Auftrittscoaching: Wirkungsvoll Präsentieren

Auftrittscoaching Wirkungsvoll Präsentieren am 20.-21. Oktober 2017 in Köln mit Martin Kloss und Chris Cuhls

 

 

Sie möchten…

Entspannt und sicher vor Publikum auftreten?
Inhalte wirkungsvoll und nachhaltig kommunizieren?
Geschichten erzählen, die faszinieren und im Kopf bleiben?

 

 

Seit Jahren bin ich als Regisseur für Unternehmen-Events tätig und habe dabei unzählige Vorträge erlebt. Von mitreißenden bis zu sehr langweiligen Präsentationen war alles dabei. Leider bleibt vor Ort selten die Zeit, um an einem Vortrag zu feilen, um größtmögliche Resonanz zu erzeugen. Zumal die Wirkung einer Präsentation von vielen Bausteinen abhängt. Genau aus diesem Grund biete ich mit dem Moderator und Schauspieler Martin Kloss das Auftrittscoaching „Wirkungsvoll Präsentieren“ an.

 

 

Worum geht es beim Auftrittscoaching Wirkungsvoll Präsentieren?

 

In der zweitägigen Masterclass beschäftigen wir uns mit den Themenbereichen Mensch (Körpersprache, Rhetorik, Stimme, Atmung) sowie den zu vermittelnden Inhalten (Storytelling, Technik, Bühne, Themen), um die richtigen Werkzeuge für einen wirkungsvollen Auftritt an die Hand zu geben. Mit unser 360° Perspektive als Moderator und Regisseur vermitteln wir relevantes Wissen aus der Praxis und werden Redner durch konstruktiv-ehrliches Feedback auf ein neues Level bringen.

 

 

Zielgruppe: Für wen ist das Auftrittscoaching gedacht?

 

Das Angebot ist für Führungskräfte konzipiert, die ihre Präsentationsfähigkeiten vor Publikum verbessern möchten. Unser Anspruch ist es, den Auftritt und die Präsentation vor Menschen zu einem Dialog zu machen, der dem Vortragenden wie dem Publikum Spaß bereitet. Dabei werden wir aufzeigen, wie jeder entspannt und sicher vor Publikum auftreten kann, um Inhalte wirkungsvoll und nachhaltig zu kommunizieren. Im interaktiven Rahmen der Kleingruppe vermitteln wir das passende Know-How und Handwerkszeug. Anhand von vielen praktischen Situationen gewinnen wir neue Perspektiven und damit Sicherheit.

 

Lernfelder des Auftrittcoaching Wirkungsvoll Präsentieren:

• Spaß am Präsentieren, weil Sie entspannt und sicher vor Publikum auftreten
• Ihren Körper, Atmung und Stimme bewusst und wirkungsvoll einzusetzen
• Ihre Inhalte als spannende und emotionale Geschichte zu erzählen
• Ihre Zuhörer mitzunehmen und Botschaften nachhaltig zu vermitteln
• Praktische Werkzeuge und Visualisierungsmöglichkeiten

 

Wann & Wo:

• Termin: Freitag 20. Oktober von 10-18 Uhr & Samstag, 21. Oktober 2017 von 9-16 Uhr
• Location: Stuntwerk Köln-Mülheim
• Teilnehmerzahl: maximal 10 Personen
• Gebühr: 1.420,- EUR netto

 

Masterclass Auftrittscoaching Wirkungsvoll Präsentieren

 

 

JETZT zum Auftrittscoaching am 20.-21. Oktober 2017 in Köln anmelden:

 

Da wir die Gruppengröße auf acht Teilnehmer reduzieren: Melden Sie sich schnell über die Website Wirkungsvoll Präsentieren an. Interesse an weiteren Tipps zur Inszenierung? Dann könnte mein Buch EVENTS WIRKUNGSVOLL INSZENIEREN genau das Richtige sein!

 

 

Lesetipps für „Wirkungsvolle Präsentation“:

Authentisch Präsentieren // 5-teilige Serie von Moderator Martin Kloss
5 Regeln der Business Präsentation // Wie man erfolgreicher präsentiert!
AuftrittsCoaching: 12 Tipps für wirkungsvolle Vorträge

 

Event Zitate: Die besten Event Sprüche

Event Zitate – die besten Sprüche in der Live-Kommunikation

 

 

Als Regisseur plane ich nicht nur Events, sondern gebe auch als Show Caller den Ton hinter den Kulissen an.

Am häufigsten geht dabei über die Lippen: „Stand by für …“ und „3, 2, 1, GO.“

 

Je nach Wiederholungsfrequenz von Shows (eine habe ich 188 mal hintereinander gecallt, die letzte auch im „ON“ – hier zu sehen), kennt sowohl das Team als auch ich die Inhalte in- und auswendig. Dabei kommen immer wieder sehr lustige Sprüche zustande, die einen eigenen Blogpost wert wären. Da mich kürzlich mal jemand nach meinen Standard-Sprüchen gefragt hat, dachte ich mir, ich mache einen Blogpost daraus. Wie die Amerikaner sagen:

 

 

Without further ado – here they are…:   Die besten Event Zitate

 

Wer mitdenkt ist klar im Vorteil - Event Zitate

…und mitdenkende Kollegen braucht man bei zeitkritischen Events immer! Mehr davon.

 

Was nicht geprobt wird, findet nicht statt - Event Zitate

Man kann zwar CEO sein und denken, man braucht keine Proben – damit aber dennoch daneben liegen…

 

Vorbereitung ist das halbe Leben - Event Tipps

Leider wahr – pain in the ass und dennoch immer wieder bestätigt 😉

Glück ist übrigens, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft…

 

Stumpf ist Trumpf - Event Weisheiten

Mein Standardspruch für die Penetration von einzelnen Elementen – wie einem Auftrittsjingle. Weniger ist mehr!

 

No risk, no fun! - Mut zur Lücke im Event

Zum Beispiel kürzlich vor der Essensauswahl bei einem Job in Indien – mit gutem Ausgang… Yummy, lecker 🙂

 

No one said it will be easy - Eventsprüche

Manchmal heißt es einfach: Augen zu und durch. Aber als Trostpflaster folgendes Event Zitat:

 

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. Oscar Wilde

Aufgeschnappt aus dem herrlich unterhaltsamen Film „Best Exotic Marigold Hotel

 

 

Event ZitateWelchen begegnest du immer wieder? Was kommt dir oft über die Lippen?

Zum weiterlesen28 coole Sprüche aus der Werbung und Marketing Zitate.

Klassiker: Das kannste schon so machen, aber dann issses halt Kacke… 😉

 

Event-Konzept: Mit diesen 13 Fragen wird jede Veranstaltung besser…

Event Konzept: Worauf ich bei der Konzeption von Veranstaltungen achte… // Photo: stocksnap

 

 

Die letzten Jahre über habe ich unzählige Shows im Bereich von Corporate Events realisiert. Aus dieser Praxis heraus möchte ich meine häufigsten Fragen an Event-Konzepte weitergeben. Nachdem ich bei diesen 7 Fragen für erfolgreiche Events eher auf die Basics eines Veranstaltungskonzepts eingehe, sind folgende 13 Fragen ganz praktischer Natur und für die Optimierung von Eventformaten gedacht:

 

 

13 Fragen an ein Event-Konzept, die ich immer stelle…

 

 

1. Was ist das Ziel der Veranstaltung? Nur wenn die Ziele klar definiert sind, kann man einen Plan entwickeln, um dort auch tatsächlich hinzukommen… Ein guter Anfang für die Zieldefinition ist die SMART Formel.

 

2. Wer genau ist die Zielgruppe? Umso besser ich die Besucher kenne, desto genauer kann ich mich in ihre Erfahrungswelt hineindenken und aus deren Sicht ein Event-Konzept gestalten, welches für die Zielgruppe relevante Erlebnisse kreiert.

 

3. Was soll nachher anders sein als vorher? Diese Frage definiert die erwünschte Wirkung. Simpel aber wirkungsvoll. Dennoch viel zu selten klar zu beantworten. Daher: Dranbleiben und nachfragen.

 

4. Was ist die Botschaft, wie lautet die Geschichte? Die Verdichtung auf Kernbotschaften ist harte Arbeit, lohnt sich aber immer. Wenn dies alles in eine gute Geschichte verpackt wird, kann man sich diese besser merken.

 

5. Welche Headline steht in der Zeitung und welches Bild wird dazu abgedruckt? Warum ist die Veranstaltung relevant? Sind die Inhalte kernig und klar formuliert, so dass sie am nächsten Tag noch zu erinnern sind? Gibt es einen Moment, auf den sich alles zuspitzt und als DAS Bild festgehalten werden kann, um die Botschaft visuell zu kommunizieren?

 

6. Ist das Event-Konzept abwechslungsreich, überraschend, unterhaltsam? Jedes gute Event-Konzept benötigt eine gute Dramaturgie mit Höhe- und Wendepunkten (Drei Akte: Einleitung, Hauptteil, Schluss). Gibt es eine Dynamik, die für Abwechslung sorgt (Kontraste sorgen für Spannung)? Ist der Anteil von Information und Emotion ausgewogen? Wie sehen die Szenen aus – gibt es aufeinander aufbauende Momente? Ist der Anteil von Reden, Medien, Show und Pausen ausgewogen? Gibt es Längen – egal ob real oder gefühlt?

 

7. Perspektivwechsel: Was kann ich als Außenstehender spiegeln, was die Unternehmensmitarbeiter in der Innenwahrnehmung übersehen? Als Berater kann und muss man manchmal das Bild gerade rücken. Nur Mut, ich lag selten mit meinem Empfinden falsch. Die Außenperspektive hilft oft Dinge auf den Punkt zu bringen.

 

8. Welches Team soll das Event umsetzen? Nur in eingespielten Teams mit den richtigen Stärken können Atmosphären gestaltet werden, die am Ende überzeugen. Daher schaue ich mir genau an, wer für das Licht, Ton, Mediensteuerung etc. verantwortlich sein wird. Welche Kompetenzen haben die Beteiligten Akteuere, wo könnten Engpässe vorliegen?

 

9. Gibt es ein Hightlight? Who is the star? Kann man eindeutig von einem Höhepunkt sprechen? Sofern es einen Star der Show gibt, wird auch klar auf wen sich alle Inszenierung ausrichten muss. Genau auf das Thema muss „alles einzahlen“. Ist der Gesamteindruck der gewollten Aussage bzw. der Inhalte angemessen und bleibt die Inszenierung authenttisch?

 

10. Sind die Übergänge klar und werden diese vor Ort geprobt? Die meisten Probleme tauchen in den Übergängen auf. Selbst wenn die Zeit knapp sein sollte, so bestehe ich immer auf einer Probe für die Übergänge. Auch die Übergänge der Medien sollten genau eingerichtet sein. Im Normalfall plant man aber genügend Zeit ein, um zunächst technisch-medial, dann mit allen Akteueren und abschließend einer Generalprobe zu proben. Auch ganz wichtig: Danach gibt es keine last-minute-Änderungen mehr!

 

11. Wie steht es um die Kommunikation? Nicht nur was die Botschaften an die Gäste betrifft, sondern auch intern im Team. Sind alle Inhalte bei den Leuten angekommen, wurden Probenzeiten kommuniziert? Kennt jeder im Team jeden, so dass auf kurzem Wege auch Leute miteinander Prombleme lösen… Sind bei der Veranstaltung die Kommunikationswege klar (Catering, Hostessen, Workshops etc.)?

 

12. Gibt es genügend Momente der Interaktion? Viel zu viele Event-Konzepte sind zu eindimensional und frontal geplant. Spannend wird es durch eine Partizipation. Im besten Falle gibt es auch am Ende klare Lernpunkte zum mitnehmen und Action Steps zum umsetzen.

 

13. Gibt es Feedback und eine Evaluation? Ich stelle fest, dass das Thema sich zwar viele Unternehmen wie Agenturen auf die Fahne schreiben, in der Praxis aber so gut wie nie statt findet. Persönlich habe ich mir angewöhnt die Fehler und Lernmöglichkeiten daraus jedes mal festzuhalten. So kann ich spätestens im nächsten Jahr daran anknüpfen und vermeiden, dass die selben Fehler passieren.

 

 

Frage: Welche Fragen stellst du an ein Event-Konzept? Ich freue mich über deinen Kommentar unterhalb!

 

 

Was Dich für ein besseres Event-Konzept auch noch interessieren könnte:

Konferenzdesign: Sieben Regeln für die Konzeption innovativer Konferenzen
Seminare & Workshops: 7 Meeting Design Tipps, um Vorträge spannender zu gestalten…
Tipps für die Event-Konzeption von Stephan Schaefer-Mehdi
Wie schreibe ich einen Regieplan? // Eine Muster-Vorlage gibt es hier!

 

TOP Event Blogposts 2015 & mein Jahresrückblick

TOP Event Blogposts 2015 // Mein Highlight: Die IAA mit dem Team Atelier Markgraph (Foto: Stephan Maka)

 

 

 

Wir sehen nicht die Dinge, wie sie sind, sondern wir sehen sie, wie wir sind.“ Talmud

 

 

Wieder kommt ein Jahr zum Ende. Für mich hielt 2015 fantastische Momente bereit. In 36 Projekten habe ich Momente gestalten dürfen, in denen Menschen sich begegnen und Neues entdecken konnten. Das Spektrum reichte von Automobil, Fashion, PR, IT, Pharma über Telekommunikation, Elektronik, Mittelstand, Wissenschaft, Bankwesen und Investment bis zum Stiftungsbereich. Ein breites Themenspektrum welches meine Neugier an Inhalten und Trends nur befeuert hat…

 

Starke Ideen konnte ich dabei in diversen Städten in Szene setzen: von Berlin, Mannheim, Posnan/Polen, Leipzig, Rom/Italien, Gifhorn, Genf/Schweiz, Hannover, Malaga/Spanien, Shanghai/China, Rostock, Mallorca/Spanien, Port Aventura/Spanien, Essen, Frankfurt, Miami/USA, Guangzhou/China, dem Dorf an der Düssel bis zum Epizentrum der Welt: Der Domstadt und Wahlheimat Köln (natürlich habe ich ethisch korrekt meinen CO2 Ausstoß bei Atmosfair kompensiert).

 

Ich bin sehr dankbar für spannende Begegnungen, tolle gemeinsame Erlebnisse und das in mich gesetzte Vertrauen. In fantastischer Teamarbeit führte dies zu erfolgreichen Produktionen. DANKE zuallererst an jeden Kollegen im Team, alle Auftraggeber sowie Agenturen – es hat wirklich großen Spaß gemacht!

 

Wenn ich einen zentralen Gedanken festhalten müsste, dann wäre es die Wichtigkeit Atmosphären zu gestalten. Offensichtlich kreieren wir mit Events besondere Atmosphären. Allerdings gibt es auch die tieferliegende Atmosphäre, die man durch sein SEIN, also die (Arbeits-)Mentalität, gestaltet. Genaueres dazu werde ich im neuen Jahr für den FAMAB schreiben.

 

 

 

2015 – ein spannendes Jahr in der Live-Kommunikation

 

Es ist kein Geheimnis: Ich liebe gut gemachte Showinszenierungen und arbeite leidenschaftlich gern daran, diese in unvergessliche Momente umzusetzen. Ein berufliches Highlight war sicherlich die erneute Ablaufregie für Mercedes-Benz LIVE! auf der IAA (im Auftrag von Atelier Markgraph). Herausfordernd und auf ganz andere Art und Weise sakral (wie die FAZ zur IAA berichtete) war für mich die TechArts-Konferenz.

 

Der Ansatz war es eine eine Plattform für Mitarbeitende in Kirchen zu schaffen, um Gottesdienste wirkungsvoller zu gestalten. Schon weit im Voraus war die Kapazitätsgrenze von 650 Teilnehmern aus den Zielgruppen Techniker, Musiker, Künstler und Moderatoren erreicht. Das große Interesse zeigt, dass es in diesem Bereich viel Willen zur Veränderung gibt. Live-Kommunikation in dieser Form ist auch hier ein Schlüssel für guten Wissenstransfer.

 

TOP Event Blogposts 2015 // Familie CuhlsPersönlich bewegt mich meine mittlerweile 20monatige Tochter. Es ist eine pure Freude immer wieder nach Hause zu kommen und den nächsten Entwicklungsschritt zu erleben. Welch Wunder die Entwicklung eines Menschen doch ist und ja, diese Begegnungen sind die wirklich magischen im Leben…

 

Ebenso führte dies zu verstärkter Arbeit im Bereich Konzeption. Die planerische Gestaltung von Momenten macht nicht nur Spaß, sondern erlaubte mir auch, etwas mehr von Köln aus zu arbeiten. Wie immer im Leben: Die Mischung macht’s. So kann 2016 gerne kommen!

 

 

 

TOP Event Blogposts 2015 – das habt ihr gelesen:

 

Stolz bin ich auch auf 35 neue Blogbeiträge in diesem Jahr. Der stark potenzierte Traffic auf meinem Blog zeigt, dass es großen Bedarf an Wissen wie wirkungsvollen Prinzipien der Showinszenierung, technologischen Entwicklungen und Inspiration in der Live-Kommunikation gibt.

 

Besonders glücklich bin ich über die Veröffentlichung meines Buchs Events wirkungsvoll inszenieren. Darin gebe ich mein gesammeltes Wissen zur Inszenierung weiter. Sieben Experten runden das Bild mit ihren praktischen Tipps zur Event-Inszenierung ab. Das Buch kannst Du einfach formlos über den Link oben bestellen.

 

 

Jetzt aber zu den zehn TOP Event Blogposts 2015:

 

1. Wie schreibe ich einen Regieplan? // Eine Muster-Vorlage gibt es hier!
2. Die 7 Gebote der Inszenierung // Wie gute Shows gelingen…
3. Lichtdesigner // Was man über Lichtgestaltung wissen sollte…
4. Ein Loblied auf die Eventbranche & warum ich meinen Job liebe…
5. Seminare & Workshops: 7 Meeting Design Tipps, um Vorträge spannender zu gestalten…
6. Medienserver: Welchen benötige ich für mein Event?
7. Veranstaltungskonzeption // 7 Kernfragen für erfolgreiche Events
8. 5 Fragen zum Veranstaltungskonzept // Nützliche Tipps – Teil 1
9. Technikbriefing: Worauf es in der Zusammenarbeit ankommt…
10. Event Trend 2015: 23 Experten zur Live-Kommunikation

 

 

2015 war ein fantastisches Jahr – beruflich, persönlich und auch mit diesem Blog. Da Analog das neue Digital ist, plane ich für 2016 eine Umstellung des Blogpost-Veröffentlichungsturnus auf alle zwei Wochen Mittwochs. Dafür möchte ich meinen Beitrag für die Live-Kommunikation im Analogen ausbauen – in Form von zwei MasterClass Formaten in den Bereichen Auftritts-Coaching sowie Kreativität & Inszenierung. Bei Interesse kannst Du dieses gerne schon per Email ankündigen – weitere Details folgen…

 

 

TOP Event Blogposts 2015 Eventregie Chris Cuhls Frohes Neues 2016TIPP: Zum Jahresausklang noch eine gute Frage für den Silvesterabend (entlehnt aus dem Storytelling): Welchen Sieg und welche Niederlage hast du in 2015 erlebt und welche Chancen und Herausforderungen erwartest du in 2016?

 

 

Kommt gut rein ins neue Jahr – ich freue mich auf alles, was da kommt!

 

Event Trend 2016: Experten zur Live-Kommunikation

Event Trend 2016 // Foto: iPhone Kalender © Apple

 

 

In guter Tradition frage ich Eventgestalter zum Jahreswechsel ein und die selbe Frage: Welchen eine/n Trend, Herausforderung oder Möglichkeit siehst du für 2016, der den stärksten Einfluss auf die Live Kommunikation haben wird? Die Trend-Einschätzungen für 2016 in Reihenfolge des Eintreffens unterhalb.

 

Doch zunächst noch ein kurzer Rückblick auf die Trendschau 2015. In der Essenz gab es den Trend zu relevanten Inhaltenüberzeugenden Geschichten und Authentizität. Was davon ist eingetroffen? Wie man auch an der Vergabe des diesjährigen FAMAB Award gesehen hat, sehe ich eindeutig diesen Anspruch. Die wegbahnenden Realisierungen aber noch ausblieben. Um kein verkürzt-pauschales Urteil zu fällen eigentlich Grund genug für einen eigenen Blogpost… Daher jetzt zum Event Trend 2016:

 

 

 

1. Dirk Kielhorn, Leiter Messen und Ausstellungen Mercedes-Benz Cars:

 

Der Trend zur Digitalisierung prägt weiterhin unser aller Alltag und fordert dazu auf, neue Wege zu gehen. Die Premiumhersteller der Automobilindustrie wandeln sich aktuell zu vernetzten Mobilitätsanbietern, die künftig in der Lage sein werden, individueller auf die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Kundschaft zu reagieren. Auch im Bereich der Live-Kommunikation müssen wir diesen Wandel vollziehen: Klassische Live-Formate wie Messen und Events müssen künftig stärker in der Lage sein, maßgeschneiderte Kommunikationsangebote für den Einzelnen zu generieren. Es muss uns gelingen, offline und online Kommunikation sinnvoll und werthaltig zu verknüpfen: Live, authentisch und persönlich.

 

 

2. Christian Schmachtenberg, memories of the future:

 

Trends können nicht erfunden werden! Sie können gehypt, adaptiert, angenommen oder ignoriert werden. Die Herausforderung bleiben herausragende Ideen: Ungesehen, überraschend und herausragend inszeniert. Nach der „hybriden Blase“ werden sich die Macher auf neo-analoge und intelligente Interventionen konzentrieren müssen…

 

 

3. Cristián Gálvez, Keynote-Speaker:

 

Die großen geopolitischen Herausforderungen und die unmittelbare Betroffenheit der Menschen in unserem Land werden auf verschiedenen Ebenen deutlich Einfluss zeigen. Das beginnt bei der Sinnfrage und endet bei den Budgets. Zudem wird die Verschmelzung von Online- und Offline-Welten zum beherrschenden Faktor erfolgreicher Kreation und Eventplanung.

 

 

4. Stefan Schulze-Hausmann, Journalist und Initiator Deutscher Nachhaltigkeitspreis:

 

Es verstärken sich die Trends aus dem letzten Jahr: Krisen ringsherum fordern Relevanz, Sensibilität, Abkehr von falscher Opulenz und nachhaltigen Umgang mit allen Ressourcen (einschließlich der Zeit der Kunden/Gäste).

 

 

5. Bruno Meissner, Geschäftsführer MEISSNER EXPO:

 

Neuer Wein in alten Schläuchen – so kommt es mir einmal wieder vor, wenn jetzt über Storytelling und Content-Marketing sinniert wird, als ob es sich um etwas Neues handeln würde. Inhalte in Geschichten zu verpacken, damit sie emotional aufgeladen in Erinnerung bleiben, wurde immer schon gemacht. Und so müssen wir weiterhin und immer wieder die Marken-Geschichten bei Messe-Auftritten und Marketing-Events zielgerichtet inszenieren!

 

 

6. Katharina Falkowski, Geschäftsführung und Redaktion eveosblog:

 

Nachdem Interaktion, Storytelling, Content Marketing & Co. 2015 genügend in der Theorie besprochen und in der Praxis häufig noch recht rudimentär umgesetzt wurden, hoffe ich auf 2016 als ein Jahr der detailverliebten, zielgerichteten, sinnvollen und intelligenten Ideen.

 

 

7. Annette Beyer, GF und Studienleitung treibhaus 0.8:

 

Die Herausforderung: Den Agenturen laufen die guten Leute weg! Besonders die Kreativen. Kein Wunder: Das Gehalts-Leistungsverhältnis der meisten Agenturjobs war schon immer Unterkante. Aber jetzt haben erfahrene Leute die freie Auswahl. Auch die Selbständigkeit lockt. Und beim Nachwuchs entfällt der Coolness-Faktor. Agenturstress, nein danke! Wenn schon krasses Engagement und familienfeindliche Arbeitszeiten, dann lieber ne NGO!

 

 

8. Christoph Bovenkerk, Unternehmenskommunikation Party Rent Group:

 

Die stärksten Impulse bringen für mich auch in 2016 wieder Digitalisierung, Storytelling und Multisensorik. Das ist nicht wirklich was Neues, aber das ist ja auch der Kern von Event. Mich würde es trotzdem freuen, wenn wir Veranstaltungen bei all diesen Möglichkeiten nicht mehr so überladen. Ein einfaches und echtes Erlebnis in einem schlüssig inszenierten Raum. Dann verzichten die Leute vielleicht auch mal darauf, jede Sekunde des Geschehens für eine nicht interessierte Nachwelt festzuhalten und tun das, was man bei Events am Besten tun sollte: Den Moment genießen.

 

 

Event Trend 2015 Foto: André WirsigQuo vadis Live-Kommunikation?! // Foto: André Wirsig

 

 

9. Claudia Krause, Senior Projekt Management VOKDAMS Hamburg:

 

Ich denke, wir müssen uns ab sofort stärker denn je, mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen. Sicherheit von Destinationen, Locations und vor allem auch die Reisewege dorthin. Konzepte und Logistik werden dadurch einer gewissen Freiheit beraubt.

 

 

10. Philipp Dorendorf, Creative Director facts and fiction:

 

Content Marketing und Interaktivität. Trend 2016: Mehr „Gast gleich Gestalter-des-eigenen–Erlebnisses“. Herausforderung: Liebe Kunden, schaut nochmal Fight Club und hört auf, alles kontrollieren zu wollen. Wunsch 2016: Rookie (und nicht Grand Pa) der Kommunikation sein, denn (Vorsicht) selbst Social Media ver-systematisiert sich gerade, ergo: Die Chancen stehen gut für uns. Schöne Weihnachten.

 

 

11. Wolfgang Doll, Geschäftsführer Bureau Doll:

 

Brand Events werden weiter an Bedeutung gewinnen. Die Unternehmen müssen ihre klassischen und neuen Kommunikationskanäle mit immer mehr relevanten, emotionalen, top-aktuellen Inhalten versorgen. Brand Events und verknüpfte Brand Campaigns werden in diesem Zusammenhang zu mächtigen Content Generatoren, die diese Kanäle kontinuierlich befeuern. Von Bureau Doll in diesem Jahr erfolgreich praktiziert mit Toyota LIVE!

 

 

12. David Korte, Director Planning OSK:

 

Auch 2016 gilt es vor allem echt und authentisch zu kommunizieren. Nur weil alle und jeder ein Thema proklamieren, muss es für mich und meine Kunden noch lange nicht relevant sein. Kurzum: Die Filterfunktion aller Branchenpartner wird bei stetig steigendem Angebot an Technologien und Themen immer wichtiger.

 

 

13. Christian Kohlmann, Konzeption und Regie:

 

Storytelling“ bleibt für mich die Nummer 1.
Inhalte statt Oberflächenpolierung.

 

 

14. Andreas Horbelt, Kreativdirektor: The Year of the Robots

 

2016 wird endgültig das Jahr der Roboter. Wir haben in den letzten Jahren ja schon einige Projekte mit Robotern gesehen: Roboterexponate auf Messen, Robotershows mit LEDs im Koreanischen Pavillon auf der Expo und bei Events von Mercedes und VW, Opern mit humanoiden Robotern und allerorten Dronenballette als Feuerwerk 2.0. Das ist erst der Anfang. Die Technologie ist inzwischen so günstig und gut beherrschbar, dass sich Roboter als „Ersatzmänner“ für die unterschiedlichsten Acts und Funktionen anbieten. Meine Wette: Wir werden 2016 ein paar herausragende Projekte mit Robotern sehen. Ich bin gespannt.

 

 

15. Eva Heid, Senior Consultant Konzept pro event:

 

Eine Herausforderung, der ich selbst immer wieder in Projekten begegne, ist das Verständnis dafür, dass Social Media richtig in Kombination mit Live-Kommunikation eingesetzt wird. („Oh ja, da machen wir eine facebook Seite“ *face palm kopfschüttel*). Ob es die größte ist – keine Ahnung. Aber sie hält sich hartnäckig…

 

 

Event Trend 2016 Foto: André Wirsig

 

 

16. Nadine Imboden, Choreographin und Regisseurin:

 

Auch 2016 wird der Trend dazu gehen, in Form von Geschichten Botschaften zu vermitteln und etwas Überraschendes zu erleben. Spannende Möglichkeiten versprechen technologische Entwicklungen, um virtuelle Effekte mit realen Performances zu vermischen. Ich glaube, dass nach wie vor der Performer dafür sorgt, dass Inszenierungen zu emotionalen Momenten werden.

 

17. Thorben Grosser, General Manager Europe Eventmobi:

 

Der größte Trend wird Gamification. Immer mehr Veranstaltungsplaner nutzen Spielemechaniken um Teilnehmer besser in Events einzubinden und Sponsoren weiter mit an Bord zu holen.

 

 

18. Thorsten Herbrand, Geschäftsführer imagepeople:

 

Das neue Jahr lässt grundsätzlich vieles beim Alten: 2016 wird es aber dennoch verstärkter darauf ankommen, die Strategie und die Content-Kompetenz weiter auszubauen. In der Live-Kommunikation nutzen wir heute mehr Kanäle und Kontaktpunkte denn je – deshalb ist die Verantwortung unserer Arbeit auch noch bedeutender als bisher. Da geht es nicht um die Frage „Online oder Offline?“, sondern um die Verschmelzung beider Welten. Durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung sind wir deshalb auf dem besten Weg zum unterbrechungsfreien Markenerlebnis. Wir gehen seit vielen Jahren konsequent diesen Weg und bilden unsere Mitarbeiter weiter aus bzw. recruiten neue Spezialisten – somit sind wir mit unseren interdisziplinär arbeitenden Teams extrem gut aufgestellt.

 

 

19. Jörn Huber, Geschäftsführer pro event live-communication:

 

2016 werden uns sicherlich die Themen Digitalisierung, Content, Vernetzung und ganzheitliches Denken weiter beschäftigen. Aber der wichtigste „Trend“ 2016 wird sein, weniger über Trends zu reden. Vielmehr geht es darum, klare Zeichen zu setzen. In allen Bereichen. Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Trends werden die Welt nicht verändern. Es sind immer Menschen. Menschen, die einfach anfangen, mutig Erfolg riskieren und als Beispiel voran gehen. Daher erkläre ich 2016 hiermit zum „Jahr der Macher“.

 

 

20. Stephan Schäfer-Mehdi, Art Director LiveCom:

 

Die Vogue hat eine inspirierende Rubrik „Fragen ohne Antwort“, in der eben keine Antworten gegeben, sondern Fragen gestellt werden. Ich habe mit Ausblick auf 2016 auch mehr Fragen als Antworten:

 

Ist Kreativität wichtiger oder Content?
Ist Emotion wichtiger oder Information?
Macht es weiter Sinn durch Software „gedopte“ Autos zu inszenieren?
Brauchen wir einen Ehrenkodex, und würde der etwas bringen?
Was kommt nach 4D-Mapping und ist das überhaupt bedeutsam?
Glaubst Du, die globale Flüchtlingssituation hat Einfluss auf das, was wir tun?
Was muss die MICE-destination Dresden tun, um wieder aus dem Pegida-Schatten zu treten?
Werden wir den Klimawandel mit Greenmeetings ein wenig eindämmen helfen?
Ist Charity ein Bestandteil des sozialen Kitts?
Und wird der soziale Kitt in unserer Gesellschaft halten?

 

 

21. Torsten Fremer, Geschäftsführer KLUBHAUS. Agentur für intelligente Kommunikation:

 

Bisher musste ich meinen Kunden stets empfehlen: weniger Power Point und Frontalpräsentation, dafür mehr Partizipation wagen. Aktuell kommen aber immer mehr Kunden zu mir, die ihre altgedienten Konferenz- und Präsentationsformate auf den Prüfstand stellen und nach neuen Möglichkeiten suchen. Wenn das jetzt kein Zufall ist, könnte ein echter Trend draus werden. Das stimmt mich hoffnungsvoll.

 

 

22. Anke Langhardt, Director Events TRIAD Berlin:

 

Es wird auch zukünftig darum gehen, mittels echter Partizipation und Interaktion ein Event einmalig werden zu lassen. Immersive Medientechnologien wie Augmented und Virtual Reality unterstützen dabei eine Live-Kommunikation, die zum Garant persönlicher und damit nachwirkender Erlebnisse wird. Die intelligente Vernetzung zwischen digitalem System und „realer“ Welt, Spielarten der Industrie 4.0, erlaubt ein umfassendes, mentales wie physisches Gesamterlebnis – und genau das ist Ziel einer gelungenen Eventgestaltung.

 

 

 

Event Trend 2016: Storytelling, Digitalität, Umsetzung

 

Persönlich entnehme ich aus diesen Statements nach wie vor den Fokus auf gutes Storytelling, eine stärkere Vernetzung von Digitalem und Realem sowie innovativer Umsetzung der uns bereits bekannten Möglichkeiten. „Let’s do it“ um Jörn Huber aufzugreifen…

 

Neben diesen Gedanken erreichte mich ein Statement, welches ich gerne hier am Ende hervorheben möchte:

„Ein beständiger Trend sollte für uns alle sein: Respekt untereinander für die jeweiligen Leistungen! Wir müssen nicht immer „Besser-sein-Als“ wir können jeden Tag voneinander ein bisschen mehr lernen und Erfahrungen, Leidenschaften und Kompetenzen teilen.“ Danke René Elberfeld, gut auf den Punkt gebracht!

 

2016 freue ich mich persönlich wieder auf unvergessliche Momente, in denen Menschen sich begegnen und Neues entdecken, sowie gute Ideen ausgetauscht werden können. Das wie gehabt in gutem Teamwork und mit Spaß an der Arbeit. Für die Konzeption von ebendiesen wirkungsvollen Inszenierungen habe ich kürzlich mein Buch „Events wirkungsvoll inszenieren“ fertig gestellt – eines meiner Highlights in 2015. Ich bin gespannt, was uns 2016 bringen wird!

 

 

Frage: Ist ein Trend vergessen oder unterbelichtet? Ich freue mich auf Deinen Kommentar via FacebookTwitter oder LinkedIn!

 

Wie es sonst um den Event Trend 2016 steht:

Eventmanager Blog: Event Industry Trends Report 2016
Wandel und Trends der Kommunikationsbranche

Events wirkungsvoll inszenieren // Geheimnisse der Inszenierung

Events wirkungsvoll inszenieren – damit Botschaften auf der Bühne wirken und Events gelingen // Chris Cuhls

 

 

„Viele Menschen finden Firmen-Veranstaltungen langweilig.

Das muss sich ändern.“

 

 

Als Eventregisseur und mit 15 Jahren Berufserfahrung stelle ich tagtäglich Events auf die Beine. Dank meines Blogs weiß ich, dass sich viele Menschen für das Thema „gelungene Inszenierung“ interessieren. Das Wissen, welches ich mir über die Jahre angeeignet habe, zeigt sich für viele Menschen in und außerhalb der Branche als äußerst hilfreich.

 

Was macht den Unterschied zwischen einer guten und einer beeindruckenden Inszenierung aus? Ist es das Budget, sind es die Durchführenden, das Zusammenspiel, die Idee? Was muss von Anfang an beachtet werden, damit mein Event das erreicht, was ich mir wünsche? Was soll Nachher anders sein als Vorher?

 

Genau diesen Fragen gehe ich in meinen Buch „Events wirkungsvoll inszenieren“ nach. Im ersten Teil gebe ich mit den 7 Geboten einen Überblick zu den Prinzipien und Wirkungsmechanismen. Mit 7 Experten-Interviews vertiefe ich im zweiten Teil das Wissen um wirkungsvolle Inszenierung.

 

 

Wie du Events wirkungsvoll inszenieren kannst – ein Blick ins Buch:

 

Events wirkungsvoll inszenieren - 7 Gebote 7 Interviews

Events wirkungsvoll inszenieren - 7 Gebote der Inszenierung

Events wirkungsvoll inszenieren - Corporate Events inszenieren - Ideen Konzept Dramaturgie

Chris Cuhls: Events wirkungsvoll inszenieren // Fotos: André Wirsig, Gestaltung: Ann-Marie Falk

 

 

Buch hier über Amazon bestellen

 

Events sind besondere Ereignisse. Oft werden Veranstaltungen aber immer noch als Logistik-Aufgabe verstanden, die es gilt, perfekt umzusetzen. Doch damit sich Gäste bei den – eigens für sie gestalteten – Inszenierungen wohl fühlen, braucht es nicht nur leckeres Essen oder beeindruckende Akrobatik. Viel mehr geht es um das gelungene Zusammenspiel zwischen starken konzeptionell-kommunikativen Ideen und der Logistik.

 

Dieses Buch zeigt in 100 Seiten über die Organisation hinaus auf, wie Inszenierung gelingt. Mit dem Wissen aus diesem Buch werden Leser, die bereits im Eventgeschäft arbeiten, einen neuen Wirkungsgrad erzielen.

 

 

7 Gebote & 7 Experten-Interviews – Inszenierung auf den Punkt gebracht

 

Die 7 Gebote der Inszenierung sind anwendungsorientiert formuliert – Inspiration und Rahmengebung statt der klassischen Event-Checkliste. Leser in allen Branchen und Anwendungsgebieten bekommen mit diesem Buch ein Gefühl dafür, was gelungene Veranstaltungen wirklich ausmacht und können es direkt umsetzen – sei es für das große Firmenjubliäum, eine Werbeveranstaltung oder ein internes Mitarbeiter-Event. Gerade durch die beispielstarke Erklärung der Gebote, die Lust auf Umsetzung machen, ist das Buch eine klare Hilfestellung in der Planung und Durchführung einer gelungenen Veranstaltung.

 

Die sieben ergänzenden Interviews mit den ganz Großen aus der Branche vermitteln zusätzliche Kenntnisse und Inspiration. Sie geben Einblick in Insiderwissen zu spannender Inszenierung. Mit dabei sind Ex-Unterhaltungschef Prof. Axel Beyer, TV-Regisseur Frank Hof, aus der katholischen Kirche Pater Manfred Kollig & Dr. Bernward Konermann, Karnevals-Forscher Wolfgang Oelsner, PR-Eventexperte Oliver Schrott, Lichtdesigner Jojo Tillmann sowie Medienkünstler Andree Verleger. Dank der Erfahrung dieser Experten erfährt man bei der Lektüre des Buchs, worauf es wirklich ankommt, um andere mit der eigenen Show zu inspirieren und unterhalten.

 

 

Events wirkungsvoll inszenieren - 7 Interviews Axel Beyer Unterhaltung

TV Regisseur Frank Hof - Events wirkungsvoll inszenierenTheaterregisseur Axel Beyer und TV-Regisseur Frank Hof im Experten-Interview zur Inszenierung

 

 

Das Buch zeigt in seiner Kombination aus Theorie zur Rahmengebung und Statements mitten aus der Veranstaltungsbranche auf, wie bei realistischer Budget-Planung die größtmögliche Wirkung erzielt werden kann.

 

 

Eventplanung: Für wen lohnt sich das Buch?

 

Events wirkungsvoll inszenieren“ richtet sich an all jene Eventgestalter, die logistische Grundkenntnisse haben, aber nicht wissen, wie sie Botschaften und Inhalte wirkungsvoll an ihre Zuschauer vermitteln können. Das Wissen ist entscheidend für Verantwortliche in Agenturen, Projektmanager großer Veranstaltungen genauso wie Eventverantwortliche auf Unternehmensseite. Inspirativ ist es sicherlich auch für Fachleute der MICE-Branche, Manager jeglicher Marketingdisziplin und einfach interessierte Innovatoren.

 

 

Chris Cuhls:
EVENTS WIRKUNGSVOLL INSZENIEREN
7 Gebote und 7 Interviews – mit Prof. Axel Beyer, Frank Hof, Pater Manfred Kollig, Dr. Bernward Konermann, Wolfgang Oelsner, Oliver Schrott, Jojo Tillmann und Andrée Verleger

100 Seiten, farbiges Bildband im Magazin-Charakter, Softcover, 1. Auflage, ISBN 978-3-00-052198-0

 

 

Bestellbar für 22,95 EUR per formloser Email (zzgl. 2 EUR Versandgebühr im EU-Ausland) oder über Amazon.

Event-Urgestein Wolf Rübner hat das Buch hier rezensiert. Weitere Rezensionen bei eveos und FAMAB-Blog.

 

Selbstorganisation in der Eventbranche: Wie organisiere ich mich selbst?

Selbstorganisation und effektives Zeitmanagement in der Eventbranche: Wie organisiere ich mich & meine Arbeit?

 

 

Möglichkeiten sind nicht gleich Verpflichtungen.

// Andy Stanley, Leadership-Buchautor

 

 

In der Eventbranche herrscht konstanter Zeitdruck. Viele sind selbstständig oder müssen innerhalb von Agenturen ihre Zeit selbst organisieren. Die Deadlines sind allgegenwärtig und werden dennoch mit exzellenten Ergebnissen gefordert – gerade wenn es sich um Pitches handelt. Auf der Suche nach hilfreichen Tipps für effektive Selbstorganisation bin ich kürzlich auf diese Liste gestossen.

 

 

Selbstorganisation und effektives Zeitmanagement in der Eventbranche

 

 

1. Lebensziel – was will ich mit meinem Leben erreichen

 

2. Leidenschaft – ein Gefühl von Enthusiasmus bezüglich meiner Bestimmung und Ausrichtung

 

3. Ziele – wo will ich hin

 

4. Pläne – was tue ich, um dort hinzukommen

 

5. Prioritäten – wie ordne ich meine Pläne, um dort hinzukommen

 

6. Zeitplan – wann setze ich dies konkret um

 

7. Umsetzung – just do it, einfach ausführen

 

8. Evaluation – Auswertung dessen, was geschehen ist und wie ich den Prozess verbessern kann

 

 

Diesen ganzheitlichen Zugang zur Selbstorganisation empfand ich hilfreich, weil er vom großen ganzen Bild ausgeht und dann erst auf die konkrete To-Do-Liste kommt. Wer seine Bestimmung und Leidenschaft im Blick hält, dem fällt es sehr viel einfacher Ziele und Prioritäten zu ordnen. Unwichtige Dinge können so besser beiseite gestellt werden. Damit beschäftigt man sich auch nur mit den Dingen, die wirklich wichtig sind. Dies führt zu effektiven Ergebnissen und gleichzeitig wird sich die Zufriedenheit erhöhen.

 

Natürlich ist Selbstorganisation ein konstanter Prozess der Anpassung – aber einer, der sich lohnt. Vielleicht bedeutet es harte Entscheidungen zu treffen und sein Verhalten wie Prioritäten grundlegend zu verändern. Vielleicht tut es auch einfach nur gut sich in Erinnerung zu rufen, warum man das tut, was man tut und wofür man Leidenschaft empfindet. Mir haben diese Punkte jedenfalls ein neues Gefühl von Klarheit und Zufriedenheit beschert.

 

 

Frage: Habt ihr Tipps für effektives Zeitmanagement und Prioritätensetzung? Wie organisiert ihr euch selbst?

Über deine Gedanken und Erfahrungen freue ich mich auf Facebook, Twitter oder LinkedIn zu hören!

 

Warum Perfektion dich killt & Exzellenz dich siegen lässt…

Warum Perfektion dich killt & Exzellenz dich siegen lässt // 7 Tipps für neues Denken und Handeln

 

 

Alles oder nichts“ und „Das Bessere ist der Feind des Guten

// Merksätze von Perfektionisten

 

 

Wer kennt das nicht? Eventmacher haben den Anspruch Veranstaltungen zu perfekten Erlebnissen zu machen. Das kann nur gar nicht gelingen. Denn: Perfektion ist vollkommene Unfehlbarkeit. Wer kann das in unserem eng getakteten Termingeschäft leisten? Und welcher Kunde ist bereit dafür mehr Geld zu zahlen? Abgesehen davon ist Perfektion immer eine subjektive Wahrnehmung.

 

 

Warum Perfektion dich killt…

 

Ich bin selbst ein Perfektionist auf Entzug. Die Wurzeln dafür liegen weit zurück – in meiner Kindheit. Das mag vielleicht komisch klingen, aber der eigentlich gute Merksatz „gleich, gerne, gut“ hat viel Gutes, wenn es darum geht Hausaufgaben zu machen oder zu putzen. Wenn aber vermeintliche Stärken überspitzt werden, dann kippen sie oft ins Gegenteil und werden zum Killer: „Immer, sofort, jetzt“ – das lässt dich nie fertig werden, über deine Kräfte gehen und nie mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es geht noch besser…

 

 

…und Exzellenz dich siegen lässt!

 

Durch meinen Burnout wurde ich zu einem Perspektivwechsel gezwungen: Verhaltensstrukturen erkennen, hinterfragen und neue Denkmuster lernen. Dabei hat mir folgender Gedanke geholfen: Perfektion ist statisch. Ein perfektes Ergebnis ist wie das Wort schon sagt: absolut perfekt. Aber damit bietet es aber auch keinen Spielraum mehr für Entwicklung. Allerdings ist alles in unserem Leben auf Entwicklung ausgelegt: Natur, persönlicher Wachstum, Beziehungen, Erfahrungen…

 

Dabei kommt der Begriff Exzellenz ins Spiel. Denn exzellente Ergebnisse schaffen heißt mit den Ressourcen, die du zur Hand hast, das Beste rauszuholen und dann bewußt einen Punkt zu setzen.

 

Die Ressourcen sind bei jedem Projekt anders gelagert: Das Budget, der zeitliche Rahmen, das Team, dein Wissen und Erfahrungshorizont wird sich immer anders zusammen setzen. Aber genau mit dem, was du in der Hand hast, kannst du das Beste rausholen. Eben exzellent arbeiten.

 

Mich befreit dieser Gedanke und lässt sowohl den Entwicklungsprozess als auch das Ergebnis besser genießen. Beim nächsten Mal kann ich halt dieses oder jenes noch besser machen, muss aber keine absolute Perfektion abliefern. Weil eben auch nicht alles nur von mir und meiner Leistung abhängt. Ein neuer Merksatz könnte klingen: „Ich mache alles so gut ich kann – aber vor allem mit Spaß!

 

 

7 Tipps für exzellentes Arbeiten im Projektmanagement

 

1. SMARTe Ziele setzen. Nur wenn du spezifische, messbare, akzeptierte, realistische und terminierte Ziele setzt, kannst du diese überhaupt erreichen. So hast du Ziele im Blick und kannst diese im Anschluss auch überprüfen.

 

2. Teil dich mit und hol dir Feedback ein. Sprich mit Leuten, denen du vertraust. So können dir Kollegen oder Partner helfen, eine realistische Einschätzung über deine Leistung und Erfolge zu geben. Außerdem können sie ihr Perfektion-VETO einlegen, wenn du über die Stränge schlägst…

 

3. Ergebnisse feiern. Wir Perfektionisten neigen dazu, nur mit dem Endergebnis zufrieden zu sein. Und das nur, wenn sie (nahezu) perfekt sind. Doch dann sind wir meistens mit dem Kopf schon im nächsten Projekt. Daher: Feier die Ergebnisse wie den Prozess, würdige sie, stoß drauf an, genieß das erreichte, lob dich dafür.

 

4. Achte auf dein Kräftehaushalt. Die 80/20 Regel besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit. Ist diese Extrameile immer gerechtfertigt oder kannst du auch mal 5 gerade sein lassen? Deine Kraft ist nicht endlos. Treffe eine bewusste Entscheidung, wie viel Kraft du wann und wo investieren willst.

 

5. Lerne dich selbst besser kennen. Welche Stärken und Schwächen hast du? Was denkst du über dich selbst und wie sehen dich andere? Die Angst vor Ablehnung oder Versagen und das Bedürfnis nach Anerkennung sind oft Motoren, die Perfektionisten antreiben. Diese gilt es zu entlarven und sich anzunehmen, wie man ist.

 

6. Setze Grenzen. Es ist gut dein Bestes zu geben: 100% sind OK, aber eben nicht mehr. Setz dich nicht unter Druck durch zu hohe (unrealistische) Ansprüche. Lass dich nicht über den Tisch ziehen, gerade wenn du spürst das es dich überfordern könnte. Nur du weißt, wann dein Limit erreicht ist und kannst STOPP sagen. Niemand anders wird das für dich tun.

 

7. Finde deine Balance. Die beste Prophylaxe gegen BurnOut ist es, in Balance zu leben – in allen Lebensbereichen: Beziehungen, Arbeit, Gesundheit (emotional, physisch, geistlich), Freizeit. Diese Balance kannst nur du selbst spüren und für die Einhaltung genau dieser sorgen! Tue dir damit selber gutes, um langfristig gesund zu leben.

 

 

 

Frage: Wie geht es dir mit Perfektion? Welche Tipps hast du, um zu exzellenten Ergebnissen zu kommen?

Über deine Gedanken und Erfahrungen freue ich mich auf FacebookTwitter oder LinkedIn zu hören!

 

Event Blog: Meine Top 20 Beiträge

Meine Top 20 Event Blog Beiträge seit meinem Blogstart // Ablaufregisseur Chris Cuhls

 

 

Seit gut drei Jahren blogge ich. Es geht mir dabei um Inspiration, Ideen und Netzwerk mit Mehrwert für die Arbeit in der Live-Kommunikation. Hier präsentiere ich euch meine Top 20 Event Blog Beiträge:

 

 

Inszenierung, Regie und Persönliches:

 

 

Eventbranche, Produktivität und Werte:

 

 

Prinzipien und Tipps im Event Blog:

 

 

Frage: Welcher Event Blog Post hat euch am meisten inspiriert und warum? 
Über deine Rückmeldung auf FacebookTwitter oder LinkedIn freue ich mich!
Kennst du schon mein eBook zu den „7 Geboten der Inszenierung„?
Nein? Dann trag dich gleich in meinen Newsletter ein und erhalte das eBook kostenlos.

 

 

Event Blog Ablaufregisseur Chris Cuhls

 

Agenturberatung: 10 Thesen für besseres Eventmarketing // Teil 3/3 zur Briefingkultur

10 Thesen für gute Agenturberatung im Eventmarketing // Nele Zwanzig & Christian Schlüter, Volkswagen AG

 

 

 

Nach den Faktoren für ein gutes Technikbriefing und Agentur-Briefing heute Teil 3 in der Serie Briefingkultur:

 

Wie sieht gute Agenturberatung aus? Dazu stellen Nele Zwanzig und Christian Schlüter von der Konzern Kommunikation (Abteilung Events Konzern & Marke) der Volkswagen AG folgende 10 Thesen auf.

 

 

 

10 Thesen zur besseren Agenturberatung im Eventmarketing

 

1.   Generell verstehen wir Beratung als Dialog und Teamwork. Ein ständiger vertrauensvoller und partnerschaftlicher Austausch, auch schon in der Briefing Phase, sind dabei essentiell. Briefings, auf die es keine Rückfragen gibt, darf es nicht geben.

 

2.   Heutzutage sind „Geschichten“, die man mit einer Veranstaltung erzählen möchte, wesentlich wichtiger als reine Logistik Konzepte. Sprich: Jeder einzelne Bestandteil einer Veranstaltung muss einen roten Faden erkennen lassen und auf die Geschichte einzahlen.

 

3.   Agenturen, die gut beraten, lösen Probleme, … – wenn sie denn aufkommen. Trotz bester Vorbereitung gibt es immer auch steinige Abschnitte auf dem Weg zu einer guten Veranstaltung. Als Kunde erwartet man sich Lösungsvorschläge, wie man sich nun aus der misslichen Lage befreit. Allzu häufig kommt es leider noch vor, dass Probleme ungefiltert weiter gegeben werden und vom Kunden erwartet wird diese zu lösen.

 

4.   Agenturen sind unsere Fortbewegungsmittel. Wir sind das (Dialog-) Navigationssystem :-). Eine gute Beratung bedeutet also, dass uns als Kunde mehrere Wege aufgezeigt werden (die natürlich alle befahrbar sind) und wir die Entscheidung treffen müssen ob wir nach links oder rechts fahren… Ab und zu halt auch mal: “Bitte wenden“…

 

5.   Weitblick und Überblick. Oftmals haben wir mehrere Projekte gleichzeitig zu navigieren, was die Sache mit dem Überblick nicht immer einfacher macht. Unsere Lotsen (also unsere Agenturen) müssen dementsprechend zu jeder Zeit, das ihnen zugeteilte Projekt, im Auge behalten und die Übersicht und Weitsicht bewahren, damit das (Dialog-) Navigationssystem mehrere Tanker gleichzeitig steuern kann und keiner dabei unter geht.

 

6.   Der Weg den wir fahren und gehen muss budgetär realisierbar sein. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, aber man kann sich nicht jeden leisten. Einen Weg, den man sich nicht leisten kann, möchten wir gar nicht erst vorgestellt bekommen. Wir wollen immer mit den Füssen am Boden bleiben, auch wenn es manchmal schwer fällt. Die Notgroschen werden (leider) immer weniger.

 

7.   Mut zum Dissens. Wir sind nicht allwissend. Man darf unsere wahnwitzigen Ideen auch gerne mal in Frage stellen. Die Realität ist nämlich: „Wer zahlt schafft nicht immer auch erfolgreich an.“

 

8.   Wir heuern Agenturen an, nicht weil wir Menschen und Teams brauchen die unsere ungeliebten Aufgaben übernehmen, sondern weil wir Experten für viele verschiedene Bereiche brauchen. Wir können nicht in jeder Disziplin einer Veranstaltung selbst der Experte sein… Das wäre vermessen.

 

9.   Unsere Agenturen sollen die (Haupt-) Schnittstelle zu allen Dienstleistern sein, die an unseren Veranstaltungen mitwirken. Sie haben hier eine Steuerungsfunktion und halten alle Fäden zusammen (wieder mit Weit- und Überblick), lösen, bei Bedarf, auch Knoten und stimmen die einzelnen Teile des Orchesters untereinander ab, damit am Ende ein Tophit entsteht.

 

10.   Lasst die Spiele beginnen 🙂

 

 

Frage: Welchen Aspekt würden Sie für bessere Agenturberatung ergänzen? Was wünschen Sie sich mehr?

Über Gedanken und weitere Anregungen auf FacebookTwitter oder LinkedIn freue ich mich!

 

 

 

Nele Zwanzig Volkswagen Event Agenturberatung Briefingkultur VW Konzern Volkswagen Nele Zwanzig ist seit 8 Jahren im Eventbereich des Volkswagen Konzerns tätig. Nach ihrem Studium hat sie im Veranstaltungsteam des Audi Forum in Ingolstadt gearbeitet. Von dort ging es weiter in die Interne Kommunikation der Audi AG, wo sie eigenverantwortlich Incentives für Mitarbeiter aller Standorte der Audi AG organisierte. Seit 2012 ist sie in der Event-Abteilung der Konzern Kommunikation der Volkswagen AG in Wolfsburg tätig. Mit ihr und dem Eventteam entstehen weltweite Presse-Events wie Weltpremieren, Konzernabende, Pressekonferenzen und Internationale Fahrveranstaltungen. In der Vorbereitung ist sie visionär und bestimmt, in der Umsetzung lösungsorientiert und entspannt.

 

 

Christian Schlueter Event Volkswagen K-GK-ME Agenturbriefing Christian Schlueter ist seit 15 Jahren im Eventgeschäft tätig. Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaften arbeitete er bei der Münchener Agentur Avantgarde als Projektleiter für diverse Kunden.
2002 wechselte er zu BMW AG und war dort von 2002 bis 2004 als Projektleiter „Hospitality Programme“ für die Engagements in der Tourenwagen EM und WM verantwortlich. Von 2004 bis 2006 übernahm er die Verantwortung für die Motorsport Nachwuchsprojekte der Formel BMW in Deutschland und Asien. Danach folgte von 2006 bis 2009 der Schritt in die Formel 1 als Manager Sponsoring des BMW Sauber F1 Teams.
Nach dem Ausstieg von BMW aus der Formel 1 wechselte er in die Konzernkommunikation der BMW AG als Projektleiter internationale Messen und Events. Von 2011 bis 2013 verantwortete er im MINI Brand Management diverse internationale Großveranstaltungen wie Dealer Drives und MINI United. Nach einem weiteren Jahr bei BMW Motorsport als Leiter Sportorganisation wechselte er im Mai 2014 in die Konzernkommunikation der Volkswagen AG in den Bereich internationale Messen und Events und koordiniert hier übergreifend alle Veranstaltungsformate wie zum Beispiel Weltpremieren, Konzernabende, Pressekonferenzen und Internationale Fahrveranstaltungen.

 

Technikbriefing: Worauf es in der Zusammenarbeit ankommt // Teil 2/3

Technikbriefing: Worauf kommt es bei der Technikbestellung an, damit sich das Event-Ergebnis sehen lässt?!

 

 

Events sind dann erfolgreich, wenn Logistik und Idee zusammen spielen.

Nach den Faktoren für ein gutes Agentur-Briefing hier Teil 2 in der Serie Briefingkultur.

 

Zusammenspiel ist auch das Stichwort wenn es um die notwendige Technik geht. Damit die passenden Elemente vor Ort ankommen, bedarf es eines guten Technikbriefings. Dabei sprechen Agentur, Technik-Dienstleister und Kunde oftmals in unterschiedlichen Sprachen. Wie das „perfekte“ Technikbriefing aussieht, das habe ich den technischen Planer Jens Labuschewski gefragt.

 

 

Technikbriefing: Auf das Zusammenspiel kommt es an…

 

Das Zusammenspiel zwischen Kreation, Konzept und Technik beginnt natürlich mit einem ersten Briefing, kann aber nur durch eine intensive, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit perfekt werden. Ein gutes Ergebnis wächst aus dem Prozess und nicht aus dem Einzelereignis. Jeder Beteiligte kann und muss im Team Input aus seiner persönlichen und professionellen Sicht liefern. Jedes Detail kann wichtig sein oder es später werden.

 

Versucht man diesen Prozess wie einen Staffellauf getreu dem Motto: „Mein Teil ist erledigt, jetzt bist Du dran…“ durchzuführen, besteht die Gefahr, in kleinen Schritten immer weiter vom Kurs abzuweichen ohne es zu bemerken. Am Ende kommt dabei eine Veranstaltung heraus, die womöglich handwerklich solide umgesetzt ist, die es aber nicht schafft, eine nachvollziehbare Story zu liefern.

 

 

Crossed Disciplines – übergeordnete Betrachtung aller Bedürfnisse

 

Welchen Planer man zu welchem Zeitpunkt ins Team holt hängt sehr vom Projekt ab. Einen Setdesigner kann man durchaus in einer Pitchphase schon hinzuziehen um kreativen Input zu erhalten. Eine Fachplanung der Energieversorgung wäre zu diesem Zeitpunkt überzogen. Die Zusammenarbeit mit einem Technischen Leiter kann hingegen nicht früh genug beginnen.

 

Crossed Disciplines steht hierbei für eine übergeordnete Betrachtung von technischen und baulichen Bedürfnissen. Anders als bei der Fachplanung einzelner Gewerke gilt unser Augenmerk dem Construction Management, also der Schnittstellenkoordination, die das reibungslose Zusammenspiel komplexer Einzelplanungen erst ermöglicht.

 

 

Was für den Planer wichtig ist:

1) Erzählt uns alles, was Ihr euch denkt und vor allem alles, was Ihr dem Kunden erzählt habt.
2) Lasst uns gemeinsam Umsetzungsideen diskutieren, entwickeln und vervollständigen.
3) Seit konkret bei den Ideen, aber offen bei den Lösungsansätzen. Alternative Technikansätze können sinnvoll sein, sind aber schwer umsetzbar, wenn beim Kunden schon eine sehr konkrete Erwartungshaltung geweckt wurde.
4) Passt bei der Auswahl der Location auf, nicht nur eure Gäste brauchen Platz.

 

 

Neben den Schnittstellen im eigenen Team ist in einer frühen Phase die Wahl der Location von entscheidender Bedeutung. Wenn es hier aus technischer und logistischer Sicht schon Diskrepanzen zwischen dem Konzept und den Möglichkeiten vor Ort gibt steht man vor Herausforderungen, die vermeidbar sein können. Bei einer Umsetzung baulich nicht „mit“ sondern „gegen“ eine Location arbeiten zu müssen kann nur dann ein befriedigendes Ergebnis liefern, wenn man unverhältnismäßig viel Zeit, Energie und natürlich Geld investiert.

 

Die Auswahl der ausführenden Dienstleister geschieht häufig über eine Ausschreibung, die projektabhängig sehr unterschiedlichen Anforderungen unterliegt. Neben gesetzlichen Bestimmungen können hier beispielsweise auch Vorgaben der Einkaufsabteilung des jeweiligen Endkunden maßgeblich sein. Ausschreibungsunterlagen sollten auf einem weit fortgeschrittenen Planungsstand basieren und möglichst präzise alle notwendigen Informationen liefern, damit die Dienstleister ihr Angebot sauber kalkulieren können. Das bedeutet, dass wichtige Details nicht im Kleingedruckten verschwinden, aber auch, dass eine ausreichende Bearbeitungszeit gewährt wird.

 

 

Was für die Ausschreibung wichtig ist:

1) Prüft sehr genau, welche Ausschreibungsregeln für euch gelten. Sobald die VOB oder die VOL ins Spiel kommen werden die Formalitäten deutlich komplizierter. (Relevant sobald öffentliche Auftraggeber oder Fördergelder eine Rolle spielen.)
2) Stellt klare Regeln und Vorbemerkungen auf, aber überfrachtet sie nicht.
3) Schreibt erst aus, nachdem Ihr geplant habt und beschreibt, was Ihr wirklich braucht. Umfassende Änderungen sowie Mehrungen und Minderungen, insbesondere nach der Vergabe, sind nicht unbedingt ein Zeichen für stringente Planung.
4) Gebt den Dienstleistern Zeit zu kalkulieren. Geschätzte Zahlen helfen weder euerm Budget, noch dem Dienstleister und schon gar nicht dem Projekt. Der Satz „Scheiße, wir haben den Job bekommen…“ fällt öfter als man denkt und ist häufig genau so gemeint.

 

 

Bei der Auswertung der Angebote ist dann nicht zwingend der vermeintliche Gesamtpreis ausschlaggebend. Es muss sehr genau untersucht werden, ob die angebotenen Leistungen vollständig und qualitativ akzeptabel sind. Auch absehbare Änderungen am Konzept sollten vor einer Vergabe auf die Auswirkungen beim Preis untersucht werden.

 

In der Praxis erlebt man hier durchaus Überraschungen. Die im jeweiligen Projekt ausschlaggebenden Details können sehr unterschiedlich sein, allgemein gültig kann man aber sagen: Geht man fair mit den Dienstleistern um hat man eine gute Chance, ein hohes Maß an Service zu erfahren. Verhandelt man (zu) hart nach wird man hingegen für die Ungenauigkeiten in der Ausschreibung oder etwaige Änderungen teuer bezahlen müssen.

 

 

Was für die Auswertung wichtig ist:

1) Unten rechts steht ein erstes Indiz, danach kommt viel Detailarbeit. Prüft genau und rechnet nach. Verbindlich sind in der Regel Einzelpreise. Berechnungsfehler in Tabellenblättern liegen dann im Risiko des Ausschreibenden.
2) Ist alles komplett? Habt Ihr das Gefühl, dass der Bieter die Ausschreibung konzentriert bearbeitet hat? Manchmal ist der Bieter, der viele und gute Rückfragen hatte auf dem besseren Weg als der vermeintlich günstigste.
3) Prüft sehr genau, ob und auf welcher Basis Ihr in der Nachverhandlung pauschalieren wollt (wenn rechtlich möglich), oder ob ein prozentualer oder absoluter Rabatt auf bestimmte Positionen mehr Sinn macht. Eine Pauschale ist verlockend für die Projektkalkulation, macht aber die transparente Abrechnung von Mehrleistungen oder Änderungen deutlich komplizierter. Und irgendwas ist bekanntlich immer…
4) Nehmt unter Betrachtung aller Aspekte das WIRTSCHAFTLICHSTE Angebot an – das ist nicht unbedingt das billigste.

 

 

Fazit: Fand die Veranstaltung statt oder hat sie eine Story erzählt?!

 

Natürlich kann es anstrengend sein, wenn Designer und Planer auf ihre mitunter kreative, nerdige oder penible Art schon frühzeitig jedes Detail hinterfragen und manches Mal Ideen äußern, die auf den ersten Blick überzogen oder unrealistisch wirken. Hier bedarf es dann einer guten Technischen Leitung, die alle Details koordiniert und zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Im Endergebnis kann aber nur die unnachgiebige Detailverliebtheit aller Beteiligten in der Konzeption und Planung die letzten fünf Prozent aus der Veranstaltung herauskitzeln. Und mehr ist es häufig nicht, was zwischen     „Die Veranstaltung fand statt.“     oder     „Die Veranstaltung hat eine Story erzählt.“     steht.

 

 

Jens Labuschewski technischer Planer Event Technikbriefing Jens Labuschewski ist seit 20 Jahren im Eventbereich tätig. Er leitet das Ingenieur Planungsbüro für Event Construction Management (Crossed Disciplines), ist als Dozent tätig und engagiert sich im Prüfungswesen. Neben der Weiterbildung zum Meister für Veranstaltungstechnik absolvierte er ein Studium zum Dipl.-Ing. an der TU Dortmund, Abschluss als Bauingenieur mit Schwerpunkt auf Prozessmanagement, Bauorganisation und Baurecht. In der Planung ist er penibel und detailverliebt, in der Umsetzung bekannt für Konzentration und Gelassenheit bei der Zusammenarbeit.

 

 

Hier geht es zum Teil 3: Bessere Agenturberatung im Eventmarketing

Was dich noch interessieren könnte:

Sound Design: Leute, vergesst den TON nicht!

Lichtdesigner // Was man über Lichtgestaltung wissen sollte…

Medienserver: Welchen benötige ich für mein Event?

 

Briefingkultur Agentur: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus? – ein Agentur’ler schreibt // Teil 1/3

Briefingkultur Agentur: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus? – ein Agentur’ler schreibt

 

 

Was zählt ist die Story. Simpel, sinnvoll, monumental.
// Matt Circus

 

Es gibt solche und solche Briefings.

Es gibt auch solche und solche Auftraggeber.

Und es gibt auch solche und solche Agenturen.

 

 

Matt Circus aus Köln ist eine Agentur für Live-Kommunikation, die nicht nur sympathisch ist und mit Leidenschaft Ihre Arbeit macht sondern auch eine Agentur, der es wichtig ist ihre Kunden zu beraten. Erst kürzlich konnte ich gemeinsam mit ihnen die Jubiläumsparty „100 Jahre Maybelline“ realisieren.

 

Nicht nur das durchdachte und kreative Konzept auch die tolle Umsetzung überzeugten. Der Senior und Namensgeber der Agentur hat seinen Gründern mit „Matt’s Maximen“ Werte mit auf den Weg gegeben. Eines der Maxime heißt „Briefingkultur“. Der Grund warum ich Matt Circus für den Auftakt einer dreiteiligen Serie zum Thema Briefingkultur ausgewählt habe.

 

 

Hier Matt’s Antwort auf meine Frage: Wie sieht ein gutes Briefing von Kunden aus?

 

 

I. Briefingkultur.

 

„Briefings kommen nicht einfach so vorbei. Und erfolgreiche Lösungen schon gar nicht. Wir nerven so lange, bis wir ein Briefing haben, das den Stempel Kultur verdient. Denn Kultur heißt nichts anderes als Arbeit.“ Matt Circus‘ erste Maxime.

 

 

Maximilian Schmidt, Geschäftsführer bei Matt Circus und der „MACHER“ genannt, ergänzt dazu:

 

Matt bringt es auf den Punkt, vielleicht etwas schroff formuliert… (schmunzelt). Wir bei MATT CIRCUS denken: Eine gute Story beginnt bereits weit vor dem Event – eine gute Zusammenarbeit ebenfalls. Nämlich zum Zeitpunkt des Briefings.

 

Nur wer es schafft, bereits in der Briefingphase in einen echten Dialog mit dem Kunden zu treten, wird eine gute, packende Story erzählen können. Und die ist aus unserer Sicht die Voraussetzung für die Kreation echter, monumentaler Erlebnisse!

 

Was Matt mit „nerven“ beschreibt, meint, dass das klassische Briefingpapier oftmals hierfür nicht ausreicht. Zumindest wir wollen häufig mehr wissen als „Wer/Wie/Was/Wieviel/Warum“…

 

Und gehen dazu dann bereits in dieser Phase in einen intensiveren, beratenden Austausch.

 

Bei Kunden kommt das übrigens gut an: Sie merken, dass wir nichts aus der Schublade ziehen, kein Standardrepertoire für sie abspulen, sondern wirklich individuell kreieren und auf sie eingehen.

 

 

Wer mehr zur Briefingkultur wissen will, der kontaktiert einfach direkt MATT CIRCUS.

Mein Credo ist die Frage nach der Wirkung: Was soll NACHHER anders sein als VORHER?

So kann man recht genau die Ziele definieren und daraus Maßnahmen ableiten

 

 

In den nächsten Wochen geht es mit diesen zwei Fragestellungen weiter:

Wie sieht gute Agentur-Beratung aus? – ein Konzern-Projektleiter schreibt

Wie sieht das perfekte Technikbriefing aus? – ein technischer Planer schreibt

 

Außerdem könnten diese fünf Briefingtipps und dazu diese sechs Meinungen von Interesse sein.

Weitergehende Gedanken zum Thema Pitch hält der FAMAB Verband hier bereit: 7 Regeln für einen fairen Pitch

 

 

FrageWie sieht aus deiner Sicht ein gutes Briefing von Kunden im Bereich Live-Kommunikation aus? Welche Rückfragen stellst du, wenn das Briefing noch unschlüssig ist? Was gehört unbedingt ins Briefing rein? Ich freue mich über Deine Antwort zur Briefingkultur Agentur auf FacebookTwitter oder LinkedIn!

 

7 Tipps: Wie Dir Dankbarkeit bei Events hilft…

 

 

„Loben zieht nach oben und Danken schützt vor Wanken!“

 

 

Das hat meine Oma so gesagt. Der Spruch begleitet mich seit Kindestagen und ist zu einem tiefen Wert geworden. Auch Untersuchungen zeigen, dass Dankbarkeit zu weniger Stress, besseren Beziehungen und Gesundheit führt. Außerdem impft sie uns gegen negative Emotionen. Allerdings gibt es einen Ort, an dem Dankbarkeit kaum einen Platz findet – nämlich im Job.

 

Dies ist ein Problem. Denn realistisch gesehen verbringen wir in der Live-Kommunikation mehr Lebenszeit auf Events als in jedem anderen Lebensbereich. Und das Ausbleiben von Lob und Dank verhindert nicht nur gute Arbeitsresultate, sondern beschneidet ebenso unser Lebensglück. Wenn wir uns also obige Dankbarkeits-Vorteile zunutze machen wollen, dann ist die Arbeit der beste Ort damit anzufangen.

 

 

Dankbarkeit oder was das mit der Arbeitsmoral machen kann…

 

Vor gut 10 Jahren arbeitete ich noch als Set-Aufnahmeleiter bei TV-Produktionen. Dort musste ich einmal eine Schimpftirade eines Regisseurs auf der Interkom über mich ergehen lassen – für alle hörbar. Allerdings für etwas, was ich gar nicht zu verantworten hatte. Er musste wohl so vor dem Kunden seine Autorität zementieren und brauchte ein Ventil, um von einem eigenen Fehler abzulenken. Was das mit meinem Wohlbefinden getan hat, mann man sich sicher vorstellen… Der Motivation war es zumindest nicht zuträglich – wie es auch im gesamten Team spürbar war. (Warum anschreien übrigens nicht lohnt, hab ich hier geschrieben.)

 

Klar, die Welt hat sich weitergedreht. Aber der Schaden war angerichtet. Denn mit Druck und Negativität werden keine außerordentlichen Ergebnisse erzielt. Vermutlich hatte der Regisseur gar keine Ahnung, wie verheerend sein Verhalten sich auf mich und die Arbeitsmoral des ganzen Teams ausgewirkt hat. Menschen werden ihre Leistung im Job nur bis zu einem gewissen Punkt liefern – oder auf Durchzug schalten. Werden sie unterirdisch wertgeschätzt, dann leisten sie auch nur das Nötigste. Dienst nach Vorschrift eben.

 

 

7 Tipps, um den Erfolg durch ein einfaches DANKE zu stärken

 

Studien belegen, dass Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen, produktiver und loyaler sind. Allerdings scheint diese Botschaft bei Chefs noch nicht angekommen zu sein. Manche denken immer noch, dass nur hochgesteckte Ziele – verbunden mit Zuckerbrot und Peitsche – der Weg sind, um Ergebnisse zu erreichen. Oder auf schwäbisch: „Nix g’schwätzt isch g’nug g’lobt„… Folgend sieben Tipps, um mittels eines DANKE bessere Ergebnisse zu erzielen.

 

 

1. Eine Kultur der Wertschätzung führt zu dem Gefühl willkommen im Team und darin gewollt zu sein. Das führt unweigerlich zu besseren Arbeitsergebnissen. Nur: Fühlt sich jeder im Team wirklich willkommen? Offensichtlich findet diese einfache Wertschätzung viel zu selten statt.

Also: Wertschätze dein Team und sorge für eine einladende Kultur!

 

2. Wir arbeiten nicht nur fürs Geld – das ist nur einer unserer Motivatoren (TED Talk „What motivates us“). Wir arbeiten ebenso an besonderen Live-Momenten, um durch unsere Arbeit respektiert zu werden und für das Gefühl, etwas Sinnvolles zu schaffen. Da wir uns oft leidenschaftlich in Jobs investieren, beeinflusst die Arbeit auch unseren emotionalen Status.

Daher: Respektiere dein Gegenüber und sorge für Sinnhaftigkeit und guten Spirit!

 

3. Jede Mühe lohnt sich, wenn ich weiß, dass mein Einsatz gesehen und gewollt wird. Wird die Leistung jedoch nach der 15h Tag- und Nachtschicht gewürdigt oder als selbstverständlich abgetan? Gibt es nach einer Rettungsaktion zumindest ein Dank dafür oder wird dies gar nicht wahrgenommen? Außerdem hilft es, wenn man sich im Vorfeld konkrete Gedanken macht, wen man wann und wofür loben will. Dann wird man es viel wahrscheinlicher auch tun.

Deshalb: Verpflichte dich, guten Einsatz konsequent und intentionell zu loben!

 

4. Event ist Teamplay. Oft bekommen aber nur die exponierten Persönlichkeiten die positiven Rückmeldungen. Was ist aber mit denen, die genau das erst ermöglichen und nicht im Rampenlicht stehen? Darüber bin ich mir als Regisseur stets bewusst (und ich denke auch jede/r Moderator/in im Rampenlicht weiß, wovon ich spreche). Wenn wir also Erfolg haben, dann vor allem, weil dieser gemeinschaftlich erreicht wurde.

Heißt: Danke gerade den Kollegen, die es sonst sehr unwahrscheinlich gesagt bekommen!

 

5. Aber: Auch nicht immer und überall für alles DANKE sagen – das fängt schnell an zu nerven. Wie immer im Leben muss DANK authentisch und ausbalanciert bleiben. Ein Danke kommt um so besser an, desto spezifischer es formuliert wird. Das zeigt, dass du nicht oberflächlich damit um dich schmeißt sondern dir Gedanken gemacht hast, wofür genau du dich bedankst. Zugleich wirst du dir selbst darüber bewusst, was du an dem anderen beziehungsweise seiner Leistung schätzt.

Sprich: Setze Lob und Anerkennung spezifisch und individuell ein! 

 

6. Jeder Mensch tickt anders (interessant sind dabei die unterschiedlichen Persönlichkeitsprofile). Für den einen mag ein verbales DANKE treffend sein. Ein anderer ist schüchtern und freut sich eher über das geschriebene Wort oder ein Geschenk. Es bedarf Taktgefühl, um auf angemessene Art und Weise Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, ohne Mitarbeiter zu nerven oder bloß zu stellen.

Bedeutet: Finde angemessene Formen um deinen Dank auszudrücken!

 

7. Gerade wenn keiner Danke sagt: Fang damit an. Es wird sich verbreiten! Natürlich hilft es, wenn der Dank von der obersten Stelle ausgeht. Aber gute Führung hat nichts mit der Position zu tun, sondern mit Einfluss. Das heißt, du kannst jederzeit in jeder Position loslegen und damit Einfluss bei Events nehmen.

Ergo: Starte wo du bist – du hast es in der Hand!

 

 

 

Fazit: Dankbarkeit verändert die Atmosphäre und vor allem dich selbst

 

Dankbarkeit ist die effektivste Währung, um Menschen in ein Projekt zu involvieren und dabei zu Höchstleistungen zu motivieren. Außerdem hat dies auch einen weiteren Effekt: Einzelne werden vertrauensvoller miteinander und sind dadurch eher geneigt, sich gegenseitig zu helfen. So kommt der Stein ins Rollen.

 

Wenn wir im Sinne eines guten Events das Beste aus unseren Kollegen und Mitarbeitern herausholen wollen, müssen wir ihr Inneres gewinnen. Das kann man nicht einfordern und schon gar nicht durch Gehälter erkaufen, wie Michael Hyatt treffend schreibt. Aber ein einfaches Danke kann dabei Wunder bewirken – und kostet noch nicht mal was. Nur deine Aufmerksamkeit, etwas Zeit und Mühe… Also, raus aus der Komfortzone!

 

Wie schon das Zitat eingangs sagte: Loben zieht nach oben und Danken schützt vor Wanken. Ich habe es bei Produktionen mit eher mieser Stimmung immer ausprobiert. Ein zielgerichtetes, begründetes Lob hat nicht nur mein Gegenüber emotional nach oben gezogen, sondern auch mich. Es funktioniert. Und sollte es das mal nicht tun, dann dient es einfach deinem eigenen Wohlbefinden… 😉

 

 

Frage: Wie sagst du im Job DANKE? Teile Deine Antwort auf Facebook, Twitter oder LinkedIn.

 

Persönlichkeitsprofil: Grundlage für gutes Teamwork

Persönlichkeitsprofil: Welcher Typ bist du? // Quelle der Informationen: überwiegend zitiert von Wikipedia

 

 

Warum macht das Wissen über ein Persönlichkeitsprofil in der Eventbranche Sinn? Weil unsere Arbeit auf kurzlebiger Projektarbeit basiert und dabei die Chemie zwischen Menschen einer der ausschlaggebendsten Faktoren für den Erfolg eines Events ist. Gerne möchte ich daher vier mir bekannte Tests zur Einschätzung von Persönlichkeiten vorstellen und erklären, wie diese in der Zusammenarbeit mit Teams helfen können.

 

 

1) Big Five – Modell der Persönlichkeitspsychologie

 

Bei dem Fünf-Faktoren-Modell (FFM) handelt es sich um ein Modell der Persönlichkeitspsychologie, das fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit definiert. Demnach lässt sich jeder Mensch auf den folgenden Skalen einordnen: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit.

 

Dem Big Five Modell liegt die Auffassung zugrunde, dass sich Persönlichkeitsmerkmale in der Sprache niederschlagen, also alle wesentlichen Unterschiede zwischen Personen im Wörterbuch durch entsprechende Begriffe repräsentiert werden. Auf der Basis von Listen mit über 18.000 Begriffen wurden durch Faktorenanalyse fünf sehr stabile, unabhängige und weitgehend kulturstabile Faktoren – die Big Five – gefunden, und später durch eine Vielzahl von Studien belegt.

 

Die Big Five gelten heute laut Wikipedia international als das Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung. Da sich die Persönlichkeit bis zum 30ten Lebensjahr oft noch verändert, lohnt sich ein erneuter Test zu diesem Zeitpunkt zu wiederholen. An dieser Stelle findet sich der Test (den einzigen der vier, den ich tatsächlich selbst noch nicht gemacht habe… ;).

 

 

2) Enneagram als Tool zur Entwicklung des Persönlichkeitsprofil

 

Das Enneagramm bezeichnet ein neunspitziges Symbol, das als grafisches Strukturmodell neun als grundsätzlich angenommene Qualitäten unterscheiden, ordnen und miteinander in Beziehung setzen soll. Das Enneagramm wird als ein prozessorientiertes Werkzeug zur Selbstentwicklung beschrieben, nicht aber als Symbolisierung verschiedener Persönlichkeitstypen. Im Gegensatz zu den vier antiken Temperamenten cholerisch, sanguinisch, melancholisch und phlegmatisch wird das Persönlichkeitsenneagramm dazu benutzt, die Menschen in neun Persönlichkeitstypen einzuteilen.

 

 

Persönlichkeitsprofil Enneagram

Enneagram-Persönlichkeitsprofil // Grafik: www.newmind.de

 

 

Oft fehlt uns auch das Verständnis für das Handeln anderer Menschen. Nach dem Enneagramm hat jedes Persönlichkeitsmuster eine bestimmte Weltsicht und betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter. Davon ausgehend wird es möglich zu erklären, warum Menschen sich auf eine bestimmte Weise und nicht anders verhalten. Probleme und Konflikte – im Privaten wie in der Arbeit – resultieren häufig aus Schlussfolgerungen vom eigenen auf fremdes Wahrnehmen. Das Enneagramm trägt dazu bei, die Dynamik zwischen Menschen verschiedenen Musters zu verstehen und damit zwischenmenschliche Probleme zu lösen.

 

Indem die Typologie des Enneagramms beschreibt, wie sich die Grundmuster in positiven wie negativen Situationen verändern, zeigt es zugleich Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Nach Einschätzung von Kritikern werden allerdings nur wenige Aspekte eines Menschen beachtet und nur auf Verhalten geschaut, statt das Gesamtbild inklusive seines Wahrnehmungsstils und Wesens zu betrachten.

 

Eine erklärende Übersicht der neun Typen findet sich bei Wikipedia, weitere Infos hier.

 

 

3) Myers-Briggs-Typenindikator nach Carl Jung

 

Der Myers-Briggs-Typenindikator ist ein Instrument, mit dessen Hilfe psychologischen Typen erfasst werden sollen. Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung bemerkte in seinem täglichen Kontakt mit Patienten, dass der Umgang mancher Menschen mit der Welt schlicht anders war als sein eigener. Er notierte diese Beobachtungen und deren charakteristische Merkmale, benannte sie und machte sich die Kenntnis der Persönlichkeitseinschätzung wieder für seine Arbeit zunutze. Grundlegend für das Modell ist die Einschätzung der Typen in vier Funktionen (Denken/Fühlen, Sensorik/Intuition), die jeweils mit den Attributen introvertiert oder extravertiert belegt wurden.

 

Katherine Cook Briggs und ihre Tochter Isabel Myers griffen die Typologie von Jung auf und führten Messreihen durch. Es gibt in der Typologie vier Indikatoren (Motivation/Antrieb, Aufmerksamkeit, Entscheidung, Lebensstil) die in jeweils zwei konträren Präferenzen ausgeprägt sind. Zur weiteren Übersicht empfehle ich diese Tabelle. Der Indikator wird überwiegend im Bereich Coaching und Personalwesen eingesetzt.

 

Von der wissenschaftlichen Psychologie wird der MBTI zwar abgelehnt, weil er den Mindestanforderungen an Gültigkeit und Verlässlichkeit nicht entspricht. Bei Wiederholungen des Tests nach mehreren Wochen oder Monaten schwankt der Typ auch oftmals. Hier geht es zum Test und an folgender Stelle finden sich wirklich gute Charakterisierungen der einzelnen Typen als Auswertung (dort auf das entsprechende Profil klicken).

 

 

4) DISG für dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft

 

Das DISG-Modell bezeichnet einen auf Selbstbeschreibung beruhenden Persönlichkeitstest mit den vier Grundtypen Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit. Das wissenschaftlich nicht bewiesene Modell beschreibt nach dem Prinzip der Selbstbeschreibung bestimmte Ausprägungen von Verhaltenstendenzen von Menschen bei einem bestimmten Typus. Die Auswertung der Ergebnisse spiegelt den Status Quo des Teilnehmerverhaltens (man verteilt Punkte am ehesten bis am wenigsten) und geschieht grafisch in drei Diagrammen: „Äußeres Selbstbild“, „Inneres Selbstbild“, „Integriertes Selbstbild“.

 

DISG PersönlichkeitsprofilDISG Persönlichkeitsprofil // Bild: Steschke at Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

 

Der Nutzen besteht im konkreten alltäglichen Umgang mit den vier Verhaltensdimensionen. Sie ermöglichen die Einschätzung des Verhaltens des Gegenübers. In einem solchen Training wird dem Teilnehmer vermittelt, Teammitglieder, Kunden, Mitarbeiter, Führungskräfte etc. besser in deren Verhalten kennenzulernen und dadurch das eigene Verhalten an den Verhaltensstil des Gegenübers anpassen zu können. Es besteht dabei -wie bei allen Tests- die Gefahr, dass das äußerst komplexe Phänomen „Persönlichkeit“ auf vier Typen oder Mischtypen reduziert wird und somit das Denken in „Schubladen“ fördert.

 

Weitere Informationen finden sich hier und in dem offiziellen Buch Das neue 1×1 der Persönlichkeit samt Test.

 

 

Persönlichkeitsprofil als Grundlage für gutes Teamwork & erfolgreiche Events

 

Schon als Jugendlicher stieß ich auf die DISG-Methode. Bereits zu der Zeit empfand ich das Wissen über die unterschiedlichen Persönlichkeitsprofile von Menschen als sehr wertvoll. Erst kürzlich bin ich mit dem Myers-Briggs-Typenindikator in Berührung gekommen. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung hat diese Einschätzungform mich auf den Punkt genau beschrieben. Dabei haben mich die Genauigkeit der Beschreibung meiner Persönlichkeit sowie mir bisher selbst nicht bewusste Details umgehauen – WOW! Ich empfehle daher einfach mal die 70 Fragen mit JA oder NEIN zu beantworten und unbedingt die verlinkte Auswertung beziehungsweise Deutung des Profils zu machen – mir hat es Welten eröffnet…

 

Fazit: Bei Events ist es natürlich schwierig, in immer wechselnden Teamkonstellationen und kürzester Zeit zu erkennen, welchen Typen Mensch ich vor mir habe. Zumal ich es in meiner Funktion als Regisseur mit sehr unterschiedlichen Typen zu tun habe – vom CEO bis zum Bühnentechniker ist da alles dabei. Mir hilft jedoch das Bewusstsein, wie ich selbst „ticke“ und welche andere Formen von Menschen es da draußen gibt. Ob im Bereich Kommunikation, Entscheidungsfindung oder einfach um für ein gutes Miteinander zu sorgen. Gerade bei der Zusammenarbeit gibt das DISG-Modell und Enneagram wertvolle Hinweise, wie man in der jeweiligen Konstellation zueinander besser agieren kann. Über weitere Elemente guten Teamworks habe ich übrigens in diesem Blogpost geschrieben: Warum anschreiben einfach nicht lohnt…

 

 

Frage: Welche Mittel helfen Dir in der Einschätzung und Zusammenarbeit mit Teamkollegen?

 

Besser Präsentieren // Teil 4: Rhetorik

Nicht im Regen stehen, sondern mit Argumenten überzeugen… // Teil 4 von Martin Kloss: Rhetorik

 

 

Heute der vierte Teil der Serie “Besser Präsentieren” mit Analysen, Hintergründen und nützlichen Tipps um die eigene Präsentation vor Publikum zu verbessern (Teil 1: WIE vor WAS // 2: Körpersprache // 3: Atmung & Stimme).

 

 

Rhetorik: Mein Gegenüber durch Argumente überzeugen!

 

Wie kann ich mit rhetorischen Mitteln meine Inhalte besser vermitteln?
Welche Rolle spielt Rhetorik im Gesamtkontext meiner Präsentation?

 

1. Weniger ist mehr
2. Pausen machen den Rhythmus

 

 

Was ist Rhetorik?

 

Als “Kunst der Rede” stellt die Rhetorik die Mittel bereit Ihre Zuhörer verbal von Ihren Aussagen zu überzeugen. Sie wird auch die “Wissenschaft vom wirksamen Reden” genannt und stellt ein Transportmittel für die zu vermittelnden Inhalte dar.

 

Ob dieses Transportmittel ein schicker, schneller und effizienter Sportwagen oder ein alter, rostiger und stinkender Lastwagen ist, liegt an Ihnen und wie Sie die Werkzeuge der Rhetorik sinnvoll einsetzen.

 

Mit dem Thema Rhetorik kann man sich problemlos ein Leben lang beschäftigen, daher geht es in diesem Artikel nur um ein paar einfache grundlegende Dinge, die Ihnen bei Ihrer Präsentation helfen sollen das Transportmittel Rhetorik besser zu nutzen.

 

 

Weniger ist mehr

 

Im Englischen gibt es das sogenannte KISS-Prinzip: “Keep It Simple, Stupid”. Das ist ein einfacher und guter Merksatz, denn er beschreibt das Prinzip, das als oberste Regel für eine Rede oder Präsentation gelten sollte: “halte es so einfach wie möglich”.

 

Einige Menschen meinen, durch die Verwendung möglichst komplizierter Fremdworte oder Anglizismen würden sie ihr Wissen, ihre Kompetenz und ihren Status dem Zuhörer gegenüber deutlich machen. Das Gegenteil ist der Fall. Denn je weniger ich als Zuhörer verstehe, desto weniger höre ich zu. Positiv formuliert: je einfacher das Gesagte ist, desto aufmerksamer ist mein Zuhörer.

 

Selbstverständlich lassen sich nicht immer alle Fremdworte oder Anglizismen vermeiden, teilweise weil es keinen deutschen Ausdruck dafür gibt oder weil es ein feststehender Fachbegriff ist. Aber es reicht schon sich beim Schreiben einer Rede oder auch beim freien Sprechen darauf zu konzentrieren einfache Worte zu wählen.

 

“Unser Forecast setzt eine Benchmark im Segment der Channel Distribution” ist ein beispielsweise Satz über den ein Zuhörer so lange nachdenken muss, dass die darauffolgenden Sätze gar nicht gehört werden.

 

Das gleiche gilt für die Satzlänge. Schriftdeutsch zu sprechen, ist sehr schwierig für den Sprecher und noch schwieriger für den Zuhörer. Versuchen Sie Ihre Sätze mit maximal 12-15 Worten zu bilden, ohne Nebensätze und gesprochene Klammern. Das macht es Ihnen beim Sprechen und Ihren Zuhörern beim Verarbeiten der Inhalte leichter.

 

 

Positiv bleiben


In vielen Fällen verwenden wir unbewusst eine Negation um etwas Positives auszudrücken. Zum Beispiel “meine Präsentation wird nicht lange dauern”, anstatt positiv “meine Präsentation wird kurz sein”.

 

Das Problem dabei ist, unser Hirn kennt keine Negation. Wenn ich das klassische Beispiel nenne “bitte denken Sie jetzt NICHT an einen rosa Elefanten”, können Sie nichts dagegen tun, dass Sie vor Ihrem geistigen Auge einen rosa Elefanten sehen.

 

Das liegt daran wie unser Hirn Sprache verarbeitet. Die Worte werden alle wahrgenommen und erst im Nachhinein in den Gesamtkontext und damit ihre Bedeutung eingeordnet. Dazu kommen Dinge wie Prosodie und Parasprache (vgl. Teil 3: Atmung & Stimme), die dann im Zusammenspiel die Bedeutung des Gehörten ergeben.

 

Eine Aufforderung etwas NICHT zu tun, hat deswegen zur Folge, dass gerade das Bild dessen was NICHT getan werden soll im Kopf entsteht.

 

Dieses Prinzip kann auch umgekehrt werden um schlechte Nachrichten zu schönen. Wenn bei Aktiengesellschaften von einer “Gewinnwarnung” gesprochen wird, bleibt im Hirn der positive Begriff “Gewinn” hängen, während die eigentliche Nachricht einen Verlust meint.

 

Achten Sie mal darauf wie oft Sie im Alltag die Negativ-Form verwenden und versuchen Sie das gleiche noch einmal positiv auszudrücken. Wählen Sie bewusst die Worte und vor allem Bilder, die bei Ihren Zuhörern hängen bleiben sollen.

 

 

Pausen machen den Rhythmus

 

Jeder Musiker weiß, Pausen machen den Rhythmus. Der Rhythmus entsteht nicht durch den Moment in dem eine Saite gezupft oder eine Trommel geschlagen wird, sondern die genau gesetzte Pause zwischen den Tönen macht den Groove.

 

Das liegt daran, dass wir in einer Pause das gerade gehörte erstmal verarbeiten müssen und dann im besten Fall gespannt auf den nächsten Ton bzw. das nächste Wort warten. Einen Witz ohne die akzentuierte Pause vor der Pointe zu erzählen, ruiniert den ganzen Witz.

 

Machen Sie daher Pausen beim Sprechen, lieber mehrere als wenige. Mit Pausen erhöhen Sie den Spannungsbogen, setzten gezielt einen Punkt oder ein Ausrufezeichen hinter das gerade gesagte und ermöglichen dem Zuhörer darüber nachzudenken.

 

Die gefühlte Länge einer Pause ist dabei immer sehr viel kürzer als die tatsächliche. Probieren Sie es am besten einmal aus, indem Sie sich aufnehmen und die subjektiv wahrgenommene Pausenzeit beim Sprechen mit der beim Hören vergleichen.

 

 

Was bedeutet das für meine Präsentation?

 

Achten Sie schon beim Schreiben bei Ihrer Rede oder Präsentation darauf einfache und positive Formulierungen zu verwenden. Üben Sie Ihre Präsentation langsam, mit bewusst gesetzten Pausen zu sprechen. Nehmen Sie sich gegebenenfalls beim Üben auf Audio oder Video auf, um ein Gespür für das Tempo und die Pausenlänge zu bekommen.

 

 

Fazit: Rhetorik hilft jeder Präsentation

 

Einfache Mittel der Rhetorik können die Vorbereitung und Ausführung Ihrer Präsentation maßgeblich verbessern.
Merken Sie sich: Weniger ist mehr. Einfache und positive Worte, kurze Sätze. Langsames Sprechen und Mut zur Pause. Dann macht es Ihnen und auch Ihren Zuhörern mehr Spaß und die Inhalte kommen an.

 

 

Im fünften und vorerst letzten Teil dieser Serie geht es um das Thema Spiegelung und was Hirnforschung mit dem Thema Präsentieren zu tun hat.

 

 

Martin Kloss Besser PräsentierenMartin Kloss ist seit bald 20 Jahren als zweisprachiger (Deutsch / Englisch) Schauspieler, Moderator und Musiker vor der Kamera und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Darüber hinaus hilft er Unternehmen als Schauspiel- und Business Coach, schult Redner und Vortragende und bietet Workshops zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung an. Weitere Infos: www.martinkloss.com