Samuel Koch in Halle: TATEN statt WORTE

Samuel Koch in Halle: TATEN statt WORTE // Synagoge, zum 9.11.2019

 

 

Gemeinsam mit Samuel Koch habe ich die Synagoge in Halle (Saale) besucht, nachdem am 8. November die jährliche Gedenkfeier am Jerusalemer Platz zur Reichspogromnacht stattfand. Am 7.11. war US Außenminister Pompeo da. Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses war genau zwei Wochen vorher zu Besuch und forderte: Taten statt Worte.

 

Worte haben Macht. Genauso wie Ronald Lauder und Samuel Koch wünsche ich mir, dass auf diese Worte nun Taten folgen. Aber nicht nur symbolische und nicht nur von einigen Politikern, sondern aus der Mitte unserer Gesellschaft. Denn Antisemitismus ist breit verankert. Laut Umfragen denkt jeder vierte Deutsche antisemitisch (2018: laut Bundesinnenministerium 1799 antisemitische Vergehen).

 

Wir sind geschockt. Denn 1938 haben in Deutschland jüdische Synagogen und Geschäfte gebrannt. 81 Jahre später versucht ein Deutscher mit Waffengewalt in eine Synagoge einzudringen und so viele Juden umzubringen wie möglich. Kein Einzelfall! Jeden Tag werden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger bepöbelt, ausgegrenzt, Opfer von Gewalt.

 

Das trifft uns. Und beschämt uns. Haben wir in Deutschland nichts dazugelernt? Natürlich trauern wir um zwei Deutsche. Gott sei Dank „nur“ zwei Deutsche: Jana und Kevin. Aber eben eindeutig zwei zu viel. Es zeigt auch, dass der Kern Hass ist und jeden von uns treffen kann. Das darf und sollte nicht sein.

 

Wir wollen laut sagen und zeigen, dass uns das nicht egal ist. Juden gehören zu Deutschland. Mehr noch: Wenn wir in Deutschland eine besondere Verantwortung haben – dann unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gegenüber. Uns berührt, wie die jüdische Gemeinde in Halle nach dem Anschlag reagiert hat: Wir reichen euch die Hand.

 

Danke dafür! Danke, dass ihr uns die Hand reicht. Danke, dass ihr Versöhnung vorlebt!

 

 

Synagoge Halle Shabbat

Die Synagoge in Halle zu Beginn des Shabbat am 8.11.2019 // Foto: Andre Wirsig

 

 

Danke an alle, die in Deutschland sind und bleiben!

 

81 Jahre und 1 Monat danach habe ich mir bekannte Freunde und Menschen gebeten Worte zu finden:

 

 

1) Dr. Thomas Middelhoff, Hamburg: Meine Partnerin Deborah ist Jüdin. Von daher fällt mein Statement etwas persönlicher aus:

 

Ich danke Dir, meine geliebte Deborah, für jüdische Intelligenz, Sensibilität, Humor und Bildung. Damit bereicherst Du mein tägliches Leben in einer Weise, die kaum zu beschreiben ist und jeden Tag noch lebenswerter macht. Danke!

 

 

2) Frank Heinrich, MdB Chemnitz (CDU Obmann im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe):

 

Dankbarkeit – die ich wahrlich damit verbinde, ganz besonders wenn ich im jüdischen Restaurant „Shalom“ in meiner Stadt Chemnitz sitze – ist ein viel zu kleiner Ausdruck für meine Gefühle bezüglich jüdischen Lebens in Deutschland. Ohne dieses fehlt meinem Land und mir als Christ nicht nur ein historisch wichtiger Teil, sondern die existenzielle Grundlage für unsere Daseinsberechtigung.

 

 

3) Hanns Mörtter, Pfarrer in der Kölner Südstadt (in jedem meiner Gottesdienste betone ich die enge Verbindung zu unseren jüdischen Mitmenschen ohne Wenn und Aber):

 

Ich bin dankbar über die Freundschaft zu Avi. Seine jüdischen Witze sind unschlagbar gut.Es ist nicht nur der Witz, sondern auch die lebensbejahende, freie, offene Menschheitsweisheit, die darin liegt. „Sag mir, wer deine Freunde*innnen sind und ich sage dir, wer du bist.“ Ich bin froh, wunderbare lebensbereichernde jüdische Freunde*innen zu haben, von denen ich viel lerne. Vor allem die Liebe zum Leben, zum Miteinander.

 

 

4) Axel Beyer, Kölner Theaterregisseur und Ex-Unterhaltungschef ZDF, WDR:

 

Artikel 1 unseres Grundgesetzes sagt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.
So muss es auch sein und das gilt unabhängig von individueller Religionszugehörigkeit.

 

 

5) Cedric Ebener, Geschäftsleitung CE+Co Hamburg:

 

Ich danke allen jüdischen Mitbürgern dafür, dass ihr tägliches Vergeben stärker ist als das Klagen. Dass ihr tägliches Miteinander stärker ist als das Gegeneinander. Und dass sie uns täglich aufs Neue die Chance geben, gute Mitbürger zu sein. Meine Hochachtung vor dieser Haltung, derer wir so viel mehr in Deutschland brauchen. Und nicht nur in Deutschland.

 

 

6) Michael vom Ende, Generalsekretär Christen in der Wirtschaft e. V., Würzburg:

 

Meine Kippa, als Dekoration auf dem Bücherregal, erinnert mich täglich daran, dass es gleichzeitig selbstverständlich und genauso auch nicht selbstverständlich ist, miteinander in großem, gegenseitigen Respekt in Deutschland zu leben.

 

 

7) Prof. Florian Sitzmann, Produzent und Dozent an der Popakademie Mannheim, Pianist der Söhne Mannheims:

 

Viel mehr als wir ahnen, ist auch die jüdische Kultur, Denkweise und Glaubensgeschichte Grundlage unserer Gesellschaften. Und selbst wenn das nicht so wäre, freue ich mich über jeden jüdischen Mitbürger, der Deutschland trotz Holocaust-Geschichte und beschämend wiederaufflammenden Antisemitismustendenzen nicht den Rücken kehrt, sondern unsere Gemeinschaft auf seine oder ihre Art und Weise bereichert!

 

 

8) Ranga Yogeshwar, luxemburgischer Wissenschaftsjournalist und Physiker:

 

Damit ich nicht vergesse zu erzählen… Durch unsere jüdischen Freunde in Luxemburg wurde ein wunderbarer Humor in unserer Familie verwurzelt. Dieser jüdische Humor wurde ein festes Band auch zwischen meinen Eltern und uns Kindern. Danke für die Chuzpe, die uns so geschenkt wurde!

 

 

I believe in true love @ Pauluskirche Halle Bank

„I believe in true love“ eine Bank in Laufnähe an der Pauluskirche Halle

 

 

9) Ulrike Bunz, Coach und Beraterin in Esslingen:

 

Ich bin dankbar und berührt über die Glaubenstiefe, über Hoffnung und Leidenschaft für das Leben meiner jüdischen Mitbürger, die zum Beispiel anlässlich des öffentlich gefeierten Chanukka-Festes in Esslingen erlebbar wurden. Danke für die Glaubens-Schätze, die uns Christen eröffnet werden: das Geheimnis des Sabbats Immer mehr zu entdecken ist aktuell für mich persönlich eine spannende Entdeckungsreise.

 

 

10) Christoph Nötzel, Landespfarrer im Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung – Missionale Kirche, Wuppertal:

 

Dankbar bin ich für die Bekanntschaft mit meinem jüdischen Freund Leo. Er ist ein wirklich großartiger Pianist – und ein wunderbarer Dialogpartner. Er kann wirklich zuhören. Seine warmherzige Aufmerksamkeit ist besonders. Und seine sehr nachdenkliche Weise, seine offenen und ehrlichen Worte führen unsere Gespräche immer in eine besondere Tiefe.

 

 

11) Karl Schock, Unternehmer a.D., Gebetskreis für ISRAEL Schorndorf:

 

Ich bin dankbar für Anatoli Uschormirski, gebürtig aus Kiew und z. Z. wohnhaft in Ostfildern, dessen Angehörige im Holocaust umgekommen sind. Ich schätze den von ihm geleiteten Evangeliumsdienst für Israel und dass er sich unermüdlich um die Versöhnung mit Deutschland bemüht. Und dass er explizit die an Jesus Christus als den jüdischen Messias gläubigen Juden in Deutschland betreut, die nicht nur von Deutschen, sondern auch von ihren eigenen jüdischen Religionsangehörigen zum Teil abgelehnt werden.

 

 

12) Judith Neuenhausen, Theologiestudentin in Wiedenest:

 

Danke Nathan, für unser nettes Gespräch nach dem Klezmer-Konzert eurer Synagogengemeinde. Danke, dass du mit Stolz deine Kippa trägst. Danke Alina, dass du mich zu eurem Erev Shabbat eingeladen hast und danke für die guten Café- und Restaurant-Tipps in Israel! Danke Wanja, dass ich jüdisches Leben in deiner Familie hautnah miterleben durfte. Ich danke euch Juden in Deutschland von Herzen, dass ihr eure Türen öffnet, euer Leben mit uns teilt und ein Segen für uns seid!

 

 

13) Dr. Johannes Hartl, Leiter Gebetshaus Augsburg:

 

Jüdisches Leben bereichert Europa seit Jahrhunderten. Es ist eine Schande, dass Antisemitismus einmal mehr seine hässliche Fratze erhebt. Umso dankbarer bin ich, dass Juden in Deutschland leben und als solche auch sichtbar sind. Sie sind eine Bereicherung, sie sind willkommen! Danke, dass ihr hier seid und bleibt!

 

 

14) Christoph Zehendner, Liedermacher aus Triefenstein:

 

 

 

15) Maricel Wölk, Musicalsängerin in Hamburg:

 

Danke an all die Menschen, die verstehen, dass ein Miteinander und Zusammenleben auf gegenseitigem Respekt, Liebe und Gleichberechtigung basiert. Dies niemals zu vergessen, sollte unser aller Ziel sein.

 

 

16) Stephan Schäfer-Mehdi, Konzeptioner aus Solingen:

 

Jüdisches Leben in Deutschland sollte fast 75 Jahre nach dem Holocaust selbstverständlich sein. Ist es aber nicht und kann es vielleicht auch nicht sein. Umso wichtiger ist unsere Solidarität mit den jüdischen Gemeinden und Menschen jüdischen Glaubens oder Herkunft. Nicht erst seit Halle, sondern jederzeit. Deshalb müssen wir Antisemitismus und völkischem Denken entschieden entgegentreten. Dazu haben wir täglich Gelegenheit, ob im Netz oder am Arbeitsplatz, in Initiativen oder der Politik. Mischen wir uns ein!

 

 

Eingangstür zur Synagoge Halle

Eingangstür zur Synagoge Halle – die Einschusslöcher sind noch markant zu sehen

 

 

17) Lothar Krauss, Pastor in der Kirche im Brauhaus, Gifhorn:

 

Zuerst war ich traurig. Unendlich traurig, als ich durch die Ausstellung im Jüdischen Museum in Berlin streifte. Was haben wir euch angetan! Und dann beschlich mich eine schüchterne, stille Dankbarkeit: Dass ihr wieder bei uns und mit uns lebt. Das berührt mich tief. Danke, dass ihr wieder da seid, Danke, dass ihr noch da seid!

 

 

18) Ralf Dilger, TV-Produzent von DIE PASSION zu Ostern 2020 auf RTL:

 

Ich freue mich über jede Begegnung mit Juden in Deutschland, als Gäste aus Israel, wie kürzlich im Hotel in Berlin oder als deutsche Mitbürger und langjährige Kollegen in den Medien, wie beispielsweise die hervorragende Cutterin in Frankfurt. Ich freue mich über jeden Kippaträger, den ich auf der Straße sehe, aber auch über die langsame „Entdeckung“ des jüdischen Gegenübers mit seiner Lebens- und Familiengeschichte im persönlichen Gespräch. Und ich bin sehr dankbar für alle, die Deutschland ihre Heimat nennen.

 

 

19) Lorenz Reithmeier, Programmmacher des Kongress christlicher Führungskräfte, Hamburg:

 

Große Dankbarkeit habe ich gegenüber meinem jüdischen Bruder Marc Hofmann – Bruder Mose, der leider viel zu früh an Krebs gestorben. Mit so großem Engagement und Leidenschaft hat er uns bereichert und die einzigartige Verbundenheit zwischen Deutschen und Juden unter uns gelebt. Die deutsche und jüdische Geschichte in Sprache, in Kultur, in Wissenschaft und Gesellschaft ist eine göttliche Erfolgsgeschichte, die der Holocaust, die der Antisemitismus, die die rechtsnationale Bewegung zerstören wollen. Der jüdische Theologe Artur Katz sprach immer über die gemeinsamen Gene von Juden und Deutsche und mir ist gewiss: Unsere beiden Völker gehören zusammen!

 

 

20) Gero Hesse, Geschäftsführung TERRITORY EMBRACE Gütersloh:

 

Ich danke Alisa und Ewald Steinmann. Beide sind leider bereits verstorben, aber sie haben als Nachbarn meiner späteren Frau ganz entscheidend unseren Horizont in Bezug auf die deutsche Geschichte erweitert und Geschichte sehr menschlich werden lassen.

 

 

21) Rolf Schmitz-Malburg, Präsidium Chorverband NRW & WDR Rundfunkchor Köln:

 

Ein großer Teil meiner Familie trägt den Familiennamen «Jacobi« , somit liegt eine meiner Wurzeln in jüdischer Erde. Hieraus entsteht für mich persönlich eine Kraft, die mich erdet. Ich bin dankbar für dieses Geschenk, gerade vor dem Hintergrund des Leids Millionen von Menschen, welches heutige Freiheit und Befreiung möglich gemacht hat.

 

 

22) Mirja DuMont, Schauspielerin Celle:

 

Gegenseitiger Respekt und Toleranz sind für mich zentrale Werte. Ich empfinde eine große Dankbarkeit für die in unserem Land lebende jüdische Gemeinde, dass sie Deutschland aufgrund der schrecklichen Historie eine Chance der Wiedergutmachung gibt. Traurig machen mich die neuesten Taten von in Deutschland lebenden Personen, die den Antisemitismus aufflammen lassen. Wichtig ist ein Statement zu setzen und klar zu machen, dass es sich um eine Minderheit handelt. Ich verabscheue dieses hirnlose, intolerante Denken und Handeln.

 

 

23) Prof. Richard Mailänder, Erzdiözesankirchenmusikdirektor Erzbistum Köln:

 

Ja, ich bin dankbar, dass es in Deutschland noch und wieder eine jüdische Kultur gibt mit großartigen Menschen und deren Charismen. Der Glaube der Juden an den einen Gott ist auch unser Fundament als Christen. Und durch den jüdischen Kult und die Tradieren der Heiligen Schrift haben wir bis heute ein gemeinsames Gesangbuch: Das Buch der Psalmen. Welcher Reichtum an Gedanken, welcher Reichtum an Ansprachen unseres Schöpfers! Ich bin dankbar, dass wir durch das Mitten-unter-uns-Leben der jüdischen Mitbürger unsere Wurzeln unter uns haben. Und ich bin den hier lebenden Juden unendlich dankbar, dass sie trotz furchtbarer Ereignisse in der Vergangenheit und leider auch wieder in der Gegenwart das Vertrauen haben, hier leben zu können. Möge das so bleiben – es ist wichtig für uns alle.

 

 

24) Bettina K. Hakius, Dozentin für Theologie, Psychologie, Seelsorge, Bergneustadt-Wiedenest

 

Danke Ingrid und Maor, dass ihr mich zum ersten Mal zum Erew-Shabbat eingeladen habt und mir das Geschenk des Shabbat auf so eindrückliche und persönliche Art nahe gebracht habt. Danke Sima, dass du mit mir Ivrid gelernt hast und mich hast teilhaben lassen an deinem Leben. Danke, dass du mir Vertrauen schenktest, obwohl du von manchen Deutschen so viel Kälte zu spüren bekommst. Danke Yvonne, für alle Gespräche, allen Austausch, alle schöne Stunden in Gemütlichkeit und leckerem Essen … Danke für die inspirierenden Diskussionen über Glaube, Politik und Psychologie!

Danke an alle Juden in Israel, die ihr uns Deutschen mit so viel Vergebungsbereitschaft und mit ausgestreckter Hand entgegen kommt. Danke, dass wir in euer Land reisen dürfen und ihr uns als Deutsche und auch als Christen mit so viel Liebe und Respekt begegnet. Danke, dass ihr mich in den Arm nehmt, wenn mir die Tränen kommen angesichts der abgrundtiefen, dunklen und bösen deutschen Geschichte. Danke, dass ihr mir höchst interessiert zuhört, wenn ich – gleich einer Beichte – über die fatalen Irrtümer der Christen und der Kirchen in den letzten zwei Jahrtausenden referiere … Danke, dass ihr mir erlaubt, eure Lieder zu singen und gemeinsam um Shalom zu beten! TODA RABA!

 

 

Gedenken an den Anschlag in Halle

Gedenken an den Anschlag in Halle an der Synagoge // Foto: Andre Wirsig

 

 

25) Martin Bartsch, Pastoralreferent & Mentor für Studierende in Köln:

 

Als unsere Glaubensschwestern und -brüdern stehe ich jüdischen Deutschen dankbar gegenüber und bin dankbar für die vom Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit und das (grundsätzliche) friedliche Miteinander der jüdisch-christlichen Religionen in Deutschland.

 

 

26) Roman Pliske, Mitteldeutscher Verlag GmbH Halle:

 

Manchmal ist Humor die letzte Waffe: New York, 1938. Zwei gerade eingewanderte deutsche Juden sitzen einander in der U-Bahn gegenüber. Der eine liest das bekannte Hetzblatt, den Stürmer. Der andere liest eine jüdische Zeitung. Er fragt seinen Landsmann: „Wieso lesen Sie dieses furchtbare Blatt? Es ist nur reiner Antisemitismus, Judenhatz.“ Der erste Jude sagt: „Schauen Sie. Was steht in Ihrer Zeitung? Überall sind die Juden Flüchtlinge. Man verfolgt uns. Man wirft Bomben in die Synagogen. Ich lese die Nazi-Zeitung, denn sie ist zuversichtlicher. Wir besitzen die Banken! Wir besitzen die großen Firmen! Wir beherrschen die Welt!“ Schalom Freunde!

 

 

27) Maxi und Alex alias O’Bros, HipHoper aus München:

 

Das Judentum hat als Wurzel des christlichen Glaubens die Grundlage unserer christlichen Werte gelegt und ist dennoch so oft mit deutschen Füßen getreten worden. Gerade vor diesem Hintergrund ist es uns eine große Ehre, gemeinsam mit Mitbürgern jüdischer Abstammung in Deutschland leben und prosperieren zu können.

 

 

28) Ingo Marx, TV-Moderator und Redakteur ERF Medien Wetzlar:

 

Ich sage von Herzen „Gott sei Dank“ für meine jüdischen Mitbürger in Deutschland. Sie helfen mir mich selbst, mein Land, meine Kultur und meinen Glauben besser zu verstehen. Deutschland ohne Juden ist für mich undenkbar. Immer wieder berühren und inspirieren mich die jüdischen Feste und Traditionen.

 

 

29) Wolfgang Büscher, Autor und Journalist, Sprecher des christlichen Kinder- und Jugendprojekt die Arche:

 

Ich habe jüdische Freunde und auch beruflich habe ich mit zahlreichen jüdischen Geschäftsfreunden tolle Projekte verwirklicht, darunter den Israelkongress. Ich bin sehr stolz darauf, solche Freunde zu haben. Es würde mir das Herz brechen, wenn sie Deutschland aus Sicherheitsgründen verlassen würden. Antisemitismus ist einfach widerlich.

 

 

30) Tobias Krämer, Vorstandsmitglied von Christen an der Seite Israels e.V.:

 

Danke an alle jüdischen Mitbürger, die in Deutschland leben und sich einbringen. Danke, dass Sie hier sind! Und lassen Sie sich nicht beirren: Sie haben hier viele Freunde. Vielleicht mehr, als Sie denken.

 

 

31) Christopher Dehn, Bildungsreferent CVJM Sachsen-Anhalt und Politikwissenschaftsstudent

 

Die Welt profitiert von unterschiedlichsten Kulturen – ich bin unendlich dankbar für die tiefverwurzelten Werte der jüdischen Bevölkerung überall. Sie sind u.a. Ausdruck von Vergebung und Frieden, was ich beim Tanzen vor der Klagemauer spüren durfte. Von ihren Traditionen und ihrer Erinnerungskultur können wir lernen und mit Dankbarkeit in die Zukunft sehen.

 

 

32) Dr. Doris Stambrau & Annette Georgi, Bad Segeberg:

 

Wir sind froh, dass es inzwischen viele von jüdischer und nicht jüdischer Gesellschaft getragene kulturelle Forschungsstätten gibt. Das beweist unter anderem auch der hohe Anteil an jüdischen Autoren*innen deutschsprachiger Gegenwartsliteratur, die sich gegen Antisemitismus, aber auch gegen Philosemitismus zur Wehr setzen.

 

 

Max Privorozki dankt Polizisten in Halle 8.11.2019

Max Privorozki dankt Polizisten in Halle für ihren Einsatz nach der Gedenkfeier am 8.11.2019

 

 

33) Myrjam Früh, Lörrach:

 

Ich bin dankbar dafür, dass ich in Deutschland gleichzeitig jüdisch sein und an Jesus glauben kann. Natürlich wird man sowohl von jüdischen Menschen als auch von Christen manchmal hinterfragt. Aber das ist auch gut so. So kommt man ins Gespräch und kommt sich somit entgegen. 🙂 In Deutschland herrscht eine relative Vielfalt. Ich freue mich, wenn wir uns gegenseitig respektieren und voneinander lernen.

 

 

34) Ekkehart Vetter, Vorsitzender Evangelische Allianz Deutschland:

 

Antisemitismus geht viel früher los, als mit dem Einsatz brutaler Gewalt. Judenhass ist auf der einen Seite ein jahrhundertealtes kulturhistorisches Phänomen, ist offensichtlich tief eingegraben im Denken vieler Menschen, die keineswegs radikal oder gewalttätig daher kommen. Andererseits aber gibt es leider auch eine noch viel ältere theologische Tradition, die durch ein paar Jahrzehnte demokratische Staatsform nicht einfach in ihrer Wirkungsgeschichte beendet ist. Eine viele Jahrhunderte, ja jahrtausendealte Negativdarstellung der Juden lässt sich offenbar nicht von heute auf morgen revidieren. Die Entwicklung der letzten Jahre macht deutlich, dass wir in Bezug auf die Bekämpfung des Antisemitismus noch viel vor uns haben, und dass es nicht nur darum geht, die extremistischen, gewalttätigen Auswüchse in den Blick zu nehmen, sondern den Nährboden zu diagnostizieren, auf dem Antisemitismus im ersten Moment fast unscheinbar daher kommt. Und Christen sollten dabei die Bibel zur Hand nehmen. Da finden sich Argumente und Zusammenhänge, die in der öffentlichen Wahrnehmung keinerlei Rolle spielen.

 

 

35) Christine Herling, Pfarrerin in Krefeld:

 

Danke an alle jüdischen Menschen, die hier in Deutschland  – immer noch und wieder – leben! Dankbar bin ich, weil ich durch jüdische Menschen meinen christlichen Glauben und die Bibel besser verstehen gelernt habe. Aus christlich-jüdischen Gesprächen habe ich wesentliche Einsichten mitgenommen, die ich jüdischen Menschen und ihrer Heiligen Schrift verdanke: so z.B.:

– Gott als Befreier zu sehen und kennenzulernen (Exodusbuch);
– der arbeitsfreien Wochentag als soziale Errungenschaft stammt aus dem Exodusbuch.
– die Gleichberechtigung und gleiche Würde aller Menschen – ist im Genesisbuch (Mensch als Ebenbild Gottes) begründet;
– die Welt als Schöpfung, als Geschenk anzusehen und als Auftrag, sie zu bewahren (Genesisbuch);
– „seinen Nächsten lieben wie sich selbst“ als die ! Regel für das Zusammenleben stammt aus dem Leviticusbuch

und vieles andere mehr wie Trostworte (Psalmverse aus dem Gebetbuch Israels) und die Mahnung, sich um sozial Benachteiligte zu kümmern. Dankbar bin ich für alle Gespräche in der Synagoge, in christlich-jüdischen Arbeitskreisen, gemeinsame Fahrten mit dem Rabbiner und kritische Rückmeldungen von jüdischer Seite, wenn Menschenwürde und Demokratie in Gefahr gesehen werden. Und nicht zuletzt – für jüdischen Humor und leckeres koscheres Essen!

 

 

36) Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Geschäftsführer Institut für Nachhaltige Stadtentwicklung Stuttgart:

 

Ein Zeichen der Dankbarkeit sind für mich die jüdischen Kulturwochen in Stuttgart, die ich als Oberbürgermeister über viele Jahre unterstützen konnte. Auch in diesem Jahr erleben wir, wie sich jüdische, europäische, deutsche und christliche Kultur über Jahrhunderte in der Musik, Literatur, im Theater sowie im Film gegenseitig inspiriert und bereichert haben. Das Gedenken am 9. November bleibt dabei ein wichtiges Zeichen der Dankbarkeit, aber auch der Mahnung.

 

 

37) Prof. Tobias Faix, Professur für Praktische Theologie an der CVJM Hochschule in Kassel:

 

Jüdisches Leben gehört zum Alltag in Deutschland. Wer dies in Frage stellt, stellt unser Leben in Deutschland in Frage. Deshalb bin ich dankbar für alle meine kleinen und noch so unscheinbaren Begegnungen und alles ‚Stolpern’ auf den täglichen Wegen meines Alltags.

 

 

Samuel Koch in Halle: Taten statt Worte

Samuel Koch in Halle

Samuel Koch in Halle (Saale) vor der Synagoge // Foto: André Wirsig

 

 

38) Prof. Dr. Matthias Sellmann, Direktor ZAP an der Ruhr-Universität Bochum:

 

Danke, liebe jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, für Ihre Präsenz in Deutschland. Als Christ weiß ich, auf wessen Schultern ich stehe. Als Bürger weiß ich, dass Deutschland ein besserer Ort ist, wenn gerade Sie ihm eine Chance geben. Ich hoffe, wir erweisen uns Ihres Vertrauens würdig.

 

 

39) Dr. Nicolas Dreyer, Otto-Friedrich-Universität Bamberg:

 

Ich danke unseren jüdischen Mitbürgern für Ihren Mut und Vertrauensvorschuss, dass sie nicht aufgeben, unser Land mit ihrem Glauben und Traditionen, ihren Gaben und Persönlichkeiten, zu bereichern und es besser und stärker zu machen, trotz des schweren judenfeindlichen Erbes in Deutschland. Schalom und Todah rabah!

 

 

40) Uwe Heimowski, Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz der Bundesregierung und des Bundestages:

 

Ich bin dankbar für Paul Spiegels Buch „Was ist koscher“, in dem er das Judentum humorvoll und kenntnisreich erklärt. Für Uwe Dziuballas koscheres Pilsener „Simcha“ (Freude), das er von Chemnitz bis nach Israel exportiert. Für Rabbi Dr. Walter Rothschilds Kabarettstücke. Ohne sie wäre Deutschland ärmer.

 

 

41) Silas Pausch, Leiter des Bereichs „Gebet für Israel und den Nahen Osten“ im Gebetshaus Freiburg

 

Was wäre unser Land ohne jüdisches Leben? Es wäre so viel ärmer. Ich kenne kein Volk das Leben so sehr feiert wie das jüdische. Danke, dass ihr in der bewegten Geschichte von Freiburg und Deutschland immer wieder eure Herzen geöffnet habt zu glauben, zu hoffen, euch uns als Gesellschaft anzuvertrauen, euch eingebracht und mitgestaltet habt und dies auch weiterhin tut.

 

 

42) Matthias & Rebecca Müller, Unternehmer und Flugbegleiterin sowie Visionäre aus Nettersheim, Eifel:

 

Danke, dass aus eurem Volk der Großteil unserer Bibel kommt! Danke für viel Lebensweisheit und Perspektive, die wir durch Begegnungen mit jüdischen Freunden gewonnen haben. Danke für Eure Offenheit!

 

 

43) Michael Grundheber, Werber, Student und mein Nachbar in Köln:

 

 

 

 

44) Johannes Schubert, Creative Strategist in Hamburg:

 

Lieber Shakak Shapira! Danke für die Zeit, die ich mit dir bei Jung von Matt arbeiten durfte. Du warst – wie alle anderen, extrem überqualifiziert, viel zu lustig und vor allem hast du zu gut ausgesehen, um für alle Ewigkeit dort zu bleiben. Tatsächlich weis ich gar nicht mehr, wer von uns zu erst ausgewandert bist. Dein Weg hat dich nach Berlin geführt und seit dem habe ich dich immerhin noch als Facebook-Nachbarn erlebt. Ich denke aus meinem Feed hast du es mit am weitesten gebracht. Mittlerweile gibt es nicht nur ein paar 30 Sekunden von dir, sondern du bist mit eigenen Kunstaktionen wie dem Yolocaust aufgefallen, hast Bücher veröffentlicht und mittlerweile läuft deine eigene Satire-Sendung im Fernsehen. In einer Berliner U-Bahn wurdest du 2014 wegen deiner jüdischen Zugehörigkeit attackiert. Aber in diesem Moment, als du wie deine Vorfahren, echte Verfolgung erlebt hast, hast du begonnen eine neue Story zu schreiben. Es ist der Hammer, wie du die negative braune Energie ins Gegenteil verkehrst, und mit deiner Gabe des rebellischen Humors zu einer wichtigen Stimme gegen Pegida, AFD und den kleinen und großen Antisemitismus geworden bist.

 

 

45) Dr. Gesine Berthold, Richterin in Stuttgart:

 

An unseren jüdischen Mitbürgern bewundere ich besonders ihre weite Perspektive, die nicht im hier und nicht beim Einzelnen stehen bleibt, sondern immer auch die gemeinsame Geschichte über Generationen hinweg einschließt. Der Mut und die Unerschrockenheit der jüdischen Menschen, jenseits von Trends und Zeitgeist ihrem Erbe treu zu bleiben, bewegen mich! Mein „jüdisches Highlight“ der letzten Jahre? Dass die so mutige und inspirierende Autorin Deborah Feldman ganz bewusst mit ihrem Sohn aus den USA nach Deutschland übergesiedelt ist und nun Berlin ihre Heimat nennt. Liebe Frau Feldman – danke für Ihre Wertschätzung und für Ihr Vertrauen in unsere Gesellschaft. Danke, dass Sie uns die Ehre geben, eine von uns zu werden! Meine innige Hoffnung ist, dass wir Ihr Vertrauen nicht enttäuschen werden!

 

 

46) Prof. Chris Schmachtenberg, Kreativdirektor bei Facts and Fiction Köln:

 

Aus Gesellschaft wird Gemeinschaft!

 

 

47) Wolfgang Oelsner, Kinderpsychologe und Karnevalsforscher, Köln:

 

Zu dieser Frage kann ich kein Statement abgeben. Nach bald siebzig Lebensjahren bin ich dermaßen froh, dass sich der ganze Knatsch um Katholisch/Evangelisch, der in meinen Jugendjahren dominierte, sich als geradezu unbedeutend verflüchtigt hat. Auf religiös geprägte Dimensionen von Persönlichkeitscharakteristika möchte ich mich nicht mehr einlassen. Ich empfände es als Rückschritt. Vielleicht will ich mir auch nicht den Glauben nehmen lassen, dass wir schon weiter sind, als die realen Einbrüche zweifeln lassen. Ich freue mich über jeden aufgeklärten, reflektierten, gutherzigen und humorvollen Menschen, so dass jede andere kategoriale Zuordnung dahinter verblasst. Ich danke jeder aufrechten Persönlichkeit für ihr Sosein, mag sie sich in einer der Weltreligionen oder in einer Nischen-Weltanschauung verorten.

 

 

48) Dr. Joela Jacobs, Assistenzprofessorin in Germanistik, Universität Arizona:

 

Jüdisches Leben und jüdische Kulturen sind fester Bestandteil der deutschen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Danke für alle Freundschaften, Begegnungen und die Bereicherung durch die Literatur, die eine Zukunft ohne Antisemitismus (aber auch ohne Vergessen) vorstellbar macht.

 

 

49) Arnulf von Auer:

 

2018 lernten meine Frau und ich Nachkommen der Rosenthals aus Hagen in Haifa kennen und haben sie in die Heimat der Groß-und Urgroßeltern eingeladen. Nach einigem Zögern kam eine Zusage und im Juni diesen Jahres waren dann elf Rosenthal-Nachkommen in Hagen zu Besuch. Sie haben uns mitgenommen an die Häuser, Stolpersteine und Gräber ihrer Vorfahren in Hagen, Witten und Moers und an die Studienorte der Großmutter in Düsseldorf und Münster. Sie haben uns und unsere Freunde mit hineingenommen in ihre Familiengeschichte und in ihre Trauer und ihren Schmerz. In vielen festlichen Begegnungen und guten, offenen Gesprächen sind Freundschaften gewachsen, und wir erlebten ihre wunderbare Gastfreundschaft beim Gegenbesuch in Haifa. Es war für uns alle, Gäste und Gastgeber, bewegend und heilsam, uns der Vergangenheit zu stellen in einer persönlichen Begegnung. Unsere Geschichte wurde uns so nah und lebendig wie es keine Literatur oder Ausstellung hätte vermitteln können.

 

 

50) Rebecca Sonntag, NGO Leiterin in Amman (aus Lübeck):

 

Ich bin zutiefst dankbar für den die Hoffnung an anhaltenden Frieden und gelebte Vergebung, den in Deutschland lebende Juden uns geben. Das brauchen wir mehr! Ich erinnere mit Dankbarkeit zum Beispiel ein Passah-Fest von der Familie eines Freunds in Lübeck, zu dem ich als Jugendliche eingeladen wurde. Da ich seid Jahren in der arabischen Welt lebe, bin ich außerdem unendlich dankbar für alle jüdischen Menschen, denen ich begegnet bin, die sich in Tausend kleinen Situationen um ehrliche, tiefe Beziehungen mit anderen in dieser Region bemühen und die Hoffnung auf friedliches Miteinander nicht aufgegeben haben – weil sie den einzelnen kostbaren Menschen sehen. Danke Euch allen, denn Eure individuellen Aktionen bringen jeden Tag Hoffnung!

 

 

51) Sven Lager, Autor und Gründer vom Sharehaus.net in Berlin:

 

Jüdisches Leben ist deutsches Leben, ja zutiefst europäisches Leben. Und wieder versuchen Nazis uns unserer gemeinsamen Identität, Freude und Gottverbundenheit zu berauben. Stopp! Kein Fußbreit den Hassern. Bonhoeffer wusste um die Dringlichkeit sich dieser Tyrannei in den Weg zu stellen. Wir sind die Mehrheit derjenigen, die es vorziehen zu lieben, statt zu zerstören. Solange wir uns einig sind. Eine kleine Geste wie die Kerze und die Rose vor dem Stolperstein meines Nachbarhauses sind nur ein Anfang. Mein Lieblingsbuch: Die Geschichten der Chassidim gesammelt von Martin Buber. Wären wir doch nur so menschlich, erleuchtet und humorvoll wie seine Helden. Aber das kann werden.

 

 

Deutschland ist meine Heimat, überhaupt keine Frage. Ja, ja, ja. Ich bin Jude, aber wenn ich spiele, bin ich Musiker. Sie und ich, wir waren nicht beteiligt am Desaster der Vergangenheit. Warum sollten wir dafür büßen? Wir übernehmen die Verantwortung, wir arbeiten zusammen.“ – Giora Feidman

 

 

Diese Liste soll sich im Laufe der nächsten Tage noch auf 81 Statements der Dankbarkeit füllen. Wenn Sie / Du einen Deutschen jüdischen Glaubens kennst und ihm DANKE sagen willst, dann schick mir dein Statemtent an chris@ablaufregisseur.de. Danke und ja, #NIEWIEDER!

 

Samuel Koch in Halle Taten statt Worte

Gedenkschilder vor dem jüdischen Friedhof an der Synagoge in Halle

 

 

+ 1) Shmaja und Esther K. kommen aus Israel und wohnen jetzt in Deutschland:

 

Wir leben heute gern in Deutschland, weil:

1. unsere Eltern und Großeltern aus Deutschland kommen und so können wir besser über ihre Vergangenheit lernen.
2. wir unsere Kinder in Ruhe und Sicherheit erziehen wollen.
3. wir gut Deutsch lernen möchten.
4. es gute Entwicklungsmöglichkeiten in Studium und Beruf in Deutschland gibt.
5. das heutige Deutschland nicht das Deutschland von 1939 ist.
6. wir hier das Leben unserer Vorfahren fortsetzen wollen. Deutschland war ihre Heimat, aus der sie fliehen mussten.
7. die Lebensqualität in Deutschland zu den besten der Welt zählt.

 

In kurz: Weil wir Deutschland lieben.

 

 

Frage: Was kannst du tun, um Hass in Liebe zu transformieren? #TUES

Und wenn du es getan hast, dann teile es mit deinem Umfeld oder unterhalb…

 

 

Abschließend ein Lied der Kölner Band Koenige & Priester, welches ich produziert hab. Die Kampagne #DankeDeutschland30 hat das Ziel, an das Wunder der friedlichen Revolution vom 9.11. vor genau 30 Jahren zu erinnern:

 

 

DANKE an meinen Studienfreund und Trauzeugen André Wirsig aus Radebeul für die Fotos und deinen kritischen Geist. Wie du treffend schriebst: „Danke, dass wir uns zum Studium in Mittweida überhaupt über den Weg laufen konnten!“

 

DANKE auch an Matthias Müller, dass du dich so intensiv in den letzten Wochen für dieses Projekt, viel mehr aber für die Holocaust-Erinnerung in den letzten 20 Jahren eingesetzt hast.

 

DANKE Steffanie Kochem für deine schnelle Textüberarbeitungshilfe. DANKE Samuel Koch, dass wir das gemeinsam gemacht haben. DANKE Yossi, dass du gestern meine Seele berührt hast. Die Worte der Redner vorher waren alle richtig, aber dein Gesang hat mich zum weinen gebracht. Musik hat eben die Kraft zu verbinden.

 

DANKE DEUTSCHLAND, dass du einfach #SCHLAND bist und immer wieder beweißt die Kraft zu haben aus Ruinen aufzuerstehen… Gemeinsam schaffen wir das – auch wenn es noch 81 Jahre + 1 Monat braucht!

 

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