Kölner Valentinstag: „Weniger Konsum – mehr Sinn“

Kölner Valentinstag – in Liebe verbunden: „Wenn et dunkel weed“ von den Brings

 

 

Eigene Kompetenzen sinnvoll einsetzen und Wirkung erzielen. Das wünscht sich jeder. Das ist auch einer meiner Prioritäten, die sich in meinem Sabbatical geklärt haben. Kürzlich gab mir der eveosblog Inspiration für diesen Blogbeitrag rund um das Thema „fiktive Pitches“:

Die investierte Zeit und Fachkompetenz könnte bei echten pro bono Projekten für alle viel mehr bewirken als bei fiktiven Pitches! Bei echten Projekten lernt man nicht nur mehr. Man sammelt Praxiserfahrung und befüllt sein Portfolio. Und man tut gleichzeitig auch Gutes!“ Genau das durfte ich erleben – aber von Beginn. Zu Anfang stand ein Kölsch

 

 

Vom Kölsch zum Kölner Valentinstag…

 

Vor ein paar Jahren wohnte ich noch im angesagten Belgischen Veedel. Dort gibt es den Brüsseler Platz – der Treffpunkt der Kölner Medienszene. Bei Mühlen-Kölsch lässt es sich locker im Schatten der raumbestimmenden Kirche St. Michael schwaaden. So kam eins zum anderen und ich als Kurator und Formatentwickler zum Projekt Art und AmenLanger Anlauf – aber jetzt kommt’s:

 

Im Februar 2013 lud mich der Pfarrer Klaus Bussmann zum Segnungsgottesdienst mit inspirierenden Erlebnisstationen ein. Meine Frau und ich (beide nicht-katholisch) gingen einfach mal hin. Schon von Berufs wegen: Inspiration, Kölner Leben entdecken, (Event =) Erlebnis… Mal sehen was da kommt. Geht doch. Nutzen, Mehrwert, Erlebnis wie man es sich wünscht.

 

Wir waren echt platt – das war so was von gut! Dialog auf Augenhöhe, relevante Fragen, nichts belehrendes – Partizipation par excellence. Nach einer kurzen Einführung konnte man als Paar an verschiedene Stationen gehen. Dort wurden dann Fragen miteinander diskutiert. Diese Gedanken haben uns teils noch Jahre danach beschäftigt – weil es tiefe, ehrliche und relevante Fragen waren.

 

 

Kölner Valentinstag: Weniger Kommerz – mehr Sinn

 

Im März 2016 bekam ich dann eine Anfrage von Martin Bartsch, dem Pastoralreferenten für Ehe und Familie im Erzbistum Köln. Das Briefing (pro bono): „Die Idee der Kölner Ehepastoral ist es den Valentinstag neu zu beleben. Die partnerschaftliche Liebe soll wieder ins Zentrum rücken.“ An Werte der Liebe erinnern: Geborgenheit, Freude, Unterstützung – ein Zeichen für gelebte, verlässliche Partnerschaft. Schöne Herausforderung kreativ zu werden!

 

Die Lösung: Ein kommunikativen Aufhänger für Medien bieten. Kölner so auf das Angebot aufmerksam machen. Heraus kam oben verlinktes Video. Prominente musikalische Unterstützung erhielten wir von Söhnen der „Stadt der Liebe“: Die kölsche Band BRINGS hat eigens für den Anlass das Video „Wenn et dunkel weed“ produziert.

 

Sinn und Zweck der Übung: Weniger Kommerz – mehr Sinn. Als Ideengeber des Valentinstag soll dieser wieder mit der eigentlichen Herkunft in Kontakt kommen: Der Kirche. Kirche – die für Menschen da ist. Sinnhaftigkeit, dem anderen Gutes tun. Kein Kommerz. Vielleicht gelingt es ja auch über die nächsten Jahre diesen Anlass neu als Brauchtum zu kultivieren. Neben dem Blumenhändler-Aktionismus. Ich würde es dem 14. Februar wünschen.

 

 

Wie die Presse die Botschaft aufgreift…

 

Nach der Video-Veröffentlichung auf koeln.de und dem Express kam die WDR Lokalzeit – aber seht selbst:

 


Quelle: WDR Lokalzeit zum Kölner Valentinstag // 55.000 views in 24 Stunden (SDG!)

 

 

Im Mittelpunkt des Kölner Valentinstages steht übrigens der Segnungsgottesdienst für Liebende am 14. Februar um 17:30 Uhr vor dem Dreikönigsschrein im Dom. Als Symbol für die Liebe erhalten alle Jung- und Alt Verliebten die eigens für den Anlass entworfene Kölner Valentinskerze. Diese kann im Gottesdienst angezündet werden – oder auch zu Hause. Ein Symbol des Miteinanders, das auch im Alltag an den Wert der Liebe erinnern soll.

 

UPDATE (15.2.2017): Die Idee ist aufgegangen. Insgesamt gab es auf verschiedensten Kanälen über 100.000 Kontakte. In der Millionenstadt Köln also eine Reichweite von 10%. Wohlgemerkt: Ohne Werbebudget. Diesen Erfolg feier ich! Weitere Nachberichterstattung: RTL West (bei 22:30min), WDR Lokalzeit (bei 9:50min) bzw. die Kölnische Rundschau.

 

 

Das Team hat die Wirkung potenziert: DANKE!

 

Auf diesem Wege DANKE an ein starkes Team, das dies alles möglich gemacht hat: Pastoralreferent Martin Bartsch als inhaltlicher Taktgeber, Diakon Jens Freiwald (Referent des Stadtdechanten), Presse-Expertin Petra Sippel (Universal/Rhingtön), Loss mer singe-Initiator Georg Hinz (Danke für das gute Gespür für das treffende Lied und den Kontakt zu:), Stephan und Peter Brings (chapeau für die Offenheit als Agnostiker), Carlos Kurschilgen von Querbeat für die Videoproduktion, Rundfunkreferent Klaus Nelißen, Social Media Managerin Pia Modanese, Diakon Tobias WiegelmannKristell Köhler vom Crux-Jugendpastoral, dem Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine und jedem Pressevertreter fürs verbreiten dieser good news-Geschichte. Übrigens: Mich als Außenstehenden so tief in den Kern des Projekts hineinzulassen, das zeugt auch von Mut. Danke für das Vertrauen!

 

Danke auch posthum Valentin von Terni als Namensgeber. Er war ein Priester, der Liebespaare trotz des Verbots des römischen Kaisers Claudius II. christlich traute und dafür im Jahr 263 n. Chr. hingerichtet wurde. Ein echter Held, der das richtige getan hat. Ein anderer Held ist Pfarrer Klaus Bußmann. Für mich der ursprüngliche Grund, warum ich mich pro bono engagiere. Danke für deine inspirierende Art, du bist ein starkes Vorbild!

 

 

Mein Tipp zum Kölner Valentinstag:

 

Den Segnungsgottesdienst „Zweisam“ in St. Michael mit Pfarrer Bußmann am 14.2. um 19h sollten Kölner unbedingt besuchen! Ich werde mit meiner Frau da sein (wenn wir einen Babysitter bekommen ;). Auf das der Kölner Valentinstag Paaren für ihr Leben weiterhilft – so wie es meiner Beziehung einen definitiven Kick gegeben hat! So macht es nicht nur Spaß, sondern auch Sinn seine Kompetenzen einzubringen. Besonders pro bono.

 

 

Frage: Hast du ein Problem passende pro bono-Projekte zu finden? Dann gibt es hier über den eveosblog einige Plattformen, die Dich dabei gerne unterstützen: „Anstatt fiktiver Projekte & Pitches: Gemeinnützigen Projekten helfenWenn du ein Projekt unterstützt hast – schreib doch darüber hier unterhalb in die Kommentare rein. Bin gespannt mehr darüber zu erfahren!

 

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