist und mit Leidenschaft Ihre Arbeit macht sondern auch eine Agentur, der es wichtig ist ihre Kunden zu beraten. Erst kürzlich konnte ich gemeinsam mit ihnen die Jubiläumsparty „100 Jahre Maybelline“ realisieren.

 

Nicht nur das durchdachte und kreative Konzept auch die tolle Umsetzung überzeugten. Der Senior und Namensgeber der Agentur hat seinen Gründern mit „Matt’s Maximen“ Werte mit auf den Weg gegeben. Eines der Maxime heißt „Briefingkultur“. Der Grund warum ich Matt Circus für den Auftakt einer dreiteiligen Serie zum Thema Briefingkultur ausgewählt habe.

 

 

Hier Matt’s Antwort auf meine Frage: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus?

 

 

I. Briefingkultur.

 

„Briefings kommen nicht einfach so vorbei. Und erfolgreiche Lösungen schon gar nicht. Wir nerven so lange, bis wir ein Briefing haben, das den Stempel Kultur verdient. Denn Kultur heißt nichts anderes als Arbeit.“ Matt Circus‘ erste Maxime.

 

 

Maximilian Schmidt, Geschäftsführer bei Matt Circus und der „MACHER“ genannt, ergänzt dazu:

 

Matt bringt es auf den Punkt, vielleicht etwas schroff formuliert… (schmunzelt). Wir bei MATT CIRCUS denken: Eine gute Story beginnt bereits weit vor dem Event – eine gute Zusammenarbeit ebenfalls. Nämlich zum Zeitpunkt des Briefings.

 

Nur wer es schafft, bereits in der Briefingphase in einen echten Dialog mit dem Kunden zu treten, wird eine gute, packende Story erzählen können. Und die ist aus unserer Sicht die Voraussetzung für die Kreation echter, monumentaler Erlebnisse!

 

Was Matt mit „nerven“ beschreibt, meint, dass das klassische Briefingpapier oftmals hierfür nicht ausreicht. Zumindest wir wollen häufig mehr wissen als „Wer/Wie/Was/Wieviel/Warum“…

 

Und gehen dazu dann bereits in dieser Phase in einen intensiveren, beratenden Austausch.

 

Bei Kunden kommt das übrigens gut an: Sie merken, dass wir nichts aus der Schublade ziehen, kein Standardrepertoire für sie abspulen, sondern wirklich individuell kreieren und auf sie eingehen.

 

 

Wer mehr zur Briefingkultur wissen will, der kontaktiert einfach direkt MATT CIRCUS.

Mein Credo ist die Frage nach der Wirkung: Was soll NACHHER anders sein als VORHER?

So kann man recht genau die Ziele definieren und daraus Maßnahmen ableiten

 

 

In den nächsten Wochen geht es mit diesen zwei Fragestellungen weiter:

Wie sieht gute Agentur-Beratung aus? – ein Konzern-Projektleiter schreibt

Wie sieht das perfekte Technikbriefing aus? – ein technischer Planer schreibt

 

Außerdem könnten diese fünf Briefingtipps und dazu diese sechs Meinungen von Interesse sein.

Weitergehende Gedanken zum Thema Pitch hält der FAMAB Verband hier bereit: 7 Regeln für einen fairen Pitch

 

 

FrageWie sieht aus deiner Sicht ein gutes Briefing von Kunden im Bereich Live-Kommunikation aus? Welche Rückfragen stellst du, wenn das Briefing noch unschlüssig ist? Was gehört unbedingt ins Briefing rein? Ich freue mich über Deine Antwort zur Briefingkultur Agentur auf FacebookTwitter oder LinkedIn!

 

7 Tipps: Wie Dir Dankbarkeit bei Events hilft…

 

 

„Loben zieht nach oben und Danken schützt vor Wanken!“

 

 

Das hat meine Oma so gesagt. Der Spruch begleitet mich seit Kindestagen und ist zu einem tiefen Wert geworden. Auch Untersuchungen zeigen, dass Dankbarkeit zu weniger Stress, besseren Beziehungen und Gesundheit führt. Außerdem impft sie uns gegen negative Emotionen. Allerdings gibt es einen Ort, an dem Dankbarkeit kaum einen Platz findet – nämlich im Job.

 

Dies ist ein Problem. Denn realistisch gesehen verbringen wir in der Live-Kommunikation mehr Lebenszeit auf Events als in jedem anderen Lebensbereich. Und das Ausbleiben von Lob und Dank verhindert nicht nur gute Arbeitsresultate, sondern beschneidet ebenso unser Lebensglück. Wenn wir uns also obige Dankbarkeits-Vorteile zunutze machen wollen, dann ist die Arbeit der beste Ort damit anzufangen.

 

 

Dankbarkeit oder was das mit der Arbeitsmoral machen kann…

 

Vor gut 10 Jahren arbeitete ich noch als Set-Aufnahmeleiter bei TV-Produktionen. Dort musste ich einmal eine Schimpftirade eines Regisseurs auf der Interkom über mich ergehen lassen – für alle hörbar. Allerdings für etwas, was ich gar nicht zu verantworten hatte. Er musste wohl so vor dem Kunden seine Autorität zementieren und brauchte ein Ventil, um von einem eigenen Fehler abzulenken. Was das mit meinem Wohlbefinden getan hat, mann man sich sicher vorstellen… Der Motivation war es zumindest nicht zuträglich – wie es auch im gesamten Team spürbar war. (Warum anschreien übrigens nicht lohnt, hab ich hier geschrieben.)

 

Klar, die Welt hat sich weitergedreht. Aber der Schaden war angerichtet. Denn mit Druck und Negativität werden keine außerordentlichen Ergebnisse erzielt. Vermutlich hatte der Regisseur gar keine Ahnung, wie verheerend sein Verhalten sich auf mich und die Arbeitsmoral des ganzen Teams ausgewirkt hat. Menschen werden ihre Leistung im Job nur bis zu einem gewissen Punkt liefern – oder auf Durchzug schalten. Werden sie unterirdisch wertgeschätzt, dann leisten sie auch nur das Nötigste. Dienst nach Vorschrift eben.

 

 

7 Tipps, um den Erfolg durch ein einfaches DANKE zu stärken

 

Studien belegen, dass Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen, produktiver und loyaler sind. Allerdings scheint diese Botschaft bei Chefs noch nicht angekommen zu sein. Manche denken immer noch, dass nur hochgesteckte Ziele – verbunden mit Zuckerbrot und Peitsche – der Weg sind, um Ergebnisse zu erreichen. Oder auf schwäbisch: „Nix g’schwätzt isch g’nug g’lobt„… Folgend sieben Tipps, um mittels eines DANKE bessere Ergebnisse zu erzielen.

 

 

1. Eine Kultur der Wertschätzung führt zu dem Gefühl willkommen im Team und darin gewollt zu sein. Das führt unweigerlich zu besseren Arbeitsergebnissen. Nur: Fühlt sich jeder im Team wirklich willkommen? Offensichtlich findet diese einfache Wertschätzung viel zu selten statt.

Also: Wertschätze dein Team und sorge für eine einladende Kultur!

 

2. Wir arbeiten nicht nur fürs Geld – das ist nur einer unserer Motivatoren (TED Talk „What motivates us“). Wir arbeiten ebenso an besonderen Live-Momenten, um durch unsere Arbeit respektiert zu werden und für das Gefühl, etwas Sinnvolles zu schaffen. Da wir uns oft leidenschaftlich in Jobs investieren, beeinflusst die Arbeit auch unseren emotionalen Status.

Daher: Respektiere dein Gegenüber und sorge für Sinnhaftigkeit und guten Spirit!

 

3. Jede Mühe lohnt sich, wenn ich weiß, dass mein Einsatz gesehen und gewollt wird. Wird die Leistung jedoch nach der 15h Tag- und Nachtschicht gewürdigt oder als selbstverständlich abgetan? Gibt es nach einer Rettungsaktion zumindest ein Dank dafür oder wird dies gar nicht wahrgenommen? Außerdem hilft es, wenn man sich im Vorfeld konkrete Gedanken macht, wen man wann und wofür loben will. Dann wird man es viel wahrscheinlicher auch tun.

Deshalb: Verpflichte dich, guten Einsatz konsequent und intentionell zu loben!

 

4. Event ist Teamplay. Oft bekommen aber nur die exponierten Persönlichkeiten die positiven Rückmeldungen. Was ist aber mit denen, die genau das erst ermöglichen und nicht im Rampenlicht stehen? Darüber bin ich mir als Regisseur stets bewusst (und ich denke auch jede/r Moderator/in im Rampenlicht weiß, wovon ich spreche). Wenn wir also Erfolg haben, dann vor allem, weil dieser gemeinschaftlich erreicht wurde.

Heißt: Danke gerade den Kollegen, die es sonst sehr unwahrscheinlich gesagt bekommen!

 

5. Aber: Auch nicht immer und überall für alles DANKE sagen – das fängt schnell an zu nerven. Wie immer im Leben muss DANK authentisch und ausbalanciert bleiben. Ein Danke kommt um so besser an, desto spezifischer es formuliert wird. Das zeigt, dass du nicht oberflächlich damit um dich schmeißt sondern dir Gedanken gemacht hast, wofür genau du dich bedankst. Zugleich wirst du dir selbst darüber bewusst, was du an dem anderen beziehungsweise seiner Leistung schätzt.

Sprich: Setze Lob und Anerkennung spezifisch und individuell ein! 

 

6. Jeder Mensch tickt anders (interessant sind dabei die unterschiedlichen Persönlichkeitsprofile). Für den einen mag ein verbales DANKE treffend sein. Ein anderer ist schüchtern und freut sich eher über das geschriebene Wort oder ein Geschenk. Es bedarf Taktgefühl, um auf angemessene Art und Weise Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, ohne Mitarbeiter zu nerven oder bloß zu stellen.

Bedeutet: Finde angemessene Formen um deinen Dank auszudrücken!

 

7. Gerade wenn keiner Danke sagt: Fang damit an. Es wird sich verbreiten! Natürlich hilft es, wenn der Dank von der obersten Stelle ausgeht. Aber gute Führung hat nichts mit der Position zu tun, sondern mit Einfluss. Das heißt, du kannst jederzeit in jeder Position loslegen und damit Einfluss bei Events nehmen.

Ergo: Starte wo du bist – du hast es in der Hand!

 

 

 

Fazit: Dankbarkeit verändert die Atmosphäre und vor allem dich selbst

 

Dankbarkeit ist die effektivste Währung, um Menschen in ein Projekt zu involvieren und dabei zu Höchstleistungen zu motivieren. Außerdem hat dies auch einen weiteren Effekt: Einzelne werden vertrauensvoller miteinander und sind dadurch eher geneigt, sich gegenseitig zu helfen. So kommt der Stein ins Rollen.

 

Wenn wir im Sinne eines guten Events das Beste aus unseren Kollegen und Mitarbeitern herausholen wollen, müssen wir ihr Inneres gewinnen. Das kann man nicht einfordern und schon gar nicht durch Gehälter erkaufen, wie Michael Hyatt treffend schreibt. Aber ein einfaches Danke kann dabei Wunder bewirken – und kostet noch nicht mal was. Nur deine Aufmerksamkeit, etwas Zeit und Mühe… Also, raus aus der Komfortzone!

 

Wie schon das Zitat eingangs sagte: Loben zieht nach oben und Danken schützt vor Wanken. Ich habe es bei Produktionen mit eher mieser Stimmung immer ausprobiert. Ein zielgerichtetes, begründetes Lob hat nicht nur mein Gegenüber emotional nach oben gezogen, sondern auch mich. Es funktioniert. Und sollte es das mal nicht tun, dann dient es einfach deinem eigenen Wohlbefinden… 😉

 

 

Frage: Wie sagst du im Job DANKE? Teile Deine Antwort auf Facebook, Twitter oder LinkedIn.

 

Persönlichkeitsprofil: Grundlage für gutes Teamwork

Persönlichkeitsprofil: Welcher Typ bist du? // Quelle der Informationen: überwiegend zitiert von Wikipedia

 

 

Warum macht das Wissen über ein Persönlichkeitsprofil in der Eventbranche Sinn? Weil unsere Arbeit auf kurzlebiger Projektarbeit basiert und dabei die Chemie zwischen Menschen einer der ausschlaggebendsten Faktoren für den Erfolg eines Events ist. Gerne möchte ich daher vier mir bekannte Tests zur Einschätzung von Persönlichkeiten vorstellen und erklären, wie diese in der Zusammenarbeit mit Teams helfen können.

 

 

1) Big Five – Modell der Persönlichkeitspsychologie

 

Bei dem Fünf-Faktoren-Modell (FFM) handelt es sich um ein Modell der Persönlichkeitspsychologie, das fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit definiert. Demnach lässt sich jeder Mensch auf den folgenden Skalen einordnen: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit.

 

Dem Big Five Modell liegt die Auffassung zugrunde, dass sich Persönlichkeitsmerkmale in der Sprache niederschlagen, also alle wesentlichen Unterschiede zwischen Personen im Wörterbuch durch entsprechende Begriffe repräsentiert werden. Auf der Basis von Listen mit über 18.000 Begriffen wurden durch Faktorenanalyse fünf sehr stabile, unabhängige und weitgehend kulturstabile Faktoren – die Big Five – gefunden, und später durch eine Vielzahl von Studien belegt.

 

Die Big Five gelten heute laut Wikipedia international als das Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung. Da sich die Persönlichkeit bis zum 30ten Lebensjahr oft noch verändert, lohnt sich ein erneuter Test zu diesem Zeitpunkt zu wiederholen. An dieser Stelle findet sich der Test (den einzigen der vier, den ich tatsächlich selbst noch nicht gemacht habe… ;).

 

 

2) Enneagram als Tool zur Entwicklung des Persönlichkeitsprofil

 

Das Enneagramm bezeichnet ein neunspitziges Symbol, das als grafisches Strukturmodell neun als grundsätzlich angenommene Qualitäten unterscheiden, ordnen und miteinander in Beziehung setzen soll. Das Enneagramm wird als ein prozessorientiertes Werkzeug zur Selbstentwicklung beschrieben, nicht aber als Symbolisierung verschiedener Persönlichkeitstypen. Im Gegensatz zu den vier antiken Temperamenten cholerisch, sanguinisch, melancholisch und phlegmatisch wird das Persönlichkeitsenneagramm dazu benutzt, die Menschen in neun Persönlichkeitstypen einzuteilen.

 

 

Persönlichkeitsprofil Enneagram

Enneagram-Persönlichkeitsprofil // Grafik: www.newmind.de

 

 

Oft fehlt uns auch das Verständnis für das Handeln anderer Menschen. Nach dem Enneagramm hat jedes Persönlichkeitsmuster eine bestimmte Weltsicht und betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter. Davon ausgehend wird es möglich zu erklären, warum Menschen sich auf eine bestimmte Weise und nicht anders verhalten. Probleme und Konflikte – im Privaten wie in der Arbeit – resultieren häufig aus Schlussfolgerungen vom eigenen auf fremdes Wahrnehmen. Das Enneagramm trägt dazu bei, die Dynamik zwischen Menschen verschiedenen Musters zu verstehen und damit zwischenmenschliche Probleme zu lösen.

 

Indem die Typologie des Enneagramms beschreibt, wie sich die Grundmuster in positiven wie negativen Situationen verändern, zeigt es zugleich Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Nach Einschätzung von Kritikern werden allerdings nur wenige Aspekte eines Menschen beachtet und nur auf Verhalten geschaut, statt das Gesamtbild inklusive seines Wahrnehmungsstils und Wesens zu betrachten.

 

Eine erklärende Übersicht der neun Typen findet sich bei Wikipedia, weitere Infos hier.

 

 

3) Myers-Briggs-Typenindikator nach Carl Jung

 

Der Myers-Briggs-Typenindikator ist ein Instrument, mit dessen Hilfe psychologischen Typen erfasst werden sollen. Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung bemerkte in seinem täglichen Kontakt mit Patienten, dass der Umgang mancher Menschen mit der Welt schlicht anders war als sein eigener. Er notierte diese Beobachtungen und deren charakteristische Merkmale, benannte sie und machte sich die Kenntnis der Persönlichkeitseinschätzung wieder für seine Arbeit zunutze. Grundlegend für das Modell ist die Einschätzung der Typen in vier Funktionen (Denken/Fühlen, Sensorik/Intuition), die jeweils mit den Attributen introvertiert oder extravertiert belegt wurden.

 

Katherine Cook Briggs und ihre Tochter Isabel Myers griffen die Typologie von Jung auf und führten Messreihen durch. Es gibt in der Typologie vier Indikatoren (Motivation/Antrieb, Aufmerksamkeit, Entscheidung, Lebensstil) die in jeweils zwei konträren Präferenzen ausgeprägt sind. Zur weiteren Übersicht empfehle ich diese Tabelle. Der Indikator wird überwiegend im Bereich Coaching und Personalwesen eingesetzt.

 

Von der wissenschaftlichen Psychologie wird der MBTI zwar abgelehnt, weil er den Mindestanforderungen an Gültigkeit und Verlässlichkeit nicht entspricht. Bei Wiederholungen des Tests nach mehreren Wochen oder Monaten schwankt der Typ auch oftmals. Hier geht es zum Test und an folgender Stelle finden sich wirklich gute Charakterisierungen der einzelnen Typen als Auswertung (dort auf das entsprechende Profil klicken).

 

 

4) DISG für dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft

 

Das DISG-Modell bezeichnet einen auf Selbstbeschreibung beruhenden Persönlichkeitstest mit den vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit. Das wissenschaftlich nicht bewiesene Modell beschreibt nach dem Prinzip der Selbstbeschreibung bestimmte Ausprägungen von Verhaltenstendenzen von Menschen bei einem bestimmten Typus. Die Auswertung der Ergebnisse spiegelt den Status Quo des Teilnehmerverhaltens (man verteilt Punkte am ehesten bis am wenigsten) und geschieht grafisch in drei Diagrammen: „Äußeres Selbstbild“, „Inneres Selbstbild“, „Integriertes Selbstbild“.

 

DISG PersönlichkeitsprofilDISG Persönlichkeitsprofil // Bild: Steschke at Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

 

Der Nutzen besteht im konkreten alltäglichen Umgang mit den vier Verhaltensdimensionen. Sie ermöglichen die Einschätzung des Verhaltens des Gegenübers. In einem solchen Training wird dem Teilnehmer vermittelt, Teammitglieder, Kunden, Mitarbeiter, Führungskräfte etc. besser in deren Verhalten kennenzulernen und dadurch das eigene Verhalten an den Verhaltensstil des Gegenübers anpassen zu können. Es besteht dabei -wie bei allen Tests- die Gefahr, dass das äußerst komplexe Phänomen „Persönlichkeit“ auf vier Typen oder Mischtypen reduziert wird und somit das Denken in „Schubladen“ fördert.

 

Weitere Informationen finden sich hier und in dem offiziellen Buch Das neue 1×1 der Persönlichkeit samt Test.

 

 

Persönlichkeitsprofil als Grundlage für gutes Teamwork & erfolgreiche Events

 

Schon als Jugendlicher stieß ich auf die DISG-Methode. Bereits zu der Zeit empfand ich das Wissen über die unterschiedlichen Persönlichkeitsprofile von Menschen als sehr wertvoll. Erst kürzlich bin ich mit dem Myers-Briggs-Typenindikator in Berührung gekommen. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung hat diese Einschätzungform mich auf den Punkt genau beschrieben. Dabei haben mich die Genauigkeit der Beschreibung meiner Persönlichkeit sowie mir bisher selbst nicht bewusste Details umgehauen – WOW! Ich empfehle daher einfach mal die 70 Fragen mit JA oder NEIN zu beantworten und unbedingt die verlinkte Auswertung beziehungsweise Deutung des Profils zu machen – mir hat es Welten eröffnet…

 

Fazit: Bei Events ist es natürlich schwierig, in immer wechselnden Teamkonstellationen und kürzester Zeit zu erkennen, welchen Typen Mensch ich vor mir habe. Zumal ich es in meiner Funktion als Regisseur mit sehr unterschiedlichen Typen zu tun habe – vom CEO bis zum Bühnentechniker ist da alles dabei. Mir hilft jedoch das Bewusstsein, wie ich selbst „ticke“ und welche andere Formen von Menschen es da draußen gibt. Ob im Bereich Kommunikation, Entscheidungsfindung oder einfach um für ein gutes Miteinander zu sorgen. Gerade bei der Zusammenarbeit gibt das DISG-Modell und Enneagram wertvolle Hinweise, wie man in der jeweiligen Konstellation zueinander besser agieren kann. Über weitere Elemente guten Teamworks habe ich übrigens in diesem Blogpost geschrieben: Warum anschreiben einfach nicht lohnt…

 

 

Frage: Welche Mittel helfen Dir in der Einschätzung und Zusammenarbeit mit Teamkollegen?

 

Authentisch Präsentieren // Teil 5: Spiegelung

Authentisch präsentieren: Spiegelung der Selbst- und Außenwahrnehmung // Teil 5 von Martin Kloss

 

 

Hier der fünfte Teil der Serie “Besser Präsentieren” mit Analysen, Hintergründen und nützlichen Tipps um die eigene Präsentation vor Publikum zu verbessern (Teil 1: WIE vor WAS // 2: Körpersprache // 3: Atmung & Stimme // Teil 4: Rhetorik).

 

 

Authentisch Präsentieren: Spiegelung der Selbst- und Fremdwahrnehmung

 

In diesem vorerst letztem Teil der Serie, geht es darum einmal hinter die Kulissen der Wahrnehmung zu schauen und zu verstehen, was eigentlich in unserem Kopf und dem unseres Zuschauers passiert während wir präsentieren.

 

1. Selbst- und Fremdwahrnehmung ist immer subjektiv
2. Authentizität ist eine Illusion

 

 

Authentizität ist eine Illusion

 

Eigentlich bin ich ja ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu”, sagte der österreichische Schriftsteller Ödön von Horváth und beschrieb damit sehr pointiert das Gefühl, dass viele während oder nach der Präsentation haben. Warum habe ich dies oder jenes getan oder gesagt, warum war ich nicht einfach ich selbst?

 

Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zunächst einen Schritt zurück machen und uns noch einmal mit dem Thema Wahrnehmung auseinandersetzen. Denn Präsentieren vor Publikum bedeutet immer eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wahrnehmungen:

 

1. der Eigenwahrnehmung als Präsentierender und
2. der Fremdwahrnehmung des Publikums.

 

Wir nehmen uns als individuelle Persönlichkeit erst durch unsere Sinne wahr (siehe auch Teil 1). Diese Eigenwahrnehmung ist ein wichtiger Feedback Mechanismus, eine Art Spiegel.

 

Die Fremdwahrnehmung dagegen entsteht in Relation und Abhängigkeit zur Eigenwahrnehmung, wie attraktiv finde ich beispielsweise meinen Gegenüber, ist er/sie mir sympathisch, habe ich Angst ihm/ihr etc. und ist wie die Eigenwahrnehmung ein rein subjektives Empfinden.

 

 

Spiegelneurone

 

Betrachten wir die Vorgänge im Hirn, die für uns bei der Wahrnehmung im Alltag eine maßgebliche Rolle spielen, dann ist da zunächst das Feuern der Handlungsneurone, der “Intelligenz” in der prämotorischen Hirnrinde. Hier wird das Kommando (bewusst oder unbewusst) gegeben eine Bewegung auszuführen, zum Beispiel über die Bühne zu gehen oder eine Geste bei einer Präsentation zu machen, die das gesagte unterstreichen soll.

 

Dies führt dazu, dass die Bewegungsneurone in der benachbarten motorischen Hirnrinde feuern und die Bewegung vom Muskelapparat ausgeführt wird. Man spricht hier auch vom Asterix & Obelix Prinzip. Der eine ist “schlau” und plant die Bewegung, der andere ist “dumm”, besteht nur aus Muskeln und führt die Befehle aus.

 

Oft wissen wir aber gar nicht warum dieses Asterix & Obelix Paar in Aktion getreten ist, also warum wir beispielsweise eine bestimmte Geste gemacht haben. Der Grund dafür sind sogenannte spontane Resonanzphänomene, wenn wir ganz unbewusst und “automatisch” ein Lächeln erwidern, die Sitzhaltung unseres Gegenüber einnehmen, Gähnen wenn jemand anders gähnt, dem Blick anderer folgen usw. (siehe auch Teil 2 – Körpersprache).

 

Die sogenannten Spiegelneurone nehmen dabei eine besondere Stellung ein, denn dabei handelt es sich um Handlungsneurone die feuern können, ohne dass dabei Bewegungsneurone tätig werden. Also ein Asterix, der auch ohne Obelix aktiv sein kann, wie bei der Vorstellung einer Tätigkeit oder wenn ein anderer Mensch eine Handlung ausführt und wir sie nur beobachten!

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass beim reinen Betrachten eines Vorgangs das gleiche Aktivitätsmuster im Hirn entsteht wie bei dessen eigener Ausführung. Leistungssportler nutzen beispielsweise dieses Phänomen um zusätzlich zum eigentlichen Training auch kognitiv zu trainieren, also ihre Bewegungen nur in der Vorstellung zu trainieren und so nachher im Wettkampf tatsächlich besser zu sein.

 

Aber nicht nur bei eigenen Handlungen werden diese Spiegelneuronen aktiv. Beim Beobachten anderer Menschen nehmen wir oft eine Innenperspektive ein, die uns hilft die Handlungen anderer intuitiv zu verstehen und mitzufühlen.

 

Ein einfaches Beispiel ist ein Film bei dem wir mit der Hauptfigur Freud und Leid erleben und ein emotionales Verstehen der Handlungen der Figur stattfindet. Dieses “Nachempfinden” für andere nennen wir Empathie. Der gleiche Prozess sorgt auch dafür, dass wir Sympathie oder Antipathie für einen anderen Menschen empfinden.

 

 

Was ist Sympathie?

 

Studien zeigen, dass wir Sympathie für die Menschen empfinden, die gut spiegeln können. Also Emotionen und Handlungen so auszudrücken, dass wir sie als angemessen empfinden.

 

Erzählt uns jemand lachend von einem tragischen Unfall, widerspricht diese Wahrnehmung unserer eigenen und der Erwartung davon wie die Wahrnehmung des anderen sein sollte. Die Folge ist, dass wir unser Gegenüber unsympathisch finden. Genauso kann eine schöne Geschichte oder ein guter Witz, den wir selbst auch lustig finden dazu führen, dass uns die Person sympathisch ist.

 

Die Sympathie entsteht aber NUR wenn die Person spontan und authentisch ist, die Emotion und Handlung also Ausdruck ihrer tatsächlichen Stimmung ist. Und dafür haben wir sehr feine Antennen, die hauptsächlich auf die Körpersprache unseres Gegenüber eingestellt sind (siehe Teil 2).

 

 

Wann bin ich “authentisch”?

 

Sei authentisch – ob in den Medien oder auch im persönlichen Gespräch, das ist gerade eine Art gesellschaftlicher Imperativ. Authentizität ist die Währung für das echte, unverfälschte Leben wie wir es uns für uns wünschen und auch gerne bei anderen sehen möchten.

 

Aber Authentizität ist eine Illusion. Wir alle sind Rollenspieler, die je nach Situation eine Rolle einnehmen. Selbst wenn wir nur für uns allein sind, versuchen wir bewusst und unbewusst die Erwartungen an uns selbst zu erfüllen. Anders ausgedrückt, wir sind immer in einer Rolle.

 

Die Hamburger Soziologin Gabriele Klein drückt es folgendermaßen aus: “Authentifizierung findet durch das Publikum statt… das Authentische ist für mich eine Inszenierungskategorie, damit immer theatral und eine Kategorie, die insofern performativ ist, als dass sie über Beglaubigung durch das Publikum, durch den Anderen funktioniert.” (Quelle: DLF, “Authentizität ist nur eine Illusion”)

 

Der Beobachter, ist also derjenige, der das Erlebte als authentisch ratifiziert und beglaubigt. Authentizität gibt es daher nicht an sich, sondern immer nur für den Zuschauer im Moment des Betrachtens.

 

 

Was bedeutet das für meine Präsentation?

 

Zur Wahrnehmung und inneren Abbildung anderer Menschen setzt das Gehirn dieselben Programme ein, mit denen es sich auch ein Bild von sich selbst modelliert.

Das System der Spiegelneurone fungiert dabei als ein soziales Orientierungssystem, das uns hilft die Menschen auszuwählen, mit denen wir gut umgehen können. Freund und Feind zu unterscheiden oder auch den Partner für die Familiengründung zu finden.

 

Wir haben als Menschen den permanenten Wunsch uns zu spiegeln, wir sind süchtig nach anderen Menschen. Wir wollen das gut finden, was andere gut finden. So entstehen Trends und Massenphänomene. Die Medien- und Werbeindustrie macht sich das gezielt zu nutze und steuert so unser Konsumverhalten. Und wir können es nutzen, um in einer Präsentation das Publikum für uns zu gewinnen.

 

 

Fazit: Authentisch präsentieren um Wirkung zu erzielen

 

Wenn ich mich auf der Bühne, in der Situation, mit mir und vor dem Publikum wohl fühle, meine Selbstwahrnehmung, meine Spiegelung mir ein gutes Gefühl gibt, wird die Fremdwahrnehmung des Betrachters dieses als authentisch und sympathisch bewerten. In der Folge werden meine Inhalte besser transportiert und nachhaltig wirken.

 

Um dies zu erreichen, sollte ich mir bewusst sein über die Wirkung von Körpersprache, Atmung, Stimme und Rhetorik und sie gezielt einsetzen um sowohl die Selbst- als auch die Fremdwahrnehmung positiv zu beeinflussen.

 

 

Der Weg dahin geht nur über die Erfahrung. Machen, machen, machen. Trainieren Sie Ihre Körper-, Stimm-, Atmungs- und Rhetorikmuskeln. Arbeiten Sie daran mit einem Coach. Lassen Sie sich von schlechten Erfahrungen bei Präsentationen nicht entmutigen, sondern nehmen Sie jedes Erlebnis als eine positive Erfahrung auf ihrem Weg mit und lernen Sie daraus.

 

Und vor allen anderen Dingen: Haben Sie Spass!

 

 

 

Martin Kloss Besser PräsentierenMartin Kloss ist seit bald 20 Jahren als zweisprachiger (Deutsch / Englisch) Schauspieler, Moderator und Musiker vor der Kamera und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Darüber hinaus hilft er Unternehmen als Schauspiel- und Business Coach, schult Redner und Vortragende und bietet Workshops zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung an. Weitere Infos: www.martinkloss.com

 

Besser Präsentieren // Teil 4: Rhetorik

Nicht im Regen stehen, sondern mit Argumenten überzeugen… // Teil 4 von Martin Kloss: Rhetorik

 

 

Heute der vierte Teil der Serie “Besser Präsentieren” mit Analysen, Hintergründen und nützlichen Tipps um die eigene Präsentation vor Publikum zu verbessern (Teil 1: WIE vor WAS // 2: Körpersprache // 3: Atmung & Stimme).

 

 

Rhetorik: Mein Gegenüber durch Argumente überzeugen!

 

Wie kann ich mit rhetorischen Mitteln meine Inhalte besser vermitteln?
Welche Rolle spielt Rhetorik im Gesamtkontext meiner Präsentation?

 

1. Weniger ist mehr
2. Pausen machen den Rhythmus

 

 

Was ist Rhetorik?

 

Als “Kunst der Rede” stellt die Rhetorik die Mittel bereit Ihre Zuhörer verbal von Ihren Aussagen zu überzeugen. Sie wird auch die “Wissenschaft vom wirksamen Reden” genannt und stellt ein Transportmittel für die zu vermittelnden Inhalte dar.

 

Ob dieses Transportmittel ein schicker, schneller und effizienter Sportwagen oder ein alter, rostiger und stinkender Lastwagen ist, liegt an Ihnen und wie Sie die Werkzeuge der Rhetorik sinnvoll einsetzen.

 

Mit dem Thema Rhetorik kann man sich problemlos ein Leben lang beschäftigen, daher geht es in diesem Artikel nur um ein paar einfache grundlegende Dinge, die Ihnen bei Ihrer Präsentation helfen sollen das Transportmittel Rhetorik besser zu nutzen.

 

 

Weniger ist mehr

 

Im Englischen gibt es das sogenannte KISS-Prinzip: “Keep It Simple, Stupid”. Das ist ein einfacher und guter Merksatz, denn er beschreibt das Prinzip, das als oberste Regel für eine Rede oder Präsentation gelten sollte: “halte es so einfach wie möglich”.

 

Einige Menschen meinen, durch die Verwendung möglichst komplizierter Fremdworte oder Anglizismen würden sie ihr Wissen, ihre Kompetenz und ihren Status dem Zuhörer gegenüber deutlich machen. Das Gegenteil ist der Fall. Denn je weniger ich als Zuhörer verstehe, desto weniger höre ich zu. Positiv formuliert: je einfacher das Gesagte ist, desto aufmerksamer ist mein Zuhörer.

 

Selbstverständlich lassen sich nicht immer alle Fremdworte oder Anglizismen vermeiden, teilweise weil es keinen deutschen Ausdruck dafür gibt oder weil es ein feststehender Fachbegriff ist. Aber es reicht schon sich beim Schreiben einer Rede oder auch beim freien Sprechen darauf zu konzentrieren einfache Worte zu wählen.

 

“Unser Forecast setzt eine Benchmark im Segment der Channel Distribution” ist ein beispielsweise Satz über den ein Zuhörer so lange nachdenken muss, dass die darauffolgenden Sätze gar nicht gehört werden.

 

Das gleiche gilt für die Satzlänge. Schriftdeutsch zu sprechen, ist sehr schwierig für den Sprecher und noch schwieriger für den Zuhörer. Versuchen Sie Ihre Sätze mit maximal 12-15 Worten zu bilden, ohne Nebensätze und gesprochene Klammern. Das macht es Ihnen beim Sprechen und Ihren Zuhörern beim Verarbeiten der Inhalte leichter.

 

 

Positiv bleiben


In vielen Fällen verwenden wir unbewusst eine Negation um etwas Positives auszudrücken. Zum Beispiel “meine Präsentation wird nicht lange dauern”, anstatt positiv “meine Präsentation wird kurz sein”.

 

Das Problem dabei ist, unser Hirn kennt keine Negation. Wenn ich das klassische Beispiel nenne “bitte denken Sie jetzt NICHT an einen rosa Elefanten”, können Sie nichts dagegen tun, dass Sie vor Ihrem geistigen Auge einen rosa Elefanten sehen.

 

Das liegt daran wie unser Hirn Sprache verarbeitet. Die Worte werden alle wahrgenommen und erst im Nachhinein in den Gesamtkontext und damit ihre Bedeutung eingeordnet. Dazu kommen Dinge wie Prosodie und Parasprache (vgl. Teil 3: Atmung & Stimme), die dann im Zusammenspiel die Bedeutung des Gehörten ergeben.

 

Eine Aufforderung etwas NICHT zu tun, hat deswegen zur Folge, dass gerade das Bild dessen was NICHT getan werden soll im Kopf entsteht.

 

Dieses Prinzip kann auch umgekehrt werden um schlechte Nachrichten zu schönen. Wenn bei Aktiengesellschaften von einer “Gewinnwarnung” gesprochen wird, bleibt im Hirn der positive Begriff “Gewinn” hängen, während die eigentliche Nachricht einen Verlust meint.

 

Achten Sie mal darauf wie oft Sie im Alltag die Negativ-Form verwenden und versuchen Sie das gleiche noch einmal positiv auszudrücken. Wählen Sie bewusst die Worte und vor allem Bilder, die bei Ihren Zuhörern hängen bleiben sollen.

 

 

Pausen machen den Rhythmus

 

Jeder Musiker weiß, Pausen machen den Rhythmus. Der Rhythmus entsteht nicht durch den Moment in dem eine Saite gezupft oder eine Trommel geschlagen wird, sondern die genau gesetzte Pause zwischen den Tönen macht den Groove.

 

Das liegt daran, dass wir in einer Pause das gerade gehörte erstmal verarbeiten müssen und dann im besten Fall gespannt auf den nächsten Ton bzw. das nächste Wort warten. Einen Witz ohne die akzentuierte Pause vor der Pointe zu erzählen, ruiniert den ganzen Witz.

 

Machen Sie daher Pausen beim Sprechen, lieber mehrere als wenige. Mit Pausen erhöhen Sie den Spannungsbogen, setzten gezielt einen Punkt oder ein Ausrufezeichen hinter das gerade gesagte und ermöglichen dem Zuhörer darüber nachzudenken.

 

Die gefühlte Länge einer Pause ist dabei immer sehr viel kürzer als die tatsächliche. Probieren Sie es am besten einmal aus, indem Sie sich aufnehmen und die subjektiv wahrgenommene Pausenzeit beim Sprechen mit der beim Hören vergleichen.

 

 

Was bedeutet das für meine Präsentation?

 

Achten Sie schon beim Schreiben bei Ihrer Rede oder Präsentation darauf einfache und positive Formulierungen zu verwenden. Üben Sie Ihre Präsentation langsam, mit bewusst gesetzten Pausen zu sprechen. Nehmen Sie sich gegebenenfalls beim Üben auf Audio oder Video auf, um ein Gespür für das Tempo und die Pausenlänge zu bekommen.

 

 

Fazit: Rhetorik hilft jeder Präsentation

 

Einfache Mittel der Rhetorik können die Vorbereitung und Ausführung Ihrer Präsentation maßgeblich verbessern.
Merken Sie sich: Weniger ist mehr. Einfache und positive Worte, kurze Sätze. Langsames Sprechen und Mut zur Pause. Dann macht es Ihnen und auch Ihren Zuhörern mehr Spaß und die Inhalte kommen an.

 

 

Im fünften und vorerst letzten Teil dieser Serie geht es um das Thema Spiegelung und was Hirnforschung mit dem Thema Präsentieren zu tun hat.

 

 

Martin Kloss Besser PräsentierenMartin Kloss ist seit bald 20 Jahren als zweisprachiger (Deutsch / Englisch) Schauspieler, Moderator und Musiker vor der Kamera und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Darüber hinaus hilft er Unternehmen als Schauspiel- und Business Coach, schult Redner und Vortragende und bietet Workshops zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung an. Weitere Infos: www.martinkloss.com

 

Innovatives Veranstaltungsformat: Future Cube vom Klubhaus Köln

Innovatives Veranstaltungsformat – der Future Cube beim DGFP//lab im Ersteinsatz // Fotos: Klubhaus

 

 

Kürzlich habe ich eine Fernreise in die Heimat unternommen. Mit Torsten Fremer sass ich am Zülpicher Platz in Köln beim wohl lustigsten Asiaten, den es im Rheinland gibt. Bei Sushi und Tee in Tokyo traf ich fast beiläufig auf einen Ansatz, den ich für die Arbeit bei Konferenzen und Meetings sehr spannend finde. Den Future Cube will ich euch nicht vorenthalten und habe Torsten nach dem Prinzipen dahinter befragt.

 

 

I. Was ist der „Future Cube“ und was zeichnet ihn aus?

 

Der Future Cube ist ein innovatives Veranstaltungsformat. Es verbindet die digital gestützte Entwicklung von Ideen und Lösungen mit analogen Kreativtechniken. Zwischen 50 und 5.000 Personen können interaktiv zusammenarbeiten, gemeinsam kreativ werden und ihr Wissen teilen.

 

Anders als bei klassischen Konferenz- und Workshop-Formaten entstehen beim Future Cube durch digitale Vernetzung Ergebnisse, die von allen getragen werden und somit höchste Relevanz für das gesamte Unternehmen besitzen. An nur einem Tag erleben die Teilnehmer die Kraft kollektiver Intelligenz mit einem beeindruckenden Output an Ergebnissen, die nachhaltig Wirkung zeigen.

 

Der Future Cube ist ein Veranstaltungsformat, das hilft, der Komplexität unserer Zeit zu begegnen. Dabei eignet es sich genau so für Themen der Unternehmenskultur wie für Innovationsprozesse und konkrete Produktentwicklungen oder die kollektive Erarbeitung von Manifesten und Maßnahmenplänen.

 

 

II. Gibt es ein Best-Practice-Beispiel vom Future Cube?

 

Zum ersten Mal kam das Konzept bei dem DGFP//lab zum Einsatz – einem interaktiven Kongressformat für die Deutsche Gesellschaft für Personalführung. Bei der Veranstaltung mit ca. 300 Teilnehmern ging es darum, ein Manifest für die Zukunft der Arbeit zu entwickeln, wo Partizipation und Mitgestaltung eine wichtige Rolle spielen. Das positive Feedback nahezu aller Teilnehmer und die sehr guten Ergebnisse haben uns dazu motiviert, dass Produkt serienreif zu entwickeln.

 

In die Entwicklung des Formates floss das Know-how verschiedener Spezialisten und Fachrichtungen ein. Neben unseren Eventspezialisten vom KLUBHAUS waren es die Didaktikexperten von braincheck um Dr. Carl Naughton und das Methoden- und Beratungsunternehmen nextpractice, das sich schon seit Jahren mit kollektiver Intelligenz und dem sinnstiftenden Einsatz von digitalen Netzwerken beschäftigt.

 

 

III. Wie funktioniert der Prozess?

 

Grob skizziert besteht der Future Cube aus vier Phasen (siehe Bild unterhalb). Während der ersten Phase werden die Teilnehmer an das Thema herangeführt und erweitern ihren Blickwinkel, indem sie Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. In der zweiten Etappe dreht sich alles um das Sammeln von Ideen; gearbeitet wird im interaktiven Wechsel zwischen Klein- und Großgruppe.

 

Der dritte Schritt gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Ideen digital zu teilen, sich auszutauschen und von den Ergebnissen der anderen Gruppen zu profitieren. In der abschließenden Phase bewerten die Teilnehmer den generierten Ideenschatz. Die Ergebnisse der Kleingruppen werden jederzeit mit dem kompletten Plenum vernetzt.

 

 

Innovatives Veranstaltungsformat FutureCube 4 PhasenInnovatives Veranstaltungsformat FutureCube 4 Phasen

 

 

IV. Welcher ‚Tools’ bedient sich der Future Cube genau?

 

Der Future Cube ist multidimensional und vereint Elemente digitaler Netzwerktechnologien, Ansätze der Neugier-Forschung, klassische Kreativmethoden und externen Input über Marktplätze oder Inspirationsinseln. Digital arbeitet entweder die Gesamtgruppe vernetzt miteinander oder jeweils eine Gruppe von drei bis vier Personen an einem Laptop. Während der analogen Arbeitssequenzen sind es größere Teilgruppen. Je nach Interessenslage lassen sich über Algorithmen schnell immer wieder neue Teams nach individuellen Stärken und Zielen zusammensetzen. Gearbeitet wird übrigens in einem Raum, Breakouts sind nicht notwendig. Gerade das macht die Kraft des Formates aus.

 

 

V. Stichwort „Partizipation“: Wie kann man diese verbessern – oder muss man das gar nicht?

 

In Veranstaltungen erfolgt die Kommunikation immer noch viel zu oft eindimensional, weil es sich beispielsweise um statische beziehungsweise klassische Vortragssituationen handelt. Wenn in Gruppen gearbeitet wird, erfolgt der Informationsaustausch oft isoliert oder beschränkt innerhalb der einzelnen Gruppen. Digitale Kongress-Tools beschränken sich meist noch auf einfache Abstimmungen oder vorbereitete Multiple-Choice-Fragen, die eher als Gadget zu betrachten sind, als dass sie ansatzweise die Möglichkeiten des digitalen Netzwerkens ausschöpfen. Beim Future Cube hat die eingesetzte Technik keinen spielerischen Selbstzweck. Die Ergebnisse des Future Cubes besitzen dadurch, dass Sie von allen Teilnehmern gemeinsam entwickelt und geteilt werden, echte Relevanz für das gesamte Unternehmen – Inhalt gewinnt!

 

 

VI. Wie kann man das Prinzip des vernetzten Arbeitens sinnvoll schon vor und während eines Events nutzen?

 

Relevante Themen und Schwerpunkte lassen sich schon im Vorfeld der Veranstaltung über kurze digitale Online-Sessions identifizieren. Während der Veranstaltung werden die Ergebnisse und sämtliche Arbeitsschritte dank digitaler Vernetzung im Plenum oder in der Kleingruppe geteilt und gleichzeitig dokumentiert. So liegen jedem Teilnehmer aktuelle Ergebnisse direkt nach der Veranstaltung vor. Das bietet eine hervorragende Ausgangsbasis, um vielversprechende Ansätze weiterzuentwickeln und umzusetzen. Eine langwierige Auswertung ist nicht mehr nötig.

 

 

VII. Eignet sich der Future Cube als Methode im Change-Prozess?

 

Mit dem Future Cube können sich Kultur- und Werteverständnis während einer Veranstaltung in Echtzeit ändern, da jeder Teilnehmer alles mitverfolgen und sich zu jeder Zeit einbringen kann. Das ist für viele Unternehmen schon ein Musterwechsel, der die Teilnehmer zu einem engagierten Austausch und Umdenken animiert. Sämtliche Eingaben erfolgen absenderneutral und auch die Kommentierung und Bewertung ist anonym. Auf diese Weise entsteht eine Inhaltsdynamik, die intelligente Ideen und Maßnahmen hervorbringt, die für das Unternehmen wirklich relevant sind und von der Mehrheit getragen und geteilt werden. Das alleine kann schon zu nachhaltigen Veränderungen führen.

 

 

VIII. Wie werden Veranstaltungen Deiner Meinung nach in Zukunft aussehen (müssen)?

 

Ein Patentrezept wird es natürlich auch weiterhin nicht geben. Vielmehr sollte man noch genauer hinschauen, was wirklich die Ziele einer Veranstaltung sind und für jede einzelne die passende Lösung konzipieren. Das ist meinem Verständnis nach die Kernaufgabe einer Agentur. Tendenziell denke ich aber, dass mehr Interaktion ein wesentlicher Punkt sein wird. Damit sich nicht immer wieder der Allgemeinplatz bestätigt, dass das Beste an einer Veranstaltung mal wieder die Kaffeepause war.

 

Nur: Warum ändert niemand etwas daran? Oder provokant gefragt: Warum sind nicht längst die Kaffeepausen zum Mittelpunkt der Veranstaltungen avanciert? Und warum beschränkt sich die Informationsvermittlung nicht auf die Länge einer Kaffeepause? Informationen können heute auf zahlreichen Wegen vorab und digital zur Verfügung gestellt werden. Die Zeit, in der man sich trifft, sollte man dann auch gezielt zum Austausch verwenden. Mit dem Future Cube steht hierzu ab sofort ein professionelles Format zur Verfügung.

 

 

Torsten Fremer Klubhaus Eventagentur Köln Dr. Torsten Fremer, Jahrgang 1968, seit 2008 geschäftsführender Gesellschafter KLUBHAUS, Agentur für intelligente Kommunikation GmbH, mit dem Verantwortungsbereichen Live-Kommunikation und Innovationskultur. Zuvor: Studium Geschichte und Philosophie, Konzeptioner bei den Agenturen red cell (WPP) und Sponsorpartners (BBDO), Inhaber und Geschäftsführer culturepartners.

 

 

 

Was dich noch interessieren könnte:
Konferenzdesign: Sieben Regeln für die Konzeption innovativer Konferenzen von Ed Bernacki
Seminare & Workshops: 7 Meeting Design Tipps, um Vorträge spannender zu gestalten…
Innovative Eventformate: DemoJam der SAP

Besser Präsentieren // Teil 3: Atmung & Stimme

Besser Präsentieren // Teil 3 von Moderator Martin Kloss: Atmung & Stimme

 

 

Hier der dritte Teil der Serie “Besser Präsentieren” mit Analysen, Hintergründen und nützlichen Tipps um die eigene Präsentation vor Publikum zu verbessern (Teil 1: WIE vor WAS // Teil 2: Körpersprache).

 

 

Atmung & Stimme

 

Welche Rolle spielt die Stimme beim Präsentieren und welchen Einfluss hat die Atmung auf die Stimme?
Wie werden wir “besser gehört” und wie kann das unsere Präsentation verbessern?

 

1. Atmung kommt vor Stimme
2. Sprache transportiert sich über Emotion

 

 

Die Stimme ist ein “Muskel”

 

Wir alle sprechen jeden Tag. Unterschiedlich lang, unterschiedlich laut, unterschiedlich schnell und in unterschiedlichen Tonlagen. Aber anders als bei einer Präsentation sprechen wir meist ohne dabei auf unsere Stimme zu achten.

 

Aus diesem Grund wird die Stimme oft unterschätzt und zu wenig oder gar nicht trainiert. Das ist verwunderlich, denn kein Mensch würde spontan einen Marathon laufen, nur weil er laufen kann und auch jeden Tag zum Bäcker geht.

 

Und die Stimme ist genau so ein “Muskel”, sinnbildlich gesprochen. Es werden aber in der Tat sehr viele unterschiedliche Muskeln und Muskelgruppen beim Sprechen benötigt, vom Zwerchfell über die Stimmlippen bis zur Kiefermuskulatur. Und genau wie beim Marathonlauf brauchen diese Muskeln Training um bei einem langen oder anspruchsvollen Einsatz entsprechend leistungsfähig zu sein.

 

 

Stimme braucht Atem

 

Wie beim Sport, ist die wichtigste Grundlage beim Sprechen die Atmung. Nur mit der richtigen Atmung werden die “Sprech-Muskeln” optimal mit Sauerstoff versorgt und die Stimme kann das volle Volumen und die richtige Präsenz entfalten. Die Atmung als Grundlage für die Stimme sollte daher ebenso oft und intensiv trainiert werden wie die Stimme selbst.

 

Hier ist eine einfache Übung: Stellen Sie gerade und entspannt hin und pressen Sie mit einem tonlosen “Ffffff” die Luft vollständig aus der Lunge. Verharren sie 1-2 Sekunden mit “entleerter” Lunge und entspannen dann alle Muskeln, damit die Luft wieder in die Lunge strömen kann. Wiederholen Sie diese Übung ein paar Mal und atmen Sie danach langsam, ruhig und tief ein und aus.

 

Das “Fundament” der Stimme ist das Zwerchfell. Die Stimme sollte immer vom Zwerchfell “gestützt” sein. Das führt dann zur sogenannten “Bauchstimme”, im Gegensatz zur “Kopfstimme”. Die Bauchstimme ist in der Regel tiefer, entspannter, voluminöser und damit präsenter als die enge, hohe und oft dünne Kopfstimme.

 

Eine einfache Übung die eigene Bauchstimme zu hören und zu spüren, ist es sich gerade und entspannt hinzustellen, eine Hand auf das Zwerchfell zu legen und ohne Druck ganz entspannt ein wohliges “Mmmmm…” zu summen. Diese Übung eignet sich auch gut um das Zwerchfell zu entspannen, beispielsweise vor einer Präsentation.

 

Das Thema Atmung und Stimme ist sehr umfangreich und komplex. Und in diesem kurzen Artikel ist es unmöglich auf alle Aspekte im Detail einzugehen. Stimme und Atmung brauchen langes und möglichst tägliches Training, ein Coaching kann hier sinnvolle Hilfestellung für dieses Training und die Verbesserung der eigenen Atmung und Stimme bringen.

 

 

Prosodie, die Melodie der Stimme

 

Ein wichtiger Aspekt der Stimme, insbesondere bei Präsentationen, ist der Tonhöhenverlauf beziehungsweise die Intonation, die sogenannte Prosodie. Diese “Melodie der Stimme” beim Sprechen wirkt im Zusammenspiel mit dem Inhalt, also der Bedeutung der Worte.

 

Sie ermöglicht uns das Gesprochene emotional zu bewerten, zum Beispiel Ironie zu verstehen, die erst durch die Prosodie kommuniziert wird, weil die Melodie eine gegenteilige Emotion kommuniziert, als die Bedeutung der Worte suggerieren.

 

Erst durch die Prosodie, also durch die “Emotionalisierung der gesprochenen Worte”, entsteht Kommunikation. Entsprechend entscheiden wir als Zuhörer ob die Bedeutung der Worte bei uns nachhaltig Wirkung erzeugen und gespeichert werden.

 

Im Gegensatz zu vielen Chefs die immer noch dem Irrglauben anhängen Lautstärke wäre das Mittel um den Zuhörer zu erreichen, kann eine gut eingesetzte Prosodie dazu beitragen die eigenen Inhalte der Präsentationen nachhaltig zu verankern.

 

 

Parasprache als Beziehungsaspekt

 

Dazu trägt auch ein weiterer wichtiger Aspekt der Sprache bei, die Parasprache. Auch die Parasprache setzt sich mit dem emotionalen Anteil von Sprache und Stimme auseinander, sie ist der sogenannte “Beziehungsaspekt”.

 

Als Parasprache werden alle die Sprache begleitenden vokalen Mittel bezeichnet, die für die Kommunikation von Bedeutung sind. Dazu gehört der Tonfall, die Lautstärke, gefüllte (äh…) und ungefüllte Pausen, Lachen, Seufzen, Dialekt und so weiter…

 

Eine Diskrepanz zwischen dem Inhalt (gesprochenes Wort) und dem Beziehungsaspekt (Parasprache, aber auch Körpersprache), trägt dazu bei, dass der Zuhörer und Zuschauer sich immer intuitiv für den emotionalen Teil entscheidet. Wir “glauben” also der Körpersprache und der Parasprache & Prosodie mehr als dem reinen Inhalt des Gesagten.

 

 

Was bedeutet das für meine Präsentation?

 

Trainieren Sie Ihre Atmung und Ihre Stimme, am besten mit einem Coach. Ihre Stimme ist Ihr Instrument und das Fundament Ihrer Präsentation. Wenn es die Größe des Raums zulässt, sprechen Sie ohne Mikrophon mit gestützter Stimme.

 

Achten Sie auf Ihre Parasprache und die Prosodie beim Sprechen. Hören Sie beim Üben Ihrer Rede oder Präsentation mit einem Ohr auf die versteckten Laute wie “Äh…”, Seufzen, Schmatzen und so weiter, nehmen Sie sich gegebenenfalls auf Video oder Audio auf. Setzen Sie den Tonhöhenverlauf beim Sprechen bewusst ein, lassen Sie den Zuhörer das Komma, den Punkt und das Ausrufezeichen bewusst hören.

 

 

Fazit: Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihre Atmung und Ihre Stimme für eine bessere Präsentation.
 Ein gutes und regelmäßiges Training ist die Voraussetzung für eine gute Performance. Eine trainierte Atmung und Stimme sind die Pflicht, eine bewusst eingesetzte Parasprache und Prosodie die Kür.

 

Mehr zum Sprechen und wie Sprache und Worte bewusster eingesetzt werden können, gibt es im nächsten Teil dieser Serie mit dem Thema Rhetorik.

 

 

Martin Kloss Besser PräsentierenMartin Kloss ist seit bald 20 Jahren als zweisprachiger (Deutsch / Englisch) Schauspieler, Moderator und Musiker vor der Kamera und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Darüber hinaus hilft er Unternehmen als Schauspiel- und Business Coach, schult Redner und Vortragende und bietet Workshops zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung an. Weitere Infos: www.martinkloss.com

Sound Design: Leute, vergesst den TON nicht!

Sound Design: Leute, vergesst den TON nicht! // Der Ton macht die Musik…

 

 

„Das Auge‬ führt den Menschen in die Welt.
Das ‪Ohr‬ führt die Welt in den Menschen.“
// Lorenz Oken, Deutscher Naturforscher und Arzt, 1779–1851

 

 

In der Live-Kommunikation schaffen wir Erlebnisse, die emotional berühren. Dabei wird viel Wert auf Lichtdesign und Filmeinspieler gelegt. Denn damit erzeugen wir Wirkung.   Richtig.

 

Hiermit möchte ich aber eine Lanze für den Ton brechen, denn:

 

Musik umgibt uns. Ständig. Dabei geht sie direkt ins Herz.

Sie weckt Emotionen. Ohne Umweg über den Kopf.

 

Das können wir gezielt einsetzen, um Menschen zu bewegen. Musik ist das Emotionalste überhaupt. Allerdings nutzen wir diese Disziplin noch viel zu unbewusst. Leider. Ich frage mich immer wieder, warum Sound Design eigentlich so vernachlässigt wird? Dabei ist doch die Musik der Schlüssel zu Gefühlen und somit starken Erlebnissen.

 

Aus meiner Erfahrung geht es bei Veranstaltungen immer zuerst um Licht und Bild. Ich gestehe, dass sich das auch in meiner Arbeit und Selbstverständnis oft so verhält. Frei nach dem Motto: Tja, dann ist da ja noch der Ton…

 

 

Sound Design – worum geht es?

 

Zugegeben, der Tonbereich ist nicht leicht zu umreißen: Film, Hörspiele, Hörfunk, Fernsehen, künstlerische Installationen, Multimedia-Anwendungen bis zu Computerspielen – ein weites Feld. Sound Design, also die kreative Arbeit mit Klängen und Geräuschen, unterscheidet sich von der Komposition eines Musikstücks oder den Audioaufnahmen im Studio. Sound Design kommt im Eventbereich vor allem im Beschallungskonzept vor Ort zum tragen. Besucher können so begeistert werden, ins Staunen geraten und durch spannende Effekte auch vom Ton gekitzelt werden!

 

Die Basis hierfür ist natürlich eine gute Planung. Angefangen vom Musikkonzept zur Komposition, Aufnahme und wie die Beschallung vor Ort eingemessen wird. Alles, um mit Ton clever und wirkungsvoll Emotionen zu übertragen. Spannend wird es dann, wenn kreative Toneffekte zum Einsatz kommen, um Inhalte zu transportieren. Die Klanginstallation O wie Omicron ist für mich ein beeindruckendes Beispiel dafür. Allerdings kann gutes Sound Design nur funktionieren, wenn man eben nicht erst vor Ort überlegt, sondern sich schon von Beginn an Gedanken zum Sound Design macht.

 

Das fehlt aber leider viel zu häufig bei Events.

 

 

Verbesserungspotential: Sprachverständlichkeit, Probenzeiten & Standards

 

Konkret: Wie oft habe ich schon Filme hören müssen, bei denen die Sprachverständlichkeit unter einer schlechten Mischung mit zu lauter Musik leidet. Warum die Tonspuren nicht voneinander getrennt auf unterschiedlichen Ebenen anliefern, um sie dann vor Ort passgenau zu mischen? Während das Lichtdesign vor Ort immer noch schnell und mit überschaubarem Aufwand angepasst werden kann, ist man beim Ton einfach auf das angewiesen, was angeliefert wird. „Shit in – shit out„, wie ein alter Spruch der Tonkollegen lautet.

 

Ein Mischpult ist eben kein Klärwerk.

 

Andererseits bedingt es aber auch Soundästheten hinter den Mischpulten, die sich dieser Feinheiten annehmen und daran arbeiten. Zu oft kommen leider aber mp3-Titel, die auf einer eingemessenen Anlage einfach nicht wie am heimischen Laptop klingen können. Wäre ja auch komisch. Oder: „Wir produzieren gerade noch was“ und dann kommt ein ungemastertes mp3, was unterschiedliche Pegel hat. Um ein qualitativ-lineares Klangergebnis zu erzeugen, ist das Mastering unabdingbar.

 

Ähnlich verhält es sich bei den Probenzeiten. Bild und Licht bekommen oft lange Slots eingeräumt, während der Ton als funktionierend vorausgesetzt wird. Ich kann mich in 15 Jahren nur an eine TV-Orchesterproduktion erinnern, in der es vorrangig um den Ton ging. Geschweige denn, dass den Tonkollegen in den Probezeiten extra Aufmerksamkeit gewidmet wurde. „Es muss halt einfach alles laufen“.

 

 

Entscheidungsfrage: Idealismus vs. Wirtschaftlichkeit?!

 

Sicher kommt es darauf an, was und ob der Kunde in Sachen Ton will. Sofern er eine Notwendigkeit sieht, dann wird es auch eine Priorität von Beginn an dafür geben. Es geht ja nicht darum den Ton über alles zu stellen, jedoch auch nicht kategorisch zu vernachlässigen. Spannend ist für mich darüber nachzudenken, warum der Ton so und so viel Stellenwert bekommt (Zeit, Geld, Gedanken). Oder anders gefragt: Was wäre wenn?

 

Was wäre, wenn…

• die Musikkomponente ganzheitlich von Beginn an gedacht wird.

 sauber produziert, eingemessen und geprobt wird.

 Menschen aufgrund des Tons emotional ergriffen und transformiert werden.

 wir unsere Haltung zum Ton überdenken und diesem mehr Priorität einräumen.

• dadurch wirkungsvollere Events geschaffen werden…

 

Die Kritiker werden mit der Wirtschaftlichkeit um die Ecke kommen. Ja, das ist ein Thema und nein, das ist kein Thema. Ideen kosten Erfahrung, Routine, Zeit und Gehirnschmalz. Und ja, manches lässt sich nur mit entsprechendem Budget umsetzen. Andersrum wäre legitim nachzufragen: Wenn ich 10.000 Euro reinstecke, erhalte ich 15.000 Euro Gegenleistung (in Form von inmateriellen Entscheidungen, realer Absatzerhöhung bei der Zielgruppe einer Messe etc.)? Wo funktioniert das, und wo nicht? Was ist Idealismus? Was ist Kunst? Und wofür mache ich das alles?

 

 

Sound Design ist echt harte Arbeit… 😉 // Video: youtube

 

 

Fazit: Musik setzt Emotionen frei wie kaum ein anderes Stilmittel. Gleichzeitig wird sie so unterschätzt wie kaum ein anderes Gewerk. Licht und Visuelles reizen unsere Sinne massiv – dabei macht wie in jedem Hitchcock-Film der Ton 50% des Erlebnisses. Das real spürbare Ungleichgewicht bei Events ist daher für mich unverständlich. Wir sollten die Möglichkeiten des Tons wieder gezielter nutzen und eine angemessene Priorität geben.

 

 

Hier Teil 2, in dem ich einige Sound Designer nach ihren Ansätzen, Meinungen und Ideen befrage. Interessieren könnte dich auch dieser Beitrag zur akustischen Markenführung: Audio Branding bei Events.

 

FrageWie nimmst du die Bedeutung vom Ton bei Events wahr? Was sollte sich ändern? Was ist angemessen?

 

Besser Präsentieren // Teil 2: Körpersprache

Besser Präsentieren // Teil 2 von Moderator Martin Kloss: Körpersprache

 

 

Hier der zweite Teil der Serie zum Thema “Besser Präsentieren” mit Analysen, Hintergründen und nützlichen Tipps um die eigene Präsentation vor Publikum zu verbessern.

 

 

Körpersprache: Worauf kommt es an?

 

Was genau ist Körpersprache und was hat das mit meiner Präsentation zu tun? Wie wichtig ist Körpersprache und wie steuere ich sie?

 

Hier zunächst zwei grundlegende Fakten zur Körpersprache:

  1. Körpersprache ist wichtiger als das gesprochene Wort.
  2. Die Wahrnehmung von Körpersprache ist nicht steuerbar.

 

Um diese beiden Aussagen zu verstehen, ist es wichtig den Begriff und die Rolle von Körpersprache in der Kommunikation zu definieren.

 

 

Was ist Körpersprache?

 

Unter Körpersprache versteht man die nonverbalen Anteile der Kommunikation, die über Form, Haltung und Bewegung des Körpers vermittelt werden. Dazu gehören auch Gestik und Mimik.

 

Tritt ein Mensch in unsere Wahrnehmung, aktiviert er eine neurobiologische Resonanz durch Blick, Stimme, Mimik, Körperbewegungen usw.

 

Das ist erstmal alles ziemlich einleuchtend. Der entscheidende Unterschied zur verbalen Kommunikation ist: die Wahrnehmung von Körpersprache ist im Gegensatz zur gehörten Sprache präreflexiv! Das bedeutet, die Wahrnehmung und Bewertung der Körpersprache eines Gegenüber ist abgeschlossen bevor wir uns ihrer bewusst werden und ist daher auch nicht filter- oder steuerbar.

 

Wir sind also nur Empfänger und können uns zwar diese Wahrnehmung nachträglich bewusst machen, sie aber nicht kontrollieren. Das führt dazu, dass unser Hirn keinen Filter für Körpersprache hat, da dieser Filter immer erst nach der Bewusstwerdung wirken könnte und dann ziemlich sinnlos wäre.

 

Dazu kommt, dass bei der über das Auge aufgenommenen Kommunikation 100 mal mehr Informationen in gleicher Zeit verarbeitet werden, als über den Hörsinn (siehe auch Teil 1).

 

Alle Signale der Körpersprache werden also direkt aufgenommen und im Hirn verarbeitet. Das führt beispielsweise dazu, dass wir unterbewusst einem Menschen glauben oder nicht, eine Person sympathisch finden oder nicht.

 

Ein Lügner wird immer sich über seine Körpersprache entlarven, ein Redner der nicht glaubt, versteht oder gut findet was er sagt, wird dieses immer seinen Zuschauern zeigen, ob er will oder nicht. Dabei gilt für Körpersprache die Faustregel: je weiter weg vom Gesicht eine Bewegung ausgeführt wird, um so schwieriger ist es, sie zu fälschen. Eine wichtige Information für eine Präsentation vor Publikum, insbesondere auf einer Bühne.

 

Eine Studie des US-amerikanischen Psychologieprofessors Albert Mehrabian kam zu dem Ergebnis, dass Worte nur zu 7% für den Gesamteindruck verantwortlich seien, den ein Mensch auf seinen Gesprächspartner mache. Zu 38% zähle der Tonfall der Stimme und zu 55% die Körpersprache.

 

 

Was bedeutet das für meine Präsentation?

 

Für eine gute Präsentation müssen alle 3 Kommunikationsformen miteinander übereinstimmen. 
 Egal wie viel Arbeit Sie in eine tolle Rede stecken, wenn das WIE nicht mit dem WAS übereinstimmt, wenn die Körpersprache nicht unterstreicht was die Stimme erzählt, wird der ZuSCHAUER auch als ZuHÖRER nicht überzeugt von Ihren Inhalten sein.

 

 

Fazit: Körpersprache ist wichtiger als das gesprochene Wort!

 

Merken Sie sich für Ihre Präsentation: Körpersprache ist wichtiger als das gesprochene Wort!

Achten Sie in Ihrer Vorbereitung und bei der Ausführung auf Ihre Körpersprache und arbeiten Sie beispielsweise mit einem Coach daran Ihre Körperhaltung, Gesten und Mimik bewusst wahrzunehmen und zu steuern.

 

Im nächsten Teil geht es um das Thema “Stimme” und was Parasprache und Prosodie mit Präsentieren zu tun haben.

 

 

Martin Kloss Besser PräsentierenMartin Kloss ist seit bald 20 Jahren als zweisprachiger (Deutsch / Englisch) Schauspieler, Moderator und Musiker vor der Kamera und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Darüber hinaus hilft er Unternehmen als Schauspiel- und Business Coach, schult Redner und Vortragende und bietet Workshops zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung an. Weitere Infos: www.martinkloss.com

Event Catering: 8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung

Event Catering: 8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung // Dessertbuffet „Alle in einem Boot“ – augenzwinkernd interpretierte Kirberg die Parole zur Caterer-des-Jahres-Verleihung 2013 (Fotos: Kirberg)

 

 

Seit fast zwei Jahren wohne ich nun in Köln direkt neben der Flora. Letztes Jahr wurde diese 150 Jahre alte Eventlocation renoviert neu eröffnet. Gleichzeitig wurde das Gartenlokal Dank Augusta gestartet, welches von Jutta Kirberg konzipiert und geführt wird. Grund genug sie nach ihren Prinzipien des Event Catering zu befragen. Dabei kamen folgende wertvolle Gedanken zusammen.

 

 

Event = Ereignis   –   das gilt auch fürs Event Catering

 

In den letzten Jahren hat sich in Sachen Veranstaltungen viel getan und verändert. Aus gutem Grund spielt heute das englische Wort „Event“ eine dominante Rolle. Denn Event bedeutet nicht nur Veranstaltung, sondern auch – Ereignis. Und bringt somit Anspruch und Charakter moderner Veranstaltungen auf den Punkt.

 

Dies hat natürlich auch Konsequenzen fürs Catering.

 

Früher verlangte man vom Caterer: „Wir wollen gut essen und trinken und dabei aufmerksam und freundlich bedient werden. So etwas ist inzwischen selbstverständlich und kann vorausgesetzt werden.“
Die heutige Forderung ans moderne Event-Catering lautet: „Sei Teil des Ereignisses und trage kulinarisch dazu bei. Lass die Genusswelt zur Erlebniswelt werden.“

 

Modernes Catering ist kein dem Event angedocktes Verpflegungsmodul – modernes Catering ist harmonischer Bestandteil des Events.

 

 

Event Catering: Marken multisensorisch erleben

 

Wir von Kirberg entwickeln deshalb ergänzend zum Gesamtkonzept des Events das passende kulinarische Konzept. Wir tun dies stets in enger Abstimmung und Partnerschaft mit dem Kunden – sei es die Event-Agentur, sei es der Eventmanager. Wir nehmen uns Zeit, hören zu und fühlen uns hinein in den Kunden, seine Ziele, Wünsche und Vorstellungen, beraten ihn und machen möglich, dass die gewünschte Aussage durch das Catering erfolgreich mitgetragen wird.

 

So entsteht ein wachsendes Vertrauen zwischen Kunde und Caterer – die Basis für Erfolg.

 

Geht es um die Kommunikation von Marke, machen wir diese durch Corporate Food von Kirberg zum Genuss. So können Menschen eine Marke multisensorisch erleben – zeitgemäß, genießerisch und mit nachhaltiger Wirkung. Um diese Aufgabe genussvoller, einfühlsamer erfüllen zu können, identifizieren wir uns mit der – anfangs noch fremden – Marke.

 

Es gehört viel Denkarbeit dazu, um eine Marke in ihrer Komplexität zu erfassen. Es braucht viel Sensibilität, um die Menschen, die für und mit dieser Marke arbeiten, zu verstehen und richtig zu beraten.

 

Und nicht zuletzt spielen Offenheit, Mut und Phantasie eine wichtige Rolle. Ohne Mut und Phantasie weckt man keine großen Gefühle. Wichtig ist hierbei jedoch die richtige Balance zwischen Überraschendem und Vertrautem.
Irgendwann habe ich begonnen, mir die eine oder andere Erfahrung und das daraus Gelernte aufzuschreiben – für mich und die Weiterentwicklung unserer Arbeit als Caterer. Die wichtigsten Lernergebnisse nenne ich unsere „8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung“. Sie sind nicht in Stein gemeißelt, sondern helfen uns bei der täglichen Arbeit.

 

 

8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung

 

 

• Phase 1: Erarbeitung

(1) Erarbeite dir die Marke, die du kulinarisch inszenieren willst. Vermittele deinen beteiligten Mitarbeitern dieses Verständnis, damit alle sich als Botschafter der Marke verhalten. Alle sollen sich das Erlebnis teilen.

(2) Arbeite eng mit deinem Kunden zusammen, verstehe sein Briefing und seine Ziele und setze diese bestmöglich um.
(3) Nimm auf allen deinen Wegen deinen Kunden mit, lass ihn teilhaben an deinen Ideen, begeistere ihn – dann wird er dich voll und ganz unterstützen.

 

• Phase 2: Planung
(4) Vergiss nie: Die Grundlage für Kreativität ist Arbeit.
(5) Schaffe eine Atmosphäre, die in einem spannenden, ungewöhnlichen, überraschenden Zusammenhang mit der Marke steht. Es gilt: Schaffe gleichermaßen Gewohntes wie Überraschendes. Sei mutig: Es muss nicht immer alles allen gefallen.

 

• Phase 3: Umsetzung
(6) Sorge dafür, dass die Gäste sich vom ersten Moment an wohlfühlen – das steigert Ihre Aufnahmefähigkeit.
(7) Arbeite multisensual (Erinnerung nimmt zu, je mehr Sinne angesprochen werden). Sehen, schmecken, riechen, fühlen, hören – vereint zum nachhaltigen Erlebnis von Marke.
(8) Verschaffe dem Gast durch kreative kulinarische Elemente neue Blicke auf die Eventaussage und neue Einblicke in die Marke.

 

 

Event Catering Ideen Kurberg imm 8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung„Schwarz-Weiß“ – mottogemäß inszenierte Kirberg kulinarisch einen Event von ELLE Décoration zur imm 2013

 

 

8 Fragen rund um Marke und Event

 

Bei der konkreten Umsetzung helfen folgende acht Fragen rund um Marke und Event. Diese beantworten wir gern zusammen mit dem Kunden – Event-Agentur oder Event-Manager.

 

1.) Was ist das Wesen der Marke? Ist sie innovativ oder bodenständig, heißt sie Apple oder Rügenwalder? Welches Lebensgefühl vermittelt sie?
2.) Was ist der inhaltliche Kern der Veranstaltung? Sozusagen ihr USP? Was soll transportiert werden? Was ist die zentrale Idee des Konzepts, was soll vermittelt werden? Handelt es sich um einen Kick-off, einen Motivationsevent oder eine Teambuildingmaßnahme? Will man Dankeschön sagen oder ein neues Produkt präsentieren?
3.) Wie greifen wir das Thema beziehungsweise die Marke kulinarisch auf? Wie inszenieren wir sie, um die (Marken-)Botschaft köstlich zu verstärken?
4.) Welche Sinne bedienen wir dabei? Gaumen kitzeln, na klar. „Das Auge isst mit“ – ja, denn auch wenn es nicht essen kann, es sieht alles! Aber auch andere Sinne spielen eine Rolle: „Mmh, hier riecht es aber lecker! Das fühlt sich ja gut an! Hör mal, wie knusprig das Brot ist.“
5.) Welches Image wollen wir unterstreichen? Die Marke – bodenständig oder abgehoben, avantgardistisch oder wertekonservativ, schick oder shabby chic?
6.) Wer ist die Zielgruppe, wer sind die Gäste? Eigene Mitarbeiter, Vertriebspartner (Händler), Kunden, Multiplikatoren, Meinungsmacher, Entscheider?
7.) Wo findet der Event statt? Drinnen oder draußen? Stadt oder Land? Palais oder Fabrik? Ein Raum oder viele?
8.) Wie viel Zeit steht für das Catering zur Verfügung? Gibt es einen klar definierten Zeitraum fürs Essen? Wird parallel zum Ablauf serviert und gegessen? Gibt es mehrere „Essenspausen“?

 

 

Jutta Kurberg Event Catering Jutta Kirberg führt, zusammen mit ihren beiden Geschäftspartnern Thomas Lehmann und Volker Beuchert, eines der erfolgreichsten deutschen Catering-Unternehmen. Angefangen 1982 mit Künstler-Catering für die internationale Musikszene (u.a. Rolling Stones, David Bowie, U2), gründete Jutta Kirberg 1992 die Kirberg GmbH. Das Unternehmen erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie den LECA Award in Gold 2012, den Caterer des Jahres 2010 sowie die Nominierung zum Caterer des Jahres 2013. Seit Sommer 2014 verwöhnt Kirberg als Gastronomiepartner der KölnKongress GmbH die Gäste in der Flora Köln und betreibt dort das Gartenlokal Dank Augusta.