Eventregisseure: 7 Thesen für bessere Online Events

7. Juli 2021

Event­re­gis­seure: 7 Thesen für bessere Online Events via Eventregisseure.de

 

Als lernende Commu­nity haben wir uns als Event­re­gis­seure gefragt: Was lässt Online Events besser werden? Denn sind wir ehrlich: Was hat uns in der Krise wirklich berührt und mitge­nommen? Eher der Arbeits­ver­lust in unserer Branche als groß­ar­tige Events… Aber daran darf es auch nicht mangeln. Wie wir gut 30 Event­re­gis­seure meinen es anders gestalten zu können seht ihr hier…

 

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1. MUT ZUR KÜRZE!

 

Das Wich­tigste in Kürze. Reduce to the max. Weniger ist mehr. In der Kürze liegt die Würze. Haben wir alle schon 100mal gehört, doch für digitale Events scheint das nicht zu gelten. Falsch gedacht! Eine youtube Filter­funk­tion „< 4 Min.“ kommt nicht von ungefähr. Genauso wie die durch­schnitt­liche Netflix-Serien-Länge von 45 Minuten. Wer die Agenda seines Live-Events 1:1 über­nimmt, hat schon verloren – zumin­dest seine Teilnehmer:innen im Laufe der Zeit. Und wer wirklich viel zu sagen hat, sollte lieber über eine Event-Reihe statt über eine mehr­stün­dige Fron­tal­be­schal­lung nach­denken.
Um es kurz zu machen: Kürzer heißt rele­vanter! Nr Mt!

 

2. GROSSES KINO AUF KLEINEN SCREENS

 

80% der digi­talen Corpo­­rate-Events zeigen talking heads. Das ist im TV genauso, aller­dings ganz anders verpackt. Jede TV Talkshow oder jedes News-Format ist um Welten besser was Kulisse, Beleuch­tung, Kame­ra­ar­beit, Einspieler, redak­tio­nelle Arbeit und Insze­nie­rungs­mo­ment betrifft als unsere derzei­tigen „Digital Events“. Warum? Weil immer noch in Charts statt in Kame­ra­bil­dern gedacht wird. Fangen wir an in Sets & Szenen zu arbeiten, statt in Bühnen und Beiträgen zu denken. Ein kame­ra­taug­li­ches Set-Design ist das neue „Aah& Ooh“. Sets, die Teilnehmer:innen immer wieder ganz neue Perspek­tiven und über­ra­schende Einblicke bieten.

Ergo: Von Film & Fern­sehen zu lernen heißt Teilnehmer:innen begeis­tern lernen. „Und bitte!“

 

3. UMDENKEN. ANDERS MACHEN!

 

Ein digi­tales Event ist mehr als die online gestellte Veran­stal­tung. Spielen wir mit dem Wechsel von realen und virtu­ellen Settings, von unter­schied­li­chen Formaten bis zu Speakern remote und live vor Ort. Holen wir mit span­nenden Inter­ak­tionen unsere Teilnehmer:innen ab und schaffen wir durch die Verbin­dung von on- und offline-Akti­­vi­­täten echte und emotio­nale Live-Erlebnisse. 

Kurzum: Wer beim Digital-Event auf eine 1:1 Trans­for­ma­tion seines Live­For­mats setzt, kann nicht gewinnen.

 

4. MEHR MUT STATT MEHR RICHTIG!

 

Keine Angst vor’m Neuen. Keine Angst vor Ecken und Kanten, und erst recht nicht vor’m Schei­tern. Authen­ti­zität statt Perfek­tio­nismus. Echt & lebendig statt „glatt & geahnt“. Kurzum: Wer Emotionen auslösen will, darf Erwar­tungen nicht erfüllen — er sollte sie übertreffen!

 

5. RELEVANZ VOR FIRLEFANZ!

 

Wer von den Teilnehmer:innen aus denkt, liegt von Anfang an richtig. Setzen wir uns im Vorfeld mit folgende 3 Fragen ausein­ander: „Betrifft mich das als Teilnehmer:in?“ „Begreife ich das?“ „Berührt mich das?“. Wer so denkt und handelt, für den ist Customer Centri­city nicht nur ein neues Marke­­ting-Buzzword, sondern ein Selbstverständnis.

 

6. PROBEN. PROBEN. PROBEN!

 

Das Spiel mit der Kamera will gelernt sein. Anders gesagt: Das Ass Info­tain­ment kann man nur aus dem Ärmel schüt­teln, wenn man es vorher rein­ge­steckt und geprobt hat.

 

7. VON ANFANG BIS ERFOLG!

 

Je früher ein:e Regisseur:in einge­bunden wird, desto erfolg­rei­cher und stress­freier können Produk­tionen laufen. Event-Regisseur:innen sind „Konzep­tioner & Show­caller“ in einem. Neben dem reibungs­losen Ablauf von Proben, Shows und Streams sollten sie auch für das Story­tel­ling, Drama­turgie und Insze­nie­rung (mit)verantwortlich oder zumin­dest früh­zeitig mit einge­bunden sein. Merke: „KNOW WHO“ mit dem gewissen „KNOW HOW“ schützt vor bösen Über­ra­schungen bei Live- und Digital-Events.

 

Fazit der Eventregisseure: Events online besser machen

 

Bereits 2019 grün­deten wir den „Verbund der Event­re­gis­seure“. Das gemein­same Ziel: Veran­stal­tungen ‑digital und live- gemeinsam ein Stück besser zu machen. Was uns Event-Regisseur:innen verbindet, ist das gemein­same Verständnis, mehr als reine Show­caller zu sein, sowie das ständige Streben nach der perfekten Verbin­dung von Content und Enter­tain­ment, von Menschen und Marken, von Räumen und Erleb­nissen. Ange­fangen bei der Konzep­tion, Drama­turgie und Insze­nie­rung bis hin zu den Proben und der finalen Durch­füh­rung sorgen sie für durch­dachte Events, die Teilnehmer:innen begeistern.

 

Wir alle sind dem Event verbunden und setzen uns mit Herz und Leiden­schaft sowie jahre­langer Erfah­rung Produk­tion für Produk­tion dafür ein, jedes Projekt zum Erfolg zu führen. Beim Event geht es um kollektiv erlebte Emotionen. Warum also nicht unser Know-how als Event­re­gis­seure teilen? Durch den gemein­samen Austausch und die gegen­sei­tige Inspi­ra­tion profi­tieren nicht nur wir als Inter­es­sen­ge­mein­schaft, sondern die ganze Branche. In diesem Sinne: Auf mehr wirkungs­volle Events! // Alle Infos auf Event-regisseure.de! Hier auch noch eine ausführ­li­chere Erläu­te­rung unserer Thesen beim Forum Event 2022:

 

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Weitere Lese­tipps:

Online Emotionen wecken: 7 Krea­tiv­di­rek­toren zeigen wie…

Das 1×1 der Bild­ge­stal­tung von Livestreams

Was macht gute Event­regie aus?

 

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