Produktiver arbeiten: Wie du mit diesem Trick dein Arbeiten revolutionierst

22. Juni 2017

Produktiver arbeiten - ein Tipp Eventmanagement

Produk­tiver arbeiten: Wie du mit einem Trick deine Ergeb­nisse revo­lu­tio­nierst — Deep Work (Quelle Video: youtube)

 

 

Never confuse activity with produc­ti­vity.

// Barry Guy, engli­scher Mentor bei Bertelsmann

 

 

Bist du „busy“, beschäf­tigt? Mir geht es so. Fast immer. Es gibt kaum Zeiten, in denen ich nicht beschäf­tigt bin. Ich gebe zu: Es fühlt sich gut an, beschäf­tigt zu sein. Es ist sogar en vogue „ziemlich busy“ zu sein. Das gehört dazu, wenn man „erfolg­reich“ ist…

 

Wer sagt eigentlich, dass das so sein muss?

 

Im letzten Blogpost fragte ich: Wie wollen wir eigent­lich leben? Welche Prio­ri­täten bestimmen mein Leben?

 

Woher kommt unsere höchst schnelle Taktung im (Arbeits-)Leben? Ein Faktor ist sicher­lich der Wandel der Tech­no­logie. Diese hat unsere Kommu­ni­ka­tion von grundauf verän­dert. Meine erste Email­dresse bei GMX habe ich kurz vor meinem Abi Ende der 90er einge­richtet. Den ersten Handy­ver­trag mit O2 habe ich 1999 unter­schrieben (und bin bis heute treuer Kunde ;). Ich war stolz wie Bolle.

 

Sprung ins Heute: Wir sind jeder­zeit und überall perma­nent erreichbar und vernetzt. Davon wollen wir nicht mehr weg. Durch Tech­no­logie fühlen wir uns verbun­dener als je zuvor. Auf einem Job in China kann ich mit meiner Tochter face­timen — ohne teure Auslands­ge­bühr. Wenn ich jedoch im Zug zwischen Biele­feld und Hannover keine 3G Verbin­dung habe, fällt mir schnell auf das mir was fehlt…

 

Ein Blick in meine Arbeits­rea­lität als Selbst­stän­diger zeigt: Ich bin perma­nent erreichbar. Einfach, weil es möglich ist. Natür­lich verschafft mir genau das viele Vorteile. Beim normalen Arbeiten werden wir aber ständig von Dingen unter­bro­chen, die dringend zu sein scheinen. Dabei sind sie aber oft nicht wichtig. Dinge, zu denen wir uns sofort hinge­zogen fühlen. Dinge, die wir oft direkt erle­digen. Die WhatsApp-Nach­­­richt, der Anruf, der plär­rende Email­ein­gang: BlingBling, Bling. Sind diese Störungen aber in dem Moment wirklich berechtigt?

 

 

Was ist eigentlich wirklich wichtig?

 

Unsere heutige Arbeits­welt erfor­dert es, heraus­for­dernde, komplexe Aufgaben unter engem Zeit­druck zu erle­digen. Exzel­lente Ergeb­nisse sollen zeitlich wie quali­tativ auf hohem Niveau reali­siert werden. Wie errei­chen wir dieses hoch gesteckt Ziel?

 

Mein Weg: Fokus­sieren. Aufhören mit dem Multitasking. 

Weniger tun, aber bewusster. Stra­te­gi­sche Dinge realisieren.

 

Vor allem aufhören, alles auf einmal zu wollen. Die guten Akti­vi­täten sein lassen, um die wirklich wich­tigen anzu­gehen. Den Unter­schied zwischen dringend und wichtig zeigt die Eisen­­hower-Matrix auf. Stephen R. Covey hat dies in seinem Buch Die 7 Wege zur Effek­ti­vität auf den Punkt gebracht.

 

 

Produktiver arbeiten dringend wichtig Matrix

 

 

Wichtig oder dringend? Prioritäten setzen, um produktiver arbeiten zu können…

 

Nur weil man jeden Tag im Büro am Rechner sitzt, heißt das noch lange nicht, dass ich etwas nütz­li­ches erledige. Mit den Über­stunden zu prahlen bringt keinem etwas — höchs­tens dem Ego. Zeit ist auch nicht der bestim­mende Faktor. Projekte von A nach B zu entwi­ckeln, gesteckte Ziele zu errei­chen und Qualität mit Mehrwert aller­dings schon. Die Akti­vität an sich ‑zur Arbeit gehen, Mails beant­worten, an Meetings teil­­nehmen- führt nicht dazu, einen Nutzen zu schaffen. Produktiv wirst du, indem du mit klaren Prio­ri­täten, Zielen, Sinn und Verstand arbeitest.

 

Verwechsel nie Akti­vität mit Produk­ti­vität, wie mein Mentor Barry Guy sagte. Der Satz sass — aber erst viel später hat er bei mir seine Wirkung entfaltet. Ich bekenne: Oft war ich sehr aktiv. Ich habe aber viel zu wenig produk­tive Resul­tate durch mein Zeit­in­vest­ment gesehen. Es geht eben nicht um die inves­tierte Zeit, sondern die produk­tiven Ergebnisse.

 

 

Mein Tipp: Mail vom Handy löschen — AutoIntervall bei Mails deaktivieren…

 

Zum Schluß (m)ein Trick, den ich durch Zufall aufgrund meiner Auszeit entdeckt habe. Mir fiel auf, dass ich in jeder freien Minute fast wie ein Süch­tiger auf mein Handy gestarrt habe. Selbst auf dem Spiel­platz mal kurz die Mails checken. Kurz mal schauen, ob es was Neues auf Facebook gibt. Wie krank — als „Gestalter wirkungs­voller, emotio­naler Erleb­nisse“ die besten Momente mit dem eigenen Kind vergeigen. Autsch.

 

Kurzer­hand habe ich zu Beginn des Sabba­ti­cals die Facebook App und meine Arbeits­mail vom Handy gelöscht. Das war ein erster Anfang. Später habe ich auch die private Mail gelöscht. Siehe da, es macht ein anderen Menschen aus mir. Manchmal habe ich das Handy sogar vergessen, wenn ich rausging. Jetzt bin ich gerne im Moment. Ich liebe es aufmerksam Zeit mit meinem Gegen­über zu verbringen. Dabei nicht im Kopf über drei andere Projekte weiter­zu­denken. Stop mit dem Multi­tas­king.

 

Seit dem ich wieder arbeite habe ich auch die Auto-Funktion für das Empfangen von Mails alle 5 Minuten in Outlook deak­ti­viert. Oft sass ich an Konzepten und beim konzen­trierten Denken ploppten die Mails auf. Reflex­artig war ich raus und hab kurz geschaut, was es denn gerade wich­tiges gab. Aber sind die Mails dringend…?

 

Durch diese sehr einfa­chen Verän­de­rungen hat sich meine Menta­lität verän­dert: Ich reagiere nicht mehr, sondern ich agiere. Ich bestimme selbst und bewusst, wann ich Mails abrufe und wann ich konzen­triert wichtige Themen abar­beite. Denn genau diese Haltung ist es, die zu Nutzen und Mehrwert führt. Nicht das reagieren auf Mails, Nach­richten, aufplop­pendes. So schafft man auch tief­ge­hende Arbeit ‑oder Deep Work- wie es Cal Newport exzel­lent auf den Punkt bringt. Das oben verlinkte Video zeigt die notwen­dige Verän­de­rung von ober­fläch­li­cher zu tiefer Arbeit auf.

 

 

…und drei strategische Eckpfeiler in meiner Zeitplanung — für ein MEHR an Produktivität!

 

Abschlie­ßend noch drei Tipps, mit denen ich gute Erfah­rung mache:

 

1. Welche drei Prio­ri­täten sind für die kommende Woche wichtig? Jeden Sonn­tag­abend plane ich auch mit meiner Frau wer wann wie womit beschäf­tigt sind wird (für das Privat­leben, da wir beide selbst­ständig sind). 15 Minuten reichen dafür schon aus — schaffen aber vor allem Klarheit.

 

2. Am Ende jeden Arbeits­tages plane ich die drei wich­tigsten Aufgaben, die ich am nächsten Tag erle­digen will (naja, Hand aufs Herz: fast jeden ;). Das schafft Verbind­lich­keit.

 

3. Am Ende jeden Monats gleiche ich die gesteckten Ziele mit der Realität ab: Habe ich meine Prio­ri­täten reali­siert, habe ich stra­te­gi­sche Ziele erreicht, passt die Gesamt-Balance im Leben? Das schafft Mess­bar­keit.

 

Im Umkehr­schluss kann ich somit auch evalu­ierenob meine Ziele und Stra­tegie passt oder diese geändert werden muss. Damit kann dann auch die Frage beant­wortet werden: Lebe ich so, wie ich das wirklich will?!

 

 

Frage: Bist du aktio­nis­tisch oder produktiv? Beschäf­tigen dich drin­gende oder wichtige Projekte? Welche Prio­riäten hast du? Womit (ver)planst du deine Zeit? Was reißt dich aus produk­tiven Phasen heraus? Hast du Routinen, um das absolut Beste aus deinem (Arbeits-)Leben zu holen?

 

 

In zwei Wochen folgt der nächste Blogpost von Helge Thomas zum Thema Werte­ge­mein­schaft.

 

Drei Lese­tipps zum produk­tiver arbeiten:

PAUSE: Warum du mehr erreichst, wenn du weniger arbeitest…

Produk­ti­vität: Bloß nicht mehr als 50 Stunden arbeiten!

If You Want To Be Successful, Don’t Confuse Being Busy With Getting The Right Things Done

 

12 Tipps zum Produk­tiver arbeiten in diesen Slides // die App Freedom hilft Ablen­kungen zu blocken :)

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12 Time Manage­ment Tech­ni­ques um produk­tiver arbeiten zu können

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