Markenerlebnis: Was wir von Live Konzerten lernen können…

24. Juni 2015

Marken­er­lebnis: Was wir von Live Konzerten für die Gestal­tung von Marken­er­leb­nissen bei Events lernen können…

 

 

In der Live-Kommu­­ni­­ka­­tion versu­chen wir immer wieder aufs Neue ein begeis­terndes Marken­er­lebnis zu schaffen. Dabei geht es um das positive Bauch­ge­fühl, das unzer­trenn­lich mit einer Marke verbunden wird. Beispiele wie auto­mo­bile Marken­er­leb­nisse auf der IAA 2013 zeigen uns, was im Event­be­reich möglich ist…

 

Der berühmte Blick über den Teller­rand hilft uns in der Live-Kommu­­ni­­ka­­tion aber auch hier weiter. Dabei fallen mir sofort Musiker ein, die sich mit gran­diosen Erleb­nissen perfekt insze­nieren und so zu absolut emotio­nalen Marken werden. Menschen zahlen sogar viel Geld dafür, um diese live erleben zu dürfen. Die Wert­schöp­fungs­kette der Künstler ist dabei viel­fältig — von Konzert-Tickets über Werbe-Koope­ra­­tionen bis zu Content-Lizenzierungen.

 

Grund genug einmal genauer hinzu­schauen, welche Art von Marken­er­leb­nissen Künstler mit ihrer Musik erschaffen. Oberhalb liefert Beyoncé mit ihrer MTV VMA Perfor­mance 2014 eine geniale Vorlage. Das Medley ihrer Hits nimmt das Publikum gekonnt mit. Ihr gelingt es dabei meis­ter­haft Emotionen zu wecken. Ein beein­dru­ckendes Marken­er­lebnis, welches mich genauso wie folgende Videos bei der Konzep­­tions- und Insze­nie­rungs­ar­beit heraus­for­dert wie inspiriert.

 

 

6. U2 @ SuperBowl, 2002

// kurz nach den 9/11 Anschlägen erinnert U2 an die Todesopfer des World Trade Center — besser kann man die Seele der Amerikaner nicht treffen…

 

 

 

5. ‘N Sync @ Billboard Awards, 2000

// die Buchidee kennen wir bereits aus dem Theater, aber auf der Höhe ihrer Karriere ein überzeugendes Markenerlebnis mit tollen Dekoelementen und Choreographien, die zum schmunzeln einladen…

 

 

 

4. Eminem @ MTV Video Music Awards, 2000

// sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und den Raum gekonnt zu nutzen, zeigt der US-Rapper hier:

 

 

 

3. Diddy feat. Sting, Faith Evans & 112 @ MTV Video Music Awards, 1997

// dieser Song berührt unser Herz tief und transportiert Emotionen, die einfach jeder Mensch kennt:

 

 

 

2. Christina Aguilera, Lil Kim, Mya, Pink and Patti LaBelle @ Grammy Awards, 2002

// druckvoller Sound mit Appeal, gekonnte Unterhaltung durch fünf Power-Frauen ‘at its best’:

 

 

 

1. Hillsong United @ Sydney Conference, 2014

// abschließend ein ganz anderes Beispiel von Musik, die sich nicht um den Künstler dreht, sondern auf jemanden anderen hinweist und damit zur Gemeinschaft einlädt:

 

Young & Free ist die dyna­­misch-jüngere Variante der Kirchen­be­we­gung // Quelle aller Videos: youtube

 

 

Fazit: Harte Arbeit + Emotionen = Markenerlebnis

 

Offen­sicht­lich kreieren Künstler diese Insze­nie­rungen nicht einfach mal so. Das ist harte Arbeit. Nur die konti­nu­ier­liche Entwick­lung von starken Songs, die eine Stimmung, ein Gefühl vermit­teln, aber auch die konse­quente Formung des Künstler-Image durch Videos, Fashion, Kommu­ni­ka­tion sind wesent­liche Elemente für die Bildung der Künst­ler­marke.

 

Natür­lich machen erst Events, wie der Super­Bowl oder auch US-Awar­d­­shows mit entspre­chender Reich­weite und Budget, solch gigan­ti­sche Insze­nie­rungen möglich. Insofern will ich keinen direkten Transfer zu Marken­events herstellen. Dennoch zeigen Künstler immer wieder aufs Neue, dass sie durch harte Arbeit, ehrli­cher Kommu­ni­ka­tion sowie dem Riecher für das, was gerade ‘dran’ ist, mit ihren Auftritten stimmige Erleb­nisse schaffen.

 

Ein wesent­li­cher Faktor bei dem Marken­er­lebnis Live-Konzert ist dann das perfekte Zusam­men­spiel von Musik, Licht und Perfor­mance. Auch das ‘Verschmelzen’ mit vielen Gleich­ge­sinnten im Publikum und dem exklu­siven vor-Ort-dabei-sein tut sein Teil. Gepaart mit uner­war­teten Show-Elementen in der Insze­nie­rung und einfach guten Emotionen, die für immer im Kopf abrufbar bleiben, führt dies zu begeis­ternden WOW-Momenten. An diese erinnern wir uns dann auch noch jahre­lang. Wer einmal bei Rock am Ring oder auf einem Coldplay Konzert war, weiß wovon ich spreche (Helene Fischer Konzert­gänger lesen hier ja eh nicht mit… ;)!

 

 

Frage: Welches Konzert fällt dir sofort ein, wenn du an außer­ge­wöhn­liche Erleb­nisse denkst? Kommt dir ebenso leicht ein gran­dioses Marken­er­lebnis in den Sinn? Offen­sicht­lich haben wir in der Live-Kommu­­ni­­ka­­tion noch eine Menge Arbeit vor uns, um diese Qualität von Erleb­nissen zu kreieren…

 

 

Anderer Meinung? Dann freue ich mich auf FacebookTwitter oder LinkedIn davon zu hören! Mehr Insze­nie­rungen gewünscht? Hier gibt’s mehr: 7 epische Music Perfor­mances, Omicron Video­in­stal­la­tion(Un-) Verges­sene TV-Formate und was wir davon lernen können…Licht­ma­lerei 2.0 // Wie man mit Licht malen kann…

 

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