Selbstorganisation in der Eventbranche: Wie organisiere ich mich selbst?

Selbstorganisation und effektives Zeitmanagement in der Eventbranche: Wie organisiere ich mich & meine Arbeit?

 

 

Möglichkeiten sind nicht gleich Verpflichtungen.

// Andy Stanley, Leadership-Buchautor

 

 

In der Eventbranche herrscht konstanter Zeitdruck. Viele sind selbstständig oder müssen innerhalb von Agenturen ihre Zeit selbst organisieren. Die Deadlines sind allgegenwärtig und werden dennoch mit exzellenten Ergebnissen gefordert – gerade wenn es sich um Pitches handelt. Auf der Suche nach hilfreichen Tipps für effektive Selbstorganisation bin ich kürzlich auf diese Liste gestossen.

 

 

Selbstorganisation und effektives Zeitmanagement in der Eventbranche

 

 

1. Lebensziel – was will ich mit meinem Leben erreichen

 

2. Leidenschaft – ein Gefühl von Enthusiasmus bezüglich meiner Bestimmung und Ausrichtung

 

3. Ziele – wo will ich hin

 

4. Pläne – was tue ich, um dort hinzukommen

 

5. Prioritäten – wie ordne ich meine Pläne, um dort hinzukommen

 

6. Zeitplan – wann setze ich dies konkret um

 

7. Umsetzung – just do it, einfach ausführen

 

8. Evaluation – Auswertung dessen, was geschehen ist und wie ich den Prozess verbessern kann

 

 

Diesen ganzheitlichen Zugang zur Selbstorganisation empfand ich hilfreich, weil er vom großen ganzen Bild ausgeht und dann erst auf die konkrete To-Do-Liste kommt. Wer seine Bestimmung und Leidenschaft im Blick hält, dem fällt es sehr viel einfacher Ziele und Prioritäten zu ordnen. Unwichtige Dinge können so besser beiseite gestellt werden. Damit beschäftigt man sich auch nur mit den Dingen, die wirklich wichtig sind. Dies führt zu effektiven Ergebnissen und gleichzeitig wird sich die Zufriedenheit erhöhen.

 

Natürlich ist Selbstorganisation ein konstanter Prozess der Anpassung – aber einer, der sich lohnt. Vielleicht bedeutet es harte Entscheidungen zu treffen und sein Verhalten wie Prioritäten grundlegend zu verändern. Vielleicht tut es auch einfach nur gut sich in Erinnerung zu rufen, warum man das tut, was man tut und wofür man Leidenschaft empfindet. Mir haben diese Punkte jedenfalls ein neues Gefühl von Klarheit und Zufriedenheit beschert.

 

 

Frage: Habt ihr Tipps für effektives Zeitmanagement und Prioritätensetzung? Wie organisiert ihr euch selbst?

Über deine Gedanken und Erfahrungen freue ich mich auf Facebook, Twitter oder LinkedIn zu hören!

 

Warum Perfektion dich killt & Exzellenz dich siegen lässt…

Warum Perfektion dich killt & Exzellenz dich siegen lässt // 7 Tipps für neues Denken und Handeln

 

 

Alles oder nichts“ und „Das Bessere ist der Feind des Guten

// Merksätze von Perfektionisten

 

 

Wer kennt das nicht? Eventmacher haben den Anspruch Veranstaltungen zu perfekten Erlebnissen zu machen. Das kann nur gar nicht gelingen. Denn: Perfektion ist vollkommene Unfehlbarkeit. Wer kann das in unserem eng getakteten Termingeschäft leisten? Und welcher Kunde ist bereit dafür mehr Geld zu zahlen? Abgesehen davon ist Perfektion immer eine subjektive Wahrnehmung.

 

 

Warum Perfektion dich killt…

 

Ich bin selbst ein Perfektionist auf Entzug. Die Wurzeln dafür liegen weit zurück – in meiner Kindheit. Das mag vielleicht komisch klingen, aber der eigentlich gute Merksatz „gleich, gerne, gut“ hat viel Gutes, wenn es darum geht Hausaufgaben zu machen oder zu putzen. Wenn aber vermeintliche Stärken überspitzt werden, dann kippen sie oft ins Gegenteil und werden zum Killer: „Immer, sofort, jetzt“ – das lässt dich nie fertig werden, über deine Kräfte gehen und nie mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es geht noch besser…

 

 

…und Exzellenz dich siegen lässt!

 

Durch meinen Burnout wurde ich zu einem Perspektivwechsel gezwungen: Verhaltensstrukturen erkennen, hinterfragen und neue Denkmuster lernen. Dabei hat mir folgender Gedanke geholfen: Perfektion ist statisch. Ein perfektes Ergebnis ist wie das Wort schon sagt: absolut perfekt. Aber damit bietet es aber auch keinen Spielraum mehr für Entwicklung. Allerdings ist alles in unserem Leben auf Entwicklung ausgelegt: Natur, persönlicher Wachstum, Beziehungen, Erfahrungen…

 

Dabei kommt der Begriff Exzellenz ins Spiel. Denn exzellente Ergebnisse schaffen heißt mit den Ressourcen, die du zur Hand hast, das Beste rauszuholen und dann bewußt einen Punkt zu setzen.

 

Die Ressourcen sind bei jedem Projekt anders gelagert: Das Budget, der zeitliche Rahmen, das Team, dein Wissen und Erfahrungshorizont wird sich immer anders zusammen setzen. Aber genau mit dem, was du in der Hand hast, kannst du das Beste rausholen. Eben exzellent arbeiten.

 

Mich befreit dieser Gedanke und lässt sowohl den Entwicklungsprozess als auch das Ergebnis besser genießen. Beim nächsten Mal kann ich halt dieses oder jenes noch besser machen, muss aber keine absolute Perfektion abliefern. Weil eben auch nicht alles nur von mir und meiner Leistung abhängt. Ein neuer Merksatz könnte klingen: „Ich mache alles so gut ich kann – aber vor allem mit Spaß!

 

 

7 Tipps für exzellentes Arbeiten im Projektmanagement

 

1. SMARTe Ziele setzen. Nur wenn du spezifische, messbare, akzeptierte, realistische und terminierte Ziele setzt, kannst du diese überhaupt erreichen. So hast du Ziele im Blick und kannst diese im Anschluss auch überprüfen.

 

2. Teil dich mit und hol dir Feedback ein. Sprich mit Leuten, denen du vertraust. So können dir Kollegen oder Partner helfen, eine realistische Einschätzung über deine Leistung und Erfolge zu geben. Außerdem können sie ihr Perfektion-VETO einlegen, wenn du über die Stränge schlägst…

 

3. Ergebnisse feiern. Wir Perfektionisten neigen dazu, nur mit dem Endergebnis zufrieden zu sein. Und das nur, wenn sie (nahezu) perfekt sind. Doch dann sind wir meistens mit dem Kopf schon im nächsten Projekt. Daher: Feier die Ergebnisse wie den Prozess, würdige sie, stoß drauf an, genieß das erreichte, lob dich dafür.

 

4. Achte auf dein Kräftehaushalt. Die 80/20 Regel besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit. Ist diese Extrameile immer gerechtfertigt oder kannst du auch mal 5 gerade sein lassen? Deine Kraft ist nicht endlos. Treffe eine bewusste Entscheidung, wie viel Kraft du wann und wo investieren willst.

 

5. Lerne dich selbst besser kennen. Welche Stärken und Schwächen hast du? Was denkst du über dich selbst und wie sehen dich andere? Die Angst vor Ablehnung oder Versagen und das Bedürfnis nach Anerkennung sind oft Motoren, die Perfektionisten antreiben. Diese gilt es zu entlarven und sich anzunehmen, wie man ist.

 

6. Setze Grenzen. Es ist gut dein Bestes zu geben: 100% sind OK, aber eben nicht mehr. Setz dich nicht unter Druck durch zu hohe (unrealistische) Ansprüche. Lass dich nicht über den Tisch ziehen, gerade wenn du spürst das es dich überfordern könnte. Nur du weißt, wann dein Limit erreicht ist und kannst STOPP sagen. Niemand anders wird das für dich tun.

 

7. Finde deine Balance. Die beste Prophylaxe gegen BurnOut ist es, in Balance zu leben – in allen Lebensbereichen: Beziehungen, Arbeit, Gesundheit (emotional, physisch, geistlich), Freizeit. Diese Balance kannst nur du selbst spüren und für die Einhaltung genau dieser sorgen! Tue dir damit selber gutes, um langfristig gesund zu leben.

 

 

 

Frage: Wie geht es dir mit Perfektion? Welche Tipps hast du, um zu exzellenten Ergebnissen zu kommen?

Über deine Gedanken und Erfahrungen freue ich mich auf FacebookTwitter oder LinkedIn zu hören!

 

Event Blog: Meine Top 20 Beiträge

Meine Top 20 Event Blog Beiträge seit meinem Blogstart // Ablaufregisseur Chris Cuhls

 

 

Seit gut drei Jahren blogge ich. Es geht mir dabei um Inspiration, Ideen und Netzwerk mit Mehrwert für die Arbeit in der Live-Kommunikation. Hier präsentiere ich euch meine Top 20 Event Blog Beiträge:

 

 

Inszenierung, Regie und Persönliches:

 

 

Eventbranche, Produktivität und Werte:

 

 

Prinzipien und Tipps im Event Blog:

 

 

Frage: Welcher Event Blog Post hat euch am meisten inspiriert und warum? 
Über deine Rückmeldung auf FacebookTwitter oder LinkedIn freue ich mich!
Kennst du schon mein eBook zu den „7 Geboten der Inszenierung„?
Nein? Dann trag dich gleich in meinen Newsletter ein und erhalte das eBook kostenlos.

 

 

Event Blog Ablaufregisseur Chris Cuhls

 

Agenturberatung: 10 Thesen für besseres Eventmarketing // Teil 3/3 zur Briefingkultur

10 Thesen für gute Agenturberatung im Eventmarketing // Nele Zwanzig & Christian Schlüter, Volkswagen AG

 

 

 

Nach den Faktoren für ein gutes Technikbriefing und Agentur-Briefing heute Teil 3 in der Serie Briefingkultur:

 

Wie sieht gute Agenturberatung aus? Dazu stellen Nele Zwanzig und Christian Schlüter von der Konzern Kommunikation (Abteilung Events Konzern & Marke) der Volkswagen AG folgende 10 Thesen auf.

 

 

 

10 Thesen zur besseren Agenturberatung im Eventmarketing

 

1.   Generell verstehen wir Beratung als Dialog und Teamwork. Ein ständiger vertrauensvoller und partnerschaftlicher Austausch, auch schon in der Briefing Phase, sind dabei essentiell. Briefings, auf die es keine Rückfragen gibt, darf es nicht geben.

 

2.   Heutzutage sind „Geschichten“, die man mit einer Veranstaltung erzählen möchte, wesentlich wichtiger als reine Logistik Konzepte. Sprich: Jeder einzelne Bestandteil einer Veranstaltung muss einen roten Faden erkennen lassen und auf die Geschichte einzahlen.

 

3.   Agenturen, die gut beraten, lösen Probleme, … – wenn sie denn aufkommen. Trotz bester Vorbereitung gibt es immer auch steinige Abschnitte auf dem Weg zu einer guten Veranstaltung. Als Kunde erwartet man sich Lösungsvorschläge, wie man sich nun aus der misslichen Lage befreit. Allzu häufig kommt es leider noch vor, dass Probleme ungefiltert weiter gegeben werden und vom Kunden erwartet wird diese zu lösen.

 

4.   Agenturen sind unsere Fortbewegungsmittel. Wir sind das (Dialog-) Navigationssystem :-). Eine gute Beratung bedeutet also, dass uns als Kunde mehrere Wege aufgezeigt werden (die natürlich alle befahrbar sind) und wir die Entscheidung treffen müssen ob wir nach links oder rechts fahren… Ab und zu halt auch mal: “Bitte wenden“…

 

5.   Weitblick und Überblick. Oftmals haben wir mehrere Projekte gleichzeitig zu navigieren, was die Sache mit dem Überblick nicht immer einfacher macht. Unsere Lotsen (also unsere Agenturen) müssen dementsprechend zu jeder Zeit, das ihnen zugeteilte Projekt, im Auge behalten und die Übersicht und Weitsicht bewahren, damit das (Dialog-) Navigationssystem mehrere Tanker gleichzeitig steuern kann und keiner dabei unter geht.

 

6.   Der Weg den wir fahren und gehen muss budgetär realisierbar sein. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, aber man kann sich nicht jeden leisten. Einen Weg, den man sich nicht leisten kann, möchten wir gar nicht erst vorgestellt bekommen. Wir wollen immer mit den Füssen am Boden bleiben, auch wenn es manchmal schwer fällt. Die Notgroschen werden (leider) immer weniger.

 

7.   Mut zum Dissens. Wir sind nicht allwissend. Man darf unsere wahnwitzigen Ideen auch gerne mal in Frage stellen. Die Realität ist nämlich: „Wer zahlt schafft nicht immer auch erfolgreich an.“

 

8.   Wir heuern Agenturen an, nicht weil wir Menschen und Teams brauchen die unsere ungeliebten Aufgaben übernehmen, sondern weil wir Experten für viele verschiedene Bereiche brauchen. Wir können nicht in jeder Disziplin einer Veranstaltung selbst der Experte sein… Das wäre vermessen.

 

9.   Unsere Agenturen sollen die (Haupt-) Schnittstelle zu allen Dienstleistern sein, die an unseren Veranstaltungen mitwirken. Sie haben hier eine Steuerungsfunktion und halten alle Fäden zusammen (wieder mit Weit- und Überblick), lösen, bei Bedarf, auch Knoten und stimmen die einzelnen Teile des Orchesters untereinander ab, damit am Ende ein Tophit entsteht.

 

10.   Lasst die Spiele beginnen 🙂

 

 

Frage: Welchen Aspekt würden Sie für bessere Agenturberatung ergänzen? Was wünschen Sie sich mehr?

Über Gedanken und weitere Anregungen auf FacebookTwitter oder LinkedIn freue ich mich!

 

 

 

Nele Zwanzig Volkswagen Event Agenturberatung Briefingkultur VW Konzern Volkswagen Nele Zwanzig ist seit 8 Jahren im Eventbereich des Volkswagen Konzerns tätig. Nach ihrem Studium hat sie im Veranstaltungsteam des Audi Forum in Ingolstadt gearbeitet. Von dort ging es weiter in die Interne Kommunikation der Audi AG, wo sie eigenverantwortlich Incentives für Mitarbeiter aller Standorte der Audi AG organisierte. Seit 2012 ist sie in der Event-Abteilung der Konzern Kommunikation der Volkswagen AG in Wolfsburg tätig. Mit ihr und dem Eventteam entstehen weltweite Presse-Events wie Weltpremieren, Konzernabende, Pressekonferenzen und Internationale Fahrveranstaltungen. In der Vorbereitung ist sie visionär und bestimmt, in der Umsetzung lösungsorientiert und entspannt.

 

 

Christian Schlueter Event Volkswagen K-GK-ME Agenturbriefing Christian Schlueter ist seit 15 Jahren im Eventgeschäft tätig. Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaften arbeitete er bei der Münchener Agentur Avantgarde als Projektleiter für diverse Kunden.
2002 wechselte er zu BMW AG und war dort von 2002 bis 2004 als Projektleiter „Hospitality Programme“ für die Engagements in der Tourenwagen EM und WM verantwortlich. Von 2004 bis 2006 übernahm er die Verantwortung für die Motorsport Nachwuchsprojekte der Formel BMW in Deutschland und Asien. Danach folgte von 2006 bis 2009 der Schritt in die Formel 1 als Manager Sponsoring des BMW Sauber F1 Teams.
Nach dem Ausstieg von BMW aus der Formel 1 wechselte er in die Konzernkommunikation der BMW AG als Projektleiter internationale Messen und Events. Von 2011 bis 2013 verantwortete er im MINI Brand Management diverse internationale Großveranstaltungen wie Dealer Drives und MINI United. Nach einem weiteren Jahr bei BMW Motorsport als Leiter Sportorganisation wechselte er im Mai 2014 in die Konzernkommunikation der Volkswagen AG in den Bereich internationale Messen und Events und koordiniert hier übergreifend alle Veranstaltungsformate wie zum Beispiel Weltpremieren, Konzernabende, Pressekonferenzen und Internationale Fahrveranstaltungen.

 

Technikbriefing: Worauf es in der Zusammenarbeit ankommt // Teil 2/3

Technikbriefing: Worauf kommt es bei der Technikbestellung an, damit sich das Event-Ergebnis sehen lässt?!

 

 

Events sind dann erfolgreich, wenn Logistik und Idee zusammen spielen.

Nach den Faktoren für ein gutes Agentur-Briefing hier Teil 2 in der Serie Briefingkultur.

 

Zusammenspiel ist auch das Stichwort wenn es um die notwendige Technik geht. Damit die passenden Elemente vor Ort ankommen, bedarf es eines guten Technikbriefings. Dabei sprechen Agentur, Technik-Dienstleister und Kunde oftmals in unterschiedlichen Sprachen. Wie das „perfekte“ Technikbriefing aussieht, das habe ich den technischen Planer Jens Labuschewski gefragt.

 

 

Technikbriefing: Auf das Zusammenspiel kommt es an…

 

Das Zusammenspiel zwischen Kreation, Konzept und Technik beginnt natürlich mit einem ersten Briefing, kann aber nur durch eine intensive, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit perfekt werden. Ein gutes Ergebnis wächst aus dem Prozess und nicht aus dem Einzelereignis. Jeder Beteiligte kann und muss im Team Input aus seiner persönlichen und professionellen Sicht liefern. Jedes Detail kann wichtig sein oder es später werden.

 

Versucht man diesen Prozess wie einen Staffellauf getreu dem Motto: „Mein Teil ist erledigt, jetzt bist Du dran…“ durchzuführen, besteht die Gefahr, in kleinen Schritten immer weiter vom Kurs abzuweichen ohne es zu bemerken. Am Ende kommt dabei eine Veranstaltung heraus, die womöglich handwerklich solide umgesetzt ist, die es aber nicht schafft, eine nachvollziehbare Story zu liefern.

 

 

Crossed Disciplines – übergeordnete Betrachtung aller Bedürfnisse

 

Welchen Planer man zu welchem Zeitpunkt ins Team holt hängt sehr vom Projekt ab. Einen Setdesigner kann man durchaus in einer Pitchphase schon hinzuziehen um kreativen Input zu erhalten. Eine Fachplanung der Energieversorgung wäre zu diesem Zeitpunkt überzogen. Die Zusammenarbeit mit einem Technischen Leiter kann hingegen nicht früh genug beginnen.

 

Crossed Disciplines steht hierbei für eine übergeordnete Betrachtung von technischen und baulichen Bedürfnissen. Anders als bei der Fachplanung einzelner Gewerke gilt unser Augenmerk dem Construction Management, also der Schnittstellenkoordination, die das reibungslose Zusammenspiel komplexer Einzelplanungen erst ermöglicht.

 

 

Was für den Planer wichtig ist:

1) Erzählt uns alles, was Ihr euch denkt und vor allem alles, was Ihr dem Kunden erzählt habt.
2) Lasst uns gemeinsam Umsetzungsideen diskutieren, entwickeln und vervollständigen.
3) Seit konkret bei den Ideen, aber offen bei den Lösungsansätzen. Alternative Technikansätze können sinnvoll sein, sind aber schwer umsetzbar, wenn beim Kunden schon eine sehr konkrete Erwartungshaltung geweckt wurde.
4) Passt bei der Auswahl der Location auf, nicht nur eure Gäste brauchen Platz.

 

 

Neben den Schnittstellen im eigenen Team ist in einer frühen Phase die Wahl der Location von entscheidender Bedeutung. Wenn es hier aus technischer und logistischer Sicht schon Diskrepanzen zwischen dem Konzept und den Möglichkeiten vor Ort gibt steht man vor Herausforderungen, die vermeidbar sein können. Bei einer Umsetzung baulich nicht „mit“ sondern „gegen“ eine Location arbeiten zu müssen kann nur dann ein befriedigendes Ergebnis liefern, wenn man unverhältnismäßig viel Zeit, Energie und natürlich Geld investiert.

 

Die Auswahl der ausführenden Dienstleister geschieht häufig über eine Ausschreibung, die projektabhängig sehr unterschiedlichen Anforderungen unterliegt. Neben gesetzlichen Bestimmungen können hier beispielsweise auch Vorgaben der Einkaufsabteilung des jeweiligen Endkunden maßgeblich sein. Ausschreibungsunterlagen sollten auf einem weit fortgeschrittenen Planungsstand basieren und möglichst präzise alle notwendigen Informationen liefern, damit die Dienstleister ihr Angebot sauber kalkulieren können. Das bedeutet, dass wichtige Details nicht im Kleingedruckten verschwinden, aber auch, dass eine ausreichende Bearbeitungszeit gewährt wird.

 

 

Was für die Ausschreibung wichtig ist:

1) Prüft sehr genau, welche Ausschreibungsregeln für euch gelten. Sobald die VOB oder die VOL ins Spiel kommen werden die Formalitäten deutlich komplizierter. (Relevant sobald öffentliche Auftraggeber oder Fördergelder eine Rolle spielen.)
2) Stellt klare Regeln und Vorbemerkungen auf, aber überfrachtet sie nicht.
3) Schreibt erst aus, nachdem Ihr geplant habt und beschreibt, was Ihr wirklich braucht. Umfassende Änderungen sowie Mehrungen und Minderungen, insbesondere nach der Vergabe, sind nicht unbedingt ein Zeichen für stringente Planung.
4) Gebt den Dienstleistern Zeit zu kalkulieren. Geschätzte Zahlen helfen weder euerm Budget, noch dem Dienstleister und schon gar nicht dem Projekt. Der Satz „Scheiße, wir haben den Job bekommen…“ fällt öfter als man denkt und ist häufig genau so gemeint.

 

 

Bei der Auswertung der Angebote ist dann nicht zwingend der vermeintliche Gesamtpreis ausschlaggebend. Es muss sehr genau untersucht werden, ob die angebotenen Leistungen vollständig und qualitativ akzeptabel sind. Auch absehbare Änderungen am Konzept sollten vor einer Vergabe auf die Auswirkungen beim Preis untersucht werden.

 

In der Praxis erlebt man hier durchaus Überraschungen. Die im jeweiligen Projekt ausschlaggebenden Details können sehr unterschiedlich sein, allgemein gültig kann man aber sagen: Geht man fair mit den Dienstleistern um hat man eine gute Chance, ein hohes Maß an Service zu erfahren. Verhandelt man (zu) hart nach wird man hingegen für die Ungenauigkeiten in der Ausschreibung oder etwaige Änderungen teuer bezahlen müssen.

 

 

Was für die Auswertung wichtig ist:

1) Unten rechts steht ein erstes Indiz, danach kommt viel Detailarbeit. Prüft genau und rechnet nach. Verbindlich sind in der Regel Einzelpreise. Berechnungsfehler in Tabellenblättern liegen dann im Risiko des Ausschreibenden.
2) Ist alles komplett? Habt Ihr das Gefühl, dass der Bieter die Ausschreibung konzentriert bearbeitet hat? Manchmal ist der Bieter, der viele und gute Rückfragen hatte auf dem besseren Weg als der vermeintlich günstigste.
3) Prüft sehr genau, ob und auf welcher Basis Ihr in der Nachverhandlung pauschalieren wollt (wenn rechtlich möglich), oder ob ein prozentualer oder absoluter Rabatt auf bestimmte Positionen mehr Sinn macht. Eine Pauschale ist verlockend für die Projektkalkulation, macht aber die transparente Abrechnung von Mehrleistungen oder Änderungen deutlich komplizierter. Und irgendwas ist bekanntlich immer…
4) Nehmt unter Betrachtung aller Aspekte das WIRTSCHAFTLICHSTE Angebot an – das ist nicht unbedingt das billigste.

 

 

Fazit: Fand die Veranstaltung statt oder hat sie eine Story erzählt?!

 

Natürlich kann es anstrengend sein, wenn Designer und Planer auf ihre mitunter kreative, nerdige oder penible Art schon frühzeitig jedes Detail hinterfragen und manches Mal Ideen äußern, die auf den ersten Blick überzogen oder unrealistisch wirken. Hier bedarf es dann einer guten Technischen Leitung, die alle Details koordiniert und zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Im Endergebnis kann aber nur die unnachgiebige Detailverliebtheit aller Beteiligten in der Konzeption und Planung die letzten fünf Prozent aus der Veranstaltung herauskitzeln. Und mehr ist es häufig nicht, was zwischen     „Die Veranstaltung fand statt.“     oder     „Die Veranstaltung hat eine Story erzählt.“     steht.

 

 

Jens Labuschewski technischer Planer Event Technikbriefing Jens Labuschewski ist seit 20 Jahren im Eventbereich tätig. Er leitet das Ingenieur Planungsbüro für Event Construction Management (Crossed Disciplines), ist als Dozent tätig und engagiert sich im Prüfungswesen. Neben der Weiterbildung zum Meister für Veranstaltungstechnik absolvierte er ein Studium zum Dipl.-Ing. an der TU Dortmund, Abschluss als Bauingenieur mit Schwerpunkt auf Prozessmanagement, Bauorganisation und Baurecht. In der Planung ist er penibel und detailverliebt, in der Umsetzung bekannt für Konzentration und Gelassenheit bei der Zusammenarbeit.

 

 

Hier geht es zum Teil 3: Bessere Agenturberatung im Eventmarketing

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Sound Design: Leute, vergesst den TON nicht!

Lichtdesigner // Was man über Lichtgestaltung wissen sollte…

Medienserver: Welchen benötige ich für mein Event?

 

Briefingkultur Agentur: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus? – ein Agentur’ler schreibt // Teil 1/3

Briefingkultur Agentur: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus? – ein Agentur’ler schreibt

 

 

Was zählt ist die Story. Simpel, sinnvoll, monumental.
// Matt Circus

 

Es gibt solche und solche Briefings.

Es gibt auch solche und solche Auftraggeber.

Und es gibt auch solche und solche Agenturen.

 

 

Matt Circus aus Köln ist eine Agentur für Live-Kommunikation, die nicht nur sympathisch ist und mit Leidenschaft Ihre Arbeit macht sondern auch eine Agentur, der es wichtig ist ihre Kunden zu beraten. Erst kürzlich konnte ich gemeinsam mit ihnen die Jubiläumsparty „100 Jahre Maybelline“ realisieren.

 

Nicht nur das durchdachte und kreative Konzept auch die tolle Umsetzung überzeugten. Der Senior und Namensgeber der Agentur hat seinen Gründern mit „Matt’s Maximen“ Werte mit auf den Weg gegeben. Eines der Maxime heißt „Briefingkultur“. Der Grund warum ich Matt Circus für den Auftakt einer dreiteiligen Serie zum Thema Briefingkultur ausgewählt habe.

 

 

Hier Matt’s Antwort auf meine Frage: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus?

 

 

I. Briefingkultur.

 

„Briefings kommen nicht einfach so vorbei. Und erfolgreiche Lösungen schon gar nicht. Wir nerven so lange, bis wir ein Briefing haben, das den Stempel Kultur verdient. Denn Kultur heißt nichts anderes als Arbeit.“ Matt Circus‘ erste Maxime.

 

 

Maximilian Schmidt, Geschäftsführer bei Matt Circus und der „MACHER“ genannt, ergänzt dazu:

 

Matt bringt es auf den Punkt, vielleicht etwas schroff formuliert… (schmunzelt). Wir bei MATT CIRCUS denken: Eine gute Story beginnt bereits weit vor dem Event – eine gute Zusammenarbeit ebenfalls. Nämlich zum Zeitpunkt des Briefings.

 

Nur wer es schafft, bereits in der Briefingphase in einen echten Dialog mit dem Kunden zu treten, wird eine gute, packende Story erzählen können. Und die ist aus unserer Sicht die Voraussetzung für die Kreation echter, monumentaler Erlebnisse!

 

Was Matt mit „nerven“ beschreibt, meint, dass das klassische Briefingpapier oftmals hierfür nicht ausreicht. Zumindest wir wollen häufig mehr wissen als „Wer/Wie/Was/Wieviel/Warum“…

 

Und gehen dazu dann bereits in dieser Phase in einen intensiveren, beratenden Austausch.

 

Bei Kunden kommt das übrigens gut an: Sie merken, dass wir nichts aus der Schublade ziehen, kein Standardrepertoire für sie abspulen, sondern wirklich individuell kreieren und auf sie eingehen.

 

 

Wer mehr zur Briefingkultur wissen will, der kontaktiert einfach direkt MATT CIRCUS.

Mein Credo ist die Frage nach der Wirkung: Was soll NACHHER anders sein als VORHER?

So kann man recht genau die Ziele definieren und daraus Maßnahmen ableiten

 

 

In den nächsten Wochen geht es mit diesen zwei Fragestellungen weiter:

Wie sieht gute Agentur-Beratung aus? – ein Konzern-Projektleiter schreibt

Wie sieht das perfekte Technikbriefing aus? – ein technischer Planer schreibt

 

Außerdem könnten diese fünf Briefingtipps und dazu diese sechs Meinungen von Interesse sein.

Weitergehende Gedanken zum Thema Pitch hält der FAMAB Verband hier bereit: 7 Regeln für einen fairen Pitch

 

 

FrageWie sieht aus deiner Sicht ein gutes Briefing von Kunden im Bereich Live-Kommunikation aus? Welche Rückfragen stellst du, wenn das Briefing noch unschlüssig ist? Was gehört unbedingt ins Briefing rein? Ich freue mich über Deine Antwort zur Briefingkultur Agentur auf FacebookTwitter oder LinkedIn!

 

7 Tipps: Wie Dir Dankbarkeit bei Events hilft…

 

 

„Loben zieht nach oben und Danken schützt vor Wanken!“

 

 

Das hat meine Oma so gesagt. Der Spruch begleitet mich seit Kindestagen und ist zu einem tiefen Wert geworden. Auch Untersuchungen zeigen, dass Dankbarkeit zu weniger Stress, besseren Beziehungen und Gesundheit führt. Außerdem impft sie uns gegen negative Emotionen. Allerdings gibt es einen Ort, an dem Dankbarkeit kaum einen Platz findet – nämlich im Job.

 

Dies ist ein Problem. Denn realistisch gesehen verbringen wir in der Live-Kommunikation mehr Lebenszeit auf Events als in jedem anderen Lebensbereich. Und das Ausbleiben von Lob und Dank verhindert nicht nur gute Arbeitsresultate, sondern beschneidet ebenso unser Lebensglück. Wenn wir uns also obige Dankbarkeits-Vorteile zunutze machen wollen, dann ist die Arbeit der beste Ort damit anzufangen.

 

 

Dankbarkeit oder was das mit der Arbeitsmoral machen kann…

 

Vor gut 10 Jahren arbeitete ich noch als Set-Aufnahmeleiter bei TV-Produktionen. Dort musste ich einmal eine Schimpftirade eines Regisseurs auf der Interkom über mich ergehen lassen – für alle hörbar. Allerdings für etwas, was ich gar nicht zu verantworten hatte. Er musste wohl so vor dem Kunden seine Autorität zementieren und brauchte ein Ventil, um von einem eigenen Fehler abzulenken. Was das mit meinem Wohlbefinden getan hat, mann man sich sicher vorstellen… Der Motivation war es zumindest nicht zuträglich – wie es auch im gesamten Team spürbar war. (Warum anschreien übrigens nicht lohnt, hab ich hier geschrieben.)

 

Klar, die Welt hat sich weitergedreht. Aber der Schaden war angerichtet. Denn mit Druck und Negativität werden keine außerordentlichen Ergebnisse erzielt. Vermutlich hatte der Regisseur gar keine Ahnung, wie verheerend sein Verhalten sich auf mich und die Arbeitsmoral des ganzen Teams ausgewirkt hat. Menschen werden ihre Leistung im Job nur bis zu einem gewissen Punkt liefern – oder auf Durchzug schalten. Werden sie unterirdisch wertgeschätzt, dann leisten sie auch nur das Nötigste. Dienst nach Vorschrift eben.

 

 

7 Tipps, um den Erfolg durch ein einfaches DANKE zu stärken

 

Studien belegen, dass Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen, produktiver und loyaler sind. Allerdings scheint diese Botschaft bei Chefs noch nicht angekommen zu sein. Manche denken immer noch, dass nur hochgesteckte Ziele – verbunden mit Zuckerbrot und Peitsche – der Weg sind, um Ergebnisse zu erreichen. Oder auf schwäbisch: „Nix g’schwätzt isch g’nug g’lobt„… Folgend sieben Tipps, um mittels eines DANKE bessere Ergebnisse zu erzielen.

 

 

1. Eine Kultur der Wertschätzung führt zu dem Gefühl willkommen im Team und darin gewollt zu sein. Das führt unweigerlich zu besseren Arbeitsergebnissen. Nur: Fühlt sich jeder im Team wirklich willkommen? Offensichtlich findet diese einfache Wertschätzung viel zu selten statt.

Also: Wertschätze dein Team und sorge für eine einladende Kultur!

 

2. Wir arbeiten nicht nur fürs Geld – das ist nur einer unserer Motivatoren (TED Talk „What motivates us“). Wir arbeiten ebenso an besonderen Live-Momenten, um durch unsere Arbeit respektiert zu werden und für das Gefühl, etwas Sinnvolles zu schaffen. Da wir uns oft leidenschaftlich in Jobs investieren, beeinflusst die Arbeit auch unseren emotionalen Status.

Daher: Respektiere dein Gegenüber und sorge für Sinnhaftigkeit und guten Spirit!

 

3. Jede Mühe lohnt sich, wenn ich weiß, dass mein Einsatz gesehen und gewollt wird. Wird die Leistung jedoch nach der 15h Tag- und Nachtschicht gewürdigt oder als selbstverständlich abgetan? Gibt es nach einer Rettungsaktion zumindest ein Dank dafür oder wird dies gar nicht wahrgenommen? Außerdem hilft es, wenn man sich im Vorfeld konkrete Gedanken macht, wen man wann und wofür loben will. Dann wird man es viel wahrscheinlicher auch tun.

Deshalb: Verpflichte dich, guten Einsatz konsequent und intentionell zu loben!

 

4. Event ist Teamplay. Oft bekommen aber nur die exponierten Persönlichkeiten die positiven Rückmeldungen. Was ist aber mit denen, die genau das erst ermöglichen und nicht im Rampenlicht stehen? Darüber bin ich mir als Regisseur stets bewusst (und ich denke auch jede/r Moderator/in im Rampenlicht weiß, wovon ich spreche). Wenn wir also Erfolg haben, dann vor allem, weil dieser gemeinschaftlich erreicht wurde.

Heißt: Danke gerade den Kollegen, die es sonst sehr unwahrscheinlich gesagt bekommen!

 

5. Aber: Auch nicht immer und überall für alles DANKE sagen – das fängt schnell an zu nerven. Wie immer im Leben muss DANK authentisch und ausbalanciert bleiben. Ein Danke kommt um so besser an, desto spezifischer es formuliert wird. Das zeigt, dass du nicht oberflächlich damit um dich schmeißt sondern dir Gedanken gemacht hast, wofür genau du dich bedankst. Zugleich wirst du dir selbst darüber bewusst, was du an dem anderen beziehungsweise seiner Leistung schätzt.

Sprich: Setze Lob und Anerkennung spezifisch und individuell ein! 

 

6. Jeder Mensch tickt anders (interessant sind dabei die unterschiedlichen Persönlichkeitsprofile). Für den einen mag ein verbales DANKE treffend sein. Ein anderer ist schüchtern und freut sich eher über das geschriebene Wort oder ein Geschenk. Es bedarf Taktgefühl, um auf angemessene Art und Weise Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, ohne Mitarbeiter zu nerven oder bloß zu stellen.

Bedeutet: Finde angemessene Formen um deinen Dank auszudrücken!

 

7. Gerade wenn keiner Danke sagt: Fang damit an. Es wird sich verbreiten! Natürlich hilft es, wenn der Dank von der obersten Stelle ausgeht. Aber gute Führung hat nichts mit der Position zu tun, sondern mit Einfluss. Das heißt, du kannst jederzeit in jeder Position loslegen und damit Einfluss bei Events nehmen.

Ergo: Starte wo du bist – du hast es in der Hand!

 

 

 

Fazit: Dankbarkeit verändert die Atmosphäre und vor allem dich selbst

 

Dankbarkeit ist die effektivste Währung, um Menschen in ein Projekt zu involvieren und dabei zu Höchstleistungen zu motivieren. Außerdem hat dies auch einen weiteren Effekt: Einzelne werden vertrauensvoller miteinander und sind dadurch eher geneigt, sich gegenseitig zu helfen. So kommt der Stein ins Rollen.

 

Wenn wir im Sinne eines guten Events das Beste aus unseren Kollegen und Mitarbeitern herausholen wollen, müssen wir ihr Inneres gewinnen. Das kann man nicht einfordern und schon gar nicht durch Gehälter erkaufen, wie Michael Hyatt treffend schreibt. Aber ein einfaches Danke kann dabei Wunder bewirken – und kostet noch nicht mal was. Nur deine Aufmerksamkeit, etwas Zeit und Mühe… Also, raus aus der Komfortzone!

 

Wie schon das Zitat eingangs sagte: Loben zieht nach oben und Danken schützt vor Wanken. Ich habe es bei Produktionen mit eher mieser Stimmung immer ausprobiert. Ein zielgerichtetes, begründetes Lob hat nicht nur mein Gegenüber emotional nach oben gezogen, sondern auch mich. Es funktioniert. Und sollte es das mal nicht tun, dann dient es einfach deinem eigenen Wohlbefinden… 😉

 

 

Frage: Wie sagst du im Job DANKE? Teile Deine Antwort auf Facebook, Twitter oder LinkedIn.

 

Persönlichkeitsprofil: Grundlage für gutes Teamwork

Persönlichkeitsprofil: Welcher Typ bist du? // Quelle der Informationen: überwiegend zitiert von Wikipedia

 

 

Warum macht das Wissen über ein Persönlichkeitsprofil in der Eventbranche Sinn? Weil unsere Arbeit auf kurzlebiger Projektarbeit basiert und dabei die Chemie zwischen Menschen einer der ausschlaggebendsten Faktoren für den Erfolg eines Events ist. Gerne möchte ich daher vier mir bekannte Tests zur Einschätzung von Persönlichkeiten vorstellen und erklären, wie diese in der Zusammenarbeit mit Teams helfen können.

 

 

1) Big Five – Modell der Persönlichkeitspsychologie

 

Bei dem Fünf-Faktoren-Modell (FFM) handelt es sich um ein Modell der Persönlichkeitspsychologie, das fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit definiert. Demnach lässt sich jeder Mensch auf den folgenden Skalen einordnen: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit.

 

Dem Big Five Modell liegt die Auffassung zugrunde, dass sich Persönlichkeitsmerkmale in der Sprache niederschlagen, also alle wesentlichen Unterschiede zwischen Personen im Wörterbuch durch entsprechende Begriffe repräsentiert werden. Auf der Basis von Listen mit über 18.000 Begriffen wurden durch Faktorenanalyse fünf sehr stabile, unabhängige und weitgehend kulturstabile Faktoren – die Big Five – gefunden, und später durch eine Vielzahl von Studien belegt.

 

Die Big Five gelten heute laut Wikipedia international als das Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung. Da sich die Persönlichkeit bis zum 30ten Lebensjahr oft noch verändert, lohnt sich ein erneuter Test zu diesem Zeitpunkt zu wiederholen. An dieser Stelle findet sich der Test (den einzigen der vier, den ich tatsächlich selbst noch nicht gemacht habe… ;).

 

 

2) Enneagram als Tool zur Entwicklung des Persönlichkeitsprofil

 

Das Enneagramm bezeichnet ein neunspitziges Symbol, das als grafisches Strukturmodell neun als grundsätzlich angenommene Qualitäten unterscheiden, ordnen und miteinander in Beziehung setzen soll. Das Enneagramm wird als ein prozessorientiertes Werkzeug zur Selbstentwicklung beschrieben, nicht aber als Symbolisierung verschiedener Persönlichkeitstypen. Im Gegensatz zu den vier antiken Temperamenten cholerisch, sanguinisch, melancholisch und phlegmatisch wird das Persönlichkeitsenneagramm dazu benutzt, die Menschen in neun Persönlichkeitstypen einzuteilen.

 

 

Persönlichkeitsprofil Enneagram

Enneagram-Persönlichkeitsprofil // Grafik: www.newmind.de

 

 

Oft fehlt uns auch das Verständnis für das Handeln anderer Menschen. Nach dem Enneagramm hat jedes Persönlichkeitsmuster eine bestimmte Weltsicht und betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter. Davon ausgehend wird es möglich zu erklären, warum Menschen sich auf eine bestimmte Weise und nicht anders verhalten. Probleme und Konflikte – im Privaten wie in der Arbeit – resultieren häufig aus Schlussfolgerungen vom eigenen auf fremdes Wahrnehmen. Das Enneagramm trägt dazu bei, die Dynamik zwischen Menschen verschiedenen Musters zu verstehen und damit zwischenmenschliche Probleme zu lösen.

 

Indem die Typologie des Enneagramms beschreibt, wie sich die Grundmuster in positiven wie negativen Situationen verändern, zeigt es zugleich Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Nach Einschätzung von Kritikern werden allerdings nur wenige Aspekte eines Menschen beachtet und nur auf Verhalten geschaut, statt das Gesamtbild inklusive seines Wahrnehmungsstils und Wesens zu betrachten.

 

Eine erklärende Übersicht der neun Typen findet sich bei Wikipedia, weitere Infos hier.

 

 

3) Myers-Briggs-Typenindikator nach Carl Jung

 

Der Myers-Briggs-Typenindikator ist ein Instrument, mit dessen Hilfe psychologischen Typen erfasst werden sollen. Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung bemerkte in seinem täglichen Kontakt mit Patienten, dass der Umgang mancher Menschen mit der Welt schlicht anders war als sein eigener. Er notierte diese Beobachtungen und deren charakteristische Merkmale, benannte sie und machte sich die Kenntnis der Persönlichkeitseinschätzung wieder für seine Arbeit zunutze. Grundlegend für das Modell ist die Einschätzung der Typen in vier Funktionen (Denken/Fühlen, Sensorik/Intuition), die jeweils mit den Attributen introvertiert oder extravertiert belegt wurden.

 

Katherine Cook Briggs und ihre Tochter Isabel Myers griffen die Typologie von Jung auf und führten Messreihen durch. Es gibt in der Typologie vier Indikatoren (Motivation/Antrieb, Aufmerksamkeit, Entscheidung, Lebensstil) die in jeweils zwei konträren Präferenzen ausgeprägt sind. Zur weiteren Übersicht empfehle ich diese Tabelle. Der Indikator wird überwiegend im Bereich Coaching und Personalwesen eingesetzt.

 

Von der wissenschaftlichen Psychologie wird der MBTI zwar abgelehnt, weil er den Mindestanforderungen an Gültigkeit und Verlässlichkeit nicht entspricht. Bei Wiederholungen des Tests nach mehreren Wochen oder Monaten schwankt der Typ auch oftmals. Hier geht es zum Test und an folgender Stelle finden sich wirklich gute Charakterisierungen der einzelnen Typen als Auswertung (dort auf das entsprechende Profil klicken).

 

 

4) DISG für dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft

 

Das DISG-Modell bezeichnet einen auf Selbstbeschreibung beruhenden Persönlichkeitstest mit den vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit. Das wissenschaftlich nicht bewiesene Modell beschreibt nach dem Prinzip der Selbstbeschreibung bestimmte Ausprägungen von Verhaltenstendenzen von Menschen bei einem bestimmten Typus. Die Auswertung der Ergebnisse spiegelt den Status Quo des Teilnehmerverhaltens (man verteilt Punkte am ehesten bis am wenigsten) und geschieht grafisch in drei Diagrammen: „Äußeres Selbstbild“, „Inneres Selbstbild“, „Integriertes Selbstbild“.

 

DISG PersönlichkeitsprofilDISG Persönlichkeitsprofil // Bild: Steschke at Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

 

Der Nutzen besteht im konkreten alltäglichen Umgang mit den vier Verhaltensdimensionen. Sie ermöglichen die Einschätzung des Verhaltens des Gegenübers. In einem solchen Training wird dem Teilnehmer vermittelt, Teammitglieder, Kunden, Mitarbeiter, Führungskräfte etc. besser in deren Verhalten kennenzulernen und dadurch das eigene Verhalten an den Verhaltensstil des Gegenübers anpassen zu können. Es besteht dabei -wie bei allen Tests- die Gefahr, dass das äußerst komplexe Phänomen „Persönlichkeit“ auf vier Typen oder Mischtypen reduziert wird und somit das Denken in „Schubladen“ fördert.

 

Weitere Informationen finden sich hier und in dem offiziellen Buch Das neue 1×1 der Persönlichkeit samt Test.

 

 

Persönlichkeitsprofil als Grundlage für gutes Teamwork & erfolgreiche Events

 

Schon als Jugendlicher stieß ich auf die DISG-Methode. Bereits zu der Zeit empfand ich das Wissen über die unterschiedlichen Persönlichkeitsprofile von Menschen als sehr wertvoll. Erst kürzlich bin ich mit dem Myers-Briggs-Typenindikator in Berührung gekommen. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung hat diese Einschätzungform mich auf den Punkt genau beschrieben. Dabei haben mich die Genauigkeit der Beschreibung meiner Persönlichkeit sowie mir bisher selbst nicht bewusste Details umgehauen – WOW! Ich empfehle daher einfach mal die 70 Fragen mit JA oder NEIN zu beantworten und unbedingt die verlinkte Auswertung beziehungsweise Deutung des Profils zu machen – mir hat es Welten eröffnet…

 

Fazit: Bei Events ist es natürlich schwierig, in immer wechselnden Teamkonstellationen und kürzester Zeit zu erkennen, welchen Typen Mensch ich vor mir habe. Zumal ich es in meiner Funktion als Regisseur mit sehr unterschiedlichen Typen zu tun habe – vom CEO bis zum Bühnentechniker ist da alles dabei. Mir hilft jedoch das Bewusstsein, wie ich selbst „ticke“ und welche andere Formen von Menschen es da draußen gibt. Ob im Bereich Kommunikation, Entscheidungsfindung oder einfach um für ein gutes Miteinander zu sorgen. Gerade bei der Zusammenarbeit gibt das DISG-Modell und Enneagram wertvolle Hinweise, wie man in der jeweiligen Konstellation zueinander besser agieren kann. Über weitere Elemente guten Teamworks habe ich übrigens in diesem Blogpost geschrieben: Warum anschreiben einfach nicht lohnt…

 

 

Frage: Welche Mittel helfen Dir in der Einschätzung und Zusammenarbeit mit Teamkollegen?

 

Besser Präsentieren // Teil 4: Rhetorik

Nicht im Regen stehen, sondern mit Argumenten überzeugen… // Teil 4 von Martin Kloss: Rhetorik

 

 

Heute der vierte Teil der Serie “Besser Präsentieren” mit Analysen, Hintergründen und nützlichen Tipps um die eigene Präsentation vor Publikum zu verbessern (Teil 1: WIE vor WAS // 2: Körpersprache // 3: Atmung & Stimme).

 

 

Rhetorik: Mein Gegenüber durch Argumente überzeugen!

 

Wie kann ich mit rhetorischen Mitteln meine Inhalte besser vermitteln?
Welche Rolle spielt Rhetorik im Gesamtkontext meiner Präsentation?

 

1. Weniger ist mehr
2. Pausen machen den Rhythmus

 

 

Was ist Rhetorik?

 

Als “Kunst der Rede” stellt die Rhetorik die Mittel bereit Ihre Zuhörer verbal von Ihren Aussagen zu überzeugen. Sie wird auch die “Wissenschaft vom wirksamen Reden” genannt und stellt ein Transportmittel für die zu vermittelnden Inhalte dar.

 

Ob dieses Transportmittel ein schicker, schneller und effizienter Sportwagen oder ein alter, rostiger und stinkender Lastwagen ist, liegt an Ihnen und wie Sie die Werkzeuge der Rhetorik sinnvoll einsetzen.

 

Mit dem Thema Rhetorik kann man sich problemlos ein Leben lang beschäftigen, daher geht es in diesem Artikel nur um ein paar einfache grundlegende Dinge, die Ihnen bei Ihrer Präsentation helfen sollen das Transportmittel Rhetorik besser zu nutzen.

 

 

Weniger ist mehr

 

Im Englischen gibt es das sogenannte KISS-Prinzip: “Keep It Simple, Stupid”. Das ist ein einfacher und guter Merksatz, denn er beschreibt das Prinzip, das als oberste Regel für eine Rede oder Präsentation gelten sollte: “halte es so einfach wie möglich”.

 

Einige Menschen meinen, durch die Verwendung möglichst komplizierter Fremdworte oder Anglizismen würden sie ihr Wissen, ihre Kompetenz und ihren Status dem Zuhörer gegenüber deutlich machen. Das Gegenteil ist der Fall. Denn je weniger ich als Zuhörer verstehe, desto weniger höre ich zu. Positiv formuliert: je einfacher das Gesagte ist, desto aufmerksamer ist mein Zuhörer.

 

Selbstverständlich lassen sich nicht immer alle Fremdworte oder Anglizismen vermeiden, teilweise weil es keinen deutschen Ausdruck dafür gibt oder weil es ein feststehender Fachbegriff ist. Aber es reicht schon sich beim Schreiben einer Rede oder auch beim freien Sprechen darauf zu konzentrieren einfache Worte zu wählen.

 

“Unser Forecast setzt eine Benchmark im Segment der Channel Distribution” ist ein beispielsweise Satz über den ein Zuhörer so lange nachdenken muss, dass die darauffolgenden Sätze gar nicht gehört werden.

 

Das gleiche gilt für die Satzlänge. Schriftdeutsch zu sprechen, ist sehr schwierig für den Sprecher und noch schwieriger für den Zuhörer. Versuchen Sie Ihre Sätze mit maximal 12-15 Worten zu bilden, ohne Nebensätze und gesprochene Klammern. Das macht es Ihnen beim Sprechen und Ihren Zuhörern beim Verarbeiten der Inhalte leichter.

 

 

Positiv bleiben


In vielen Fällen verwenden wir unbewusst eine Negation um etwas Positives auszudrücken. Zum Beispiel “meine Präsentation wird nicht lange dauern”, anstatt positiv “meine Präsentation wird kurz sein”.

 

Das Problem dabei ist, unser Hirn kennt keine Negation. Wenn ich das klassische Beispiel nenne “bitte denken Sie jetzt NICHT an einen rosa Elefanten”, können Sie nichts dagegen tun, dass Sie vor Ihrem geistigen Auge einen rosa Elefanten sehen.

 

Das liegt daran wie unser Hirn Sprache verarbeitet. Die Worte werden alle wahrgenommen und erst im Nachhinein in den Gesamtkontext und damit ihre Bedeutung eingeordnet. Dazu kommen Dinge wie Prosodie und Parasprache (vgl. Teil 3: Atmung & Stimme), die dann im Zusammenspiel die Bedeutung des Gehörten ergeben.

 

Eine Aufforderung etwas NICHT zu tun, hat deswegen zur Folge, dass gerade das Bild dessen was NICHT getan werden soll im Kopf entsteht.

 

Dieses Prinzip kann auch umgekehrt werden um schlechte Nachrichten zu schönen. Wenn bei Aktiengesellschaften von einer “Gewinnwarnung” gesprochen wird, bleibt im Hirn der positive Begriff “Gewinn” hängen, während die eigentliche Nachricht einen Verlust meint.

 

Achten Sie mal darauf wie oft Sie im Alltag die Negativ-Form verwenden und versuchen Sie das gleiche noch einmal positiv auszudrücken. Wählen Sie bewusst die Worte und vor allem Bilder, die bei Ihren Zuhörern hängen bleiben sollen.

 

 

Pausen machen den Rhythmus

 

Jeder Musiker weiß, Pausen machen den Rhythmus. Der Rhythmus entsteht nicht durch den Moment in dem eine Saite gezupft oder eine Trommel geschlagen wird, sondern die genau gesetzte Pause zwischen den Tönen macht den Groove.

 

Das liegt daran, dass wir in einer Pause das gerade gehörte erstmal verarbeiten müssen und dann im besten Fall gespannt auf den nächsten Ton bzw. das nächste Wort warten. Einen Witz ohne die akzentuierte Pause vor der Pointe zu erzählen, ruiniert den ganzen Witz.

 

Machen Sie daher Pausen beim Sprechen, lieber mehrere als wenige. Mit Pausen erhöhen Sie den Spannungsbogen, setzten gezielt einen Punkt oder ein Ausrufezeichen hinter das gerade gesagte und ermöglichen dem Zuhörer darüber nachzudenken.

 

Die gefühlte Länge einer Pause ist dabei immer sehr viel kürzer als die tatsächliche. Probieren Sie es am besten einmal aus, indem Sie sich aufnehmen und die subjektiv wahrgenommene Pausenzeit beim Sprechen mit der beim Hören vergleichen.

 

 

Was bedeutet das für meine Präsentation?

 

Achten Sie schon beim Schreiben bei Ihrer Rede oder Präsentation darauf einfache und positive Formulierungen zu verwenden. Üben Sie Ihre Präsentation langsam, mit bewusst gesetzten Pausen zu sprechen. Nehmen Sie sich gegebenenfalls beim Üben auf Audio oder Video auf, um ein Gespür für das Tempo und die Pausenlänge zu bekommen.

 

 

Fazit: Rhetorik hilft jeder Präsentation

 

Einfache Mittel der Rhetorik können die Vorbereitung und Ausführung Ihrer Präsentation maßgeblich verbessern.
Merken Sie sich: Weniger ist mehr. Einfache und positive Worte, kurze Sätze. Langsames Sprechen und Mut zur Pause. Dann macht es Ihnen und auch Ihren Zuhörern mehr Spaß und die Inhalte kommen an.

 

 

Im fünften und vorerst letzten Teil dieser Serie geht es um das Thema Spiegelung und was Hirnforschung mit dem Thema Präsentieren zu tun hat.

 

 

Martin Kloss Besser PräsentierenMartin Kloss ist seit bald 20 Jahren als zweisprachiger (Deutsch / Englisch) Schauspieler, Moderator und Musiker vor der Kamera und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Darüber hinaus hilft er Unternehmen als Schauspiel- und Business Coach, schult Redner und Vortragende und bietet Workshops zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung an. Weitere Infos: www.martinkloss.com

 

Innovatives Veranstaltungsformat: Future Cube vom Klubhaus Köln

Innovatives Veranstaltungsformat – der Future Cube beim DGFP//lab im Ersteinsatz // Fotos: Klubhaus

 

 

Kürzlich habe ich eine Fernreise in die Heimat unternommen. Mit Torsten Fremer sass ich am Zülpicher Platz in Köln beim wohl lustigsten Asiaten, den es im Rheinland gibt. Bei Sushi und Tee in Tokyo traf ich fast beiläufig auf einen Ansatz, den ich für die Arbeit bei Konferenzen und Meetings sehr spannend finde. Den Future Cube will ich euch nicht vorenthalten und habe Torsten nach dem Prinzipen dahinter befragt.

 

 

I. Was ist der „Future Cube“ und was zeichnet ihn aus?

 

Der Future Cube ist ein innovatives Veranstaltungsformat. Es verbindet die digital gestützte Entwicklung von Ideen und Lösungen mit analogen Kreativtechniken. Zwischen 50 und 5.000 Personen können interaktiv zusammenarbeiten, gemeinsam kreativ werden und ihr Wissen teilen.

 

Anders als bei klassischen Konferenz- und Workshop-Formaten entstehen beim Future Cube durch digitale Vernetzung Ergebnisse, die von allen getragen werden und somit höchste Relevanz für das gesamte Unternehmen besitzen. An nur einem Tag erleben die Teilnehmer die Kraft kollektiver Intelligenz mit einem beeindruckenden Output an Ergebnissen, die nachhaltig Wirkung zeigen.

 

Der Future Cube ist ein Veranstaltungsformat, das hilft, der Komplexität unserer Zeit zu begegnen. Dabei eignet es sich genau so für Themen der Unternehmenskultur wie für Innovationsprozesse und konkrete Produktentwicklungen oder die kollektive Erarbeitung von Manifesten und Maßnahmenplänen.

 

 

II. Gibt es ein Best-Practice-Beispiel vom Future Cube?

 

Zum ersten Mal kam das Konzept bei dem DGFP//lab zum Einsatz – einem interaktiven Kongressformat für die Deutsche Gesellschaft für Personalführung. Bei der Veranstaltung mit ca. 300 Teilnehmern ging es darum, ein Manifest für die Zukunft der Arbeit zu entwickeln, wo Partizipation und Mitgestaltung eine wichtige Rolle spielen. Das positive Feedback nahezu aller Teilnehmer und die sehr guten Ergebnisse haben uns dazu motiviert, dass Produkt serienreif zu entwickeln.

 

In die Entwicklung des Formates floss das Know-how verschiedener Spezialisten und Fachrichtungen ein. Neben unseren Eventspezialisten vom KLUBHAUS waren es die Didaktikexperten von braincheck um Dr. Carl Naughton und das Methoden- und Beratungsunternehmen nextpractice, das sich schon seit Jahren mit kollektiver Intelligenz und dem sinnstiftenden Einsatz von digitalen Netzwerken beschäftigt.

 

 

III. Wie funktioniert der Prozess?

 

Grob skizziert besteht der Future Cube aus vier Phasen (siehe Bild unterhalb). Während der ersten Phase werden die Teilnehmer an das Thema herangeführt und erweitern ihren Blickwinkel, indem sie Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. In der zweiten Etappe dreht sich alles um das Sammeln von Ideen; gearbeitet wird im interaktiven Wechsel zwischen Klein- und Großgruppe.

 

Der dritte Schritt gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Ideen digital zu teilen, sich auszutauschen und von den Ergebnissen der anderen Gruppen zu profitieren. In der abschließenden Phase bewerten die Teilnehmer den generierten Ideenschatz. Die Ergebnisse der Kleingruppen werden jederzeit mit dem kompletten Plenum vernetzt.

 

 

Innovatives Veranstaltungsformat FutureCube 4 PhasenInnovatives Veranstaltungsformat FutureCube 4 Phasen

 

 

IV. Welcher ‚Tools’ bedient sich der Future Cube genau?

 

Der Future Cube ist multidimensional und vereint Elemente digitaler Netzwerktechnologien, Ansätze der Neugier-Forschung, klassische Kreativmethoden und externen Input über Marktplätze oder Inspirationsinseln. Digital arbeitet entweder die Gesamtgruppe vernetzt miteinander oder jeweils eine Gruppe von drei bis vier Personen an einem Laptop. Während der analogen Arbeitssequenzen sind es größere Teilgruppen. Je nach Interessenslage lassen sich über Algorithmen schnell immer wieder neue Teams nach individuellen Stärken und Zielen zusammensetzen. Gearbeitet wird übrigens in einem Raum, Breakouts sind nicht notwendig. Gerade das macht die Kraft des Formates aus.

 

 

V. Stichwort „Partizipation“: Wie kann man diese verbessern – oder muss man das gar nicht?

 

In Veranstaltungen erfolgt die Kommunikation immer noch viel zu oft eindimensional, weil es sich beispielsweise um statische beziehungsweise klassische Vortragssituationen handelt. Wenn in Gruppen gearbeitet wird, erfolgt der Informationsaustausch oft isoliert oder beschränkt innerhalb der einzelnen Gruppen. Digitale Kongress-Tools beschränken sich meist noch auf einfache Abstimmungen oder vorbereitete Multiple-Choice-Fragen, die eher als Gadget zu betrachten sind, als dass sie ansatzweise die Möglichkeiten des digitalen Netzwerkens ausschöpfen. Beim Future Cube hat die eingesetzte Technik keinen spielerischen Selbstzweck. Die Ergebnisse des Future Cubes besitzen dadurch, dass Sie von allen Teilnehmern gemeinsam entwickelt und geteilt werden, echte Relevanz für das gesamte Unternehmen – Inhalt gewinnt!

 

 

VI. Wie kann man das Prinzip des vernetzten Arbeitens sinnvoll schon vor und während eines Events nutzen?

 

Relevante Themen und Schwerpunkte lassen sich schon im Vorfeld der Veranstaltung über kurze digitale Online-Sessions identifizieren. Während der Veranstaltung werden die Ergebnisse und sämtliche Arbeitsschritte dank digitaler Vernetzung im Plenum oder in der Kleingruppe geteilt und gleichzeitig dokumentiert. So liegen jedem Teilnehmer aktuelle Ergebnisse direkt nach der Veranstaltung vor. Das bietet eine hervorragende Ausgangsbasis, um vielversprechende Ansätze weiterzuentwickeln und umzusetzen. Eine langwierige Auswertung ist nicht mehr nötig.

 

 

VII. Eignet sich der Future Cube als Methode im Change-Prozess?

 

Mit dem Future Cube können sich Kultur- und Werteverständnis während einer Veranstaltung in Echtzeit ändern, da jeder Teilnehmer alles mitverfolgen und sich zu jeder Zeit einbringen kann. Das ist für viele Unternehmen schon ein Musterwechsel, der die Teilnehmer zu einem engagierten Austausch und Umdenken animiert. Sämtliche Eingaben erfolgen absenderneutral und auch die Kommentierung und Bewertung ist anonym. Auf diese Weise entsteht eine Inhaltsdynamik, die intelligente Ideen und Maßnahmen hervorbringt, die für das Unternehmen wirklich relevant sind und von der Mehrheit getragen und geteilt werden. Das alleine kann schon zu nachhaltigen Veränderungen führen.

 

 

VIII. Wie werden Veranstaltungen Deiner Meinung nach in Zukunft aussehen (müssen)?

 

Ein Patentrezept wird es natürlich auch weiterhin nicht geben. Vielmehr sollte man noch genauer hinschauen, was wirklich die Ziele einer Veranstaltung sind und für jede einzelne die passende Lösung konzipieren. Das ist meinem Verständnis nach die Kernaufgabe einer Agentur. Tendenziell denke ich aber, dass mehr Interaktion ein wesentlicher Punkt sein wird. Damit sich nicht immer wieder der Allgemeinplatz bestätigt, dass das Beste an einer Veranstaltung mal wieder die Kaffeepause war.

 

Nur: Warum ändert niemand etwas daran? Oder provokant gefragt: Warum sind nicht längst die Kaffeepausen zum Mittelpunkt der Veranstaltungen avanciert? Und warum beschränkt sich die Informationsvermittlung nicht auf die Länge einer Kaffeepause? Informationen können heute auf zahlreichen Wegen vorab und digital zur Verfügung gestellt werden. Die Zeit, in der man sich trifft, sollte man dann auch gezielt zum Austausch verwenden. Mit dem Future Cube steht hierzu ab sofort ein professionelles Format zur Verfügung.

 

 

Torsten Fremer Klubhaus Eventagentur Köln Dr. Torsten Fremer, Jahrgang 1968, seit 2008 geschäftsführender Gesellschafter KLUBHAUS, Agentur für intelligente Kommunikation GmbH, mit dem Verantwortungsbereichen Live-Kommunikation und Innovationskultur. Zuvor: Studium Geschichte und Philosophie, Konzeptioner bei den Agenturen red cell (WPP) und Sponsorpartners (BBDO), Inhaber und Geschäftsführer culturepartners.

 

 

 

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Sound Design: Leute, vergesst den TON nicht!

Sound Design: Leute, vergesst den TON nicht! // Der Ton macht die Musik…

 

 

„Das Auge‬ führt den Menschen in die Welt.
Das ‪Ohr‬ führt die Welt in den Menschen.“
// Lorenz Oken, Deutscher Naturforscher und Arzt, 1779–1851

 

 

In der Live-Kommunikation schaffen wir Erlebnisse, die emotional berühren. Dabei wird viel Wert auf Lichtdesign und Filmeinspieler gelegt. Denn damit erzeugen wir Wirkung.   Richtig.

 

Hiermit möchte ich aber eine Lanze für den Ton brechen, denn:

 

Musik umgibt uns. Ständig. Dabei geht sie direkt ins Herz.

Sie weckt Emotionen. Ohne Umweg über den Kopf.

 

Das können wir gezielt einsetzen, um Menschen zu bewegen. Musik ist das Emotionalste überhaupt. Allerdings nutzen wir diese Disziplin noch viel zu unbewusst. Leider. Ich frage mich immer wieder, warum Sound Design eigentlich so vernachlässigt wird? Dabei ist doch die Musik der Schlüssel zu Gefühlen und somit starken Erlebnissen.

 

Aus meiner Erfahrung geht es bei Veranstaltungen immer zuerst um Licht und Bild. Ich gestehe, dass sich das auch in meiner Arbeit und Selbstverständnis oft so verhält. Frei nach dem Motto: Tja, dann ist da ja noch der Ton…

 

 

Sound Design – worum geht es?

 

Zugegeben, der Tonbereich ist nicht leicht zu umreißen: Film, Hörspiele, Hörfunk, Fernsehen, künstlerische Installationen, Multimedia-Anwendungen bis zu Computerspielen – ein weites Feld. Sound Design, also die kreative Arbeit mit Klängen und Geräuschen, unterscheidet sich von der Komposition eines Musikstücks oder den Audioaufnahmen im Studio. Sound Design kommt im Eventbereich vor allem im Beschallungskonzept vor Ort zum tragen. Besucher können so begeistert werden, ins Staunen geraten und durch spannende Effekte auch vom Ton gekitzelt werden!

 

Die Basis hierfür ist natürlich eine gute Planung. Angefangen vom Musikkonzept zur Komposition, Aufnahme und wie die Beschallung vor Ort eingemessen wird. Alles, um mit Ton clever und wirkungsvoll Emotionen zu übertragen. Spannend wird es dann, wenn kreative Toneffekte zum Einsatz kommen, um Inhalte zu transportieren. Die Klanginstallation O wie Omicron ist für mich ein beeindruckendes Beispiel dafür. Allerdings kann gutes Sound Design nur funktionieren, wenn man eben nicht erst vor Ort überlegt, sondern sich schon von Beginn an Gedanken zum Sound Design macht.

 

Das fehlt aber leider viel zu häufig bei Events.

 

 

Verbesserungspotential: Sprachverständlichkeit, Probenzeiten & Standards

 

Konkret: Wie oft habe ich schon Filme hören müssen, bei denen die Sprachverständlichkeit unter einer schlechten Mischung mit zu lauter Musik leidet. Warum die Tonspuren nicht voneinander getrennt auf unterschiedlichen Ebenen anliefern, um sie dann vor Ort passgenau zu mischen? Während das Lichtdesign vor Ort immer noch schnell und mit überschaubarem Aufwand angepasst werden kann, ist man beim Ton einfach auf das angewiesen, was angeliefert wird. „Shit in – shit out„, wie ein alter Spruch der Tonkollegen lautet.

 

Ein Mischpult ist eben kein Klärwerk.

 

Andererseits bedingt es aber auch Soundästheten hinter den Mischpulten, die sich dieser Feinheiten annehmen und daran arbeiten. Zu oft kommen leider aber mp3-Titel, die auf einer eingemessenen Anlage einfach nicht wie am heimischen Laptop klingen können. Wäre ja auch komisch. Oder: „Wir produzieren gerade noch was“ und dann kommt ein ungemastertes mp3, was unterschiedliche Pegel hat. Um ein qualitativ-lineares Klangergebnis zu erzeugen, ist das Mastering unabdingbar.

 

Ähnlich verhält es sich bei den Probenzeiten. Bild und Licht bekommen oft lange Slots eingeräumt, während der Ton als funktionierend vorausgesetzt wird. Ich kann mich in 15 Jahren nur an eine TV-Orchesterproduktion erinnern, in der es vorrangig um den Ton ging. Geschweige denn, dass den Tonkollegen in den Probezeiten extra Aufmerksamkeit gewidmet wurde. „Es muss halt einfach alles laufen“.

 

 

Entscheidungsfrage: Idealismus vs. Wirtschaftlichkeit?!

 

Sicher kommt es darauf an, was und ob der Kunde in Sachen Ton will. Sofern er eine Notwendigkeit sieht, dann wird es auch eine Priorität von Beginn an dafür geben. Es geht ja nicht darum den Ton über alles zu stellen, jedoch auch nicht kategorisch zu vernachlässigen. Spannend ist für mich darüber nachzudenken, warum der Ton so und so viel Stellenwert bekommt (Zeit, Geld, Gedanken). Oder anders gefragt: Was wäre wenn?

 

Was wäre, wenn…

• die Musikkomponente ganzheitlich von Beginn an gedacht wird.

 sauber produziert, eingemessen und geprobt wird.

 Menschen aufgrund des Tons emotional ergriffen und transformiert werden.

 wir unsere Haltung zum Ton überdenken und diesem mehr Priorität einräumen.

• dadurch wirkungsvollere Events geschaffen werden…

 

Die Kritiker werden mit der Wirtschaftlichkeit um die Ecke kommen. Ja, das ist ein Thema und nein, das ist kein Thema. Ideen kosten Erfahrung, Routine, Zeit und Gehirnschmalz. Und ja, manches lässt sich nur mit entsprechendem Budget umsetzen. Andersrum wäre legitim nachzufragen: Wenn ich 10.000 Euro reinstecke, erhalte ich 15.000 Euro Gegenleistung (in Form von inmateriellen Entscheidungen, realer Absatzerhöhung bei der Zielgruppe einer Messe etc.)? Wo funktioniert das, und wo nicht? Was ist Idealismus? Was ist Kunst? Und wofür mache ich das alles?

 

 

Sound Design ist echt harte Arbeit… 😉 // Video: youtube

 

 

Fazit: Musik setzt Emotionen frei wie kaum ein anderes Stilmittel. Gleichzeitig wird sie so unterschätzt wie kaum ein anderes Gewerk. Licht und Visuelles reizen unsere Sinne massiv – dabei macht wie in jedem Hitchcock-Film der Ton 50% des Erlebnisses. Das real spürbare Ungleichgewicht bei Events ist daher für mich unverständlich. Wir sollten die Möglichkeiten des Tons wieder gezielter nutzen und eine angemessene Priorität geben.

 

 

Hier Teil 2, in dem ich einige Sound Designer nach ihren Ansätzen, Meinungen und Ideen befrage. Interessieren könnte dich auch dieser Beitrag zur akustischen Markenführung: Audio Branding bei Events.

 

FrageWie nimmst du die Bedeutung vom Ton bei Events wahr? Was sollte sich ändern? Was ist angemessen?

 

Event Catering: 8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung

Event Catering: 8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung // Dessertbuffet „Alle in einem Boot“ – augenzwinkernd interpretierte Kirberg die Parole zur Caterer-des-Jahres-Verleihung 2013 (Fotos: Kirberg)

 

 

Seit fast zwei Jahren wohne ich nun in Köln direkt neben der Flora. Letztes Jahr wurde diese 150 Jahre alte Eventlocation renoviert neu eröffnet. Gleichzeitig wurde das Gartenlokal Dank Augusta gestartet, welches von Jutta Kirberg konzipiert und geführt wird. Grund genug sie nach ihren Prinzipien des Event Catering zu befragen. Dabei kamen folgende wertvolle Gedanken zusammen.

 

 

Event = Ereignis   –   das gilt auch fürs Event Catering

 

In den letzten Jahren hat sich in Sachen Veranstaltungen viel getan und verändert. Aus gutem Grund spielt heute das englische Wort „Event“ eine dominante Rolle. Denn Event bedeutet nicht nur Veranstaltung, sondern auch – Ereignis. Und bringt somit Anspruch und Charakter moderner Veranstaltungen auf den Punkt.

 

Dies hat natürlich auch Konsequenzen fürs Catering.

 

Früher verlangte man vom Caterer: „Wir wollen gut essen und trinken und dabei aufmerksam und freundlich bedient werden. So etwas ist inzwischen selbstverständlich und kann vorausgesetzt werden.“
Die heutige Forderung ans moderne Event-Catering lautet: „Sei Teil des Ereignisses und trage kulinarisch dazu bei. Lass die Genusswelt zur Erlebniswelt werden.“

 

Modernes Catering ist kein dem Event angedocktes Verpflegungsmodul – modernes Catering ist harmonischer Bestandteil des Events.

 

 

Event Catering: Marken multisensorisch erleben

 

Wir von Kirberg entwickeln deshalb ergänzend zum Gesamtkonzept des Events das passende kulinarische Konzept. Wir tun dies stets in enger Abstimmung und Partnerschaft mit dem Kunden – sei es die Event-Agentur, sei es der Eventmanager. Wir nehmen uns Zeit, hören zu und fühlen uns hinein in den Kunden, seine Ziele, Wünsche und Vorstellungen, beraten ihn und machen möglich, dass die gewünschte Aussage durch das Catering erfolgreich mitgetragen wird.

 

So entsteht ein wachsendes Vertrauen zwischen Kunde und Caterer – die Basis für Erfolg.

 

Geht es um die Kommunikation von Marke, machen wir diese durch Corporate Food von Kirberg zum Genuss. So können Menschen eine Marke multisensorisch erleben – zeitgemäß, genießerisch und mit nachhaltiger Wirkung. Um diese Aufgabe genussvoller, einfühlsamer erfüllen zu können, identifizieren wir uns mit der – anfangs noch fremden – Marke.

 

Es gehört viel Denkarbeit dazu, um eine Marke in ihrer Komplexität zu erfassen. Es braucht viel Sensibilität, um die Menschen, die für und mit dieser Marke arbeiten, zu verstehen und richtig zu beraten.

 

Und nicht zuletzt spielen Offenheit, Mut und Phantasie eine wichtige Rolle. Ohne Mut und Phantasie weckt man keine großen Gefühle. Wichtig ist hierbei jedoch die richtige Balance zwischen Überraschendem und Vertrautem.
Irgendwann habe ich begonnen, mir die eine oder andere Erfahrung und das daraus Gelernte aufzuschreiben – für mich und die Weiterentwicklung unserer Arbeit als Caterer. Die wichtigsten Lernergebnisse nenne ich unsere „8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung“. Sie sind nicht in Stein gemeißelt, sondern helfen uns bei der täglichen Arbeit.

 

 

8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung

 

 

• Phase 1: Erarbeitung

(1) Erarbeite dir die Marke, die du kulinarisch inszenieren willst. Vermittele deinen beteiligten Mitarbeitern dieses Verständnis, damit alle sich als Botschafter der Marke verhalten. Alle sollen sich das Erlebnis teilen.

(2) Arbeite eng mit deinem Kunden zusammen, verstehe sein Briefing und seine Ziele und setze diese bestmöglich um.
(3) Nimm auf allen deinen Wegen deinen Kunden mit, lass ihn teilhaben an deinen Ideen, begeistere ihn – dann wird er dich voll und ganz unterstützen.

 

• Phase 2: Planung
(4) Vergiss nie: Die Grundlage für Kreativität ist Arbeit.
(5) Schaffe eine Atmosphäre, die in einem spannenden, ungewöhnlichen, überraschenden Zusammenhang mit der Marke steht. Es gilt: Schaffe gleichermaßen Gewohntes wie Überraschendes. Sei mutig: Es muss nicht immer alles allen gefallen.

 

• Phase 3: Umsetzung
(6) Sorge dafür, dass die Gäste sich vom ersten Moment an wohlfühlen – das steigert Ihre Aufnahmefähigkeit.
(7) Arbeite multisensual (Erinnerung nimmt zu, je mehr Sinne angesprochen werden). Sehen, schmecken, riechen, fühlen, hören – vereint zum nachhaltigen Erlebnis von Marke.
(8) Verschaffe dem Gast durch kreative kulinarische Elemente neue Blicke auf die Eventaussage und neue Einblicke in die Marke.

 

 

Event Catering Ideen Kurberg imm 8 Gebote der kulinarischen Markeninszenierung„Schwarz-Weiß“ – mottogemäß inszenierte Kirberg kulinarisch einen Event von ELLE Décoration zur imm 2013

 

 

8 Fragen rund um Marke und Event

 

Bei der konkreten Umsetzung helfen folgende acht Fragen rund um Marke und Event. Diese beantworten wir gern zusammen mit dem Kunden – Event-Agentur oder Event-Manager.

 

1.) Was ist das Wesen der Marke? Ist sie innovativ oder bodenständig, heißt sie Apple oder Rügenwalder? Welches Lebensgefühl vermittelt sie?
2.) Was ist der inhaltliche Kern der Veranstaltung? Sozusagen ihr USP? Was soll transportiert werden? Was ist die zentrale Idee des Konzepts, was soll vermittelt werden? Handelt es sich um einen Kick-off, einen Motivationsevent oder eine Teambuildingmaßnahme? Will man Dankeschön sagen oder ein neues Produkt präsentieren?
3.) Wie greifen wir das Thema beziehungsweise die Marke kulinarisch auf? Wie inszenieren wir sie, um die (Marken-)Botschaft köstlich zu verstärken?
4.) Welche Sinne bedienen wir dabei? Gaumen kitzeln, na klar. „Das Auge isst mit“ – ja, denn auch wenn es nicht essen kann, es sieht alles! Aber auch andere Sinne spielen eine Rolle: „Mmh, hier riecht es aber lecker! Das fühlt sich ja gut an! Hör mal, wie knusprig das Brot ist.“
5.) Welches Image wollen wir unterstreichen? Die Marke – bodenständig oder abgehoben, avantgardistisch oder wertekonservativ, schick oder shabby chic?
6.) Wer ist die Zielgruppe, wer sind die Gäste? Eigene Mitarbeiter, Vertriebspartner (Händler), Kunden, Multiplikatoren, Meinungsmacher, Entscheider?
7.) Wo findet der Event statt? Drinnen oder draußen? Stadt oder Land? Palais oder Fabrik? Ein Raum oder viele?
8.) Wie viel Zeit steht für das Catering zur Verfügung? Gibt es einen klar definierten Zeitraum fürs Essen? Wird parallel zum Ablauf serviert und gegessen? Gibt es mehrere „Essenspausen“?

 

 

Jutta Kurberg Event Catering Jutta Kirberg führt, zusammen mit ihren beiden Geschäftspartnern Thomas Lehmann und Volker Beuchert, eines der erfolgreichsten deutschen Catering-Unternehmen. Angefangen 1982 mit Künstler-Catering für die internationale Musikszene (u.a. Rolling Stones, David Bowie, U2), gründete Jutta Kirberg 1992 die Kirberg GmbH. Das Unternehmen erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie den LECA Award in Gold 2012, den Caterer des Jahres 2010 sowie die Nominierung zum Caterer des Jahres 2013. Seit Sommer 2014 verwöhnt Kirberg als Gastronomiepartner der KölnKongress GmbH die Gäste in der Flora Köln und betreibt dort das Gartenlokal Dank Augusta.

Besser Präsentieren // Teil 1: WIE vor WAS

Besser Präsentieren – eine Serie von Moderator und Coach Martin Kloss

 

 

Martin habe ich kürzlich auf einer Veranstaltung kennen und schätzen gelernt. Weil es nicht nur fachlich sondern auch menschlich direkt Klick gemacht hat, habe ich ihn gebeten sein Wissen im Bereich Präsentation auf diesem Blog zu teilen. Der Auftakt einer Serie zum Thema “Besser Präsentieren” mit Analysen, Hintergründen und nützlichen Tipps, um die eigene Präsentation vor Publikum zu verbessern. Viel Spaß beim lesen und anwenden!

 

 

Besser Präsentieren: WIE vor WAS

 

Wie kann ich eine Präsentation, einen Vortrag oder eine Rede wirkungsvoller gestalten?
Wie erreiche ich mein Publikum, so dass die Inhalte die ich transportieren möchte beim Zuschauer ankommen?

 

In diesen zwei Fragen stecken zwei besonders wichtige Worte:
1. das Wort WIE, denn das WIE ist wichtiger als das WAS. Dazu gleich mehr.
2. das Wort ZUSCHAUER, denn der vermeintliche ZuHÖRER ist vor allem ein ZuSCHAUER. Das hängt damit zusammen wie unsere Wahrnehmung funktioniert.

 

 

Was ist WAHRNEHMUNG?

 

Vereinfacht gesagt, ist die Wahrnehmung unserer Aussenwelt die Summe der Informationen die wir über unsere Sinne, die sogenannten Exterorezeptoren, also Gesichts-, Gehör-, Geruchssinn u.a. wahrnehmen.

 

Wahrnehmung entsteht also über die Datensammlung unserer Sinne. Dabei ist entscheidend wie viele Daten über welchem Sinn aufgenommen werden:

 

Sinnesorgan Bandbreite (Bit/Sek)
Auge 10.000.000
Haut 1.000.000
Ohr 100.000
Nase 100
Geschmack 10

 

Betrachten wir die grobe Aufteilung der verschiedenen Sinne, fällt sofort eins auf: das Verhältnis Auge zu Ohr ist 100:1. Wir nehmen also in der gleichen Zeit 100x mehr Informationen über das Auge auf, als über das Ohr.

 

Was bedeutet das? Wenn wir Menschen auf der Bühne zuschauen und ihrem Vortrag zuhören, sind wir 100x mehr ZuSCHAUER als ZuHÖRER!

 

Damit kommen wir zum anderen wichtigen Wort, dem WIE.

 

Interessanterweise legen die meisten Menschen beim Erstellen ihrer Präsentation und dem Vorbereiten ihres Vortrags die Priorität auf das WAS und nicht auf das WIE.

 

Denken Sie mal an den letzten Werbespot im Fernsehen an den Sie sich erinnern. An was erinnern Sie sich da? An ein Bild oder einen Satz? Also an das WAS oder an das WIE? Unser Hirn speichert Informationen bevorzugt also visuelle Information, also in Form von Bildern und kann diese weitaus länger und schneller abrufen als abstrakte akustische Informationen in Form von Worten oder Sätzen.

 

 

Was bedeutet das für meine Präsentation?

 

Das WIE ist entscheidend dafür OB die Zuschauer die Inhalte speichern und WIE sie diese Inhalte speichern. Stellen Sie sich Martin Luther King Jr. oder den Dalai Lama vor. In beiden Fällen können Sie vielleicht nur ein paar Worte oder Sätze zitieren, fest eingebrannt ist aber das Bild dieser Personen und die damit verbundene positive Assoziation ihrer Persönlichkeit.

 

Wenn wir nun wissen, dass die Wahrnehmung über das Auge 100x mehr Informationen aufnimmt als über das Ohr, das WIE der Präsentation also wichtiger ist als das WAS, welche Konsequenz hat das für die Form der Präsentation?

 

Betrachten wir wie sich dieses WIE eigentlich zusammensetzt:

– Körpersprache
– Stimme
– Rhetorik

 

Das Zusammenspiel dieser drei Komponenten ist maßgeblich für das WIE einer Präsentation verantwortlich.

TIPP: Achten Sie darauf WIE Ihre Körpersprache, Ihre Stimme und Ihre Rhetorik ist. Und zwar in dieser Reihenfolge. Nehmen Sie sich auf Video auf, fragen Sie Kollegen und Freunde nach Feedback und schreiben Sie Ihre Selbstwahrnehmung auf der Bühne auf.

 

Mehr zu diesen Themen erfahren Sie in den nächsten Teilen dieser Serie zum Thema “Besser Präsentieren”. Im nächsten Teil geht es um das Thema “Körpersprache” und wie wir diese Form der nonverbalen Kommunikation für eine bessere Präsentation nutzen können.

 

 

Fazit: WIE vor WAS!

 

Merken Sie sich für Ihre Präsentation: WIE vor WAS! Achten Sie in der Vorbereitung und bei der Ausführung darauf WIE Sie sich und Ihre Inhalte präsentieren und erst dann WAS Sie präsentieren.

 

 

Martin Kloss Besser Präsentieren Martin Kloss ist seit bald 20 Jahren als zweisprachiger (Deutsch / Englisch) Schauspieler, Moderator und Musiker vor der Kamera und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Darüber hinaus hilft er Unternehmen als Schauspiel- und Business Coach, schult Redner und Vortragende und bietet Workshops zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung an. Weitere Infos: www.martinkloss.com

 

 

Hier geht es zu Teil 2: Körpersprache // 3: Atmung & Stimme // 4: Rhetorik // 5: Spiegelung

MICE Club 2015 // 7 Eventplanung Tipps

Eventplanung Tipps vom MICE Club Live 2015 – Inspirationswerkstatt für die MICE Branche

 

 

Der MICE Club hat mich schon 2013 aufgrund dieses innovativen Konzepts begeistert: konkrete Ideen, innovative Praxisbeispiele und ein Miteinander auf Augenhöhe. Das gibt es so weder auf der IMEX, beim FAMAB Award noch auf der Best of Events. Wirklich ein starkes Format mit viel Potenzial im Bereich Wissensvermittlung.

 

 

Mit entsprechend hoher Erwartungshaltung bin ich dieses Jahr ins Ruhrgebiet gereist: Kein oberflächlicher Austausch um „Kontakte” zu generieren, sondern um an Inhalten zu arbeiten und auch selbst dazu zu lernen. Denn den Nachholbedarf an wirklich guten Events gibt es immer noch in unserer Branche, wie ich bereits im Rahmen des Brand Eins Agenturrankings kommentierte. Für alle, die nicht im Ruhrgebiet dabei sein konnten, folgend ein persönlicher Rückblick samt konkreter Eventplanung Tipps für die Praxis.

 

 

1) catch box: Vorstellungsrunde mal anders

 

Die obligatorische Vorstellungsrunde der rund 90 Teilnehmer fand in der Kohlenwäscherei der Zeche Zollverein in Essen statt. Planer von Events konnten sich in 20 Sekunden mit Namen und ihrem USP vorstellen. Anbieter (Destinationen, Locations, Logistik, Travel etc.) bekamen 60 Sekunden Zeit, um neben der Kurzvorstellung auch ihren Gedanken zu Herausforderungen der Branche zu kommunizieren. Den Spaß-Faktor erzeugte das werfbare catch box Mikrofon, mit dem das Publikum interaktiv eingebunden wurde.

 

 

Pitches - Chance oder Krise MICE Club Live 2015

 

 

2) Pitches: gemeinsame Chance!

 

Auf dem kurzen Fußweg rüber zum Zollverein-Kubus wurden Plakate mit Streit-Fragen aufgestellt, um als Diskussionsanreger zu dienen. Eine dieser Fragen lautete: Pitches – Existenzielle Krise oder gemeinsame Chance. Wie beim Hammelsprung im Bundestag konnte man hier abstimmen. Mit Hilfe kleiner Bälle, die wir entweder links oder rechts in einen Korb warfen, konnten wir der eigenen Meinung zum Thema Ausdruck verleihen. Das Stimmungsbild zum Thema Pitches deutete klar auf die gemeinsame Chance – die konstruktiv-positive Grundstimmung war also gesichert.

 

 

3) Die Eventbranche in Bewegung: Chancen und Risiken erkennen

 

Die Besonderheit der belgischen Moderatorin Stien Michiels war es, „systematisch zu interagieren”. Im Gepäck  hatte sie gute Ideen für die interaktive Plenumssession dabei. Zunächst aber lief als Einstieg dieser Film:

 

 

 

Der Kerngedanke des Films: Eine Entscheidung bringt eine gesamte Kette ins Rollen… Die systematische Frage für die MICE-Branche: Wie können Einzelne das gesamte System ändern? Entscheidungen, ein Umdenken, Chancen erkennen und die Zusammenarbeit untereinander verstärken. Oder ist der Film doch zu schön, um wahr zu werden?!

 

In den nächsten eineinhalb Stunden wurde aus den Perspektiven Agentur, Konzern und Anbieter verschiedene Fragen gestellt. Dabei dienten die Besucher als physische Gradmesser: Wir Teilnehmer wurden gebeten, uns gemäß unserer Meinung im Raum zu positionieren – entweder rechts für „Ja” oder links für „Nein”, die Mitte für „Vielleicht”, oder alternativ auf einer Skala von 1 bis 10 in der Breite des Raums. So wurde schnell für jeden sichtbar, wie eigentlich die Summe der Experten zu Themen unserer Branche denken. Spannend wurde es natürlich, sobald in Kleingruppen über die verschiedenen Meinungen gesprochen wurde und am Ende Kernaussagen in der großen Gruppe diskutiert werden konnten. Gerade im Nachmittagstief eine gelungene, auflockernde Maßnahme. Einziger Kritikpunkt: Die Hälfte der Fragen hätte es auch getan – zugunsten von mehr Zeit für eine inhaltlich-tiefere Auseinandersetzung.

 

 

Hier die Fragen (Ergebnis-Beweisfotos und weitere Impressionen gibt es auf der MICE Club Website):

 

• Frage 1: Als einleitende Übung wurden die Teilnehmer gebeten, sich vom Mittelpunkt im Raum aus dort hinzustellen, wo sie geboren wurden. Also eine übergroße Landkarte mit Essen in der Mitte. (Als in Brisbane/Australien geborener konnte ich mit „Downunder”-Handstand in der hintersten Ecke trumpfen…).
• Frage 2: Wo machst du am meisten Business? (wieder mit der Stadt Essen als Mittelpunkt im Raum)
• Frage 3: Wie startklar bist du für die Session oder brauchst du noch einen Café? Auf einer Skala von 0-10 (reiner Spaß-Faktor – jetzt hat das Prinzip jeder verstanden…)
• Frage 4: Ist die MICE Branche komplex? Ja – Vielleicht – Nein
• Frage 5: Wird sich der deutsche Meetingmarkt maßgeblich durch Portale und Technologien verändern? Ja – Vielleicht – Nein (samt kurzer Diskussion in 3-4er Gruppen: Wie sehr ihr das?) -> Der Einkauf bestimmt vs. Menschen & Ideen entscheiden
• Frage 6: Müssen wir in Zukunft Online-Auktionen akzeptieren? -> klares Nein
• Frage 7: Wie stark wird sich der Eventbereich in den nächsten 5 Jahren im Bereich Nachhaltigkeit bewegen? (Skala 1-10)
• Frage 8: Kann die branchenübergreifende Zusammenarbeit Einfluss auf die Ergebnisse haben? Ja – Vielleicht – Nein -> Dienstleister an einen Tisch bringen: Was kannst du zum Thema Nachhaltigkeit beitragen? Als Eventgestalter sind wir immer darauf angewiesen als und mit Partnern zu arbeiten!
• Frage 9: Sind Sie bereit partnerschaftlich mit anderen Dienstleistern in einen Pitch zu gehen? -> klares Ja

 

Kurzum: Durch diese Methodik wird es Menschen ermöglicht, sich besser kennenzulernen, einander zuzuhören, Ideen auszutauschen und gemeinsam gute Arbeit zu leisten. Unbedingt nachmachen!

 

 

Interaktive Plenumssession MICE Club Live 2015

 

 

4) MICE Lab: Kleingruppensessions

 

In den Kleingruppensessions trafen Planer auf Anbieter. Mittels einiger Fragestellungen konnten sich jeweils zwei Anbieter mit ihrem Profil vorstellen und auf 3-5 Planer treffen. Als Aufhänger dienten Themen wie „Welche schwierige Entscheidungen habe ich kürzlich getroffen?“ oder „Agenturarbeit: auf Augenhöhe vs. Sklave des Kunden“ und „Vor welchen Herausforderungen stand ich zuletzt?“.

 

An sich ist dies ein gutes Mittel, um in persönlicherem Rahmen zu informieren und auch Besonderheiten für die konkret vor sich sitzenden Planer herauszustellen. Dies hängt aber ab von dem Interesse der Planer an dem Angebot, aber auch der Art der Vorstellung. Offen gestanden war ich an dieser Stelle ohne konkrete Erwartungshaltung gekommen, bin aber auch kaum überrascht worden. Die Idee stimmt, aber die Umsetzung lässt noch Spielraum zur Verbesserung.

 

Spannend fand ich jedoch eine Randbemerkung: Habe ich eine Kernkompetenz und vertrete diese oder gibt es mehrere Schwerpunkte und muss die entsprechend auch alle in den Ring werfen? Die Profilierung auf eine Kernkompetenz macht aus meiner Sicht absolut Sinn.

 

Auch eine Geschichte blieb mir im Kopf. Ein Anbieter fragte im Nebensatz: „Warst du schon mal im Krankenhaus? Was ist dir in Erinnerung geblieben? Die Antwort liegt auf der Hand: „Die Art der Behandlung durch die Krankenschwestern und das gute Essen!

 

Der Transfer zu Events ist nicht weit hergeholt – uns geht es ja auch immer wieder darum, „erinnerbare Momente herzustellen. Was neben aller Liebe zu Inhalten und Botschaften zählt, ist eben doch die reibungslose Logistik und die weichen Faktoren: „gute Stimmung, leckeres Essen, nette Gespräche.

 

Ohne Logistik gegen Inhalte auszuspielen (Ablaufregisseur-Blogleser wissen, dass ich für Ideen lebe):

Da ist was dran!

 

Wenn die Grundbedürfnisse nicht abgedeckt sind („Hab ich den Redner gut hören können? Hab ich was Leckeres zu Essen bekommen?“), ist der Rest vergebene Liebesmühe. Ich denke es ist kein entweder oder, sondern ein sowohl als auch.

 

 

5) Guest Experience: in die Teilnehmer hineinversetzen

 

Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt. Als Gestalter von Events erleben wir eben diese ja selten aus der Sicht der Teilnehmer. Dabei führt dieses Erlebnis zu einigen Beobachtungen, die man schnell anpassen kann und damit große Wirkung erzielt. Ein persönlicher Rückblick, ganz bewusst aus Teilnehmersicht:

 

Morgens wurden wir mit Shuttle-Bussen vom Bahnhof abgeholt und zur Zeche Zollverein gefahren. Allerdings gab es auf der Busfahrt keine Begrüßung. Dabei wäre genau das so einfach gewesen und hätte nicht nur das Miteinander gestärkt, sondern auch gleich noch ein gutes Willkommens-Gefühl vermittelt: Der MICE Club hätte schon im Bus begonnen. Eine humorvolle, einladende Ansage ist ein Muss.

 

Ebenso schwierig war es dann beim Transfer zu den Hotels am Abend. Wir warteten bestimmt eine Viertelstunde, bis wir dann endlich losfuhren. In der Wartezeit gab es keine Information, warum oder worauf wir jetzt gewartet wurde. Wir fuhren dann irgendwann auch ohne Erklärung los. Hätte es eine kurze Durchsage gegeben, wären alle beruhigt gewesen. So mussten wir uns im Hotel aber nun hetzen, um zur Abendveranstaltung wieder rechtzeitig in der Lobby zu sein.

 

Das bleibende Gefühl: „Ich musste mich hetzen und wir haben bestimmt über eine Stunde im Bus gewartet (die Realität verschiebt sich ja hin und wieder im Nachhinein…). Die davor behandelten Inhalte sind über das Ereignis längst vergessen – ein unnötiges Ärgernis. Beziehungsweise: Eine sehr wertvolle Mahnung, Guest Experiences permanent im Blick zu halten! Eigentlich im Nachhinein sogar ein nützliches Erlebnis, weil wir als Eventgestalter so was selten an der eigenen Haut erleben…

 

Mice Club Live 2015 Gebläsehalle DuisburgFoto: Udo Geisler (ebenso Aufmacherbild und Kleingruppenbild)

 

 

6) Neue Perspektiven: Locationwechsel nutzen!

 

Auch zur Abendveranstaltung in dem Gebläsehallen-Komplex des Landschaftspark Duisburg-Nord galt für mich: Als Eventgestalter geht es darum, der rundum perfekte Gastgeber zu sein – nicht aufdringlich aber mitdenkend. Sprich: Wie läuft die Garderoben-Abwicklung, ist es warm genug, werden die Besucher willkommen geheißen, wie lange muss ich beim Catering anstehen etc. Wenn alles läuft, nicht nachlassen: Ist die Toilette immer noch sauber, gibt es genügend Getränke-Nachschub? Der Abend war rundum gelungen und hatte diese Punkte gut gemeistert (wenn auch die sehr weitläufige Location wenig Intimität vermittelte). Es geht mir hier um die grundsätzliche Haltung als Veranstalter bei der Eventplanung – haben wir die Teilnehmer-Perspektive immer wieder im Blick?!

 

Eine Überraschung waren für mich die wirklich starken Locations im Ruhrgebiet, die wir über die zwei Tage erleben konnten. Mit dem Ruhrgebiet verbindet man immer noch den Strukturwandel und Abschwung wie Arbeitslosigkeit. Das gerade durch die RUHR.2010 aber viel passiert ist, zeigt das Dortmunder U. Die Location für den zweiten MICE Club-Tag war das „Zentrum für Kunst und Kreativität, welches in den ehemaligen Räumen der Dortmunder Union Brauerei entstand.

 

Was aber leider sowohl die betreuende DMC als auch die Hausherren aller anderen Locations verpassten: Die potentiellen Eventplaner persönlich zu begrüßen und einige Informationen zur Historie und Nutzungsmöglichkeiten zu kommunizieren. Schließlich hatte man ja eine Reihe von potentiellen Veranstaltern vor sich. Damit wurde eine Chance verpasst, wobei das Ruhrgebiet auch so in wirklich guter Erinnerung bleibt.

 

Ein gutes Element war es aber, die Örtlichkeiten und Räume immer wieder zu wechseln und somit Perspektivwechsel zu erzeugen. Einfach durch andere Umgebungen (Raum, Tiefe, Farbigkeit, Akustik etc.) ergeben sich neue Assoziationen und Gedankengänge. Dies sollten wir uns immer wieder für die Konzeption von Veranstaltungen zu Nutze machen.

 

 

7) Praxiswerkstätten: Gruppenworkshops

 

Schwerpunkt des zweiten Tages bildeten dann sechs interaktive Workshops. Im offenen Dialog der Branchenakteure wurden Themen wie interaktive Raumkonzepte (Johannes Albert), Überraschungsmomente (ich selbst), Event-Technologien (Thorben Grosser / Max Burger), Briefing-Kultur (Denis HäckerMaximilian Schmidt und Kai Janssen), Veranstaltungseinkauf (Martin Stemerdink) sowie Nachhaltigkeit (Jürgen May) aufgegriffen. Mittels praktischer Werkzeuge sowie inhaltlicher Unterstützung durch Brancheninsider wurde es endlich inhaltlich tiefer. Der erste Tag kratzte noch sehr an der Oberfläche und man spürte förmlich den Wunsch, richtig „einzusteigen.

 

 

Mice Club Live 2015 Überraschungsmomente Chris Cuhls

 

 

Thema meines Impulsvortrags lautete „The same procedure as every year?“ – Überraschungsmomente als Impuls für erfolgreiche Eventkonzepte. Offen gestanden habe ich den ersten Workshop aufgrund meiner Tagesform am Morgen verhauen – wir sind eben alles nur Menschen… Glücklicherweise lief es beim zweiten Durchlauf komplett anders, sodass wir wertvolle Mittel und Wege in diesem Themenfeld miteinander austauschen und lernen konnten. Für alle Leser an dieser Stelle der Hinweis: Unterhalb gibt es mein eBook zu den „7 Geboten der Inszenierung kostenlos zum Download. Dort finden sich praktische Tipps, um wirkungsvolle Events zu konzipieren.

 

Gerne möchte ich noch einen Gedanken dazu festhalten: Das Wissen ist bei Konferenzen und Tagungen oft schon im Raum, wird jedoch zu selten abgerufen. In der Regel gibt es nämlich nur die Frontalbeschallung von vorne und so kommen Experten im Publikum gar nicht zum Zug. Daher habe ich in meinem Workshop zu Beginn eine kurze Runde mit entsprechender Fragestellung eingebaut, um das vorhandene Wissen miteinander zu teilen: „Welche Event-Gewohnheiten langweilen dich und bei welchem Event wurdest du zuletzt überrascht? Dabei kamen wirklich gute Impulse zu tage.

 

Die Methodik des Workshops sah vor, dass wir eine Geschichte erzählen. Die Teilnehmer sollten sich aus einem der vier Perspektiven „Herausforderungen, Schlüsselmomente, Erkenntnisse, offene Fragen die Geschichte anhören und anschließend in Kleingruppen über ihren jeweiligen Punkt miteinander diskutieren. Die Ergebnisse wurden dann in der Gruppe vorgetragen und bewertet. Zum Schluss gab es die Frage, was jeder Einzelne davon mit in den Arbeitsalltag nehmen kann.

 

 

Eventplanung Tipps Toolbox Storytelling

 

 

Fazit: relevante Eventplanung Tipps für den Arbeitsalltag!

 

Zum gemeinsamen Abschluss wurde jeder Teilnehmer gebeten, eine Entscheidung für sich zu formulieren: Was möchte jeder aufgrund des Wissens der letzten zwei Tage in seinem Arbeitsleben ändern? In Anlehnung an den Wolf-Film zu Beginn reicht oftmals eine Entscheidung, um vieles zu verändern. Dazu gab es einige Minuten Zeit zur Reflektion. Abschließend sollte jeder diese EINE Entscheidung öffentlich kommunizieren. Ein mutiger Commitment-Schritt, der aber aus meiner Erfahrung tatsächlich am ehesten dazu führt, etwas zu verändern. Auf jeden Fall ist die Chance sehr viel größer, als wenn man einfach nur zum Zug oder Flugzeug eilt, ohne sich klar zu machen was das EINE ist, was ich aus dem Neu-Erlernten mitnehmen kann.

 

Mein persönliches Fazit: Der MICE Club offenbart, wie vielfältige Profile in der Eventbranche unterwegs sind und doch auf der selben Wellenlänge schwingen. Ja, wir sitzen in einem Boot und können viel voneinander lernen. Wir sollten Kunden mehr Fragen stellen und auch mal Nein sagen. Kommunikation ist und bleibt das A und O in unserer Branche. Das Netzwerk bietet noch großes Potenzial für mehr Austausch und Interaktion. Verlier‘ nie den Mut zur Veränderung. Treffe eine Entscheidung und arbeite daran, einen USP zu haben. Kurzum: Die Inhalte und der Austausch waren für mich der lohnende Kern, wenn auch die Tiefe der Themen noch stärker ausbaubar gewesen wäre.

 

 

Welche EINE Entscheidung triffst du?

 

Meine Entscheidung: Ich werde an dem Thema Knowledge Transfer weiter dran bleiben. Konkret möchte ich bis Jahresende eine zweitägige MasterClass „Erfolgreich inszenieren – Die Magie hinter WOW-Momenten realisieren. In einer Gruppe von zehn Leuten werden wir Zeit haben, um tiefer in Themen der Eventplanung & Konzeption einzusteigen und hilfreiches Wissen zu erlernen. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei mir melden!

 

 

Frage: Wenn du dabei warst – was hat dir geholfen, wo wünscht du dir Veränderung für den MICE Club 2016?

Wenn du nicht dabei warst – welche Tipps fandest du nach der Blog-Lektüre hilfreich und was wirst du anwenden?

 

 

Ein Loblied auf die Eventbranche & warum ich meinen Job liebe…

Eventbranche: warum ich meinen Job liebe… // Eventregisseur Chris Cuhls   (Foto: Helge Thomas)

 

 

Nach meiner Kritik an der Eventbranche möchte ich es nicht missen, ein Loblied auf dieselbe zu texten. Denn:

 

 

Die Eventbranche hat es wirklich verdient!

Wir sind keine besseren Kindergeburtstagsmanager.

 

 

Anders als von Spiegel Online in dem Artikel „Viel Stress, wenig Geld“ suggeriert, sind die Macher von Events eben keine gelernten Abiball- oder Gartenfest-Organisatoren (um ehrlich zu sein, der Artikel riecht nach Native Advertising einiger privater Hochschulen).

 

Um wirkungsvolle Events auf die Bühne zu bringen, braucht es hochspezialisierte Profis. Diese sind nach außen nur oft nicht sichtbar. Das Märchen vom alles könnenden Eventmanager existiert nicht in der Realität. Die Eventbranche ist längst wesentlich komplexer. Folgend ein subjektiver Überblick, wer alles bei Events mitwirkt und was die Eventmacher dabei leisten.

 

 

Was Gestalter in der Eventbranche alles leisten…

 

Senior-Projektmanager wie Norbert Gaffron (OSK) sorgen für timinggenaue Taktung von hochkomplexen Projektabläufen sowie für gutes Teamwork einer Armada von Dienstleistern und Spezialisten…
Eventkonzeptioner wie Jörg Sellerbeck kreieren Konzepte, die Inhalte wie Botschaften verständlich und wirkungsvoll auf den Punkt bringen…
Show-Inszenierer wie Medienkünstler Andree Verleger entwickeln bombastische Shows für Marken und deren Produkte…
Architekten wie Mirco Schwung und Szenografen wie Eno Henze verwandeln Räume für kurze Zeit in komplett neue Erlebniswelten…
 Planungsbüros wie Guido Leiting & Team (adhoc4acp) planen die technische Umsetzung und Technikverleiher kümmern sich um eine exzellente Realisation vor Ort…
Lichtdesigner wie Nik Evers verzaubern kalte, unschöne Räume in Wohlfühl-Oasen mit Ambiente und setzen Shows effektvoll in Szene…
Musikproduzenten wie Marvin Glöckner komponieren eigens Musiken, die die gewünschten Emotionen transportieren…
Content-Produktionsfirmen wie elberfeld kreation erstellen Medien, die visuell Botschaften vermitteln – ob Filme oder PPT’s…
App-Entwickler wie Thorben Grosser (eventmobi) vereinfachen die Vor-Ort Kommunikation mit Teilnehmern und sorgen für Interaktion…
Cateringfirmen wie Kirberg sorgen nicht nur für das leibliche Wohl, sondern können weitere Sinne für das Thema des Events sensibilisieren…
Live-Übertragungen wie von Orange Media sorgen für gute Live-Videobilder und können das Geschehen für die Nachkommunikation dokumentieren…
Choreografen wie Nadine Imboden und Kostümdesigner wie André Buch setzen Akteuren und Performer auf der Bühne in das richtige Outfit und inszenieren Bewegungsabläufe…
• …und dann gibt es natürlich noch viele weitere Spezialisten in den Bereichen Teilnehmermanagement, Ton, Video, Beamer etc., Logistiker, Hostessen und und und!

 

Für jeden genannten Spezialisten gibt es weitere TOP-Kollegen, die ich nennen könnte. Nicht zu vergessen die Vielzahl von professionellen Eventagenturen. Diese helfen Unternehmen Ziele für ihre Live-kommunikation zu definieren, Botschaften wirkungsvoll zu transportieren, Shows zu entwickeln und neben erinnerbaren Momenten auch die gesamte Logistik für Events zu stammen. Chapeau!

 

Es wird ersichtlich, wie komplex, vielschichtig und diversifiziert Events mittlerweile funktionieren. Natürlich gibt es ein breites Spektrum von Anbietern mit sehr unterschiedlichem Qualitätsanspruch, Kompetenzen und Erfahrungshorizonten. Aber: viele der Berufsgruppen in der Eventbranche können gar nicht klassisch erlernt werden, sondern entstehen aus bunten Lebensentwürfen von Menschen, die über mehrere Stationen nach und nach die notwendigen Qualifikation sammeln.

 

Eventbranche

Die Eventbranche lebt von Spezialisten und Teamarbeit // Teamfoto: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, IMG

 

 

 

Warum ich meinen Job als Eventregisseur und Konzeptioner liebe

 

 

Love what you do and do what you love. Don’t listen to anyone else who tells you not to do it. You do what you want, what you love. Imagination should be the center of your life.” ― Ray Bradbury

 

 

Um es persönlich zu machen: ich liebe meine Aufgabe als Regisseur und Konzeptioner in der Eventbranche. Gemeinsam in großartiger Teamarbeit fügen sich die Einzelrädchen bei Events zusammen und ergeben diese großartigen Momente, in denen Mensch und Marke aufeinander treffen und bleibende Eindrücke erlebt werden.

 

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind enorm. Die Vielfalt der Locations und die damit verbundenen Reisen an unterschiedlichste Orte erlauben immer wieder den Blick über den Tellerrand. Der hohe fachliche Anspruch in allen Bereichen in Deutschland ist exzeptionell (im Vergleich zu anderen Ländern) und erlaubt exzellente Arbeitsergebnisse.

 

Im Vergleich zu der Fernsehbranche, in der ich ursprünglich gelernt habe, empfinde ich Events als ehrlicher und direkter. Es geht nämlich wirklich um das Publikum vor Ort und nicht um ein manipulatives Mittel zum Zweck (Animateur: jetzt klatschen!). Besonders begeisternd wird es, wenn:

 

• …Eventmacher eine Extrameile mit dem Kunden gehen, um großartige Ideen mutig auf den Punkt zu bringen.
• …es gelingt diese Botschaften durch gekonnte Inszenierung und spannende Perspektivwechsel zu kommunizieren.
• …dadurch echte Begegnungen ermöglicht werden, in angenehmer Atmosphäre, in denen Gäste sich wohlfühlen, netzwerken und austauschen.
• …Neues entdeckt wird, tiefere Weisheiten weitergegeben und an Wissen partizipiert werden kann (ich denke da an TED).
• …die Kreuzung von Ideen & Innovation stattfindet, die Arbeit vereinfacht und Wirtschaft bzw. Gesellschaft erneuert.
• …Menschen vielleicht sogar Erlebnisse machen, die ihr Leben transformieren.
• …Interaktion mit dem Publikum, überraschende Unterhaltung und ehrliches Miteinander gelingt.

 

 

Letztlich muss ich auch sagen, dass die Kommunikations- und Problemlösungswilligkeit in Eventteams aus meiner Sicht höher ist, als innerhalb von Konzernen. So wird effizient ein Mehrwert geschaffen. Ok, das bedeutet oft viele Arbeitsstunden – aber wenn dann alles auf den Punkt kommt… Einfach herrlich!

 

 

Frage: Was macht die Eventbranche für dich aus? Was liebst du, was würdest du sofort abschaffen?