Heide Sahl: 10 Zutaten für gutes Event Projektmanagement

10 Zutaten für gutes Event Projektmanagement // Foto: ©iStock.com/mythja

 

 

Bozen, Italien. Letzter Abend eines sehr exklusiven und rundum gelungenen Incentives. Die Gäste höchstzufrieden. Einer fragt mich: „Was machen Sie eigentlich beruflich? Also ich meine im richtigen Leben?“ – Die Eventbranche hat ganz offensichtlich ein Imageproblem. Anders herum gesehen hat das Projektmanagement im Vorfeld und vor Ort offensichtlich so gut funktioniert, dass es für die Gäste leicht & luftig daherkam und kein bisschen nach „Arbeit“ aussah. So soll es sein. Dass jedoch sehr viel mehr dahintersteckt, sieht man spätestens dann, wenn ein Projekt so richtig in die Hose geht. Ein gewisses Know-how und etwas Talent sollte man dann doch mitbringen.

 

Aber was bedeutet Projektmanagement eigentlich? Wikipedia sagt: „Als Projektmanagement bezeichnet man das Initiieren, Planen, Steuern und das Kontrollieren und Abschließen von Projekten.“ Aha. Das klingt sehr theoretisch und komplex, – Letzteres ist es auch. Was aber macht gutes Event Projektmanagement aus? Wie kann man sicherstellen, dass Projekte geplant, gesteuert, kontrolliert und – möglichst auch – erfolgreich abgeschlossen werden können? Man kann gutes Event Projektmanagement ganz sicher in der Theorie beschreiben. In der Praxis weiß man häufig erst im Nachhinein, was gut war und was nicht. Eine ultimative Checkliste der zu beachtenden Punkte scheint es nur bedingt zu geben, denn Vieles ist Auslegungs- oder Geschmacksache, jedes Projekt ist anders, jeder Kunde hat eigene Vorstellungen oder Ansprüche und was in Fall 1 geklappt hat, muss in Fall 2 keineswegs noch einmal funktionieren.

 

Ein ausgeklügelter Projektplan macht ganz sicher Sinn. Er bildet die Basis, gibt Sicherheit, und das Abhaken von To Dos kann mitunter enorme Glücksgefühle erzeugen. Aber wie komme ich zum perfekten Projektplan und was hilft mir, wenn Unvorhergesehenes meinen Masterplan über den Haufen wirft? Gibt es ein Basisrezept hierfür? Um ein Projekt von A bis Z erfolgreich umzusetzen und dabei obendrein noch Spaß zu haben, muss man zunächst einmal verschiedene Hard und Soft Skills ins einen Topf werfen. Welche Zutaten braucht es?

 

 

 

#1 Struktur

 

Zu Beginn eines Projektes steht das Konzept, die Idee. Diese Idee ist idealerweise durchs komplette Projekt durchdekliniert und folgt dem berühmten roten Faden. Wie kommt das Projektmanagement nun ins Spiel? Es bringt ganz einfach dieser Idee das Laufen bei. Ein Projektplan sorgt dafür, die Aufgaben aller Bereiche und aller Gewerke im vorgegebenen Zeitrahmen und mit den entsprechenden Zuständigkeiten unter Kontrolle zu halten. Toptipp am Rande: Liebt Excellisten lieber freiwillig, dann können sie Euch sehr die Arbeit erleichtern! Es gibt hochkomplexe Projekte, da arbeitet man mit Projektplänen, mit Personaleinsatzplänen, Materiallisten, Produktionslisten, Transferplänen und Ablaufplänen, mit offenen-Punkte-Listen, Hotellisten, Restaurantlisten, Teilnehmermanagementdatenbanken, Terminübersichten… usw. usf. Bei anderen reicht ein einziger Masterplan. Entscheidend ist, dass essentielle Infos verbindlich und verständlich für alle Beteiligten aufbereitet und zugänglich sind. Regelmäßige Meetings helfen, – beim Verstehen, beim Behalten, beim Korrigieren, wenn mal etwas aus dem Ruder läuft. Dass diese Meetings gut vorbereitet sein müssen, versteht sich von selbst. Sie sind zudem ein gutes Stimmungsbarometer für die Projektleitung. Und das führt gleich zum nächsten Punkt.

 

 

#2 Offene Augen & Ohren

 

Eine äußerst wertvolle Gabe ist das Zuhören– und Sich-in-andere-hineinversetzen-können. Im Projektteam, aber auch mit Kunden und Dienstleistern. Die Umsetzung eines Projekts kann den Auftraggeber nur dann zufrieden stellen, wenn seine Wünsche und Bedürfnisse Beachtung finden. Somit ist der noch so reibungslose Ablauf eines fulminanten Galaabends nichts wert, wenn ein in der Krise steckendes Unternehmen eigentlich ein bescheidenes Mitarbeiter-Sommerfest gebraucht hätte. Aufmerksamkeit innerhalb des Projektteams ist eine Form des gegenseitigen Respekts und macht ein im besten Sinne funktionierendes Teamwork erst möglich. Je konsequenter alle an einem Strang ziehen, desto besser ist schlussendlich auch das Ergebnis. Offene Augen & Ohren sollte man auch immer gegenüber Kritik haben. (Konstruktive) Kritik ist ein Motor, der einem hilft, Dinge zu verbessern. Wer nur gelobt wird, kommt gar nicht erst auf die Idee, zur Optimierung an den kleinen (oder großen) Projektstellschräubchen zu drehen.

 

 

#3 Respekt

 

Wie im Leben allgemein ist Respekt immer ein guter Ratgeber. Respekt vor Kunden, Kollegen, Dienstleistern, Respekt vor dem Projekt und natürlich auch sich selbst gegenüber. Damit man als Team gut funktioniert, damit man Dinge nicht unterschätzt und damit das Projekt niemanden „auffrisst“. Teamwork heißt, dass man Dinge im Team schafft und dass dabei niemand unter die Räder kommt. Zuständigkeiten müssen klar verteilt sein, aber eine „Not-my-Job“-Einstellung kann im Zweifelsfall ein Projektkiller sein. Gegenseitiger Respekt verhindert, dass das „Teamwork“ nicht nur an den Gutmütigen hängen bleibt.

 

 

#4 Keep it simple

 

Die Erfahrung zeigt: Die Dinge müssen einfach sein, vereinfacht werden, – oder zumindest einfach wirken. Der rote Faden ist aus dem einzigen Grunde rot, damit ihn jeder sofort erkennt. Ziel ist immer, aus einer komplexen Aufgabenstellung eine einfache Lösung zu entwickeln. Und um die Ecke denkt man dabei nur im Hintergrund.

 

 

#5 Flexibilität

 

Jedes Projekt hat eigene Inhalte, Ziele, Zielgruppen, Timings, Tonalitäten. Jeder Kunde hat andere Vorstellungen. Es prallen Ideen, Geschmäcker, Ansprüche, Stärken und Schwächen von unterschiedlich vielen Beteiligten aufeinander, die es zu koordinieren gilt. Entweder man ist Diktator (nicht empfehlenswert) oder man ist flexibel. Wenn sich die Rahmenbedingungen in Projekten ändern, hilft es ungemein, mit dem klaren Ziel im Blick den einen oder anderen notwendigen Haken auf dem Weg schlagen zu können. Außerdem kommt es allzu häufig vor, dass ein von langer Hand geplantes und vorbereitetes Projekt im letzten Moment umgeworfen wird, da bewähren sich Flexibilität, eine Hands-on-Mentalität und eine funktionierende Teamarbeit umso mehr.

 

 

#6 In der Ruhe liegt die Kraft

 

Während der eine hibbelig, hektisch und quirlig an Dinge rangeht, ist die andere kaum aus der Ruhe zu bringen. Es ist ganz sicher eine Typenfrage. Klare Gedanken lassen sich jedoch leichter fassen, wenn man nicht die Nerven verliert, sondern fokussiert, prüft, abwägt und dann handelt. Intern wie extern vermittelt dieser Punkt Sicherheit und Kompetenz.

 

 

#7 Keine Angst vorm Scheitern

 

Wer Angst vor falschen oder unbeliebten Entscheidungen oder gar vorm Scheitern hat, blockiert und aktiviert sehr oft nur das Self-fulfilling prophecy-Prinzip. Wer die richtige Entscheidung aus Vorsicht zu lange aufschiebt, verwandelt sie mitunter in eine falsche. Insofern Ruhe bewahren, das Glück ist bekanntlich mit den Mutigen oder – wie man im Rheinland weiß: Et hätt’ noch immer joot jejange!

 

 

#8 Herzblut

 

Herzblut ist mein Favorit. Was man mit Herzblut macht, macht man einfach besser. Wer mit Spaß und dem festen Willen an ein Projekt geht, das Beste daraus zu machen, wird in der Regel dafür belohnt. Vor allem wird man mehr Spaß dabei haben. Das alleine ist unbezahlbar. Wer mit Herzblut bei der Sache ist, wird sich auch nicht so leicht von Rückschlägen entmutigen lassen. Leidenschaft im Projektmanagement bedeutet nämlich auch gerne mal Leidensfähigkeit 😉 Schließlich heißt Herzblut auch, nicht immer nur den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Viele Umwege lohnen sich. Wichtig ist, dass man spätestens kurz vor dem Verzetteln den Fuß vom Gas nimmt. Die richtige Dosierung kommt mit der Erfahrung.

 

 

#9 Liebe zum Detail

 

Eng mit Herzblut verbunden ist die Liebe zum Detail. Sie ist das i-Tüpfelchen, das gewisse Etwas, das überrascht und oft den entscheidenden Ausschlag gibt. Selbst wenn eine Tagung bspw. bis ins kleinste Detail perfekt gelaufen ist, wird einem Referenten vor allem in Erinnerung bleiben, dass er auf dem Weg ins Hotel im entscheidenden Moment quasi aus dem Nichts einen Regenschirm in die Hand gedrückt bekommen hat. Wenn so gut wie alles vorbereitet ist, ist die entscheidende Frage im Vorfeld: Was könnte ein Teilnehmer eines Events oder Incentives am meisten vermissen (unter Umständen sogar ohne es zu wissen)? Heutzutage sind es weniger die Kaviarhäppchen, sondern die „Money can’t buy“-Erlebnisse, der besondere Blick hinter die Kulissen, das Zusammentreffen mit einem „Insider“, das Ganz-nah-dran-sein, die persönliche Betreuung, das positive Überrascht-werden, die außergewöhnliche Atmosphäre. Kurzum: Immer das große Ganze im Visier haben, aber auf dem Weg dorthin das Auge für das eine oder andere Überraschungsmoment behalten, um nachhaltig zu beeindrucken.

 

 

#10 Last, but not least: Humor

 

Humor öffnet die Herzen, Humor nimmt Angst, Humor verbindet, Humor versöhnt, Humor baut Stress ab, Humor macht Erlebnisse denkwürdig, Humor relativiert… Humor trifft leider manchmal auch den falschen Nerv. Trotz allem: Wenn nichts mehr hilft, dann hilft Humor.

 

 

 

Event Projektmanagement: Übung, Erfahrung, „künstlerische Freiheit“

 

So weit, so gut: Ein Rezept mit 10 Zutaten. Aber wie sieht es mit den Mengenangaben aus? Die muss jeder Projektkoch und jede Projektköchin bei jedem einzelnen Projekt neu abwiegen und -wägen. Übung, Erfahrung und „künstlerische Freiheit“ sind gefragt. Zum Glück aber sind Projekte so vielfältig wie das kulinarische Universum: von Hausmannskost, über Großkantinen-Essen bis hin zur Haute Cuisine ist für jeden etwas dabei. So manches Projekt gelingt am Ende „aus der Lamäng“. Die Prise Humor sollte jedoch nie fehlen. In diesem Sinne: Gutes Gelingen!

 

 

 

Heide Sahl Event ProjektmanagementDIE AUTORIN: Heide Sahl bietet seit 14 Jahren Marketing- und Sponsoringberatung an und begleitet Kunden vom Konzept über das Event Projektmanagement bis hin zur Umsetzung und Aktivierung.

Ob Corporate Event, Tagungen, Messeauftritte, Teambuildings, Presseveranstaltungen, Galas, Fortbildungen, Incentives oder Sportsponsoring-Aktivierung: Das Ziel ist immer, Kunden individuell zu beraten und zu betreuen und ein „Das-war-der-Clou-Gefühl“ zu hinterlassen. Erreichbar ist sie hier: clou communication, Xing oder LinkedIn.

 

 

 

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Berufung Event: Sinn bei der Arbeit in der Live-Kommunikation

Beruf oder Berufung in der Live-Kommunikation? // Berufung Event Foto: ©iStock.com/cmfotoworks

 

 

Kürzlich stieß ich auf Amy Wrzesniewski, Dozentin für Verhalten und Organisation an der Yale Universität. In ihren Studien hat sie herausgefunden, dass es drei grundsätzliche Einstellungen zur Arbeit gibt: Menschen sehen ihre Arbeit entweder als Job, als Karriereleiter oder Berufung. Der Unterschied ist dabei von entschiedener Bedeutung:

 

1. Wenn Arbeit nur ein Job ist, den man macht, um seine Rechnungen zu bezahlen, lebt man fast ausschließlich für die Wochenenden und seine Hobbys.

 

2. Wem Arbeit in erster Linie Karriere bedeutet, der will befördert werden, weiterkommen und macht Überstunden, um einen eindrucksvolleren Titel, ein größeres Büro oder ein höheres Gehalt zu erlangen. Mit anderen Worten: Er hakt eher Errungenschaften ab als nach einem tieferen Sinn zu streben.

 

3. Wer im Gegensatz dazu seiner Berufung folgt, sieht seine Arbeit als einen Wert an sich, nicht nur als Mittel zum Zweck. Sein Beruf erfüllt ihn auch persönlich. Wenn die Arbeit einem etwas bedeutet, liegt das oft daran, dass man damit einen Beitrag zu einem größeren Ganzen leistet und sich als Teil einer Gemeinschaft fühlt.

 

Grund genug einige Kollegen nach ihrer Motivation für die Arbeit in der Eventszene zu befragen!

 

 

Helge Thomas // Creative Director bei Pro Event, Heidelberg:

 

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es der Welt besser gehen würde, wenn Menschen wieder öfter mit Menschen sprechen. Ich meine so richtig mit Anfassen und Berührung. Mit Zuhören und Respekt. Und vor allem mit gegenseitiger WERTschätzung im wahrsten Wortsinn.

 

Mein Job ist es, das zu ermöglichen. Indem ich mir Geschichten ausdenke. Geschichten, warum sie sich treffen sollten, wo sie sich treffen können und Geschichten, die sie zum Austausch und zum Weiterdenken inspirieren.

 

Die Begegnungen und Erlebnisse, die daraus entstehen, sind in ihrer langfristigen Wirkung gleichsam mächtig und unmöglich zu bewerten (wie beispielsweise die Geschichte von Winston Churchill, der als Kind in den Gartenteich gefallen ist und fast ertrunken wäre…). Die Geschichte hat eine ganz wichtige Erkenntnis: Noch Jahre später passieren Dinge, weil es einen ganz besonderen Moment gab, in dem alles seinen Anfang genommen hat. Und genau das ist der tieferliegende Sinn meines Tuns: Diesen besonderen Momenten ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

 

Arbeiten würde ich das nicht nennen. Das trifft es nicht. Ich habe einfach ein kreatives Talent. Und ich bin unglaublich neugierig. Wie ein Autor oder Komponist läuft in meinem Kopf ein 24 Stunden Geschichtenkanal in immer neuen Variationen. Wenn ich dann Stories für unsere Kunden designe, gehe ich in meinen Geschichtenspeicher, hol mir ein paar Schätze heraus und setze sie neu zusammen. Fertig.

 

Klar werde ich dafür bezahlt. Auch mein Leben und das meiner Familie verursacht dummerweise Kosten. Wenn die aber gedeckt sind und ein wenig übrig bleibt, ist alles gut. Luxus ist nicht meins. Geld an sich hat für mich keinen Wert. Der wertvollste „Ertrag“ meines Handelns für mich sind diese magischen Momente. Wenn du merkst, dass die Welt gerade wieder ein Stückchen besser geworden ist und du deinen Vers dazu beigetragen hast.

 

 

Christian Kohlmann // Regisseur aus München:

 

Vor ein paar Jahren besuchte ich ein Seminar mit dem Titel: Beruf – Berufung – Lebenserfüllung.
Um es kurz zu machen:
Natürlich sehe ich meinen Beruf als Berufung. Letztendlich als Lebenserfüllung.
Mich erfüllt meine Arbeit mit Leben.
Nicht nur weil ich im kreativen Bereich arbeite, sondern auch weil ich mit Menschen arbeite, mit Menschen unterschiedlichster Neigung, Talent und Profession.
Und für ein Publikum arbeite, das sich erfreut, das sich überraschen lasst, das lacht und staunt.
Ist das nicht wunderbar?

 

Ob ich das als Teil eines großen Ganzen sehe? Das wäre mir zu spirituell.
Das Gefühl einen Beitrag zu leisten, der größer ist als ich, ja, das stimmt.
Das ist aber auch eines der Phänomene des Live-Marketings.
Da entsteht im Augen-Blick der Inszenierung oft etwas Phänomenales:
Alle Gäste reagieren gleichzeitig auf einen Vorgang, alle schwingen in einer großen Emotion.
Das kommt natürlich nicht alleine von mir, sondern entsteht immer in einer Teamleistung, einem Spirit, der sich in den Proben aufbaut oder den wir Regisseure dann tatsächlich mit aufbauen.

 

 

Katharina Falkowski // Gründerin des eveos Blog, Solingen:

 

Events sind ein empirisches Spielfeld und vereinen alle möglichen Wissenschaften und Branchen: Psychologie, Soziologie, Neurologie, Design, Technologie, Architektur und viele mehr. Mir ist es ganz ehrlich ein Rätsel, dass die Live-Kommunikation nicht als eine der coolsten und angesagtesten Branchen unter Kreativen wahrgenommen wird – das Potenzial hat sie.

 

Meine Motivation mich mit der Live-Kommunikation zu beschäftigen, stammt wahrscheinlich daher, dass Events für mich absolut faszinierend sind! Sowohl die oft aufwendige logistische als auch die konzeptionelle Seite. Wie schafft man es binnen manchmal weniger Stunden und mit so vielen Beteiligten alles rechtzeitig zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen? Wie schafft man es gezielt ganz bestimmte Themen und Aussagen über viele verschiedene, multisensorische Faktoren zu kommunizieren, Emotionen hervorzurufen, die man auch hervorrufen wollte? Formen, Farben, Geräusche, Atmosphäre, Haptik, Zeitabläufe,
Interaktionsformate… – alles absolut spannende Elemente, mit denen man kreativ spielen und viel bewirken kann.

 

Den Sinn und Nutzen meiner Arbeit als Blogger sehe ich darin, dass sich Menschen von meinen Themen, Fragen oder Interessen hoffentlich angeregt oder angesteckt fühlen, ihnen Artikel gefallen, irgendwie weiterhelfen, etwas verbessern oder einfach den Austausch anregen. Ein Feedback, im positiven sowie im konstruktiven Sinne ist dabei aber sehr wichtig, finde ich.

 

 

Oliver Adams // Geschäftsführer bei Creators, Darmstadt:

 

‚Event’ ist ein sehr wirksames Instrument der Unternehmens-Kommunikation. Events helfen bei der emotionalen Differenzierung von Marken und Produkten und sind damit maßgeblich für den Auf- und Ausbau eigenständiger Identitäten.

 

Anders als Fernseh- oder Printwerbung findet ‚Event’ nur begrenzt im Virtuellen statt. Ganz besonders als Kreativer sieht man sich konstant mit den Grenzen des real Machbaren konfrontiert. Eine der schönsten Herausforderungen liegt darin, diese Grenzen immer wieder aufs Neue zu verschieben.

 

Für viele klingt ‚Event’ nach Promi, Glamour und viel Show. Ich ziehe es vor, unseren Beruf als Handwerk zu definieren. Ein Handwerk das sehr viel Disziplin, Akribie und Durchhaltevermögen erfordert. Und zudem ein Handwerk, bei dem nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin von großer Bedeutung sind.

 

 

René Elberfeld // Gründer von Elberfeld Kreation, Wuppertal:

 

Was motiviert mich im Eventgeschäft zu arbeiten? Der leidenschaftliche Glaube daran, dass es immer wieder Themen und Teamkonstellationen gibt, in die man sich einbringen kann, um neue Facetten an einem Thema oder in einem Team zu entdecken. Und dies in einem Umfeld der Jedem die Möglichkeit gibt sich zu beweisen, behaupten oder zu verändern – wenn man das möchte. Was am Ende zählt ist Leidenschaft – gemeinsam etwas zu schaffen. Wie weit die Bereitschaft geht zu Leiden, muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Der tieferliegende und Nutzen stiftende Sinn ist für mich unterschiedlichste Themen zu bearbeiten, immer neue Leute kennenzulernen, Orte wie Situationen zu erleben in die man sonst vielleicht – in „einer“ beruflichen Laufbahn – nicht kommen würde. Natürlich mache ich einen Job. Und den versuche ich in erster Linie so zu machen, dass ich daraus Emotionen ziehen kann. Denn oftmals ist der Weg zum Ziel viel spannender als das Ergebnis. Es ist irgendwie immer die „Suche nach Glück“, warten auf ein Lächeln oder das Hoffen auf Applaus.

 

Der Mensch ist nach meiner Überzeugung für die Kooperation geschaffen, der Kampf um Positionen und Pöstchen macht Manches unnötig schwer. Das Wichtigste ist, dass wir im Job ganz wir selbst sein können, mit allen Stärken und Macken.

 

 

Berufung Event – sinnhaftig in der Live-Kommunikation unterwegs!?

 

Menschen streben nach Sinn und Gemeinschaft. Mit Events befriedigen wir das Bedürfnis nach realem Begegnungswunsch und direkter Kommunikation. Persönlich sehe ich es als meine Mission an, Events zu realisieren, in denen Menschen sich begegnen, Neues erlernen und gute Ideen ausgetauscht werden können. Der Blick über den eigenen Tellerrand und den Sinn in unserer Tätigkeit zu erkennen, motiviert ganz neu zu exzellenten Ergebnissen für Unternehmen, aber auch unsere Gesellschaft ganz grundsätzlich.

 

Das Wort Berufung stammt ja ursprünglich aus dem religiösem Kontext, behält seine Bedeutung in der Live-Kommunikation aber bei: Das Gefühl, einen Beitrag zu etwas zu leisten, das größer ist als man selbst. Dazu wünsche ich uns allen Klarheit, Erkenntnis und Mut. Denn wenn wir lieben, was wir tun, müssen wir nie mehr arbeiten! 😉

 

 

Sollten das deine Kollegen auch lesen? Teile es.

 

David Korte: Event-Konzeption & das Spiel mit den Regeln

Konzeption: BASTR Methode, Gastbeitrag von David Korte // Bild: Chris Cuhls

 

 

Was wir an unserem Job lieben:

 

Konzeption – das ist immer ein Zusammenspiel von Planung und Kreation. Unterschiedliche Köpfe und Bäuche denken und fühlen sich an die Aufgabenstellung heran.

 

Die Synapsen springen von Kopf zu Kopf und geben immer neue Impulse – bis sie dann am Ende da ist: die Idee.

 

Die eine große Idee, an die man gemeinsam glaubt. Die das Destillat dessen ist, was man gemeinsam gedacht, gefühlt und geschwitzt hat.

 

 

Der Alltag(Wahnsinn):

 

Höher, schneller weiter – weil die Herausforderung der stetigen Neuerung unsere Branche besonders betrifft, hat die Literatur zu Planungs- und Kreativitätstechniken kein Problem mit Masse.

 

Die unzähligen Ansätze und Tools, von den neueren Formen wie Neuroscans bis hin zu Klassikern, wie dem morphologischen Würfel, haben sicher alle ihre Berechtigung.

 

Doch fehlt vielen ein wesentlicher Aspekt – ein Leistungsversprechen, was das Ergebnis einer Konzeption leisten können soll.

 

Eine Haltung.

 

Die Briefings der Kunden lesen sich (fast) alle gleich: meist soll es etwas Neues sein, das man erdenkt, etwas Bahnbrechendes.

 

Etwas, das wirklich mal wach rüttelt und irgendwie radikal ist.

 

 

Ein Konzeption Ansatz – BASTR:

 

Genau an diesem Punkt kommt BASTR ins Spiel. BASTR steht für „Breaking And Setting The Rules“ und dient als Leistungsversprechen.

 

Jede Form der Kommunikation gehorcht hiernach gewissen Regeln. Wie im Sport: anderes Spiel, andere Regeln.

 

Jede Industrie, jedes Format, jeder Playground – kurz alles unterliegt gewissen Regeln und Vorgaben. Sie regeln unser gesellschaftliches Leben, den Umgang im Arbeitsalltag und prägen die Art und Weise, wie wir denken.

 

BASTR löst uns hiervon und macht so Raum für Neues, es ermöglicht ein Spiel mit den Regeln:

 

 

  1. BREAKING THE RULES

 

Wenn man etwas ändern möchte ist es mittels BASTR zunächst die Aufgabe des Konzeptioners (Konzeptionsteams) die Regeln, die die Aufgabe betreffen (Branche, Unternehmen, Marke, Produkt, Zielgruppe, Kanäle, …) zu hinterfragen und mittels einer „Rule-Map“ festzuhalten.

 

Anschließend wird dann analysiert, welche der Regeln potentiell gut und zielfördernd zu brechen ist.

 

Grundsätzlich ist jeder Bereich hierfür geeignet. Die Hauptsache ist er erzeugt ein disruptives Moment.

 

 

  1. SETTING THE RULES

 

Ziel des BASTR-Ansatzes ist es neue Standards zu definieren.

 

Wie beim Dreiklang „Unfreeze“, „Move“ „Freeze“ in der Changekommunikation soll so gezielt etwas geändert werden – durch das Stilmittel des Regelbruchs.

 

Die neuen Regeln werden dann in der Kommunikation etabliert und bieten die Möglichkeit für eine Marke völlig neue Regeln zu besetzen und damit die Branche / Produktkategorie zu bewegen – definitiv aber sich zu profilieren.

 

 

BASTR konkret, die Erste:

 

Ein Supersportwagen wird in Las Vegas gelauncht.

Die Veranstaltung hat einen klassischen Ablauf: von der Einladung bis zur Fahrt auf der Rennstrecke.

Sie gehorcht den Regeln eines Automobillaunches.

Doch beinhaltet das Konzept auch ein Disruptives Moment: einen Tisch.

Dieser ändert das Spiel für alle Beteiligten: vom Besucher bis zum CEO.

 


Quelle: VOKDAMS via Kanal von MrSpangenberger

 

 

 

BASTR konkret, die Zweite:

 

Zürich Hauptbahnhof vor den Olympischen Spielen in Vancouver.
Die Swisscom will die Schweiz zum Start der Spiele emotional berühren und bricht bewusst eine Regel:
Die Passanten im Bahnhof werden gefeiert – ohne auf die Regel der dem Menschen inne wohnende Distanzzone von 50cm Rücksicht zu nehmen.

 

Event Konzeption BASTR
Quelle: FAMAB

 

 

 

David Korte VOK DAMS Konzeption BASTRDER AUTOR: David Korte ist Director Strategy & Concept bei VOK DAMS.

Er arbeitet seit über 10 Jahren in Kommunikation und Marketing und liebt neben herausfordernden Aufgaben besonders den inspirierenden Dialog mit Strategen und Kreativen.
Dabei zeichnen Emotionalität und der Einsatz neuer Technologien und Kanäle seine Projekte aus.

 

 

 

 

Welchem Werkzeug für die Konzeption von Events bedienst du dich? Freue mich auf Anregungen und Meinung unterhalb! Wer informiert bleiben will trägt sich in meinen Newsletter ein und like doch gleich mein Facebook Profil für regelmäßige Inspiration rund um die Live-Kommunikation.

 

BurnOut: Wie schaffe ich es in der Medien- und Event-Branche zu arbeiten, OHNE auszubrennen…

BurnOut – und jetzt? Ein Schleier der Ohnmacht deckt sich über alles… // Foto: Chris Cuhls

 

 

In der Event-Branche arbeiten wir von einem Höhepunkt zum nächsten – besondere Momente zu erschaffen, ist unser Tagesgeschäft. Was aber, wenn wir plötzlich nicht mehr die Energie aufbringen können? Mit 15 Jahren Berufspraxis in der Medien-Branche würde ich behaupten, dass unsere Branche eindeutig BurnOut förderlich ist. Wie also können wir uns wappnen?

 

Einen BurnOut zu erleben ist das Heftigste, was mir bis jetzt in meinem Leben passiert ist. Die siebenmonatige Lebensphase 2010/2011 war buchstäblich die Hölle auf Erden. So hart es auch war: Erst dadurch habe ich ungesunde Denkstrukturen in Frage gestellt und lerne bis heute konstant neue Verhaltensmuster dazu. Wie gelingt es ausbalanciert im Event- und Mediengeschäft zu arbeiten und einen BurnOut vielleicht sogar präventiv zu verhindern? Folgend möchte ich euch einen persönlichen Einblick in meine BurnOut Erfahrung geben und euch an meinen Lernfeldern teilhaben lassen:

 

 

Wie geht es dir eigentlich?

 

Heute weiß ich, warum ich diese Frage oft mit einem „ganz OK“ abgetan habe. Ich konnte sie gar nicht mehr beantworten. Ich hatte es verlernt, mich selbst zu spüren. Das hielt ich auch gar nicht für nötig, denn alles lief soweit rund. Doch dann folgte einem Beziehungsaus und einem neuen Beziehungstart ein beinahe tödlicher Fahrradunfall mit mehrfachen Brüchen und künstlichem Koma, der plötzliche Tod meines Papas, Umzug sowie die Gründung in die Selbstständigkeit – das alles in nur wenigen Monaten. In der Vorweihnachtszeit dann eine TV-Produktion, bei der ich als Aufnahmeleiter grob-fahrlässige Fehler der Redaktion am Set ausmerzen musste. Ich spürte ohnmächtig: Ich kann nicht mehr.

 

Weihnachten stand vor der Tür und ich dachte, OK, trete ich etwas kürzer. Neujahr verging und der Januar kam – und ich lag erschöpft auf meiner Couch, ohne Kraft für irgend etwas anderes, als drei Mal am Tag zu essen. Ach ja, Sudoko hat mich über den Tag gebracht. Meine persönliche Haltung war schleichend: Rückzug, Flucht, Einsamkeit, Ängste, Isolierungstendenzen. Erst mein Eingeständnis, dass ich professionelle Hilfe von außen benötige, zeichnete sich im Nachhinein als Talsohle ab. Ich fand Hilfe bei einem geistlichen Rückzugsort in der Schweiz und den Gesprächen mit einem Verhaltenstherapeuten. Besserung kam, aber langsam. Die ganze Geschichte erzähle ich dir bei Interesse gerne beim nächsten Produktionsbier. Fast forward: Was hat mir aus dieser Zeit heraus geholfen?

 

 

Welche Überzeugungen treiben dich an?

 

Die Heldenreise aus dem Storytelling zeigt: Der Held muss seiner tiefsten Angst ins Auge schauen. Ich war gezwungen, ehrlich zu sein und herauszufinden: Was treibt mich eigentlich an? Was lässt mich nicht zur Ruhe finden? Als perfektionistisch veranlagter Mensch habe ich über Jahre hinweg einen extrem hohen Anspruch an mich und meine Leistung entwickelt. Die Ursachen für das BurnOut sind meist sehr tief in der eigenen Persönlichkeit und Geschichte verwurzelt – hier fünf typische innere Antreiber:

 

BurnOut Innere Antreiber
BurnOut: Innere Antreiber // Quelle: select-gmbh.de

 

 

Welche Stärken bringen dich zu Fall? In meiner Familie galt der Ausspruch: ‚Gerne, gleich, gut!‘ Für mich wurde daraus irgendwann: ‚Immer, sofort, perfekt.‘ Darüber freuen sich Auftraggeber, aber diesen Über-Anspruch kann auf Dauer kein Mensch halten. Was sind deine vermeintlich positiv-gelernten Überzeugungen, die du gar nicht mehr in Frage stellst? Lerne deine inneren Antreiber kritisch zu hinterfragen und wo nötig loszulassen.

 

 

Das Frühwarnsystem: Achtsamkeit und Grenzen

 

Auch wenn in unserer Branche immer gilt: Ende gut, alles gut! – Die goldene Frage lautet: Wie geht es dir? Wie geht es dir während der Produktion? Wie geht es dir danach? Was braucht dein Körper, deine Seele, dein Geist? Wie voll ist dein Kraft-Haushalt?

 

Oftmals stellt man sich diese Fragen gar nicht, weil sich alles ganz gut und in Ordnung anfühlt. Okay, ein wenig überarbeitet ist man in unserer Branche ja schnell – das machen ja schließlich alle um mich herum und das ist ja auch ein bisschen Status. Der Übergang ist aber schleichend: höher, schneller, weiter. Hier noch, das noch, muss bis dann fertig sein – so lange, bis es hoffnungslos zu spät ist. Die Reißleine ziehen – warum? Das schaffe ich doch oder es befriedigt mich doch… Aber diese Fragen ehrlich zu beantworten, hilft uns, GANZ zu bleiben, uns zu spüren und zu erkennen, wo wir kürzer treten müssen. Und dann gilt es zu sagen: Halt, STOPP! Grenzen setzen, zunächst für dich, aber vielleicht auch für dein Team: Das machen wir morgen, nicht mehr heute. Oder: Unter den Umständen brauchen wir einen Tag länger. Punkt. Auch wenn Grenzen-setzen extrem unsexy klingt: Nur so hält dein Atem auch über diese Produktion, dieses Projekt hinaus.

 

Zur Stärkung der eigenen Achtsamkeit helfen Rituale. Diese sind zwar eher unpopulär, weil monoton und dadurch manchmal langweilig. Sie retten dir aber in den Krisenzeiten den Allerwertesten! Daher versuche dir Fixpunkte im Alltag zu setzen, die du regelmäßig wiederholst und dich in Stress-Momenten zur Ruhe führen. Ein Konzeptioner hat mir kürzlich von seinem Zen-Bürogarten erzählt. Das kann aber auch die Runde Bürogolf nach dem Mittagessen sein oder das Feierabendbier am Veedelsbütchen.

 

Einen wichtigen Vorsatz habe ich erst durch die Krise getroffen: Ich will wichtige Momente erleben und mich eben nicht immer nur im Stress-Level bewegen, wodurch ich keine Kraft und Aufmerksamkeit mehr für mein Umfeld habe. So schön Projekte und die Befriedigung über deren Ergebnisse auch sein mögen: Ich will dabei alles eigentlich Wichtige um mich herum nicht verpassen! So habe ich mir zur Geburt meiner Tochter fünf Monate freie Zeit gegönnt. Das Erlebnis der Geburt und die ersten Wochen hautnah mitzuerleben war sowas von aufregend und ich würde es mit nichts tauschen wollen! Im siebten Jahr nach meiner Gründung plane ich ein halbjähriges Sabbatical – einfach um langfristig gesund zu bleiben.

 

 

Fazit: BALANCE – die BurnOut Prävention

 

Die beste Prophylaxe gegen BurnOut ist es, in Balance zu leben. – Balanciert in allen Lebensbereichen: Beziehungen, Arbeit, Gesundheit (emotional, physisch, geistlich), Freizeit. Dabei ist es völlig in Ordnung auch einmal 100% zu geben – darauf muss dann aber eine Phasen der Erholung folgen. Diese Balance kannst nur du selbst spüren und für die Einhaltung genau dieser sorgen! Mir helfen Zeiten der Reflexion: Wo stehe ich, wo will ich hin, wie erreiche ich mein Ziel effizient und wo lauern Gefahren für ein BurnOut? Bei Jobanfragen auch mal ein Re-framing: Sorry, die Anfrage kann ich so nicht annehmen – ABER: so und so kann ich es mir vorstellen… Also aktiv eigene Bedingungen verknüpfen und so anpassen, dass es auch meinen Bedürfnissen entspricht, ohne mich zu überfordern. Auch ein NEIN ist immer wieder angebracht, auch wenn es kurzfristig weh tut (langfristig lohnt es sich eigentlich immer)!

 

Lass Gefühle zu – ob Trauer, Verlust, Schmerz, Wut, Ärger oder Angst. Wenn sie weggedrängt werden, wirst du gefühlsleer. Letztes Jahr bin ich über das Buch des Psychologen Björn Süfke gestossen: Männerseelen: Ein psychologischer Reiseführer – unbedingter Lesetipp! Denn wenn du deine Gefühle spürst und benennen kannst, wirst du nicht nur gesünder leben, sondern auch mit deinem Umfeld (Partner, Team) besser kommunizieren.

 

 

Ich hoffe, diese Gedanken helfen dir in deiner jetzigen Lebenssituation weiter! Was hat dir aus dem BurnOut geholfen? Wie schützt du dich präventiv? Ich würde mich sehr über Meinungen und ergänzende Kommentare freuen. Leite den Beitrag doch auch einfach an Freunde weiter, die sich in einer solchen Krisenphase befinden!

 

PS: Dieser Artikel könnte dich auch interessieren: Wie Eventler dem Burnout vorbeugen und How to Break Your Addiction to Work

 

Cristián Gálvez: Argumentationstechniken // Tunen Sie Ihren Fünfsatz

Argumentationstechniken – Psychologie für noch mehr Wirkung // Foto: André Wirsig

 

 

Fast jeder hat schon von ihm gehört und in kaum einem Rhetorik-Seminar darf er fehlen. Der Fünfsatz ist der Klassiker unter den Argumentationstechniken. Die Struktur eignet sich für Konferenzen, Meetings, Präsentationen und Diskussionen. Sie sorgt dafür, dass der Sprecher eindeutig, strukturiert und prägnant seine Botschaft auf den Punkt bringt.

 

Menschen, die die Struktur des Fünfsatzes souverän beherrschen, wirken überzeugend und kompetent. Bei dem Klassiker geht es weniger um fünf Sätze als vielmehr um fünf Schritte, die Ihre Botschaft auf den Punkt bringen.

 

Argumentationstechniken

 

Der erste Schritt dient der Einleitung. Häufig wird dabei ein anderer Beitrag aufgenommen oder der eigene Standpunkt aufgeführt. Der Weg zur Hauptaussage erfolgt danach in drei Schritten. Hier haben sich verschiedene Grundmuster bewährt (siehe Abbildung). Erst am Schluss wird der entscheidende Impuls, ein Fazit oder Appell gesetzt. Psychologisch setzt dieses Format auf den sogenannten Recency-Effekt. Dieser trägt maßgeblich dazu bei, dass die letzte Botschaft hängen bleibt.

 

 

Beispiel Klassiker:

    1. Einleitung (Standpunkt)
Ich bin der Meinung, dass Deutschland einen Mindestlohn braucht.
    2. Argument
Im sogenannten Niedriglohnsektor liegt der Stundenlohn auf einer nicht zumutbaren Höhe.
    3. Beispiel
Ein gutes Beispiel dafür sind die Löhne im liberalisierten Briefmarkt. Der größte Postkonkurrent, die XY GmbH, zahlt einen Basislohn von 7,20 Euro. Das liegt deutlich unter der Lohnuntergrenze.
    4. Schlussfolgerung
Ein Lebensunterhalt ohne ergänzende Hartz-IV-Leistungen ist damit nicht möglich. Unsinnige Sozialsubventionen sind die Folge.
    5. Zielsatz
Deshalb brauchen wir einen gesetzlich geregelten Mindestlohn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine solche Argumentation entspricht der klassischen Struktur des Fünfsatzes. Sie ist kurz, logisch und zielführend.

 

Aufgrund psychologischer Gesetzmäßigkeiten lässt sich diese Struktur in ihrer Wirkung steigern. Dabei sind es kleine Nuancen, die aus dem Klassiker ein hochwirksames und modernes Sprachmuster des Überzeugens machen. Mit folgenden drei Prinzipien sorgen Sie für einen echten Booster innerhalb Ihrer Argumentation.

 

 

1.     Verlorener Performativ

 

Jeder Form der Einleitung kommt aufgrund des Primacy-Effekts eine besondere Bedeutung zu. Denn neben dem 5. Schritt (Recency-Effekt) bleibt vor allem der 1. Schritt hängen. Aus der Hypnotherapie kommt das Konzept des verlorenen Performatives, dessen Wirkung auch den Fünfsatz verstärkt. Der Standpunkt wird dabei nicht an einen Absender gekoppelt. Die Instanz geht verloren. In dem oben genannten Beispiel fällt damit das „Ich“ des Sprechers weg. Statt „Ich bin der Meinung, dass Deutschland einen Mindestlohn braucht“ lautet die Aussage nur noch: „Deutschland braucht einen Mindestlohn“.

 

Argumentationen gewinnen an Gewicht, wenn der Gedanke (Urteil, Wertung) vom Sprecher entkoppelt wird. Insbesondere, wenn der Zuhörer den Absender kritisch sieht, seine Kompetenzen anzweifelt oder er ihm einfach unsympathisch ist. Mit dem „Ich bin der Meinung“ verliert die Argumentation schon an Überzeugungskraft, weil die Akzeptanz des Absenders sowieso in Frage gestellt wird. Streichen Sie das „Ich“ in Ihrer Argumentation. Es geht nicht um Sie, es geht um die Sache. Wenn Sie diese in den Mittelpunkt stellen, ist der Zuhörer mit seinen Gedanken stärker auf die Aussage fokussiert, als auf den Absender. Das schafft Wirkung.

 

 

2.     Begründungskonjunktionen

 

Auf den zweiten Booster für Ihre Argumentation stieß ich über ein psychologisches Experiment aus dem Jahre 1978. Professor Robert Cialdini beschreibt dieses in seinem sehr lesenswerten Buch Die Psychologie des Überzeugens: Wie Sie sich selbst und Ihren Mitmenschen auf die Schliche kommen. In der Studie von Langer und anderen wurden Menschen, die in einer Bibliothek an einem Kopierer anstanden, um einen Gefallen gebeten. Mit Hilfe von verschiedenen Formulierungen testeten die Forscher, wann wartende Menschen bereit sind, andere vorzulassen. Das Ergebnis sehen Sie hier:

 

 

Argumentationstechniken Wirkung Versuch

 

Obwohl in der dritten Versuchsanordnung nicht wirklich eine Begründung vorlag, kamen 93 Prozent der Wartenden dieser Bitte nach. Menschen sind bereit, einer Aussage zu folgen, wenn diese begründet ist. Die Begründung muss dabei nicht einmal stichhaltig sein. Es geht um das kleine Wörtchen „weil“. Viele Verkaufsuntersuchungen zeigen ähnliche Ergebnisse. Verkäufer sind erfolgreicher, wenn sie viele Begründungen verwenden. Auch wenn sie nicht wirklich Gründe liefern.

 

Nutzen Sie deshalb verstärkt Begründungskonjunktionen innerhalb Ihrer Argumentation. Beispiele sind „der Grund dafür“, „weil“, „gerade deshalb“. Ihr Gegenüber folgt Ihnen verstärkt durch eine automatische Einwilligungsreaktion.  Ein einfaches psychologisches Prinzip für noch mehr Wirkung.

 

 

3.     Positive Formulierungen

 

Die Schlussfolgerung steht kurz vor dem Zielsatz. Hier sollte Ihr Gegenüber auf den Zielsatz vorbereitet sein. Die Klarheit der Sprache ist hier besonders wichtig. Formulieren Sie in der Schlussfolgerung immer positiv und eindeutig. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Gegenüber das Gesagte nicht  übersetzen muss.

 

In unserem Beispiel führen diese drei psychologischen Prinzipien zur folgenden Argumentation:

    1. Einleitung (Standpunkt)
Die Diskussion unterstreicht einen wichtigen Punkt: Deutschland braucht einen Mindestlohn.
    2. Argument (Begründung)
Die Gründe dafür sind vielfältig: Im sogenannten Niedriglohnsektor liegt der Stundenlohn auf einer nicht zumutbaren Höhe.
    3. Beispiel (Begründung)
Gerade deshalb gibt es viele Beispiele: Nehmen wir die Löhne im liberalisierten Briefmarkt. Der größte Postkonkurrent, die XY GmbH, zahlt einen Basislohn von 7,20 Euro. Das liegt deutlich unter der Lohnuntergrenze.
    4. Schlussfolgerung (positiv & eindeutig)
Ein Lebensunterhalt ist nur durch zusätzliche Hartz-IV-Leistungen möglich. Teure Sozialsubventionen sind die Folge.
    5. Zielsatz
Deshalb brauchen wir einen gesetzlich geregelten Mindestlohn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit: Menschen mögen Struktur. Je deutlicher Sie kommunizieren, umso klarer werden Sie als Persönlichkeit wahrgenommen. Der Fünfsatz bietet das Gerüst für eine rhetorische Punktlandung. Die drei vorgestellten psychologischen Prinzipien sorgen für noch mehr Wirkung in Ihrer Argumentation. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

 

Noch mehr? Cristián Gálvez trainiert moderne Argumentationstechniken in seinem 2-Tages-Seminar Persönliches Standing.

 

 

Argumentationstechniken Cristián GálvezDER AUTOR: Cristián Gálvez ist Referent, Buchautor und Moderator. In seinen Vorträgen verbindet „Deutschlands führender Persönlichkeitstrainer“ (SAT.1) moderne Erkenntnisse der angewandten Psychologie mit seiner Erfahrung aus Events und Coachings. Nebenbei ist er Dozent am Steinbeis Transfer Institut und mit seiner Expertenmeinung gern gesehener Gast in den Medien. Sein aktuelles Buch „Logbuch für Helden: Wie Männer neue Wege gehen“ ist im Mai erschienen. Weitere Infos: Website von Cristián GálvezHeldentest.de sowie die drei Prinzipien der Moderation.

 

 

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Axel Beyer: EMOTION – der Schlüssel zur Aufmerksamkeit!

EMOTION – der Schlüssel zur Aufmerksamkeit! // Foto: Axel Beyer

 

 

Der Mensch scheint ständig auf der Suche nach „Sinn“ zu sein und den findet er, wenn sich etwas für ihn „erschlossen“ hat. „Kinder brauchen Märchen“ hieß ein pädagogisches Standardwerk. Also ist offensichtlich selbst in der Unterhaltung nur dass gut und richtig, was Sinn macht. Alles andere ist nämlich Un-Sinn. Basta!?

 

Von „Schlüsselbildern“ redet die Kommunikationswissenschaft, wenn man sich an etwas erinnern soll – von „Schlüsselszenen“ der Dramaturg, wenn man etwas verstehen soll – von „Schlüsselerlebnissen“ der Psychologe, wenn man eine Erfahrung macht. Das muss doch irgendwie zu entschlüsseln sein?

 

Ist das so? Warum lachen wir dann so gerne? Warum lieben wir die Clowns im Zirkus? Warum genießen wir einen herrlich albernen Kneipenabend? Warum weinen junge Mädchen „Bis(s) zum Abendrot“? Und wollen wir in den Medien und den verwandten Gebieten nicht auch, dass man sich an unsere Angebote erinnert, dass man sie versteht und hoffentlich durch sie eine positive Erfahrung macht?

 

„Lebenslanges Lernen“, „Informationsgesellschaft“, „Wissenstransfer“ – unsere Gesellschaft redet uns permanent ein, dass wir alle kopfgesteuert seien. Deshalb geben die Befragten bei Umfragen stets an, dass sie im TV am liebsten „Nachrichten“ sehen würden, wo doch tatsächlich seit Jahren das „Dschungelcamp“ die Nummer 1 ist. Deshalb gehen wir ja angeblich nur aus Informationsgründen auf Messen und schleppen bergeweise Papier mit uns nach Hause – das gab es schließlich umsonst. Deshalb hören wir nur wegen des Verkehrsfunks im Auto Radio – und summen und wippen mit der Musik mit.

 

Nein – gestehen wir es uns doch endlich ein: Wir alle, auch wir „Macher“, sind Emotionsbolzen! Wir wollen emotional berührt werden, wir wollen, dass man uns zum Lachen oder zum Weinen bringt (denn bei beidem fließen Tränen). Wir wollen Spaß haben! Und auch zum Spaß der Anderen beitragen! Und wer uns das bietet, den lieben und unterstützen wir.

 

Über 9 Mio. Menschen haben Herrn Liechtenstein und seinen EDEKA-Spot gesehen und waren sich einig – das ist #supergeil. Dabei waren da nur ein Supermarkt und ein nicht mehr ganz schlanker und nicht mehr ganz junger Mann zu sehen – aber wie! Welche Lebenslust sprang einem aus diesem Filmchen entgegen. So wollten wir auch sein. Und ab zu Edeka….

 

 

Emotionen sind der Schlüssel zum Herzen der Menschen – und damit auch zu ihrem Kopf

 

Wir denken mit dem Kopf, aber wir fühlen mit dem Herzen und gute Gefühle führen allemal in der Folge zu guten Gedanken, guten Erinnerungen und gutem Verständnis. Als die ARD im Abendprogramm das erste Mal die Sendungen von „Mr. Bean“ ausstrahlte, da war das kein Erfolg. Was sollte das denn? – Dann zeigte die LTU diese Filme auf ihren Flügen von und aus dem Urlaub, die Kinder johlten vor Vergnügen und diese Erinnerungen führten dazu, dass sich fortan mit jeder Wiederholung der gleichen Folgen von „Mr. Bean“ die Einschaltquoten steigerten. Wir erinnerten uns an fröhliche Kinder und entspannte Urlaubszeiten. Und sie verstanden: Das war positive Emotion pur!

 

Fazit: Und wenn wir heute von „Events“ reden, dann reden wir von „Erleben“ und damit von „Leben“, nicht von „Wissen“. „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, sagte einst Adorno. Wir haben heute dafür zu sorgen, dass es kein falsches Leben im richtigen gibt. Meine Generation hat noch gelernt, dass man Emotionen nicht zeigen darf. Was für ein Un-Sinn! Erst Gefühle machen uns zum Menschen und wie unmenschlich ist es, diese Gefühle nicht zeigen zu dürfen. Wir als Medienmanager können dabei helfen, indem unsere Produkte dazu beitragen, ja geradezu dazu herausfordern, die Emotionen zuzulassen und auszuleben – so dass wir letztlich die Menschen damit aufschließen – für ein befreiendes Lachen, für ein kindliches Staunen, für eine überwältigende Rührung. Und wenn das dann klappt, dann empfinde ich das als das schönste Geschenk.

 

 

Zum Autor: Axel Beyer ist Medienberater und Professor an der Hochschule Fresenius im Fachbereich „Wirtschaft & Medien“, war Regisseur an unterschiedlichen Theatern und ist seit über drei Jahrzehnten im Medium TV als Programmmacher (und mehrfach als Unterhaltungschef) für öffentlich-rechtliche und kommerzielle Sender tätig.

 

 

Welche Schlüssel nutzt du zur Steigerung der Aufmerksamkeit? Welche Emotionen verbindest du mit den Gedanken dieses Artikels? Wir freuen uns über Kommentare unterhalb.

 

Hier geht es zu meinem Facebook Profil mit täglichen Inspirationen rund um Events // weitere Leseempfehlungen:

Die 7 Gebote der Inszenierung // Wie gute Shows gelingen…

Simon Schneider: Wie kreiere ich Erlebnisse im Eventmarketing?!

Storytelling // Wie die Heldenreise dir bei der Kreation von Erlebnissen helfen kann

 

Gastbeitrag Susanne Schmelcher // Regie am Theater: Worauf ich bei der Inszenierung acht gebe…

Theaterregie // Foto: André Wirsig

 

 

Als ich vor einigen Tagen auf einem Amt meinen Beruf angeben musste  – Regisseurin – strahlte mir ein freudiges Lächeln entgegen: „Welche Filme drehen Sie denn so?“ Schnelle Verneinung, nein, ich drehe keine Filme, ich arbeite am Theater. Sofort verwandelt sich das Lächeln in Unsicherheit – was mache denn ein Regisseur am Theater? Ich beginne von der Arbeit mit Schauspielern zu reden und dem Theater an sich und kurz darauf fällt mir auf, dass die Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist. Was genau tue ich da jede Produktion wieder und wie kommt dabei eine gelungene Inszenierung raus?

 

Jeder Regisseur arbeitet anders und sicher würde auch jeder bei der Frage worauf man denn bei einer Theaterinszenierung acht geben muss etwas anderes antworten. Als Nachwuchsregisseurin kann ich zwar nicht auf Jahrzehnte von Erfahrung zurückblicken, aber dafür auf einige wertvolle Beobachtungen – bei meinen eigenen Arbeiten und in den fünf Jahren meiner Regieassistenz. Hier stelle ich vier Rahmenbedingungen vor, die in meinen Augen für eine gelungene Theaterinszenierung essentiell sind.

 

 

1) Von der großen Idee und den vielen kleinen Ideen

 

Vor jeder Produktion steht die Vorbereitung, das Erstellen eines Konzepts. Was interessiert mich an dem Stück, wie kann ich Themen hervorheben und zuspitzen? Unter Umständen muss ein Stück überhaupt erst entwickelt werden. Zusammen mit dem Dramaturgen entsteht eine (Strich)Fassung, indem Unnötiges gestrichen wird und ggf. Texte hinzugefügt werden. Ausstatter und Regisseur arbeiten Bühnenraum und Kostüme aus, um das theoretische Konzept zu unterstützen. Und dann beginnt die eigentliche Arbeit: Bei den Proben mit den Schauspielern hilft das sorgfältig ausgearbeitete Konzept nicht immer weiter, das müssen oft gerade junge Regisseure schmerzlich erfahren. Im Arbeitsalltag sollte der Regisseur in der Lage sein spontan neue Ideen zu entwickeln, auf die Schauspieler und deren Bedürfnisse einzugehen und mit deren Können über sein Konzept hinauszuwachsen, ohne jedoch das Große und Ganze aus den Augen zu verlieren.

 

 

2) Der Schauspieler und das Team

 

Für mich als Regisseurin sind die ersten Proben unglaublich wichtig, denn hier entscheidet sich in der Regel ob die Schauspieler mir vertrauen. Wann genau Vertrauen und positive Arbeitsatmosphäre in einem Team entstehen, ist in einer Theaterproduktion mit ihren unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten fast unmöglich vorauszusagen. Aber oft hat es damit zu tun, dass der Regisseur gut vorbereitet ist, jeden Schauspieler als Gegenüber ernst nimmt, Ruhe ausstrahlt und zugleich inspirieren kann. Meine Herausforderung besteht auch darin, alle (inklusive mir selbst) immer ein wenig über ihre Grenzen hinaus zu fordern. Im besten Falle entsteht so eine Inszenierung, bei der alle Beteiligten dem Können der anderen vertrauen, so ihr Bestes geben können und miteinander zu einer großartigen Leitung befähigt sind.
Theaterregie Schauspieler

Theaterregie mit Schauspielern bei „Yukonstyle“ am Tiroler Landestheater // Foto: Rupert Larl

 

 

3) Eine runde Sache: die letzte Woche

 

Am Theater gibt es die sogenannte Endprobenphase, das ist die Woche mit den Haupt- und Generalproben. Alle bisher geprobten Szenen werden auf der Bühne zusammengefügt. Originalbühnenbild, Kostüme, Beleuchtung, Musik- und Videoeinspielungen kommen hinzu. Jetzt entscheidet sich ob die Ideen, die es zuvor nur auf dem Papier gab, funktionieren. Der Regisseur muss die Schauspieler und den Raum zu einem Ganzen verknüpfen. Nach meiner Erfahrung ist es hier wichtig sich trennen zu können: Wird das Bett auf Rollen nur einmal benutzt – raus damit! Sicher ist es ohnehin zu aufwändig es überhaupt rauszufahren und wirkt als hätte man da was zu sagen wo gar nichts ist. Funktioniert der Anfang des Stücks auf der Originalbühne nicht mehr? Dann hilft nur ehrlich das Problem zu benennen und am nächsten Morgen eine Extraprobe einzulegen und solange zu ändern, bis es passt. Sieht eines der Kostüme nicht gut aus? Ändern! Stück zu lang? Kürzen! In dieser anstrengenden letzten Woche brauche ich als Regisseurin nochmal allen Mut, um mein Konzept nicht zu verlieren, aber auch um mir einzugestehen, wenn etwas wirklich nicht funktioniert.

 

 

4) Der Geniegedanke

 

Und dann ist sie da, die Premiere. An diesem Tag entscheidet es sich, ob meine Inszenierung ‚gut‘ ist. Im deutschen Stadttheatersystem ist alles an diesem einen Tag festgemacht. Das Fachpublikum hat die hohe Erwartung etwas Außergewöhnliches zu sehen. Im Regietheater muss der Regisseur ein Genie sein, dann schafft er es auch in die Charts von Nachtkritik & Co. Die gelungene Inszenierung gibt es aber meiner Meinung nach auch ohne Genie. Hat man ein spannendes Konzept, eine gute Probenzeit mit den Schauspielern und genug Mut für das Gesamtkunstwerk am Schluss, dann klatscht auch das Premierenpublikum enthusiastisch, die Zeitung schreibt was Schönes und der Intendant freut sich über die entscheidenden guten Zuschauerzahlen.

 

 

Fazit für die Theaterregie:

 

  1. Viel wollen beim Konzept, aber Platz lassen für kleine spontane Ideen.
  2. Den Schauspieler immer wieder neu motivieren, aber ihm auch vertrauen.
  3. In den Endproben Mut haben, alles noch einmal mit offenen Augen überprüfen.
  4. Bei der Premiere trotz der Kritiker entspannen, die Arbeit ist getan.

 

 

Theaterregie Susanne SchmelcherDIE AUTORIN: Susanne Schmelcher

 

Susanne Schmelcher ist seit 2013 freiberufliche Theaterregisseurin, sie arbeitete bisher an Stadttheatern wie dem Theater Heidelberg, dem Tiroler Landestheater Innsbruck und dem Pfalztheater Kaiserslautern sowie in der freien Szene. Zur Zeit hat sie einen Lehrauftrag für das Szenische Projekt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

 

Gastbeitrag Marie Jacobi // Mit Graphic Recording zu besseren Veranstaltungen

Graphic Recording in Aktion // Foto: Marc Stephan

 

Wir kennen das doch alle: Ein Vortragender rattert seine Powerpoint-Präsentation runter, die Hälfte der Zuhörer schaut aufs Smartphone, die andere Hälfte ist schon eingeschlafen. Oder: Eine Gruppendiskussion wird dominiert von einigen wenigen, die sich besonders in den Vordergrund drängen.

 

Was ich hier ein wenig überspitzt dargestellt habe, ist leider trauriger Alltag bei vielen der täglich in Deutschland stattfindenden Meetings. Umso schöner ist es, dass das Graphic Recording sich so langsam in der Veranstaltungsbranche etabliert. Obwohl die Methode ihre Ursprünge bereits in den 1970er Jahren hat, scheint erst jetzt ihr Potenzial erkannt zu werden. Das wurde aber auch Zeit!

 

 

Worum geht es beim Graphic Recording?

 

Wikipedia beschreibt Graphic Recording als „die Anfertigung eines visuellen Verlaufsprotokolls während einer Veranstaltung“. Beim Graphic Recording werden also Inhalte und Kernaussagen von Vorträgen oder Gruppendiskussionen in Echtzeit zeichnerisch dokumentiert. Das visuelle Verlaufsprotokoll wird durch einen Graphic Recorder erstellt, der die Inhalte zeichnerisch festhält – meist auf einer großflächigen Papierwand.

 

Graphic Recording by Marie JacobiGraphic Recording by Marie Jacobi  www.visualrecording.de

 

 

Wobei nützt Graphic Recording bei Veranstaltungen?

 

Die Einsatzmöglichkeiten des Graphic Recording im Meetingbereich sind vielfältig. Es bietet sich vor allem dort an, wo Menschen zusammen kommen, um Themen zu besprechen oder zu erarbeiten. Als Diplom-Designerin durfte ich bereits viele Veranstaltungen von Kunden betreuen. Dazu gehören Workshops, Vorträge, Konferenzen und Seminare. Durch das visuelle Verlaufsprotokoll können die Zuhörer und Teilnehmer einer Diskussion oder einem Vortrag besser folgen. Somit werden sie in den Entstehungsprozess eingebunden. Das erhöht die Aufmerksamkeit und Motivation jedes Einzelnen und fördert die Kommunikation untereinander. Durch die visuelle Darstellung der Inhalte wird nicht zuletzt auch die rechte Gehirnhälfte aktiviert. Und die ist bekanntermaßen für die Kreativität zuständig.

 

Insgesamt wirkt sich das begleitende Visualisieren positiv auf die Stimmung und die Ergebnisse aus, wie es auch Auftraggeber immer wieder hervorheben. Als positiver Nebeneffekt kann die fertige Zeichnung bei der Veranstaltung abfotografiert und den Teilnehmern im Nachfeld zugesendet werden. Die Notwendigkeit der Erstellung eines schriftlichen Protokolls – in das eh kaum jemand reinschaut – entfällt damit. Manchmal werden die Zeichnungen aber auch weiterverwertet und für den internen Gebrauch oder im Internet im Rahmen einer Dokumentation veröffentlicht. Teilweise bleiben die Zeichnungen auch im Gruppenraum hängen. So kann bei späteren Workshops wieder auf die Inhalte zugegriffen werden.

 

Auch wenn es sich bei den von mir genannten Effekten nicht um wissenschaftlich fundierte Aussagen handelt, bin ich mir sicher, dass das begleitende Visualisieren der Inhalte zu zufriedenen Teilnehmern und besseren, nachhaltigeren Ergebnissen führt. Graphic Recording und Visual Recording kann also eine Bereicherung für viele Veranstaltungsformate darstellen. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass im Vorfeld der Veranstaltung Graphic Recorder und Veranstalter die Inhalte der Veranstaltung besprechen und die Ziele klar formulieren.

 

Fazit: Man kann also hoffen, dass das Graphic Recording seinen festen Platz in der Veranstaltungsbranche findet und langweiligen Powerpoint-Vorträgen und lahmen Gruppendiskussionen den Garaus macht. Mit meiner Kunst hoffe ich, meinen Teil dazu beizutragen.

 

 

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Graphic Recording Marie JacobiÜber Marie Jacobi

 

Marie Jacobi ist seit ihrem Abschluss als Diplom-Designerin als Illustratorin und Graphic Recorder tätig. Für ihre Kunden ist sie europaweit im Einsatz. Aufgewachsen in Hamburg mit deutsch-französischen Wurzeln lebt sie mittlerweile seit vielen Jahren in Berlin. Auf Ihrer Webseite www.visualrecording.de zeigt Sie ihr Leistungsspektrum und Referenzen.

 

 

 

 

Vielen Dank Marie für diesen wertvollen Beitrag zur MICE Industrie! Welche Tools setzt ihr gerne bei Meetings ein?

 

Lichtdesigner // Was man über Lichtgestaltung wissen sollte…

Lichtdesigner Florian Schreiter im Gespräch mit Chris Cuhls und Hartmut Wolf

 

 

Licht schafft auf der Bühne neue Realität.

Max Keller

 

Lichtgestaltung ist ein seit den 1960er Jahren wichtiger Bereich in Theater, Oper und Architektur. Aus dem TV-Bereich kommend, bin ich als Regisseur im Eventbereich tätig, wo die Lichtgestaltung ein ebenso wichtiger Bestandteil einer wirkungsvollen Inszenierung ist. Der kreative Einsatz der Lichttechnik unterstützt ganz praktisch die künstlerische Aussageabsicht der zu vermittelnden Botschaft. Grund genug ausgewählte Lichtdesigner mit ihren Prinzipien vorzustellen, die im Bereich Event, TV und Musik zu Hause sind.

 

 

Florian Schreiter: Lichtgestaltung ist Bildgestaltung

 

„Lichtgestaltung ist Bildgestaltung im dreidimensionalen Raum. Daher ist ein Lichtbild immer abhängig vom Betrachter (Kamera bzw. Zuschauerposition), Raum (Bühne, Studio, Stadion, Gelände, Architektur) und dramaturgischem Inhalt (einer Geschichte, einer Idee, einer Emotion) und der Funktion. Meine Arbeit als Lichtgestalter ist es, auf die vielfältigen sich daraus ableitenden Fragen richtige, funktionierende und inspirierte Antworten zu finden, die begeistern”, sagte mir Florian Schreiter auf die Frage, was denn die Essenz seines Jobs ist. Kennengelernt haben wir uns während meiner Wetten, dass..?! Tätigkeit als TV-Aufnahmeleiter. Der Hamburger legt seinen Schwerpunkt auf Lichtgestaltung, visuelle Raumgestaltung sowie die Planung, Durchführung und das Operating von internationalen Shows und Events. Extreme Sportevents von Red Bull fordern ihn dabei immer wieder heraus, wie aber auch die Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin. Für den EventElevator habe ich mit ihm dieses Interview über Lichtgestaltung geführt – lesenswert!

 

Lichtdesigner Lichtgestaltung HTB Leadership Conference Royal Albert Hall London
Lichtgestaltung der HTB leadership conference in der Royal Albert Hall, London

 

 

Nik Evers: Lichtdesign transportiert Botschaften

 

„Erfolgreiche Veranstaltungen, die wirken und die Eindruck hinterlassen, sind das Ergebnis einer Inszenierungsleistung“, sagt Nik Evers. Als Regisseur kann ich nur sagen: Recht hat er! Diese kann aber ohne eine optimal abgestimmte Lichtgestaltung einfach nicht entstehen. Denn Licht setzt Akzente oder verbirgt, transportiert Botschaften und verstärkt Stimmungen. Moderne Eventformate, wie Produktpräsentationen, Ausstellungen oder TV-Shows werden durch die gelungene lichtgestalterische Begleitung erst richtig zum Leben erweckt. Gutes Lichtdesign benötigt aus Niks Sicht, neben dem geschulten und sensiblen Blick für individuelle Bedürfnisse, insbesondere Kreativität und technische Kompetenz. Auch wir haben uns bei TV-Shows wie The Dome (RTL2) kennen gelernt. Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung ist er von Konzeption über die Simulation, Berechnung und Visualisierung der Licht und Multimedia-Gestaltung wärmstens zu empfehlen. Arbeiten macht mit ihm einfach Spaß – persönlich wie fachlich!

 

 

Lichtdesigner für besondere Momente: Werner Kokott

 

Mit dem Leistungsspektrum im Spannungsfeld von kreativer Gestaltung, planerischer Umsetzung und tatsächlicher Realisierung bietet auch Werner Kokott die relevanten Aspekte der Lichtgestaltung an. Werner ist ein hochkreativer Kopf, der mich oft mit recht unkonventionellen Elementen bei der Inszenierung ganz besonderer Momente überrascht hat. Sein Erfahrungshorizont reicht von Musiktourneen, Champions League TV-Übertragungen bis zu Auto-Industrieshows. An der Schnittstelle von Licht und Multimedia eine ebenso empfehlenswerte Person!

 

Lichtdesigner Lichtgestaltung Foto: Manfred Vogel

 Lichtgestaltung Romeo und Julia // Foto: Manfred Vogel

 

 

einstein & sons – das Lichtdesigner Duo aus München

 

Michael Kuehbandner und Roland Greil von einstein & sons habe ich beide auf Automobil Events kennengelernt. Sie sind aber auch im Bereich TV, Musik und Theater unterwegs. Obiges Bild zeigt Tanzshow „Romeo and Juliet“ der New Yorker Dance Company Bad Boys of Dance, welche in Hamburg letztes Jahr uraufgeführt wurde. Roland war als Associate Designer für Patrick Woodroffe tätig, Michael hat die Show programmiert. Ich habe die beiden gefragt, was ihre Prinzipien der Lichtgestaltung sind:

 

„Am Anfang steht immer die Aufgabe sich mit dem Künstler, der Show, dem Thema oder auch dem Produkt oder Unternehmen auseinanderzusetzen. Das hilft das richtige Verständnis für die Themen zu entwickeln. Dies ist wichtig, um dann ein passendes stimmiges Konzept zu kreieren. Im zweiten Schritt der Entstehung wollen wir der jeweiligen Produktion einen eigenen Look verpassen. Dabei suchen wir innovative Ansätze, wie beispielsweise den Einsatz von Videomapping, unkonventionellen Herangehensweisen und auch in gewisser Form einer „Thinking out of the box“ Denkweise. Dabei gilt oft: weniger ist mehr – wenn es denn sinnvoll eingesetzt wird. Während dieses Prozesses ist für uns auch der Dialog mit dem Kunden wichtig. Gerade innerhalb eines solchen können sehr spannende neue Ideen entstehen. Bei der Umsetzung im realen Leben geht es darum den Workflow bestmöglich zu gestalten, um eine effektive Nutzung des Designs zu gewährleisten.“

 

 


Unfassbar geniales Lichtdesign der aktuellen U2 Single Invisible – alle Hintergründe hier // Quelle: U2

 

 

Lichtdesigner – Gurus

 

Zu dem absoluten godfather der Lichtgestaltung zählt sicherlich der Brite Patrick Woodroffe. Er hat das Lichtdesign seit den 80er Jahren massgeblich gestaltet – ob auf Musiktourneen bis zu der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2012 in London. Weitere interessante Lichtdesigner sind LeRoy Bennett, Al Gurdon, Willie Williams, Bob Barnhart oder auch Es Devlin und Rob Bissinger im Bereich Production Design.

 

In Deutschland haben Branchengrößen wie Ollie Olma (mo2 design), Jerry Appelt, Manfred Voss und Manuel da Costa feste Plätze bei TV-Shows. Im Eventbereich kommt man gerade bei dem Automobilsegment nicht um rgb und die TLD Planungsgruppe. Im Touringbereich zählen Günter JäckleGunther HeckerJojo Tillmann, Bertil Mark sowie Stephan Aue zur ersten Riege der Lichtgestalter. Der deutsche Set Designer ist sicherlich Florian Wieder.

 

Interessiert mehr Prinzipien zu entdecken – dann hier weiterlesen:

Die 7 Gebote der Inszenierung // Wie gute Shows gelingen…

Medienserver: Welchen benötige ich für mein Event?

Lichtmalerei 2.0 // Wie man mit Licht malen kann…

 

 

Was ist aus eurer Sicht bei der Lichtgestaltung von Bedeutung? Freue mich besonders über Kommentare weiterer Lichtdesigner! Wer informiert bleiben will like am besten gleich mein Facebook Profil und trage sich oben rechts in meinen Newsletter ein.

 

Lichtdesign // Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

 

Wie muss das Lichtdesign für eine Fashion Show gestaltet sein und worauf kommt es an? Das Lichtgestaltungs-Konzept der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin hat mich schon letztes Jahr beeindruckt. Der 31,5m lange runway muss komplett homogen ausgeleuchtet sein – und das unter Studiolicht Bedingungen. Wie man das realisiert habe ich den Lichtdesigner Florian Schreiter gefragt. Ich sag nur: Stalinorgel!

 

 

 

Lichtdesign – der Schlüssel für Inszenierung

 

Florian kenne ich übrigens schon seit vielen Jahren von TV Produktionen im ZDF wie Wetten, dass..?! oder Carmen Nebel sowie von den legendären Red Bull Events. Als wesentlicher Bestandteil einer Inszenierung hat das Lichtdesign für mich einen sehr großen Stellenwert. Der kreative Einsatz der Lichttechnik unterstützt dabei die künstlerische Aussageabsicht von den Designern im besonderen Maße. Hier noch ein Eindruck von einer Probensituation:

 

Lichtdesign Runway Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

 

Mein Job: Ablaufregie // Lichtdesign: Florian Schreiter

Agentur: NOWADAYS CREATIVE PRODUCTION

Kunde: IMG // Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Fotos: PRG Germany, Detlev Klockow

 

Noch ein Blick hinter die Kulissen von ISSEVER BAHRI (feat. Chris Cuhls @ 3:03min):

Quelle: VOGELFRAI FILMPRODUKTION

 

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Motion Design, 3D Animation und die kreativen Konzepte dahinter sind sein Metier: Michael habe ich schon 2010 bei einem Projekt mit holografischer Projektion kennen gelernt und gleich war ein Link da. Seine Expertise beläuft sich auf alles bildlich-kreative, aber auch die technische Umsetzung vor Ort mittels Medienservern wie der coolux Pandoras Box. Kürzlich stieß ich auf das […]