Agenturberatung: 10 Thesen für besseres Eventmarketing // Teil 3/3 zur Briefingkultur

Kate­gorie: Allge­mein, Events, Firmen

15. Juli 2015

Agenturberatung Kunde Event Briefingkultur

10 Thesen für gute Agen­tur­be­ra­tung im Event­mar­ke­ting // Nele Zwanzig & Chris­tian Schlüter, Volks­wagen AG

 

 

 

Nach den Faktoren für ein gutes Tech­nik­brie­fing und Agentur-Briefing heute Teil 3 in der Serie Brie­fingkultur:

 

Wie sieht gute Agen­tur­be­ra­tung aus? Dazu stellen Nele Zwanzig und Chris­tian Schlüter von der Konzern Kommu­ni­ka­tion (Abtei­lung Events Konzern & Marke) der Volks­wagen AG folgende 10 Thesen auf.

 

 

 

10 Thesen zur besseren Agenturberatung im Eventmarketing

 

1.   Generell verstehen wir Beratung als Dialog und Teamwork. Ein stän­diger vertrau­ens­voller und part­ner­schaft­li­cher Austausch, auch schon in der Briefing Phase, sind dabei essen­tiell. Brie­fings, auf die es keine Rück­fragen gibt, darf es nicht geben.

 

2.   Heut­zu­tage sind „Geschichten“, die man mit einer Veran­stal­tung erzählen möchte, wesent­lich wich­tiger als reine Logistik Konzepte. Sprich: Jeder einzelne Bestand­teil einer Veran­stal­tung muss einen roten Faden erkennen lassen und auf die Geschichte einzahlen.

 

3.   Agen­turen, die gut beraten, lösen Probleme, … — wenn sie denn aufkommen. Trotz bester Vorbe­rei­tung gibt es immer auch steinige Abschnitte auf dem Weg zu einer guten Veran­stal­tung. Als Kunde erwartet man sich Lösungs­vor­schläge, wie man sich nun aus der miss­li­chen Lage befreit. Allzu häufig kommt es leider noch vor, dass Probleme unge­fil­tert weiter gegeben werden und vom Kunden erwartet wird diese zu lösen.

 

4.   Agen­turen sind unsere Fort­be­we­gungs­mittel. Wir sind das (Dialog-) Navi­ga­ti­ons­system :-). Eine gute Beratung bedeutet also, dass uns als Kunde mehrere Wege aufge­zeigt werden (die natür­lich alle befahrbar sind) und wir die Entschei­dung treffen müssen ob wir nach links oder rechts fahren… Ab und zu halt auch mal: “Bitte wenden“…

 

5.   Weit­blick und Über­blick. Oftmals haben wir mehrere Projekte gleich­zeitig zu navi­gieren, was die Sache mit dem Über­blick nicht immer einfa­cher macht. Unsere Lotsen (also unsere Agen­turen) müssen dementspre­chend zu jeder Zeit, das ihnen zuge­teilte Projekt, im Auge behalten und die Über­sicht und Weit­sicht bewahren, damit das (Dialog-) Navi­ga­ti­ons­system mehrere Tanker gleich­zeitig steuern kann und keiner dabei unter geht.

 

6.   Der Weg den wir fahren und gehen muss budgetär reali­sierbar sein. Viele Wege führen bekannt­lich nach Rom, aber man kann sich nicht jeden leisten. Einen Weg, den man sich nicht leisten kann, möchten wir gar nicht erst vorge­stellt bekommen. Wir wollen immer mit den Füssen am Boden bleiben, auch wenn es manchmal schwer fällt. Die Notgro­schen werden (leider) immer weniger.

 

7.   Mut zum Dissens. Wir sind nicht allwis­send. Man darf unsere wahn­wit­zigen Ideen auch gerne mal in Frage stellen. Die Realität ist nämlich: „Wer zahlt schafft nicht immer auch erfolg­reich an.“

 

8.   Wir heuern Agen­turen an, nicht weil wir Menschen und Teams brauchen die unsere unge­liebten Aufgaben über­nehmen, sondern weil wir Experten für viele verschie­dene Bereiche brauchen. Wir können nicht in jeder Diszi­plin einer Veran­stal­tung selbst der Experte sein… Das wäre vermessen.

 

9.   Unsere Agen­turen sollen die (Haupt-) Schnitt­stelle zu allen Dienst­leis­tern sein, die an unseren Veran­stal­tungen mitwirken. Sie haben hier eine Steue­rungs­funk­tion und halten alle Fäden zusammen (wieder mit Weit- und Über­blick), lösen, bei Bedarf, auch Knoten und stimmen die einzelnen Teile des Orches­ters unter­ein­ander ab, damit am Ende ein Tophit entsteht.

 

10.   Lasst die Spiele beginnen :-)

 

 

Frage: Welchen Aspekt würden Sie für bessere Agen­tur­be­ra­tung ergänzen? Was wünschen Sie sich mehr? 

Über Gedanken und weitere Anre­gungen auf FacebookTwitter oder LinkedIn freue ich mich!

 

 

 

Nele Zwanzig Volkswagen Event Agenturberatung Briefingkultur VW Konzern Volkswagen Nele Zwanzig ist seit 8 Jahren im Event­be­reich des Volks­wagen Konzerns tätig. Nach ihrem Studium hat sie im Veran­stal­tungs­team des Audi Forum in Ingol­stadt gear­beitet. Von dort ging es weiter in die Interne Kommu­ni­ka­tion der Audi AG, wo sie eigen­ver­ant­wort­lich Incen­tives für Mitar­beiter aller Stand­orte der Audi AG orga­ni­sierte. Seit 2012 ist sie in der Event-Abtei­­lung der Konzern Kommu­ni­ka­tion der Volks­wagen AG in Wolfs­burg tätig. Mit ihr und dem Event­team entstehen welt­weite Presse-Events wie Welt­pre­mieren, Konzern­abende, Pres­se­kon­fe­renzen und Inter­na­tio­nale Fahr­ver­an­stal­tungen. In der Vorbe­rei­tung ist sie visionär und bestimmt, in der Umset­zung lösungs­ori­en­tiert und entspannt.

 

 

Christian Schlueter Event Volkswagen K-GK-ME Agenturbriefing Chris­tian Schlueter ist seit 15 Jahren im Event­ge­schäft tätig. Nach seinem Studium der Kommu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaften arbei­tete er bei der Münchener Agentur Avant­garde als Projekt­leiter für diverse Kunden.
2002 wech­selte er zu BMW AG und war dort von 2002 bis 2004 als Projekt­leiter „Hospi­ta­lity Programme“ für die Enga­ge­ments in der Touren­wagen EM und WM verant­wort­lich. Von 2004 bis 2006 übernahm er die Verant­wor­tung für die Motor­sport Nach­wuchs­pro­jekte der Formel BMW in Deutsch­land und Asien. Danach folgte von 2006 bis 2009 der Schritt in die Formel 1 als Manager Spon­so­ring des BMW Sauber F1 Teams.
Nach dem Ausstieg von BMW aus der Formel 1 wech­selte er in die Konzern­kom­mu­ni­ka­tion der BMW AG als Projekt­leiter inter­na­tio­nale Messen und Events. Von 2011 bis 2013 verant­wor­tete er im MINI Brand Manage­ment diverse inter­na­tio­nale Groß­ver­an­stal­tungen wie Dealer Drives und MINI United. Nach einem weiteren Jahr bei BMW Motor­sport als Leiter Sport­or­ga­ni­sa­tion wech­selte er im Mai 2014 in die Konzern­kom­mu­ni­ka­tion der Volks­wagen AG in den Bereich inter­na­tio­nale Messen und Events und koor­di­niert hier über­grei­fend alle Veran­stal­tungs­for­mate wie zum Beispiel Welt­pre­mieren, Konzern­abende, Pres­se­kon­fe­renzen und Inter­na­tio­nale Fahrveranstaltungen.

 

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