Kirche & Weihnachten // das Event des Jahres…?!

24. Dezember 2013

Die größten Events im Kalender sind neben den Olym­pi­schen Spielen oder der Fussball Welt­meis­ter­schaft, den poli­ti­schen Wahlen, dem Nobel­preis und dem Wirt­schafts­forum in Davos vor allem die Hoch­feste der Kirche: Ostern und Weihnachten.

 

Könnte man meinen — maybe NOT, denn nun spielen diese zuneh­mend weniger eine Rolle im öffent­li­chen Leben. Weih­nachten ist eher kommer­ziell oder als Familien- und Auszeit zwischen den Jahren besetzt (was natür­lich auch seinen Platz hat und einfach gut tut). Und dennoch schade eigent­lich, böten diese Fixpunkte im Jahres­ver­lauf doch eine zentrale Begeg­nungs­mög­lich­keit als Public Events der Extra­klasse inmitten unserer Gesell­schaft. Natür­lich gibt es die vielen tradi­tio­nellen Weih­nachts­got­tes­dienste in jeder Kirche um die Ecke — wobei ich mich aufgrund meiner Besuche in den letzten Jahren immer mehr frage, wie relevant die Umset­zung der eigent­lich sehr starken Botschaft von Weih­nachten heute noch in unserer medial geprägten Welt ist. Dabei lohnt ein Blick ins Ausland — ob wie oberhalb bei Willow Creek in Chicago/USA oder unter­halb ICF in Zürich/Schweiz — die Weih­nachts­ge­schichte kann immer noch sehr zeit­gemäß und relevant mit ihrer zentralen Botschaft der Liebe Gottes für die Menschen und der Geburt des Retters Jesus in Szene gesetzt werden. Nicht falsch verstehen — es muss nicht im Buden­zauber enden, aber spannend gestaltet empfinde ich folgende Ansätze schon:

 

 

 

Kirche Weihnachten — das kann auch Spaß machen?!

 

Mein Favorit bei der Insze­nie­rung der Weih­nachts­ge­schichte ist die US-ameri­­ka­­ni­­sche Kirche Willow Creek mit ihrem Claim ‘The local church is the hope of the world’. Leider sind die extrem aufwändig gestal­teten Produk­tionen nicht online zu finden, hier aber ein Mitschnitt der 2012 Preshow “The 12 days of Christmas”. Wohl­ge­merkt ledig­lich die Aufwärm­phase während des Einlasses als Kolla­bo­ra­tion von Ehren­amt­li­chen und einigen profes­sio­nellen Ange­stellten sowie komplett live gespielter Musik (es lohnt sich dran zu bleiben):

 

 

Inter­es­sant mit welchen Anspruch an exzel­lente Qualität und dennoch gehö­riger Selbst­re­flek­tion der Tech­ni­sche Direktor Todd Elliot über die dies­jäh­rige Weih­nachst­s­pro­duk­tion “A Star Will Appear” bloggt. Videos und Hinter­grund­in­for­ma­tionen des Creative Direc­tors Blaine Hogan mit der dies­jäh­rigen Perspek­tive aus Sicht der ‘Three Wise Men’ finden sich hier. Sehr zu empfehlen ist auch diese Insze­nie­rung auf einer Konfe­renz für Leiter der Willow Creek Kirche, die man 1:1 bei einem Wirt­schafts­kon­gress einbauen könnte: Be here now.

 

 

Inspiration für Public Events — Kirche als Vorreiter?

 

Ein weiteres Beispiel für die Insze­nie­rung von Weih­nachten liefert die Life Church aus Oklahoma — wie auch immer man zu den Ameri­ka­nern steht, wie man ‘enter­taint’, haben sie gekonnt verstanden:

 

 

Abschlie­ßend noch ein Beispiel der Las Vegas basierten Central Church — Kirche Weihnachten:

 

 

 

Warum überhaupt Weihnachten feiern — wo liegt der Sinn?

 

Ob Willow Creek, Hillsong, HTB oder ICF — alles sehr rele­vante Beispiele, wie KIRCHE in Zeiten wie diesen doch noch Vorreiter und Inno­vator sein kann — und das nicht nur zu Ostern und Weih­nachten. Bei aller gekonnter Insze­nie­rung kommt es mir als Konzep­tioner und Event­re­gis­seur aber auch immer darauf an, die eigent­liche Kern­bot­schaft zu vermit­teln. Worauf kommt es bei Weih­nachten also wirklich an?! Was ist der tiefere Sinn, warum über­haupt Weih­nachten feiern?! Soweit ich die Botschaft richtig verstehe, dann ist der Anlass die Geburt von Jesus Christus. Dahinter steckt der Gedanke, dass Gott Mensch wird und so mitemp­findet, wie es uns Menschen geht, was uns beschäf­tigt, wie wir fühlen. Jesus heißt so viel wie ‘Gott rettet’ und das ist zugleich das Ziel: Gott rettet uns Menschen aus der Depres­sion, den Sorgen, Angst und Zweifeln oder kurz gesagt dem Bösen, dass das Leben den Atem raubt und schenkt der Mensch­heit somit Hoffnung. Gottes Geschenk für die Menschen ist Jesus, der Retter.

 

“Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab.
Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.
Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten.”
Johannes 3, 16–17 // Die Bibel

 

Mit diesem hoff­nungs­vollen Gedanken wünsche ich FROHE WEIH­NACHTEN und bin gespannt, wie Kirche in Deutsch­land künftig relevant und zeit­gemäß ihre Themen positiv behaftet insze­nieren und damit viel­leicht auch wieder zu Public Events werden lässt. Ein erfolg­rei­ches Beispiel könnte das TV/Pu­­blic-Oster-Event Die Passion werden, in der die letzten Stunden im Leben von Jesus Christus darge­stellt werden. In England (Manchester) und Holland (Gouda, Rotterdam, Den Haag) hat dies schon zu großem Erfolg geführt, wie unteres Video zeigt – vor Ort in den Städten, als auch durch über­durch­schnitt­liche TV-Einschaltquoten.

 

(Quelle Videos Kirche Weih­nachten: via vimeo bzw. youtube — wie im jewei­ligen Fenster vermerkt oder von den Kirchen)

 

Hast Du irgend­welche schöne Beispiele von ‘Kirche mal anders’ positiv erlebt?! Bin gespannt auf Kommen­tare, Hinweise und Anmer­kungen unterhalb…

 

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