AuftrittsCoaching: 12 Tipps für wirkungsvolle Vorträge

Auftrittscoaching Redner Vorträge wirkungsvoller gestalten

AuftrittsCoaching für wirkungsvolle Reden // Worauf kommt es an?

 

 

„Eine gute Rede ist wie ein Bikini – knapp genug, um spannend zu sein,

aber alle wesentlichen Stellen abdeckend.“ John F. Kennedy 

 

 

Wie kannst du Vorträge gestalten, sodass Menschen dir zuhören und deine Ideen Resonanz finden? Folgende 12 Tipps für wirkungsvollere Vorträge gelten für Reden jeglicher Art – von Keynotes im Unternehmensbereich bis hin zur Predigt in der Kirche. Keine lange Vorrede – los geht’s:

 

 

12 Tipps für Redner und wirkungsvollere Vorträge

 

 

12. Was ist dein Thema? Habe eine Idee, nicht viele. Es ist zwar schwierig Themen auf wenige, zentrale Botschaften zu reduzieren. Diese wirken dafür um so stärker. Die Reduktion auf das Wesentliche bedeutet viel Arbeit und ist deine Kernaufgabe.

 

11. Mit dieser zentralen Idee kannst du einen Anker werfen. An diesen kannst du aus verschiedenen Perspektiven immer wieder anknüpfen und machst die Idee durch Wiederholung erinnerbarer. Ein Beispiel dafür ist der Wahlkampfslogan Yes We Can von US-Präsident Obama.

 

10. Was ist dein Ziel? Welche Wirkung willst du erzielen – was soll nachher anders sein als vorher? Sei dir dabei im klaren was du willst: Insprieren und Träume wecken, gewinnen und motivieren, lehren oder argumentieren, unterhalten und erfreuen oder rühren und zu Verhaltensveränderungen bewegen? Entsprechend wählst du deinen Argumentationsstil und Auftritt.

 

9. Achte bei deinem Vortrag auf den Einstieg und das Ende. In den ersten Momenten entscheidet das Publikum, ob es dir zuhört oder abschaltet. Mache deine Gedankengänge schon zu Beginn transparent: Worauf können sich die Zuhörer freuen, wie sieht die Struktur aus, worauf lassen sie sich ein? Am Ende bringst du dein Thema nochmals auf den Punkt – denn der letzte Moment bleibt am stärksten im Gedächtnis.

 

 

„Wählen Sie für Ihre Reden Themen, die Ihnen am Herzen liegen.“ Dale Carnegie

 

 

8. Baust du eine Beziehung zum Publikum auf? Das erreichst du, wenn du dich zunächst ehrlich für dein Publikum interessierst und dich in sie hineinversetzt: Wie sieht der Erfahrungshorizont, der Kontext, ihr Wissen aus? Welche Beispiele passen spezifisch in die Erlebnisrealität der Zuhörer? Welche Inhalte sind neu oder bewegen sie, weil sie mit für sie Bekanntem und Relevantem abgeholt werden? Weckst du ein Gefühl von „Ja, das kenne ich – genau so ist es„? Außerdem lohnt es sich Einzelne herauszugreifen und hervorzuheben. Wenn du es für eine Person Besonders machst, dann identifizieren sich viele mit dieser einen Person im Publikum.

 

7. Rhetorik ist ein zentraler Schlüssel, dessen Ziel ist, von einer Ansicht zu überzeugen oder zu einer Handlung zu bewegen. Dabei gibt es drei Ebenen der Überzeugung: die Glaubwürdigkeit des Redners (ethos), der emotionale Zustand des Hörers (pathos) und das Argument (logos). Für eine gute Wirkung sind nach Aristoteles von der Idee bis hin zum Vortrag fünf Schritte zu durchlaufen (via Wikipedia):

 

inventio: Auffindung der Argumente.
dispositio: Gliederung des Vortrags.
elocutio: die Einkleidung der Gedanken in Worte („Redeschmuck“); die sprachliche Gestaltung (Wortwahl, rhetorische Stilmittel, kommunikative Direktion, Satzbau, Pausen).
memoria: Einprägen der Rede für das auswendige Vortragen; Auswendiglernen mittels Mnemonik (z. B. durch bildliche Vorstellungen).
pronuntiatio/actio: öffentlicher Vortrag, bei dem stimmliche, mimische und gestische Mittel eingesetzt werden, also sowohl verbal (Lautstärke, Tempo und Pausensetzung, Artikulation, Timbre, Prosodie) als auch nonverbal (Mimik; Gestik; Blick- bzw. Augenkontakt, Physiognomie, persönliche Präsenz, Körpersprache) kommuniziert wird.

 

 

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6. Sorge ebenso für Lacher und damit Unterhaltungswert, so weckst du Emotionen und Interesse. Denn jedesmal wenn das Publikum gelacht hat, hat es etwas verstanden (sagt John Cleese). Idealerweise haben deine Zuhörer während des Vortrags nicht nur gelacht, sondern auch geweint und wurden gleich mehrfach überrascht.

 

5. Folgende Fakten des Psychologen Mehrabian zeigen, wie stark deine Persönlichkeit auf das Publikum wirkt:

 

• 55% Mimik, Gestik & Körpersprache
• 38% Sprache & Stimme
• 7% Inhalt & Gesagtes

 

Wenn du dies in deiner Kommunikation berücksichtigt und aktiv nutzt, hast du auch noch nach zwanzig Minuten die ungeteilte Aufmerksamkeit deines Publikums. Bleibe dabei aber unbedingt authentisch: Motivatoren motivieren, aber Lehrer lehren!

 

4. Hilfreich ist natürlich auch eine Dramaturgie, welche mit Kontrasten Spannung erzeugt. Denn durchdachte Dramaturgie ist die Basis einer gekonnten Inszenierung. Der Spannungsbogen zwischen dem Was-ist und dem Was-sein-Könnte macht dein Thema interessant. Dieses Prinzip hat die amerikanische Präsentationsexpertin Nancy Duarte in Reden wie I have a dream von Martin Luther King jr. oder den Apple Präsentationen von Steve Jobs als zugrunde liegendes Element ausgemacht. Was es mit dem Prinzip genauer auf sich hat, verrät sie hier: 5 Regeln der Business Präsentation

 

 

„Daher ist es erforderlich, Kunstfertigkeit anzuwenden, ohne dass man es merkt, und die Rede nicht als verfertigt,

sondern als natürlich erscheinen zu lassen – dies nämlich macht sie glaubwürdig.“ Aristoteles

 

 

3. Eine Geschichte zu erzählen, hilft sich besser zu erinnern. Größtes Vorbild ist hier wohl der biblische Jesus, der seine Themen mittels von Bildern, Metaphern und Gleichnissen kommuniziert hat. Dabei bieten die Prinzipen der Heldenreise aus dem Storytelling eine hervorragende Grundlage. Beispiele in Form von Geschichten verdeutlichen darüber hinaus dein Thema, wecken Interesse und dienen besonders gut als Einstieg (viel besser als „heute geht es um…“).

 

2. Bei der Präsentationsform ist zu beachten, dass die Hälfte der Zuschauer auditiv und die andere visuell rezipiert. Das heißt, es gilt für beide Lager die treffenden Anreize zu schaffen. Auch hier gilt: ein starkes Bild anstatt viele! Ein starkes Bild setzt ebenso den visuellen Anker, ohne vom Sprecher abzulenken. Wirkungsvoll ist es, ein größeres Element haptisch auf die Bühne zu stellen. Vielleicht könnte sogar eine Miniatur dieses Elements jedem als Erinnerungselement mit nach Hause gegeben werden… Überladene Power Points sind bei Visualisierungen ein No-go, sie sollten reduziert auf eine Aussage pro Folie sein und müssen deine Themen visuell verdeutlichen.

 

1. Abschließend eine Frage an deinen Vortrag: Welchen Handlungsschritt sollen deine Zuhörer im Anschluss umsetzen? Also haben deine Ideen Relevanz, sind sie anwendbar im Alltag, welches Umsetzungspotential hat deine Idee?

 

 

AuftrittsCoaching & fünf Elemente, um zu überzeugen

 

Abschließend noch die Gedanken von Kevin Dutten, ein Psychologe an der University of Cambridge. Er geht davon aus, dass Überzeugungskraft auf fünf Elementen beruht: „Die Botschaft muss einfach und überraschend sein, unser Eigeninteresse ansprechen und von einem Menschen vorgebracht werden, der Empathie und Selbstvertrauen ausstrahlt.

 

  • Einfach: Es ist wichtig, wie man etwas sagt. Einfach ist gut, kompliziert ist schlecht.
  • Gefühltes Eigeninteresse ansprechen: Was ist der Vorteil für die Zuhörer?
  • Überraschungseffekt: Überraschende und emotionale Punkte erreichen zuerst das Herz. „Wenn du Herz und Kopf gewinnen willst, dann beginne mit dem Herzen.“ Drew Westen.
  • Selbstvertrauen ausstrahlen: Glaube das, was du sagst, ist wichtig. Nur Vertrauen kann Vertrauen erzeugen.
  • Empathie zeigen: Emotionale Distanz zum Zuhörer reduzieren und Gemeinsamkeiten aufzeigen.

 

 

Souverän präsentieren – Tipps von Rainer Wälde und Moderatorin Doro Plutte // Quelle: youtube

 

 

Fazit: Übe dich, werde besser und überzeuge – mit Argumenten, Dramaturgie und Persönlichkeit. Bleibe ehrlich deiner Person gegenüber, wofür du stehst und was du kommunizieren willst. Habe eine relevante Aussage und beachte die Regeln wirkungsvoller Kommunikation.

 

Ach ja – ganz wichtig: Fang an maximal einen Punkt pro Vortrag zu verändern – stell nicht alles auf einmal auf den Kopf, sondern nähere dich behutsam Neuerungen in deinem Vortragsstil. So findest du den zu dir passenden Stil und erweiterst dein Repertoire für die passende Gelegenheit.

 

 

Für alle, die mit ihrer Präsentation wirkungsvoller werden wollen empfehle ich das Auftrittscoaching „Wirkungsvoll Präsentieren„.

 

 

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